bibeltreu.com

Wer ist Gregor Dalliard?

Ich wurde 1947 im katholischen Weindorf Salgesch, im Mittelwallis (Schweiz), als siebtes von zwölf Kindern geboren. Mein von der katholischen Kirche geprägtes religiöses Leben und Gottesbild führte dazu, dass ich Priester werden wollte, um ganz nahe bei Gott zu sein und ihm am Besten dienen zu können. Gegen Ende des Theologiestudiums kam ich mit der katholisch-charismatischen Bewegung in Berührung. Über diese Bewegung fand ich einen leichteren Zugang zum Wort JaHuWaHs im TaNaCH (“AT”). Damit schlug ich einen langen Weg ein. Auf diesem Weg begegneten mir Widerstände, mit denen ich nicht gerechnet hatte, aber sie vermochten mich auf der Suche nach der Quelle des Lebens und damit nach dem Sinn des Lebens nicht aufzuhalten. Über viele Jahre hindurch näherte ich mich etappenweise dem Ziel.
Der innere Kampf mit der Lehre der Kirche, im Lichte biblischer Aussagen, führte nach sechs Jahren Theologiestudium und elf Jahren Priesterleben zum Bruch mit der katholischen Dogmatik. Die etappenweise erkannte Wahrheit, der ich mich mehr verpflichtet fühlte, als den sich widersprechenden religiösen Satzungen der Kirche, führte im Herbst 1988 zu meiner Exkommunikation (Ausschluss vom Heil, gemäss Heilsvorstellungen und verankerten Glaubensdogmen der katholischen Kirche, die als unantastbar gelten).
Aus der offiziellen Staatskirche ausgeschlossen, lernte ich durch meine Vortragsreihen Freikirchen und christliche Gemeinschaften in ihren vielfältigen und unterschiedlichen Credos, Traditionen, Prägungen und Ordnungen kennen. Auf der Suche nach den Wurzeln des biblischen Zeugnisses ergründete ich das “NT” auf Herz und Nieren, denn alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften berufen sich auf das “NT”. Jede einzelne Kirche und Gemeinschaft beansprucht für sich allein im Besitze der vollen Wahrheit zu sein und den Willen Gottes tun.
Ich fühlte mich durch die sich oft widersprechende Vielfalt innerhalb der christlichen Landes- und Freikirchen und der christlichen Gemeinschaften irritiert. Nicht selten sprechen sich die Kirchen und christlichen Gemeinschaften gegenseitig das Heil ab und schliessen sich gegenseitig vom Heil aus. Deshalb war ich motiviert mit ganzer Hingabe intensiver nach deren Entstehungsgeschichten und Glaubensinhalten zu forschen. Meine Forschungsarbeiten wurden von dem tiefen Wunsch genährt, das Wesen des sich als Erlöser (Gott) offenbarenden JaHuWaH zu vertiefen.
Via Internet möchte ich das Erkannte suchenden Menschen zugänglich machen. Am 15. August 1988, dem grossen katholischen Fest Mariä leibliche Aufnahme in den Himmel (Heilsdogma 1950), legte ich in der Kirche von Grächen (Wallis, CH) den Unterschied zwischen Mirjam (Maria), der Mutter des Jahushua von Nazareth und der katholischen Maria (der Muttergottes) dar. Ich wies darauf hin, dass der christliche Muttergotteskult nichts anderes ist als die Fortführung jenes Kultes der in der Antike und im Altertum den heidnischen Himmelsköniginnen dargebracht worden ist. Darauf wurde ich vom Bischöflichen Ordinariat vor ein kirchliches Gericht gestellt. Ich sollte verschiedene Aussagen widerrufen. Ich mochte den Bischof Heinrich Schwery und meine Priesterkollegen sehr, wir hatten bis dahin ein sehr gutes Einvernehmen, aber die eingeschlagene Fährte, auf der Suche nach den Wurzeln unseres Glaubens, konnte und wollte ich um keinen Preis der Kirche abbrechen und verleugnen.

Auf der Stelle wurde ich sämtlicher Amtsfunktionen enthoben und exkommuniziert. Durch Rufmord versuchte das Bischöfliche Ordinariat – nicht Bischof Schwery – und einige aus dem Klerus, mich mundtot zu machen. Das Bischöfliche Ordinariat erklärte mich in einem Dokument, das an alle Priester verschickt worden war, für geistesgestört und psychisch krank, gemäss Kirchengesetz Can. 1044 § 2, was in einem zweiten Brief als Irrtum zurückgenommen wurde, jedoch nie öffentlich und nie an mich gerichtet. Aber schon war der Inhalt des ersten Briefes in vieler Leute Mund. Die Folgen davon kann sich jeder in etwa vorstellen.

Rund 30 Leute aus der näheren und weiteren Umgebung reichten den Kirchenaustritt ein. Die Hetzkampagne des Klerus ermutigte Leute zu unberechenbaren Handlungen: Morddrohungen, Messerstecherei, psychischer Terror, Isolation, Rufmord etc…. Am 28. Oktober 1989 verheiratete ich mich mit Marianne Martig aus Grächen. Drei Kinder sind uns geschenkt worden: Nathanael (1990), Josia (1992) und Tabea (1994). Meine Familie und ich gehören heute keiner kirchlichen oder christlichen Organisation mehr an, d.h. keiner Landes- oder Freikirche, auch keiner christlichen Gemeinschaft oder einem religiösen Verbund. Dennoch leben wir in regem Glaubens-, Meinungs- und Lehraustausch mit anderen Menschen unterschiedlichster Glaubensprägungen zusammen. Der TaNaCH, (Thora, Propheten und Schriften) ist uns Fundament des Glaubens und des Lebens geworden.

Keineswegs verachte ich die Kirchenmenschen oder Mitglieder irgendwelcher Freikirchen oder christlicher Gemeinschaften, obwohl ich laufend über den biblischen Missbrauch und die lehrmässige Irreführung der christlichen Führer schreibe und lehre. Ich habe unter den Katholiken sehr liebe und treue Freunde. Darum unterscheide ich sehr wohl zwischen den Lehren der Kirchenführer und den Massen ihrer Anhänger, die religiös-kulturell einfach zu diesen Glaubenssystemen gehören. Sie sind im Alltagsleben meistens kulturell davon abhängig gemacht. Sie vermögen die komplizierte (antisemitische oder antijüdische)Kirchenideologie der Gründer des Christentums (Religion, Politik) weder zu durchschauen noch von den biblischen Zusammenhängen her einzuordnen. Nach der Lehre des Paulus und der Gründer des Christentums hängt die immerwährende Himmelsseligkeit oder der immerwährende Höllenzustand ab. Das verunsichert und macht abhängig.

Mir, und vielen anderen auch, liegt die Glaubensmündigkeit des einzelnen Menschen sehr am Herzen. Die wachsende persönliche Beziehung zu JaHuWaH, unserem Erlöser (Elohim), lässt uns, gemäss der Bibel, dem TaNaCH, zu glaubens-mündigen Menschen heranwachsen. Menschen, die im Alltag ihre Verantwortung gegenüber JaHuWaH, unserem Erlöser (Elohim), sich selbst und den Mitmenschen gegenüber, wahrnehmen.