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Das Bestehende im Glauben und unsere grosse Freude Teil 4

Glaubensimpuls 522 von Gregor Dalliard

Etwas, das die meisten von uns bereits wissen, sei zur Erinnerung wieder einmal erwähnt: Während der zehnjährigen Herrschaft des Pilatus, Statthalter des römischen Kaisers Tiberius in Judäa, erlitten rund 6000 Juden den grausamen Foltertod am römischen Kreuz. Jahushua von Nazareth war einer von diesen Tausenden. Sie waren nicht bereit die Beziehung mit JaHuWaH und die in IHM geoffenbarte Lebensfülle aufzugeben. Ihnen war klar: so wie ein Mensch aus verschiedenen Organen besteht und nur durch sie am Leben bleiben kann, so gehört JaHuWaH zum Menschen und der Mensch zu JaHuWaH und zu seinen Weisungen des Lebens. Will ein Mensch in allem gesegnet leben und gesegnet aus allem “Übel” heraus finden, dann muss er sich dieser Tatsache bewusst sein. Kein Leid der Welt hätte sie von diesem Bewusstsein, und damit von ihrem Auftrag und ihrer Sendung je abbringen können.

Wir denken dabei an die Gleichnisreden des Jahushua von Nazareth über das Reich der Himmel (vgl. Mt 13,44-46). Wie wir andernorts bereits gesehen haben, ist mit der Redewendung “Reich der Himmel” oder “Himmelreich” nicht ein Himmel gemeint, wo ein Gott thront, wie das in der christlichen Theologie irrtümlicherweise verfälscht wiedergegeben, gelehrt und geglaubt wird. Diese Redewendungen sind eine Umschreibung des Namens JaHuWaH, den die Juden nach der Zerstörung Jerushalajims durch die Babylonier nicht mehr auszusprechen wagten. Jahushua von Nazareth hielt sich an diese Regel. Damit sollte die einzigartige Würde, der Respekt und die Abgrenzung von allen Göttern und Gottheiten jener Tage - und unserer Tage - ausgedrückt werden. Während der brutalen römischen Herrschaft redete Jahushua von Nazareth diese Gleichnisse zu seinen Landsleuten.
In ihrer Not und Verzweiflung wandten sich immer mehr Juden von JaHuWaH ab und liessen sich in das römische Reich und seine Götter einverleiben, obwohl die meisten von ihnen im Herzen weiterhin heimlich auch JaHuWaH verehrten. Jahushua stand felsenfest zum Sendungsauftrag JaHuWaHs an die Propheten und Juden: “Und er sprach zu mir: Mein Knecht bist du, Israel, an dem ich mich verherrlichen werde…. Und nun spricht JaHuWaH, der mich von Mutterleib an für sich zum Knecht gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen und damit Israel zu ihm gesammelt werde – und ich bin geehrt in den Augen JaHuWaHs, und mein El Eljon (der Höchste über die ganze Erde) ist meine Stärke geworden –, ja, er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So mache ich dich (Prophet Jeshajahu und damit Israel) zum Licht der Nationen, dass meine Rettung reicht bis an die Enden der Erde” (Jes 49,3.5-6). Das ist gewaltig, einfach umwerfend, weltbewegend. Die ungeteilte Liebe und das ungeteilte Bekenntnis zu JaHuWaH kostete Jahushua, wie auch viele andere Gerechte, schon in seinen jungen Jahren das Leben.

Das Ziel der Römer war die Assimilation der Juden, d. h. in diesem Zusammenhang: die Zerstörung der Beziehung zu JaHuWaH. Mit der Zerstörung der Beziehung zu JaHuWaH sollte die grenzenlose Lebens- und -Segenskraft der Juden zerstört werden, die über Abraham und Sara der ganzen Welt erschlossen werden sollte. Mit der Unterwerfung der Juden unter die römisch-griechische Herrschaft, deren Gottheiten und Kulten wäre der Auftrag und die Sendung der Juden, Licht für alle Völker dieser Erde zu sein, erloschen.
Die Absicht aller Völker, allen voran der religiösen Kreise innerhalb dieser Völker, war und ist es, dieses Licht auszulöschen. Sie tun es in Unkenntnis über ihre Götter, deren Vertreter (Theologie, Ersatztheologie, Enterbungstheologie) und Forderungen. Unfreiwillig sind sie ihnen unterworfen. Damit sind sie in Dunkelheit gehalten und blind gemacht. Für sie haben wir aber die wunderbare Verheissung: “An jenem Tag werden die Tauben die Worte des Buches (TaNaCH, “AT”, Bibel der Juden) hören, und aus Dunkel und Finsternis hervor werden die Augen der Blinden sehen” (Jes 19,18). Wer will sich darüber nicht von Herzen freuen und jeden Tag in seinem Herzen Dankeslieder singen?

Die Assimilation der Juden war nicht nur die Absicht der Assyrer, der Babylonier, der Griechen und der Römer gewesen. Mit allen erdenklichen Mitteln und Methoden verfolgte Paulus dieses Ziel. Ich betone bewusst: Mit allen erdenklichen Mitteln und Methoden. Jeder möge die Wurzeln der paulinischen Ersatz- bzw. Enterbungstheologie, aufspüren. Deren Nährboden ist die persisch-griechische Philosophie. Über Paulus, dem Gründer des Christentums, verfolgen die Christen, wie alle Völker und heidnischen Kulte vor ihnen, dasselbe Ziel - bis zu dieser Stunde! Wie ist das jüdische Volk von JaHuWaH und seiner Bibel, dem “AT”, dem TaNaCH, wegzubringen? Sie tun es über das Ritual der Taufe. Die meisten tun es aus Unkenntnis, weil sie fromm verführt sind.

JaHuWaH machte sein Volk aussergewöhnlich weise und stark. Trotz aller Versuche der Assimilation all dieser Völker und ihrer Religionen, auch der Christen, ist das jüdische Volk immer noch da, das trotz der aussergewöhnlichen und endlosen 2000-jährigen kriminellen Verbrechen durch die Christen. Das Volk ist wie nie zuvor neu erstarkt und in den Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit getreten, genau so wie uns das im biblisch-prophetischen Wort JaHuWaHs vorausgesagt worden ist. JaHuWaH ist immer noch da und immer noch derselbe. Auch diese beständigen unumstösslichen Wahrheiten erfüllen uns allezeit mit viel Dank und Freude.

Ich erinnere uns zuerst einmal an das biblisch Grundsätzliche. Ich nehme Bezug auf den letzten Gim 521. Immer und allezeit Bestand haben wird die Suche nach der Beziehung zu JaHuWaH, der Aufbau dieser Beziehung und die Pflege dieser Beziehung. Das ist etwas grundsätzlich Bestehendes und Bleibendes, ein Schritt, den jeder persönlich für sich gehen sollte. Darüber haben wir uns in den letzten Jahren sehr intensiv unterhalten.

Nochmals: “Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Welt (Nationen), blinde Augen (glaubensmässig blind Gemachte) aufzutun, um Gefangene aus dem Kerker (den religiösen Gefangenschaften der Kleriker und Theologen) herauszuführen und aus dem Gefängnis, die in der Finsternis sitzen (in der Unwissenheit über JaHuWaH). – Ich bin JaHuWaH, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Götterbildern…. Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker.” (Jes 42,6; 51,4). “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Darum sind wir von der Verheissung getragen: “An jenem Tag werden die Tauben (jene, die bisher auf JaHuWaH nicht hören) die Worte des Buches hören, und aus Dunkel und Finsternis (aus der Ersatztheologie und damit aus der Unkenntnis über JaHuWaH) hervor werden die Augen der Blinden (der fromm Irregeführten) sehen”. Welch eine Verheissung, auch diese wird sich erfüllen!

Wie immer: In dieser grossen Freude grüsse ich alle herzlich und wünsche allen viel Freude beim Erforschen der Zusammenhänge von Sukkot (Laubhüttenfest). Shabbat Shalom! (siehe Gim 55; Gim 56; Gim 57).

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 14. November 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).