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Licht, Teil 1: Das Naturereignis der Sonnenwende.

Glaubensimpuls 690 von Gregor Dalliard

(Siehe im Anhang Gim 570: Abraham, zum Licht der Völker geworden und Gim 395: Gnade – ruhen in JaHuWaH [die Sumerer]).

Die israelitisch-jüdischen Propheten waren in dieser Welt einzigartig. Das vorweg zum Thema “Licht”.
Die Zeit der Sonnenwende ist wieder da. “Die Dezember-Sonnenwende ist auf der Nordhalbkugel allgemein als Wintersonnenwende bekannt, die den kürzesten Tag des Jahres markiert, während sie auf der Südhalbkugel die Sommersonnenwende ist, die das meiste Tageslicht bringt” (Quelle).
Die Zeit der Winter-Sonnenwende ist eine äusserst ergreifende Zeit für die christlichen Völker in ihren Traditionen. Ein Ereignis, das sich Jahr für Jahr in der Winterzeit wiederholt. (Sonnenwende: Samstag, 21. Dezember 2024). Die Sonne nimmt wieder an Fahrt auf. Sie ergreift gleichsam die ganze Schöpfung und weckt sie zu neuem Leben. Die Menschen sahen seit Urzeiten dieses sich leise vollziehende imposante Naturereignis der langen Nächte, der Wintersonnenwende, als das Wirken ihrer Götter. Planeten, Sonnen, Monde und Sterne galten als Götter oder deren Wohnsitz. Sie leiten angeblich das Geschick der Menschen, die sie definitiv im Griff haben. Selbstverständlich beeinflussen die gewaltigen Kräfte der Schöpfung unser Leben. Das sehen und erleben wir allein schon durch den Einfluss der vier Jahreszeiten oder von Tag und Nacht. Wie uns die Geschichte zeigt, verbanden die Menschen im Laufe der Zeit alles Geschehen in der Natur und in ihrem Leben mit der Existenz von Göttern und deren Forderungen. Daraus entwickelten sie bzw. ihre Priesterschaften bizarre und grausame Götter (Quälgeister). Die bösen Auswirkungen im Leben deuteten sie als Rache und Strafe für nicht entsprochene Forderungen. Wie konnte Schlimmeres verhindert werden?

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Die Wurzeln, die zu den gegenwärtigen Zuständen im Nahen Osten führten: Paulus und das antisemitische Konzil von 325 und seine Auswirkungen. Teil 5

Glaubensimpuls 689 von Gregor Dalliard

Ich habe im letzten Gim darauf hingewiesen, aus welchem Geist heraus die Gründer des Christentums ihre Lehre aufgebaut haben und dass bei näherem Hinschauen und Forschen im TaNaCH (“AT”) jeder aufrichtige und redliche Bibelleser mit der Zeit merken muss, dass der Gott Jesus Christus, die zweite Gott-Person, sagen wir es so: der zweite Gott der Christen, der gemäss Philosophie des Paulus auch wieder der erste ist (“wie denn Gott in Christus war, gemeint ist real), und die Welt mit sich selbst versöhnte” (2 Kor 5,19), nichts mit dem Juden Jahushua von Nazareth zu tun hat. Keine einzige Aussage der Propheten im TaNaCH (“AT”), ist auf einen künftigen Gott Jesus Christus bezogen, der dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH gleich sein würde.
Wer jedoch bisher von “AT”-Prophetien zu Jesus ausging, ist leider Falschauslegungen aufgesessen. Die Bekenntnisse und Zeugnisse der Propheten sind einwandfrei klar: Mit dem Elohim JaHuWaH, dem El Eljon, kann niemand gleich gesetzt werden, niemand ist IHM wesensgleich (homoousios). Also kann der zweite Gott der Christen, der dem ersten Gott in nichts zurücksteht, wie das Konzil von Nizäa sagt, nur mit dem obersten Gott der Griechen (Zeus) und Römer (Jupiter) gleich gesetzt sein, also wesensgleich (homoousios) sein. Das sollten wir nie vergessen.
Wir begegnen hier einem Synkretismus (einem religiösen Mischmasch) in der christlichen Theologie und Philosophie des Paulus, der im Laufe der Geschichte zu einem “perfekten” (irreführenden) Glaubenssystem aus- und aufgebaut worden ist. Die tragischen Auswirkungen dieses Systems führten in der Geschichte der Christen und damit auch des Islams immer wieder zu unberechenbaren und grausamen Verbrechen an den Juden, wie das am 7. Oktober 2023 durch das Hamas-Massaker der Fall war. Die Entscheidung des Konzils von Nizäa darf von keinem Getauften jemals widerrufen oder rückgängig gemacht werden, sofern er nicht für Zeit und Ewigkeit verflucht sein will. Der Gott Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, ist aber nichts anderes als ein folgenschweres Produkt heidnischer Göttervorstellungen und griechischer Philosophien. (Im Laufe der Geschichte wurden, gemäss Kersey Graves, bereits vor Jesus mindestens 16 „Retter der Welt“ jungfräulich empfangen und für die Sünden der Welt gekreuzigt.)

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Die Wurzeln, die zu den gegenwärtigen Zuständen im Nahen Osten führten: Paulus und das antisemitische Konzil von 325 und seine Auswirkungen. Das viele Schriftmaterial im TaNaCH ("AT"). Teil 4

Glaubensimpuls 688 von Gregor Dalliard

Siehe im Anhang den aktualisierten Gim 178 vom 12. Februar 2015: Die Christen und die Thora.
Wir halten also an diesem Zeugnis fest: “Ihr werdet mich suchen und ihr werdet mich finden, wenn ihr nach mir fragt von ganzem Herzen” (Jer 29,13-14). Kein Mensch sollte an dieser Aufforderung vorbeigehen. Dieser Aufruf ist, wie so vieles im TaNaCH zeitlos, also bleibend gültig. Wer diesem Aufruf Gehör schenkt, wird in die entsprechende Ruhe und Dankbarkeit eingehen und den entsprechenden Segen im Leben daraus schöpfen, aber: “ohne Fleiss kein Preis”, das gilt auch hier, wie bei allem im Leben.
Für Christen gilt ja das oberstes Lehr- und Glaubensprinzip: “Durch den Glauben wohne Christus (die zweite Gott-Person als katholischer Kruzifix-Götze) in euren Herzen” (Eph 3,17). Weder JaHuWaH, noch die Propheten, noch Jahushua von Nazareth haben jemals solches gefordert und gelehrt. Was hier als Erlösung und Befreiung gelehrt und angepriesen wird, geht jedoch an der Wirklichkeit des Lebens vorbei. Das “funktioniert” aber im Taumel einer Kirche, einer religiösen Gemeinschaft, einer religiösen Gesellschaft, über den Weg einer konstanten Indoktrination, im ständigen Repetieren der Irrtümer, bei denen man meint, sie seien die “Wahrheit” und zwar die einzig eine “Wahrheit”.
Wenn ich das so schreibe, dann schreibe ich das aus einer reichen Erfahrung heraus, die ich im Umgang mit Menschen über viele Jahrzehnte hinweg machte. Damit verurteile ich keinen getauften Menschen, ich weiss wovon ich spreche, denn ich selbst wurde zweimal getauft, einmal als Säugling und dann als Erwachsener. Wer tut das nicht etwa aus voller Überzeugung, aufrichtig und in der besten Absicht, weil er von der Lehre des Paulus, auf dessen Grundlage das “Neue Testament” aufgebaut worden ist, überzeugt wurde.

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Die Wurzeln, die zu den gegenwärtigen Zuständen im Nahen Osten führten: Paulus und das antisemitische Konzil von 325 und seine Auswirkungen. Teil 3

Glaubensimpuls 687 von Gregor Dalliard

Wir setzen uns gerade mit den Wurzeln auseinander, die zu den gegenwärtigen Zuständen im Nahen Osten führten. Zur Erinnerung: Im kommenden Jahr 2025 ist es 1'700 Jahre her, seit diese vom Kaiser verordnete Zusammenkunft stattgefunden hat. Die Entscheidungen dieses Konzils haben die Verwerfung der Juden durch Paulus und den Ersatz durch die Getauften an die Stelle der Juden definitiv formuliert (Ersatztheologie). (s. den aktualisierten Gim 123).
Der Kaiser bestätigte den Ersatz der Juden durch die Getauften (Christen); er setzte Jesus Christus als Gott an die Stelle des Elohim JaHuWaH, des El Eljon, des Höchsten. IHN ersetzte er durch die alten griechisch-römischen Führungsgottheiten (Theos, Deus, Gott: Zeus, Jupiter als Sol invictus (lat.); zu deutsch: „unbesiegter Sonnengott"). Als Folge davon wurden schrittweise sämtliche jüdischen Feste auf die heidnischen Feste umgedeutet. Der von dem Elohim JaHuWaH gegebene Shabbat (Ruhetag: 1Mo 2,1-3) wurde zu Ehren des Sol invictus (lat.); zu deutsch: „unbesiegter Sonnengott", dem der Sonntag geweiht war, offiziell auf den Sonntag übertragen usw.
Über den einflussreichen Kirchenvater Athanasius schuf Kaiser Konstantin ein neues antisemitisches Glaubensbekenntnis, das von nun an für alle Getauften verbindlich werden musste. Er tat das in seiner Position als Pontifex Maximus, d. h. als oberster Brückenbauer zwischen den heidnischen Göttern und den Menschen. Als Kaiser galt er selbst als Gottessohn, also von Gott gezeugt, dementsprechend wurde ihm gehuldigt und Anbetung entgegen gebracht. Ihm entsprechend mussten alle Bischöfe das Glaubensbekenntnis des Kirchenvaters Athanasius unterschreiben. (Später reisst der Papst die “göttliche” Stelle und Autorität des Kaisers an sich. Bis heute wird er von den meisten Getauften, aber auch von den meisten Behörden der Welt als Gott oder wie ein Gott behandelt).
Die meisten unterzeichneten das Glaubensdokument widerwillig. Damit konnten sie Ausgrenzungen, Mobbings und Verfolgungen entgehen, obwohl die Auseinandersetzungen der verschiedenen Glaubensüberzeugungen in Bezug auf die Person des Juden Jahushua von Nazareth unterschwellig weitergingen, bis sie nach einigen Jahrhunderten mit den kriegerische Methoden des Papsttums in der ganzen westlichen Welt unter “Kontrolle” gebracht werden konnten. Damit gehörte das (ersatztheologische) Athanasianische Glaubensbekenntnis in der ganzen westlichen Welt ein für allemal zum Glaubensbekenntnis aller Getauften und das ist bis zu dieser Stunde so geblieben.

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Die Wurzeln, die zu den gegenwärtigen Zuständen im Nahen Osten führten: Paulus und das antisemitische Konzil von 325 und seine Auswirkungen. Teil 2

Glaubensimpuls 686 von Gregor Dalliard

Manche, die meine Glaubensimpulse schon länger lesen, sind denselben oder einen ähnlichen Glaubensweg geführt worden wie auch ich. Das war und ist ein Weg des Suchens, Wachsens und Findens aus den Quellen des Lebens, die wir im TaNaCH (“AT”) finden. Der Konflikt mit jenen Christen, die in einer Kirche oder christlichen Gemeinschaft festgefahren sind, war und ist damit vorprogrammiert. Wir kennen dieses religiöse Festgefahrensein aus eigener Erfahrung, aber wir waren uns dessen früher nicht bewusst, wie hätte das auch sein sollen? Erst als wir anfingen, über unseren Glauben nachzudenken, ihn zu hinterfragen, nahm unser Suchen nach den prophetischen Zusammenhängen in der Bibel (sowohl im “NT” als auch im “AT”) immer mehr an Fahrt auf und das von Jahr zu Jahr.
Das war eine Herausforderung sondergleichen, und das über Jahre hinweg, nicht nur vom prophetischen Wort her, sondern auch mit allerliebsten Menschen, die wir sehr schätzen, und mit denen wir gemeinsame Wegstrecken des bis dahin erkannten Glaubens gegangen sind. Die waren aber nicht bereit nach den tieferen Zusammenhängen des prophetischen Wortes zu forschen, aus was für Gründen auch immer.
Was wir schrittweise als sicher, d. h. als sicher im Zusammenhang des prophetischen Wortes erkannten, dazu wollten und wollen wir mit Herzblut stehen. In erster Linie tragen wir Verantwortung unserem “Gott”, dem Elohim JaHuWaH gegenüber, dem Schöpfer Himmels und der Erde, aber auch gegenüber den Juden, denen unsere Väter, die Gründer des Christentums, durch Umdeutung des prophetischen Wortes im TaNaCH (“AT”) unsägliches Leid zugefügt haben. Im Aufrechterhalten ihrer Ersatztheologie tun sie das noch immer. Dieses himmelschreiende Unrecht mit allen schaudererregenden Folgen in den vergangenen 2000 Jahren muss unter Christen endlich ein Ende finden. Das aber kann nur geschehen, wenn sich alle Getauften auf die zusammenhängenden Wurzeln des Glaubens besinnen und zu JaHuWaH, dem El Eljon umkehren. War er etwa nicht allezeit der “Gott” des Jahushua von Nazareth für den er unermüdlich zum Wohle der Menschen wirkte, bis ihn die Römer pfählten (kreuzigten). Hier sind wir alle in die Pflicht genommen.

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Die Wurzeln, die zu den gegenwärtigen Zuständen im Nahen Osten führten. Paulus und das antisemitische Konzil von 325 und seine Auswirkungen. Teil 1

Glaubensimpuls 685 von Gregor Dalliard

Viele Getaufte glaubten in den ersten zwei Jahrhunderten nicht daran, dass Jahushua von Nazareth ein Gott ist. Für sie war er das, was er selbst von sich sagt: “Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, der Elohim JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste” (Mk 10,18). Das entspricht dem durchgehenden Bekenntnis und Zeugnis aller Propheten und Gläubigen im TaNaCH. Jahushua war ein Mensch, der sich in die Anliegen und Nöte der Mitmenschen hineinleben konnte und ein Mensch mit einer aussergewöhnlichen Fähigkeit der Treue zu JaHuWaH und zu seinem Volk.
Einige reiche und einflussreiche Abkömmlinge aus der griechisch-römischen Welt, wie der Bischof Athanasius aus Alexandria in Ägypten, die eine tiefe Abneigung gegen die Juden und den Elohim JaHuWaH pflegten, vereinnahmten den Juden Jahushua von Nazareth nach seiner Pfählung durch die Römer. Sie wollten im Geiste des Paulus eine griechisch-römische Gottheit aus dem Juden Jahushua von Nazareth machen. Das gelang diesen Philosophen offiziell und endgültig im Jahre 325 u. Z. auf dem Konzil von Nizäa. Athanasius und seine Leute waren tief in ihren heidnischen Philosophien (Platon, Homer, Aristoteles und des Neuplatonismus) verwurzelt, die mit der traditionellen Vielgötterei verschmolzen waren.
Seit dem Konzil von Nizäa darf der Jude Jahushua von Nazareth unter den Christen offiziell nicht mehr als Jude verstanden und bezeichnet werden. Seither muss er als Gott und Erlöser geglaubt und gelehrt werden und zwar von allen Getauften im römischen Reich. Darum darf er weltweit nur noch als “Jesus Christus” bezeichnet werden, denn er gilt nun offiziell als Gott, als der Gott Jesus Christus im römischen Reich.

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Genug ist genug! Die Juden verteidigen ihre Existenz gegen die religiös-fanatischen Islamisten und den Westen (speziell Westeuropa), der diese Kräfte durch den Mangel an Entschlossenheit und mit hohen finanziellen Mitteln unterstützt und fördert.

Glaubensimpuls 684 von Gregor Dalliard

Gegenwärtig verteidigen die Juden ihre Existenz auf Leben und Tod, ebenso ihr kleines Fleckchen Erde auf dem sie leben. Beides hat ihnen die Kirche, bzw. das Christentum bis vor wenigen Jahren abgesprochen. Auf Drängen politischer Entscheidungen nach fast rund 2000-jähriger Leiden und Qualen, und schliesslich nach den unfassbaren Verbrechen während des Holocausts und danach, toleriert die Führung der Christenheit heute den Staat Israel, das aber nur zähneknirschend.
Gemäss der bis heute bindenden dogmatischen Lehrtexte der Christenheit (s. u. a. auch das “Neue Testament”), haben die Juden allerdings ihr Existenzrecht verwirkt, was nach den prophetischen Zeugnissen im TaNaCH (“AT”) niemals der Fall ist. (Hätten sie Recht, wäre “Gott” der grösste Dummkopf, der 1948, 1967 oder 1973 z. B. völlig versagt hat.) Nach der Lehre der Getauften sind sie selbst von dem Gott der Christen (Theos, Deus, nicht von dem “Gott” Elohim JaHuWaH) an die Stelle der Juden gesetzt worden. Die Juden sind damit von dem Gott der Christen (Theos, Deus) durch die Getauften ersetzt worden. Offiziell wird diese Irrlehre “Ersatztheologie” genannt. Die Juden sollen nur noch Verdammnis und Flüche ernten (vgl. Gal 18-9). Der Zorn des christlichen Gottes ist und bleibt auf ihnen (vgl. Joh; Joh 3,18; 1Joh 5,12); es sei denn die Juden bekehren sich zum Christentum und unterziehen sich einem seiner widersprüchlichen Taufrituale, was sie, so beten und hoffen wir, nie tun werden, damit sich das prophetische Wort JaHuWaHs weiter über sie in der Welt erfüllen wird: “So habe ich dich auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde” (Jes 49,6). “Horcht her, mein Volk hört auf mich, meine Nation! Denn von mir geht Weisung aus und mein Recht mache ich zum Licht der Völker” (Jes 51,4).

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"Nun setze über uns doch einen König, uns zu richten, wie es bei allen Nationen ist"! (1.Sam 8,5). Die Auswirkungen dieser Forderung sind bis zu dieser Stunde entsetzlich.

Glaubensimpuls 683 von Gregor Dalliard

Mit der Forderung eines Königs, (s. 1Sam 8; Gim 528) schuf sich das Eigentumsvolk JaHuWaHs enorme Probleme, aber nicht nur für sich, auch für die Welt. Sie schlugen einen falschen Weg ein, der bis heute seine schlimmsten Auswirkungen hat. Die Führenden Israels beharrten auf ihrer Forderung: “Nun setze über uns doch einen König, uns zu richten, wie es bei allen Nationen ist”! (1.Sam 8,5).
Die Auswirkungen dieser Forderung sind entsetzlich, bis in unsere Tage herein. Warum? “Sie vermischten sich mit den Nationen und lernten ihre Werke” (Ps 106,35). Diese Tatsache vergessen viele von uns. Ich meine damit nicht, dass JaHuWaH Israel verworfen hat. Wäre das der Fall, dann könnten wir auch den TaNaCH samt JaHuWaH, dem El Eljon, über Bord werfen, auch die Erwählung, den Auftrag und den Dienst dieses Volkes an der Menschheit, denn dann ergäbe alles keinen Sinn.
JaHuWaH wäre dann nicht der El Eljon, nicht der El Shaddai, der Allmächtige, nicht derjenige, der die Menschen in SEINEM Bilde geschaffen hat. Kurz: Wir haben erkannt, dass zwischen JaHuWaH, dem El Eljon und dem sogenannten Engel, der die Israeliten ins gelobte Land führt, ein wesentlicher Unterschied besteht. Während JaHuWaH vergibt, wird vom Engel bezeugt: “Hüte dich vor ihm, höre auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird euer Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm” (2Mo 23,21).

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Die messianische Botschaft der Propheten: Da brach David zusammen. Wie immer: "Aber David stärkte sich in JaHuWaH, seinem Elohim ("Gott")" (1.Sam 30,6). Teil 4

Glaubensimpuls 682 von Gregor Dalliard

Bedenken wir: Im Hintergrund der alttestamentlichen Messiaserwartung steht die altorientalische Königsideologie. Das mag viele überraschen. Diese Ideologie ist in Israel vom Heidentum übernommen worden und über die Jahrtausende hinweg so sehr verinnerlicht worden (in Fleisch und Blut übergangen), dass sie im Laufe der Zeit zum zentralen Glaubensgut vieler orthodoxer und ultraorthodoxer Juden geworden ist. Als Israels führende Elite einen König vom Propheten Shmuel forderte und einen König bekam, und das wider den Willen JaHuWaHs und SEINER Propheten (hier: des Propheten Shmuel), fand schleichend auch ein Messiasverständnis und damit auch eine Messiaserwartung Einzug in das Denken und in den Glauben Israels. Bis dahin war klar: Ein in JaHuWaH lebender Mensch ist gleichsam ein Messias, d. h. ein Gesalbter JaHuWaHs und das sowohl im eigenen Leben als auch für die Mitmenschen, für die Welt. Mehr braucht es im Leben eines Menschen gar nicht, auch nicht für die Ewigkeit (vgl. Mi 6,6.8). Darum erinnern wir laufend an die Propheten, die die Priester, Könige und das Volk immer wieder aufforderten, nach den Pfaden der Vorzeit zu fragen und sich an die Anfänge ihres Glaubens zu erinnern (vgl. 5Mo 32,7.12; Jes 43,12; Jes 45,21-25; 46,9; Jer 6,16; Ps 77,6; Ps 78 u. a. m.)
Darum sprechen wir nicht von einer Neugeburt oder Wiedergeburt aus Gott, wie das zu der Umdeutung des prophetischen Wortes der Gründer des Christentums gehört. Neugeburt oder Wiedergeburt ist für die Getauften immer mit der Gottheit Jesus Christus verknüpft. Gemäss der Zusammenhänge des prophetischen Wortes sprechen wir von einer Umkehr zu JaHuWaH, von einer geistlichen Zeugung und Geburt aus und in JaHuWaH (vgl. 5Mo 32,18).
Das Neue Testament und damit die Lehre der Getauften, geht davon aus, dass nicht JaHuWaH der Fels und der Erlöser der Menschheit ist. Für sie ist die griechisch-römische Gottheit Jesus Christus der verheissene Messias, der Erlöser, der das Friedensreich gebracht hat. Nur wer sich taufen lässt, kann in dieses Reich eingehen, d. h. kommt in den Himmel: “Wir haben den Messias gefunden – was übersetzt ist: Christus” (Joh 1,41). “Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jordan; und sie wurden von ihm im Jordanfluss getauft, indem sie ihre Sünden bekannten” (Mt 3,5-6). Dieser Bericht stimmt natürlich nicht, da z. B. die Beichte/Absolution in Israel schon immer unbekannt war.

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Die messianische Botschaft der Propheten. Teil 3

Glaubensimpuls 681 von Gregor Dalliard

Die Bezeichnung „Messias“ ist die griechische (gräzisierte) Form des aramäischen mešiḥā, oder des hebräisches māšiāḥ (Mashiach) und heisst der “Gesalbte”. Der Titel „Christus/Χριστός“ ist die wörtliche Übersetzung in das Lateinische (Römische), bzw. in das Griechische. In Israel wurden zunächst die Könige gesalbt, dann auch der Hohepriester und später alle Priester (vgl. Ri 9,8; 1Sam 16,13; Ex 29; 3Mo 4,3). Der Titel Maschiach (Messias) bezeichnete zunächst die Könige Shaul (Saul) und David, dann aber den jeweils regierenden König (vgl. Ps 2; 72; 1Sam 24,7).
Merken wir uns: Ein Messias, ein Gesalbter, ist ein Mensch, der das Shma Jisrael (“Höre, Israel”), (vgl. 5.Mo 6,4-9) und das Zehnwort, die zehn Weisungen zum Leben (zehn Gebote) (vgl. 2Mo 20,1- 17) lebt oder danach zu leben trachtet. Das ist in erster Linie ein von JaHuWaH “gesalbter” Mensch. (s. Gim 180: Aus JaHuWaH gezeugt und geboren – wie geht das? “Steh auf, werde Licht!” (Jes 60,1). Teil 2). Sein Leben erfährt den inneren Frieden heute und wird ihn in aller Ewigkeit erleben. Ein solcher Mensch ist in JaHuWaH, er braucht kein messianisches Friedensreich, das irgendjemand irgendwann aufrichten wird.

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