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"Muss das denn sein?" Teil 3: Die Gussform

Glaubensimpuls 518 von Gregor Dalliard

Es war mir klar, dass sie die Konsequenzen, die ich in meinen früheren Gims aufgezeigt hatte, wohl verstanden hat, aber sie war und ist innerhalb ihres religiösen Umfeldes gefangen. Die Konsequenzen sind für sie nicht umsetzbar. Dafür habe ich absolutes Verständnis. Wir sprachen über das Shma Israel (Höre Israel), den Glaubenskern des Jahushua von Nazareth. Das Bekenntnis Jahushuas ist das Bekenntnis aller gläubigen Juden: “Höre, Israel: JaHuWaH ist unser ELOHIM (der Höchste, der Erlöser), JaHuWaH allein! Und du sollst JaHuWaH, deinen ELOHIM, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein….” Ihr war schon längst klar geworden, dass sie als Katholikin JaHuWaH zwar aus ganzem Herzen und mit ihrer ganzen Seele und mit ihrer ganzen Kraft lieben will, wie das auch Jahushua von Nazareth tat. Ihr ist aber gleichzeitig auch völlig klar geworden, dass diese Liebe praktische Auswirkungen mit einschliesst.

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"Alle meine Quellen sind in Dir" (Ps 87,7)

Lebensimpuls 14 von Gregor Dalliard

Wie wohltuend ist ein solches Zeugnis. Wie beruhigend ist diese Aussage. Wer inmitten der Herausforderungen des Lebens einem solchen Zeugnis Raum in seinem Herzen gibt, erfährt Annahme und Geborgenheit. Als solche Zeugnisse verfasst worden waren, lebten die Menschen in den Wüstenregionen noch direkt von den Quellwassern. Labsal ohne gleichen bringt eine Quelle inmitten der Hitze. Was aus der Quelle sprudelt, schafft Leben, erweckt den Ermüdeten und Todmüden zu neuem Leben, zu neuer Lebenskraft.
Wir haben den Bezug zur Quelle möglicherweise verloren. Anders als in den Tagen der Psalmschreiber drehen wir den Wasserhahn auf. Wir trinken Wasser, duschen, ohne uns um das erquickende und lebenspendende Nass weiter Gedanken zu machen. Das Wasser ist einfach da. Mit anderen Worten: Es geht uns in unseren Breitengraden sehr gut. Wir brauchen weder zu hungern noch mangelt es uns an Brot, am Nötigsten. Wir haben mehr als dass wir für die Stillung unserer täglichen Bedürfnisse brauchen. Der “Wasserhahn” ist offen, aufgedreht, tagaus tagein. Was brauche ich da noch nach Quellen des Lebens zu suchen? Ist es nicht so, solange es uns materiell und gesundheitlich gut geht brauchen wir JaHuWaH eigentlich nicht. Geht es uns aber schlecht, klagen wir JaHuWaH an.

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"Muss das denn sein?" Teil 2: JaHuWaH suchen!

Glaubensimpuls 517 von Gregor Dalliard

Zum Gespräch mit der Frau aus Zermatt im letzten Gim 516 habe ich geschrieben: “So lange diese Wurzeln nicht samt und sonders ausgerottet werden, so lange wir unseren Beitrag dazu nicht leisten und alles fromm übertünchen, kann uns jederzeit wieder ein solches unberechenbares und grenzenloses Leid überrumpeln”. Das hört sich etwas radikal an. In Anbetracht dessen aber, was die Juden in den letztem 2000 Jahren diesbezüglich an Leid und Elend von Seiten der Christen erleiden und ertragen mussten und was sich gegenwärtig wieder anbahnt, ist es das aber keineswegs. Jedenfalls hat meine Gesprächspartnerin im Zug im Laufe der letzten Jahre begriffen, wo die Wurzeln des Holocausts zu suchen und zu finden sind, wer sie weiterkolportiert und wie sie weiterkolportiert werden. Was ihr aber echt zu schaffen macht ist die Frage, wie sie ihre Verantwortung wahrnehmen und wie sie persönlich mit diesen Wurzeln fertig werden kann. Ich habe in vergangenen Gims immer wieder auf die Möglichkeit hingewiesen, wie die eigene Verantwortung in diesem Zusammenhang wahrgenommen werden kann. Das ist gar nicht so einfach.

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"Muss das denn sein?" Teil 1

Glaubensimpuls 516 von Gregor Dalliard

Am vorletzten Montag fuhr ich mit dem Zug von Teisendorf über München Zürich zurück nach Brig. In Zürich musste ich umsteigen. Kaum hatte ich mich im Zug von Zürich nach Brig eingerichtet, viel mein Blick auf eine Frau im Abteil vorne rechts. Ich bückte mich leicht nach vorne um sicherzugehen. In demselben Augenblick schaute sie zu mir herüber und fragte: “Bist du der Gregor?” Unser Gesprächsaustausch dauerte von Zürich bis Brig. Das sind rund 2 Stunden. Zuerst erinnerten wir uns an die interessanten und schönen Begebenheiten in Zermatt. Die weniger schönen Begebenheiten waren weitgehend vergessen. Sie war damals im Jugendverein aktiv, ich war Präses. Regelmässige Ausflüge und leichtere Bergbesteigungen gehörten zum Programm, ebenso Skitouren im Winter.

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Unsere Gedanken, unser Friede in JaHuWaH

Glaubensimpuls 515 von Gregor Dalliard

Der Mensch lebt aus seinen Gedanken, aus seinen Worten und von seinen Taten. Nachdem ich vier Tage von Zuhause weg war, kam ich am Montagabend spät nach Hause. Ich erledigte einige dringende “Büroarbeiten” und ging dann schlafen. Am Dienstag früh um 6 Uhr wollte ich mich gleich nach meinem grossen Garten umsehen, denn während meiner Abwesenheit war niemand zuhause und die Tage waren sehr heiss gewesen. Von einer künstlichen Berieselung bin ich damals weggekommen, nachdem die Besitzer der umliegenden Nachbarhäuser, die nur ferienhalber hier wohnen, wegen der regelmässigen Versandung ihrer Anlagen durch das Gletscherwasser, nichts als Pech hatten. Wie das so ist, Wasser braucht es an allen Ecken und Enden im Garten. Was frisch ausgesät ist, braucht in der heissen Walliser Sonne mehrmals täglich stärkendes Nass. Beeren sind reif und reife Früchte wollen rechtzeitig geerntet sein, Sträucher und Unkraut müssen laufend in Schranken gehalten werden, und, und…. Stillstand gibt es für einen Gartenbesitzer erst wieder im Winter.

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Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu? Muss sich JaHuWaH mit uns versöhnen, und dann noch durch ein Menschenopfer? Was fordert JaHuWaH von den Menschen? Teil 3

Glaubensimpuls 514 von Gregor Dalliard

Den letzten Gim habe ich mit folgenden Worten abgeschlossen: “Alle, die JaHuWaH ungeteilt vertrauen, sind die Gerechten. Sie leben in und aus dem Gerechten, sie bedürfen keiner Umkehr, keiner Rettung oder Erlösung, keiner Jesus-Gottheit, keiner Versöhnung mit JaHuWaH durch das Blut eines Menschenopfers. Das ist eine Lehre des frommen Wahnsinns, mit schrecklichen Folgen. JaHuWaH fordert sie nirgendwo dazu auf. JaHuWaH fordert Einsicht und Umkehr. So hielten es alle Propheten JaHuWaHs und Rabbinen. Auch Jahushua hielt sich an diese Forderung. Zu seinen Zuhörern sagt er: “Ich sage euch: So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der zur Einsicht kommt, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Umkehr nicht nötig haben (vgl. Lk 15,7).
Das “Evangelium” des Paulus aber lehnt sich dagegen auf: “Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch (das Blut des) Christus und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat, wie denn Gott in Christus war, und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. So sind wir nun Gesandte an Christi statt, indem Gott gleichsam durch uns ermahnt; wir bitten für Christus: Lasst euch versöhnen mit Gott! Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit wurden in ihm“ (2Kor 5,18-21; Röm 5,10).
Was wir Menschen brauchen, ist die Umkehr (T’shuva) zu JaHuWaH. (vgl. das Leben Davids und Ps 23). JaHuWaH muss nicht versöhnt werden und niemand kann sich über ein menschliches Blutopfer mit JaHuWaH versöhnen, wie Paulus das lehrt. Dieses Denken beherrscht Menschen, die einem Götterkult verfallen sind. Sie fordern Blut der Versöhnung. Dieses Denken und diese Praxis finden wir in allen Götzenreligionen vor, in allen heidnischen Kulten und Kulturen der Antike und des Altertums.

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Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu? Muss sich JaHuWaH mit uns versöhnen, und dann noch durch ein Menschenopfer? Was fordert JaHuWaH von den Menschen? Teil 2

Glaubensimpuls 513 von Gregor Dalliard

Die Botschaft aller Propheten, der Schriftgelehrten (Pharisäer), Gerechten und damit auch des Jahushua von Nazareth lautet: “Doch auch jetzt, spricht JaHuWaH, kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen…. kehrt um zu JaHuWaH, eurem Helfer (Retter)” (Joe 2,12-13)! Das ist es, was JaHuWaH fordert und worauf es im Leben eines jeden Menschen ankommt, damit ein gesundes Zusammenleben unter den Menschen funktionieren kann. Was JaHuWaH vom Menschen fordert ist die persönliche Umkehr, die persönliche Besinnung auf die Werte des Lebens. Bei Fehlverhalten sollen, müssen oder wollen wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen, soll ein friedliches Zusammenleben unter den Menschen möglich sein! Das wollen wir doch alle, denn damit ist uns selbst am meisten gedient.

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Heute schon dankbar gewesen?

Lebensimpuls 13 von Gregor Dalliard

Mit diesen Impuls möchte ich den Lim 9: Und dennoch Frieden im Herzens, etwas vertiefen. Du und ich, wir leben heute. Eine seltsame Feststellung. Was gestern war ist vorbei. Die Dinge von gestern haben durchaus ihre Nachwirkungen auf heute. Sie bestimmen möglicherweise das Heute, das mag sein. Was morgen sein wird, das kann ganz anders sein, als dass wir es uns vorgenommen haben, anders als geplant. Wir alle stehen im Rhythmus von Planungen, es sei denn, wir sitzen ziellos und wie abgeschoben unter fremden Menschen in einem Altersheim und werden nur noch hin- und hergeschoben wie Gegenstände, die nun mal da sind und im Wege stehen.
Wie gehe ich heute mit mir selbst um? Bin ich mir heute bewusst, dass ich ich bin und der Zuwendung bedarf? Oder, was eben auch möglich sein könnte: Lasse ich mich wie Treibholz durch den Tag treiben. Da sind mächtig anschwellende Bäche und Flüsse, überbordende Wassermassen, die mich mitzureissen drohen.

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Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu? Muss sich JaHuWaH mit uns versöhnen, und dann noch durch ein Menschenopfer? Was fordert JaHuWaH von den Menschen? Teil 1

Glaubensimpuls 512 von Gregor Dalliard

Die uralte Heimat der Juden war vor der Staatsgründung 1948 britisches Mandatsgebiet. Der UN-Teilungsplan sah 1947 die Teilung der alten jüdischen Heimat in einen jüdischen und einen arabischen Staat vor. Die Generalversammlung nahm diesen Plan an, die Araber lehnten ab. Trotz aller Widerstände von arabischer Seite, rief Ben–Gurion am 14. Mai 1948 die Gründung des Staates Israel aus. Seither ist der neue Staat Israel im eigenen uralten Land Israel/Judäa wieder Realität. Was soll das jetzt werden?, fragten sich damals die christlichen Kirchenführer. Wie sollen wir damit umgehen? Das darf und kann nicht wahr sein!
Sie versuchten mit allen diplomatischen Mitteln, die Entstehung des Staates Israel zu verhindern, doch es gelang ihnen nicht. Der Schock sass tief. Sie verloren ihr frommes theologisches Gesicht vor aller Welt, denn der hl. Geist, die dritte Gott-Person der Trinität, hatte den Gründern des Christentums im 3./4. Jh. unfehlbar mitgeteilt, dass die Juden nie mehr in ihrem Land als Volk wohnen würden, da Gott sie für immer verworfen und durch die Christen ersetzt habe (Ersatztheologie).
Als Gottesmörder hätten sie in dieser Welt kein Existenzrecht mehr, nie mehr in ihrer ursprünglichen Heimat. Der Gott der Juden hätte die Christen an ihre Stelle gesetztVolk – für immer und ewig.
Die Jesus-Gottheit, die zweite Gott-Person der Christen, hatte den ersten Christen angeblich ebenso unfehlbar mitgeteilt: “Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen” (Joh 16,13). Und nun das! Dass die Juden eines Tages wieder in ihre alte Heimat zurückkehren würden, davon hatte er, der hl Geist, den versammelten Bischöfen unter der Führung des Kaisers Konstantin auf dem Konzil von Nizäa (325) nichts mitgeteilt, auch nicht auf den späteren christlichen Konzilien.
Wie konnte das möglich sein, so fragten sich die Kirchenführer nach der Gründung des Staates Israel. Die Juden waren auf den christlichen Konzilien nicht zugelassen. Sie waren ausgesperrt, verworfen. Wären sie zugelassen gewesen, hätten sie den Bischöfen den Zugang zu den Schätzen des TaNaCHs aufgeschlossen. Die Propheten sprechen nämlich durchgehend von ihrer Rückkehr in ihre alte Heimat. Das aber wollten die Getauften nicht. Bis zu dieser Stunde ist das so geblieben.
Nur sehr wenige verstanden in jenen Tagen die biblischen Zusammenhänge. Jahrzehnte lief ich innerhalb der christlichen Theologie von einem Widerspruch zum nächsten von einer Verunsicherung zur nächsten. Wäre ich als Kind im TaNaCH unterwiesen worden, wäre mir all die Mühsal und viel geistliche Not erspart geblieben. In meinem Fall waren diese Verunsicherungen notwendig. Ich konnte bei Verunsicherungen in Glaubensfragen nicht einfach aufgeben oder den Dingen freien Lauf lassen. Solange mich in Glaubensfragen Verunsicherungen plagten, hin- und hergerissen war, konnte ich nicht aufgeben, bis ich im TaNaCH, im Glauben des Jahushua von Nazareth, auf die Lösung der biblischen Zusammenhänge gestossen bin. Damit verschwand jede Verunsicherung. Ich hatte JaHuWaH, die Quelle des Lebens, gefunden, so wie Jahushua von Nazareth auch. Damit hatte jede Verunsicherung ein Ende gefunden. Darüber bin ich glücklich und täglich über alle Massen dankbar. Die Frage aber war: Wie sollte ich JaHuWaH folgen?

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Eingebundensein

Lebensimpuls 12 von Gregor Dalliard

Ein seltsames Wort ist das, doch die Bedeutung dieses Wortes ist uns wohl allen bekannt. Wir leben alle mehr oder weniger mit anderen Menschen zusammen. Eingebundensein ist mehr als gebraucht werden, mehr als nur geben, mehr als nur nehmen, mehr als abhängig sein. Eingebundensein heisst, sich inmitten aller Herausforderungen des Lebens unter Menschen angenommen wissen. Die bewusste Pflege von Achtsamkeit und Rücksicht, Aufmerksamkeit und Wertschätzung jenen Menschen gegenüber, unter denen wir leben, nähren das Eingebundensein. Sie entfalten es zu immer neuen Lebensqualitäten. Das Eingebundensein ist ein Segen, so wie die Luft zum atmen.

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