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Das Bestehende im Glauben und unsere grosse Freude Teil 3

Glaubensimpuls 521 von Gregor Dalliard

Bevor wir uns weiter mit dem Bestehenden oder dem Beständigen im TaNaCH beschäftigen, möchte ich folgenden wichtigen Gedanken weitergeben: Wie wäre das, wenn jeder von uns sich ganz spontan die Mühe nähme und alles das aufschreiben würde, was er persönlich im TaNaCH (“AT” = Bibel) als das unantastbar Beständige und Bleibende versteht und glaubt? Ich möchte jeden einzelnen bitten, das zu tun, sich dafür die Zeit zu nehmen. Wir könnten alle diese “Punkte” im Laufe der Zeit zur Sprache bringen und uns über jeden einzelnen “Punkt” austauschen. Was würde geschehen? Unser Glaube würde an Tiefe gewinnen. Wir würden innerlich eine enorme Stärkung erfahren. Wir würden Zweitrangiges, das auch wichtig sein kann, aber nicht den Stellenwert des Beständigen und des immer Bleibenden einnimmt, oder Unwesentliches oder Zeitbedingtes vom Wesentlichen in der Bibel (TaNaCH, “AT”) unterscheiden lernen. Liegt es etwa nicht in der Natur des Menschen, Unwesentliches zum Wesentlichen zu machen und dabei das Wesentliche aus dem Auge zu verlieren. Der Grund dazu liegt in der Unkenntnis von Zusammenhängen. Im letzten Gim 520 habe ich darauf hingewiesen.
In was für einer Gefahr lebt ein gläubiger Mensch, der aus Unkenntnis gewisse Glaubensdinge im TaNaCH (“AT”) für absolut hält, obwohl sie es in Wirklichkeit nicht sind oder nicht mehr sind? Er fühlt sich von anderen gläubigen Menschen, die gelernt haben, dies zu unterscheiden, gleich verunsichert. Das Hineinwachsen in die tieferen biblischen Zusammenhänge ist einerseits ein äusserst erbauliches und befreiendes Geschehen, anderseits kann dieser notwendige Glaubensprozess bei manchen “Verdauungsbeschwerden” im Glaubensleben auslösen, die zu irreparablen Schäden führen können.
Merken wir uns Folgendes: Wer bei JaHuWaH angekommen ist, der ist bei JaHuWaH angekommen. Das ist das ERSTE BESTÄNDIGE, das der TaNaCH (“AT”= Bibel) durchgehend lehrt. Nichts und niemand wird uns diese Beziehung nehmen können. Warum? Diese Beziehung ist nicht von uns ausgegangen, sondern von JaHuWaH (dem immer Seienden), dem El Eljon (dem Höchsten), dem El Shaddai (dem Allmächtigen). Wer will dich oder mich hier in seinem Glauben noch verunsichern können? Das ist schlicht unmöglich. Das ist das ERSTE BESTÄNDIGE. Worin wir verunsichert werden könnten, wenn es denn sein könnte, ist Zweitrangiges, das in seinem Zusammenhang auch wichtig sein mag, aber niemals das ERSTE BESTÄNDIGE in unserem Glaubensleben verdrängen, antasten oder irgendwie ersetzen könnte. Das sollten wir uns ein für alle Mal merken.

Ein solcher Mensch schöpft von da an in und aus JaHuWaH, der die Quelle des Lebens ist. Wir durchlaufen Lern- und Erkenntnisprozesse in unserem Glaubensleben mit JaHuWaH. Das gehört dazu. Nochmal: Wichtiger als alle Lern- und Erkenntnisprozesse, die zu unserem Glaubensleben dazugehören, ist das ERSTE BESTÄNDIGE, das uns niemand nehmen kann, das ist JaHuWaH. In IHM dürfen und sollen wir uns absolut und ungeteilt geliebt und geborgen wissen, ohne irgendwelche Abstriche. In diesem sich Ungeteilt-geliebt-Wissen, werden wir schrittweise sogar Dinge als zweitrangig oder sogar als belanglos erkennen, die wir bisher auf Biegen und Brechen verteidigt haben. Wir werden sie innerhalb derer, die zu JaHuWaH gehören, sogar als Ansichten in einem Entwicklungsprozess erkennen und stehen lassen können, obwohl sie als geschichtliche Entwicklungsstufen des Glaubens im TaNaCH erwähnt und bestätigt sind. Unsere Beziehung zu JaHuWaH und SEINE Beziehung zu uns werden diese Dinge nie tangieren, nie berühren oder schmälern. Einfach wunderbar, absolut wunderbar!

Nun zur Fortsetzung unseres letzten Gims 520. Wer hätte jemals gedacht, dass es eines Tages solche modernen Medien geben würde, wie wir sie heute kennen? Wer hätte gedacht, dass JaHuWaH ausgerechnet über sie einen wesentlichen Beitrag dazu leisten würde, von christlichen und anderen Religionen irregeführte und gebundene Menschen in die Freiheit des Lebens zu entlassen (vgl. 3Mo 25,10; Jes 61, 1-2). Diese Tatsache ist einerseits eine sehr blamable Angelegenheit für die christlichen Führer, anderseits eine einzigartige Chance der Umkehr zu JaHuWaH.
Was uns aber völlig bewusst sein sollte: Von offizieller Seite wird diese einzigartige Chance nicht genutzt werden, zu sehr ist die paulinische Irrlehre der Ersatztheologie in den Herzen der führenden Christen verankert. Es geht aber noch um etwas anderes, um das Ansehen vor den Menschen. Die christlichen Führer werden sich davor hüten, ihre Irrtümer einzugestehen. Damit gäben sie sich eine nicht widerrufbare Blösse vor ihren Anhängern, m. a. W.: Sie gäben ihrer Ersatztheologie den Todesstoss und damit ihrer Religion. Dieser Gedanke ist für die meisten von ihnen eine unerträgliche Sache. So manch einer aber wird mutig, packt den religiösen “Stier” an den Hörnern und besiegt ihn.

Keine blamable Angelegenheit ist das Aufdeckungswerk der modernen Medien für die Juden, obwohl es Juden und Juden gibt. Die Bibel der Juden (“AT”, der TaNaCH), steht seit Jahrtausenden allen Menschen als Quelle des Lebens offen, zugänglich, und zwar in ihrem gesamten Zusammenhang, im gesamten Zusammenhang des prophetischen Wortes: “damit ihr lebt und es euch gut geht” (5Mo 5,33).
Die meisten überlebenden Juden haben sich durch alle Generationen hindurch respektvoll und voller Ehrfurcht mit dem TaNaCH (“AT”) befasst. Sie suchten und forschten unablässig nach den Tiefen ihrer Glaubensquellen, die ihnen JaHuWaH über den TaNaCH aufgeschlossen hat. Von Generation zu Generation versuchten die meisten der überlebenden Juden den Menschen die Quelle des Lebens in ihren jeweils schwierigen Lebenslagen unablässig zugänglich und erfahrbar zu machen. Der TaNaCH blieb allezeit Lebensquell, blieb allezeit erlebbar. “Und ich werde wandeln in weitem Raum, denn nach deinen Vorschriften habe ich geforscht” (Ps 119,45).
Damit blieben die Menschen in einer persönlichen Beziehung mit JaHuWaH. In dieser Beziehung nahmen sie ihre Eigenverantwortung in allen Dingen des Lebens wahr und konnten sich entfalten.
Worin bestand aber das Bemühen der Christen? Das Bemühen der Christen bestand von allem Anfang an darin, diese Quellen des Lebens - über die Ersatztheologie - allezeit und überall zu verschütten, zu verstopfen. Nichts liessen sie unversucht. Das mag sich äusserst hart anhören, aber die Vergangenheit redet die Wahrheit. Die Irrlehre der Ersatztheologie und die geschichtlichen Abläufe der letzten 2000 Jahre lassen nicht den geringsten Zweifel daran. Das ist schonungslose Tatsache, die heute offenliegt. Ihr können wir uns heute nicht mehr entziehen. Damit treten Christen in einen schmerzvollen Prozess ein. Diese Auseinadersetzung und die daraus resultierenden Eingeständnisse übersteigen schier unsere Kräfte.
Mit der Irrlehre der Ersatztheologie versperrten die christlichen Führer viele Jahrhunderte hindurch alle Zugänge zu den Quellen des Lebens. Jahrhunderte lang verboten sie ihren Anhängern unter Todesstrafe das Lesen des TaNaCHs (“AT”), den Zugang zu JaHuWaH. Der Verlust von Mitgliedern und Teilnahmslosen in Kirchen und christlichen Gemeinschaften nimmt in der westlichen Welt dramatisch zu. In den letzten Jahrzehnten verhinderten Verantwortliche sehr geschickt das Aufdecken der Hintergründe, die zu dieser Entwicklung geführt haben. Führende Christen erliegen deswegen immer wieder der Geschichtsklitterung. Darunter ist die absichtlich verfälschende Darstellung geschichtlicher Ereignisse und ihrer Deutung verstanden. Solches kann heute leicht aufgedeckt werden. Die Türen zu dem Weg dessen, was im Glauben allezeit Bestand hat, sind weit geöffnet.

So sind es gerade die modernen Medien, die das Glaubensleben vieler Menschen erschüttern, Menschen, denen an ihrem angestammten Glauben bisher alles gelegen war. Darin wähnten sie sich bisher sicher und geborgen. Nichts hatte sie bis anhin darin erschüttern können, weil sie bis dahin von der Wahrheit abgeschirmt waren. Manch einer, der im Glauben verunsichert ist, fragt sich deshalb zu Recht: Wie soll ich denn wissen, was immer und allezeit zum wesentlichen biblischen Bestand des Glaubens gehört, was allezeit seine Gültigkeit behält und was nicht?
Was nicht in JaHuWaH und in SEINEM zusammenhängenden Wort gegründet ist, fällt früher oder später kläglich auseinander. Solches kann in Zukunft nicht mehr Bestand haben, es muss auseinanderbrechen. Etwas, das auf dem felsenfesten Fundament des TaNaCHs (“AT” = Bibel) aufgebaut ist, kann nie verloren gehen, wird von niemandem jemals entkräftet werden können. Niemals wird jemand das verlieren können, was zum biblischen Bestand gehört. Was in diesem Zusammenhang einmal gefunden worden ist, kann nie wieder gegenstandslos (ohne Bestand) werden. Wie alle seine früheren Glaubensbrüder und -schwestern lebte und lehrte auch Jahushua von Nazareth aus dieser Lebensfülle. In dieser Lebensfülle starb Jahushua, ebenso seine früheren Glaubensväter und -mütter. Also, bleiben wir dran.
Zum unantastbar “Beständigen” gehört auch: “Hört das Wort des JaHuWaH, ihr Nationen, und meldet es auf den fernen Inseln und sagt: Der Israel zerstreut hat, wird es wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde!" (Jer 31,10).
In dieser Freude, gefüllt mit Dankbarkeit, grüsse ich alle herzlich und wünsche allen ein besinnliches Fest Jom Kippur (Versöhnungstag, Versöhnungsfest) im Jahre 5782, am 16. September 2021. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).