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Sukkot: "Israel ist mein erstgeborener Sohn" (2Mo 4,22)

Glaubensimpuls 523 von Gregor Dalliard

Wir sind mitten in der Freude von Sukkot. Mit Recht fragen wir uns, warum gebietet JaHuWaH seinem berufenen Volk, sich sieben Tage vor IHM zu freuen? "….und sollt euch vor JaHuWaH, eurem Erlöser, sieben Tage freuen" (3Mo 33,40). Darüber habe ich im Gim 55, vom 5. Oktober 2012, geschrieben. Ich möchte daraus zitieren und damit nochmals auf den ergreifenden Kern dieses Festes hinweisen:
Es ist das Fest des Ernteabschlusses. Spätfrüchte, wie Oliven, Datteln, Obst und Wein, die letzten Gaben der Ernte, wurden damals zum Tempel gebracht - als Zeichen des Ernteabschlusses! Mit den letzten eingesammelten Erntegaben, die zu JaHuWaH in den Tempel gebracht werden mussten, stellt dieses Fest heilsgeschichtlich die Wiederherstellung und Zurückführung, auch der letzten Menschen, d. h. aller Menschen, zu JaHuWaH dar. Darauf weist der Prophet Sacharjahu hin: “Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerushalajim gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König JaHuWaH, den El Eljon (HERRN der Heerscharen), anzubeten und Sukkot (das Laubhüttenfest) zu feiern” (Sach 14,16).

Der Kern dieses Festes Sukkot ist von einem unermesslichen Ausmass, von einer nicht zu fassenden Fülle. In diesem Ausmass und in dieser Fülle, die nur JaHuWaH eigen ist und nur von JaHuWaH her verständlich gemacht werden kann, wird unser traditionell geprägtes religiöses Denken und Empfinden in ein völliges Nichts aufgelöst. Hier gilt einmal mehr das, was immer geltend bleiben wird: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Das freut uns heute natürlich ganz besonders. Da wir als Christen JaHuWaH nicht kannten, kannten wir auch seine Gedanken und Absichten nicht, die ER mit den Menschen vorhat. Dieser Lebensschatz ist uns allen im prophetischen Wort zugedacht. Darum übersteigt die von JaHuWaH gebotene Freude an Sukkot, jede andere Freude.

JaHuWaH ist JaHuWaH, der El Eljon, der unantastbar Höchste. ER ist keine Gottheit, kein Götze, auch keine Jesus-Gottheit. Warum spricht JaHuWaH von Israel als von seinem erstgeborenen Sohn? JaHuWaH bezeichnet Israel nicht einfach so als SEINEN erstgeborenen Sohn, denn am erstgeborenen Sohn stellt JaHuWaH SEINEN Umgang mit allen Menschen dar. Und was sagt er zu Israel? Immer wieder wollen wir uns mit Freude daran erinnern: “Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, habe ich sie nicht verworfen und sie nicht verabscheut, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungültig zu machen; denn ich bin JaHuWaH der El Eljon” (3.Mo 26,44-45). “Erhebt zum Himmel eure Augen und blickt auf die Erde unten! Denn der Himmel wird wie Rauch zerfetzt werden, und die Erde wird zerfallen wie ein Kleid, und ihre Bewohner werden dahinsterben wie Mücken. Aber mein Heil wird in Ewigkeit (unendlich) bestehen, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerschlagen werden” (Jes 51,6). “Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht JaHuWaH, dein Erbarmer” (Jes 54,10). Die Gnade JaHuWaHs wird von keinem Menschen jemals weichen. Also: “Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht JaHuWaH, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren” (Jer 29,11).
Wie gesagt: Israel ist der erstgeborene Sohn, und im Umgang mit dem erstgeborenen Sohn stellt JaHuWaH SEINEN Umgang mit allen Menschen dar. Daran kommen wir - gepriesen sei JaHuWaH - nun einmal nicht vorbei, auch die Christenheit nicht. Für dieses Wissen aus dem prophetischen Wort sind wir unendlich dankbar.

Nun, dass sich dieses prophetische Wort von Sukkot erfüllen wird, ist im TaNaCH, “AT”, in der Bibel des Jahushua von Nazareth, durchgehend bezeugt, wie etwa in Jes 45,23: “Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke”. Das sind Gedanken des Friedens und des Heils. Das ist Leben in seiner Fülle. “Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!” (Ps 90,3). “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7). “JaHuWaH tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf” (1.Sam 2,6).

Was tut JaHuWaH am Ende der Zeit. d. h. am Ende der Heidenzeit? Was geht dem Ende der Heidenzeit voraus?” “….dann wird JaHuWaH, der El Eljon, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus all den Völkern, wohin JaHuWaH, der El Eljon, dich zerstreut hat. Wenn deine Verstossenen am Ende des Himmels wären, selbst von dort wird JaHuWaH, der El Eljon, dich sammeln, und von dort wird er dich holen. Und JaHuWaH, der El Eljon, wird dich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen. Und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher werden lassen als deine Väter” (5.Mo 30,3-5). Wer oder was ist die Heidenzeit? Ich zitiere, was ich im Gim 55 zu Sukkot geschrieben habe: “Und er wird Worte reden gegen den Höchsten (JaHuWaH, den El Eljon) und wird die Heiligen des El Eljon (des Höchsten) aufreiben; und er wird danach trachten, Festzeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden in seine Hand gegeben werden für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Aber das Gericht wird sich setzen; und man wird seine Herrschaft wegnehmen, um sie zu vernichten und zu zerstören bis zum Ende. Und das Reich und die Herrschaft und die Grösse der Reiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen” (Dan 7,25-27).

Welcher Christ glaubte jemals daran, dass die Juden im 20. Jh. wieder als Volk innerhalb seiner alten Landesgrenzen leben würde. Die Christen konnten diesen Prozess nicht aufhalten? Im Gegenteil, JaHuWaH holte sich ein paar wenige Christen, die im letzten Jahrhundert dieser Verheissung zur Erfüllung verhelfen mussten, so wie damals der persische König Kyrus, ein Heide, zur Rückführung der Juden in ihre Heimat von JaHuWaH gerufen worden war (vgl. Esr 1, 2-3; 6,3-5; Jes 45,1; 2Chr 36,22-23). Obwohl die Christen sämtliche Festzeiten JaHuWaHs geändert und ersetzt haben und sich mit ihrer gesamten Ersatztheologie in einer beispiellos frommen Besessenheit fast 2000 Jahre lang die Vernichtung der Juden vorgenommen hatten, konnten sie den Willen JaHuWaHs, den ER durch seine Propheten verheissen hat, nicht zunichte machen. Die gesamte Ersatztheologie wird nie etwas dagegen ausrichten können, obwohl die Ersatztheologie tief in den Herzen der Christen verankert ist. Welch eine Freude und Dankbarkeit erfüllt uns heute. Gerne möchte ich auf die leicht überarbeiteten Glaubensimpulse zu Sukkot hinweisen: Gim 55; Gim 56; Gim 57;

Die Kernbotschaft von Sukkot enthält noch eine weitere frohe Botschaft, auf die ich aber im nächsten Gim eingehen möchte. Bis dahin wünsche ich allen weiterhin Freude und Dankbarkeit, die unsere Herzen aufrichten.
Herzliche Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 14. November 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).