Macht haben - Macht ausüben! Überall im menschlichen Leben ist Macht im “Spiel”, ob uns das bewusst ist oder nicht. Macht leitet sich vom Wort machen ab. Wir Menschen sind Existenzen, die vom Schöpfer des Lebens in seinem Bilde gemacht (geschaffen) worden sind. (Tests haben belegt, dass nur Menschen ein „Gottesbewusstsein“ haben, Tiere nicht.) Wir tragen gleichsam SEINE Gene in uns. Darum können wir nicht sein, ohne etwas zu machen. Der Mensch macht immer etwas. Selbst wenn wir schlafen oder nichts zu tun scheinen, machen wir etwas. Im Schlaf und bei der Erholung machen wir uns wieder fit. (JHWH ruhte am siebten Tag und holte Luft, und Sein siebter Tag ist noch heute).
Im Unterschied zu den Göttern der Heiden ist JaHuWaH ein Schöpfer, jemand der schafft, der Leben schafft, m. a. W. jemand der Leben macht (vgl. vor allem die ersten Kapitel im ersten Buch Mose, die uns voller Bilder und Metaphern das reale Zusammenleben der Menschen vermitteln). Da wir nach SEINEM Wesen gemacht sind, gehört das Machen zu unserem Wesen. Nicht umsonst werden Menschen krank, die nicht mehr täglich auf das sehen können, was sie gemacht haben. Sinnvolles machen können und mit Dank auf das sehen können, was wir gemacht haben, das macht uns glücklich, lässt uns die Einheit (die Ebenbildlichkeit) mit unserem Schöpfer in besonderer Weise erleben. Darum fordert uns der TaNaCH (“AT”) auf, zu prüfen, was wir machen und wie wir es machen. Tun wir das?
Fortsetzung von Gim 649: Von denen, die JaHuWaH vertrauen, fordert JaHuWaH Unmögliches, so möchten wir vielleicht denken. JaHuWaH fordert von jedem von uns, dass wir IHN lieben mit unserem ganzen Herzen, mit unserer ganzen Seele, mit unserer ganzen Kraft und mit unserem ganzen Verstand (vgl. 5Mo 6,4-5). Mit dem Nächsten sollen wir so umgehen, wie wir möchten, dass die Mitmenschen mit uns umgehen (vgl. 3Mo 19,18).
Am Ende dieser Forderung steht schlicht und einfach die Aussage: “Ich bin JaHuWaH” (3Mo 19,18). Sie steht so quasi wie ein bedeutungsloses Anhängsel da, das wir kaum beachten, denn wir sind nämlich auf die eben zitierten Forderungen aus 5Mo 6,4-5 und 3Mo 19,18 konzentriert und denken: das schaffen wir nicht. Wer kann denn diesen Forderungen entsprechen? Diesen Forderungen wird doch niemand entsprechen können. Bedeutet das nicht purer Stress. Sie überfordern uns im täglichen Leben ganz einfach und das tun sie auch wirklich, wenn wir den Zusammenhang, den uns der TaNaCH mit diesen Bekenntnissen vermitteln will, nicht verstehen.
Immer schon haben Menschen Macht auf andere Menschen ausgeübt, ob in der weiten Welt oder im kleinen Dorfgeschehen. Menschen haben immer unter der Macht anderer gelitten. Kinder können überall schutzlos der Macht von Erwachsenen ausgesetzt sein. Wo es kein verfasstes Recht gibt, oder das verfasste Recht mit Füssen getreten wird, oder Menschen nicht miteinander reden oder sich nicht gegenseitig zuhören, da können Menschen den Launen kaltblütiger Machthaber ausgesetzt werden, sowohl im kleinen als auch im grossen Lebensgefüge. Der Mensch ist ein Wesen, das im Unterschied zu den Tieren Erziehung und Bildung braucht und zwar nach dem Bilde JaHuWaHs. Gleich im ersten Kapitel der Thora werden die Menschen dazu aufgefordert. Lies dazu Gim 626.
Erziehung und Bildung sollen uns dazu führen, die Werte des Lebens im Bilde (Wesen) JaHuWaHs erkennen und verstehen zu lernen. Daraus soll ein verantwortungsvolles und damit ein segensvolles Leben geführt werden können, obwohl möglicherweise alles im Leben drüber und drunter geht. Segen ist weit mehr als dass alles nach Wunsch und jugendlichen Träumen verläuft. Wir sind uns dessen bewusst: Erziehung und Bildung prägen die Kinder und Jugendlichen ein ganzes Leben lang.
Ein Bild: Ein kleines Bäumchen kann leicht in die richtige oder falsche Richtung geleitet werden. Ein Baum, der schon zwanzig Jahre im Wachstum steht, wird nur schwer in eine neue Wachstumsrichtung geführt werden können. Das Bild hinkt zwar, wenn wir es auf das menschliche Leben übertragen, aber in etwa hat sich dieses Bild aus der Weisheitsliteratur bestätigt. Das zeigt uns die Erfahrung. (Folgende Bücher im TaNaCH (“AT”, die Bibel) werden der sogenannten Weisheitsliteratur zugerechnet: Hiob, Prediger, Sprüche, das Hohelied, das Buch der Weisheit und einige Psalmen.)
Wir sagten: Alles im Leben ist Entwicklungen unterworfen, auch unsere Beziehung zu JaHuWaH muss sich im Laufe unseres Lebens entwickeln, muss stetig aufgebaut werden. Das ist etwas, dem sich die Vertreter der Religionen mit aller Kraft und allen Mitteln entgegenstellen. Nach ihrem Eigensinn (Engstirnigkeit) muss alles so bleiben, wie das die Gründer einer Religion bestimmt und gelehrt haben. Priester, Pastoren und Mullahs verwalten bloss religiöse Traditionen, die sie sträflich mit einer Beziehung zu JaHuWaH dem El Eljon, dem Höchsten verwechseln.
Wer daran etwas ändert, ist des Todes. Das belegt uns die Geschichte mehr als genug. Das Mitglied darf sich keine Gedanken über seine überkommene Religion machen. Das Mitglied oder die getaufte Person ist durch die Regeln der Religion gezwungen, ein Leben lang in den Kinderschuhen des vorgegebenen Glaubens eingezwängt zu bleiben. Dem Mitglied, in unserem Falle dem Getauften wird ein Leben lang suggeriert, dass dieser Glaube vor der Hölle bewahrt, die eine Erfindung alter Religionen ist (z. B. Hades). Was das bei den Menschen bewirkt hat und bewirkt, das zeigt uns die Geschichte in erschreckender Weise auf.
Wir halten entschieden fest: Nach dem Zeugnis der israelitisch-jüdischen Propheten hat unser Schöpfer JaHuWaH im Vornherein zu jedem Menschen eine Beziehung, sonst wären wir ja nicht da (1Mo 1,31) (vgl. Gim 562). Obwohl wir seit den Anfängen unseres Lebens von unserem Schöpfer ins Herz gelegt bekommen haben, dass es den Schöpfer des Lebens, den El Eljon, den Höchsten gibt, haben wir in den Anfängen unseres Lebens keine bewusste und persönliche Beziehung zu IHM (vgl. Pred 3,11; 8,17; 11,5).
Darum werden wir aufgefordert, die Kinder in eine persönliche Beziehung zu JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, hinein zu führen, hinein zu erziehen. Solange es Menschen auf dieser Erde gibt, bleibt die Kernbotschaft der israelitisch-jüdischen Propheten immer dieselbe: “Und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1Mo 12,3). Konkret heisst das, immer wieder auf das hinzuweisen, was alle Propheten, auch der grosse Pharisäer und Rabbi Hillel und dann auch Jahushua von Nazareth, beharrlich gelehrt haben. Lasst mich diese schon so oft zitierte Weisung (Gebot) einmal mehr zitieren. Die Propheten vermitteln uns diese Botschaft zusammengefasst im Shma Jisrael (5Mo 6,4) und in den tieferen Inhalten der Weisungen JaHuWaHs im Zehn-Wort (10 Gebote). Diese Botschaft hat ihren Eingang sogar in die “Bibel” (“NT”) der Christen gefunden, ist allerdings unter den Getauften bis heute in ihrer letzten Konsequenz ungehört geblieben, ersetzt, umgedeutet (entwertet) und schliesslich zerstört worden. Ich zitiere bewusst die Zusammenfassung des Pharisäers und Juden Jahushua von Nazareth in Mk 12,29-31, der diese Zusammenfassung seinerseits mit den Pharisäern der Schule des angesehenen Pharisäers und Juden Hillel teilte.
Ein Pharisäer, ein Schriftgelehrter fragte seinen Mitbruder Jahushua von Nazareth, der ebenfalls Pharisäer und Schriftgelehrter war: “Welches Gebot ist das erste von allen? Jahushua antwortete ihm: Das erste ist: ‘Höre, Israel: Unser Elohim, ist ein Elohim (nicht drei Gott-Personen, nach heidnischen Traditionen!); und du sollst deinen Elohim, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deinem ganzen Verstand und aus deiner ganzen Kraft!’ Das zweite ist dies: ‘Du sollst deinen Nächsten lieben, denn er ist wie du! (lieben wie dich selbst, denn er hat die gleichen Bedürfnisse wie du!) Grösser als diese ist kein anderes Gebot” (5Mo 6,4-5; 3Mo 19,18; 5Mo 4,35-36.39; Mk 12,29-31).
Was heisst das und wie geht das? Wir Erwachsene und ebenso die Kinder sollen verstehen lernen, dass wir diese Grundregeln des Lebens allezeit anstreben sollen, und das gerne tun. Daraus entsteht und gedeiht die Wahrnehmung der Eigenverantwortung, die Segen wirkt. Ein Zusammenleben in Frieden und Freiheit entfaltet sich. Diese Lebensweisungen allezeit anzustreben und zu befolgen bringt allen Segen. Sie sind keine Last. Die Menschen sind ja alle in SEINEM Bilde geschaffen. Nun gilt es, sie durch unser Verhalten in das Bild JaHuWaHs hinein zu führen (vgl. Gim 626).
Um diese Aussage besser verstehen zu können, müssen wir auf die grundsätzlichen Tatsachen des Lebens achten, die der Schöpfer JaHuWaH in das menschliche Leben hinein gelegt hat. Von der Zeugung und Geburt eines Menschen bis hin zu seinem Sterben und dem Tod des Körpers, gibt uns der Schöpfer des Lebens den besten Anschauungsunterricht. Ununterbrochen befindet sich alles in einem Prozess der Entwicklung und der Veränderungen. Diese muss es auch im geistlichen Leben geben. So wie jede Entwicklung im natürlichen Bereich unseres Lebens abläuft, so sollte das auch im geistlichen Bereich ablaufen, eine Etappe nach der anderen, bis auch hier dieser Rhythmus sein Ziel erreicht hat.
Religionen hingegen verhindern diese Entwicklung. Sie nehmen unser Denken in Geiselhaft, unterbinden die gesunde Entwicklung des Verstandes, entmündigen uns und machen uns zu blinden willfährigen Anhängern, zu Vollstreckern und Verteidigern eines Glaubenssystems, das ein frommer Irrsinn ist. Wie sollte es anders sein: Es liefert die entsprechenden Früchte.
Sollten die religiösen Führer das so lehren und fordern, dann sind solche indoktrinierten Menschen bereit, für den Gott, der ihnen als der wahre Gott beigebracht worden ist, jedes Verbrechen zu begehen. Das zeigt uns die Entstehung des Christentums, das aus dem Antijudaismus (aus der Ersatztheologie) entstanden ist und sich allezeit davon nährt. Eben gerade erleben wir diese grausame Tatsache in brutalster Weise von Seiten des Islams.
Aus dem Zeugnis von 2Mo 6,3 (vgl. Gim 646) dürfen wir Fundamentales zum Verständnis des TaNACHs und seiner Inhalte verstehen lernen. Dieses Wissen ist eine Sache, die das Bibelstudium zu einer Freude macht. In einem Buch zusammengefasst, führt uns der TaNaCH (die Bibel) in Form eines Streifzuges durch die lange Geschichte des Volkes Israel. Nach dem Zeugnis der Propheten und der Lehre des Jahushua von Nazareth gibt es nur den TaNaCH als Bibel. Von einer Bibel als dem “Neuen Testament” wussten weder die Propheten noch Jahushua von Nazareth etwas.
Die zentrale Botschaft des TaNaCHs: JaHuWaH der El Eljon, der Höchste, hat den Menschen feste Ordnungen des Lebens gegeben. Sie ermöglichen und garantieren uns den persönlichen inneren Frieden, aber auch ein friedliches und erträgliches Zusammenleben der Menschen untereinander.
Dann aber zeigt uns der TaNaCH ebenso auf, wie es im Laufe der Zeit immer wieder strenge zeitbedingte Ordnungen und Lebensweisungen gab, die aber dem Wandel der Zeit unterworfen waren und deren Bedeutung nur noch eingeschränkt gelten oder im Laufe der Zeit absolut bedeutungslos geworden sind, weil die Beziehung zu JaHuWaH gewachsen ist. Deren sture (z. T. sinnlose) Beibehaltung ist ein Hindernis für die Weiterentwicklung in der Beziehung zu JaHuWaH und damit ein Hindernis auf dem Weg zur Glaubensmündigkeit und eine Blockade auf dem Weg zum inneren Frieden.
“Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als der El Shaddai (der Allmächtige); aber mit meinem Namen JaHuWaH (JHWH) habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben (2Mo 6,3). Im Laufe des Bibelstudiums fragen wir uns: Was soll das, warum hat sich JaHuWaH nicht gleich von Anfang an dem Abraham, Isaak und Jakob als JaHuWaH (JHWH) geoffenbart, sondern erst Moshe? Was wollen uns die Schreiber des TaNaCHs (“ATs”) damit sagen?
“Shaddai” (auch “Schaddai” oder Shadai שַׁדַּי geschrieben, mit nur einem Dalet) ist vom Wort “Shad” (“Schad”) abgeleitet und meint die “Mutterbrust”. An 18 Stellen ist im TaNaCH (“AT”) davon die Rede. Der El Shaddai ist der Einzig Eine, der herzt. Der El Shaddai ist nämlich kein Gott, denn jeder Gott und der Kult, der um ihn herum betrieben wird ist von Menschen geschaffen, also zusammen-phantasiert worden, der weder Nutzen noch Segen bringt, weil er kein Leben in sich hat und darum auch kein Leben vermitteln kann, so auch der christliche Gott, der in drei Gott-Personen aufgeteilt ist.
Die Gemeinde JaHuWaHs (JHWH) wird nie untergehen. Auf Grund des Vertrauens, das Abraham JaHuWaH, dem El Eljon, dem El Shaddai, dem ALL-MÄCHTIGEN bekundete, ist sie entstanden (vgl. 1Mo 15,6). Vertrauen ist das Gegenteil von Misstrauen. Der Mensch kann misstrauisch sein. Das ist sein gutes Recht und manchmal sogar ein Segen, der uns vor Missbrauch bewahren kann. Sobald wir aber einen Sachverhalt überprüfen, der uns misstrauisch stimmt, sprechen wir nicht mehr von Misstrauen, denn dann sind wir auf dem Weg, der ins Vertrauen führt. Das war der Weg und das erreichte Ziel Abrahams und seiner Sara, auf dem es heisst: “und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde”! (1Mo 12,3).
Ein Mensch, der sein ganzes Leben lang aus dem Misstrauen lebt, macht sich das eigene Leben und das seiner Mitmenschen zur Hölle. Vom Misstrauen sollte jeder Mensch über das gesunde Überprüfen eines Sachverhaltes zu einer Beziehung des Vertrauens gelangen und entsprechend handeln.
Ein Vertrauensbruch kann bei Menschen ein solch traumatisches Misstrauen hervorrufen, dass schier keine innere Heilung mehr möglich scheint.
Der Fürst Abraham und seine Sara müssen innerhalb ihres Volkes, eines chaldäischen Stammes, schwere traumatische Erlebnisse gemacht haben. Die Chaldäer waren ein hochentwickeltes semitisches Volk. Aber trotz ihrer Intelligenz waren sie tief im Götzendienst verankert. Abraham und Sara gehörten zu diesem hochentwickelten semitischen Volksstamm, der sich in der Sternkunde (Astrologie/Astronomie) auskannte. Sie konnten die traditionelle Religionskultur, also das, was die führenden Priester (Astronomen/Astrologen) aus der Erkenntnis der Sonnen- und Sternforschung ableiteten und deren Auswirkungen auf das Alltagsleben der Menschen nicht mehr ertragen, nicht mehr unterstützen. Das Erkannte führte sie tiefer in den Götzendienst hinein statt aus dem Götzendienst heraus, wie Abraham und Sara. Sie schufen sich die passenden Götter dazu. Was die führenden Priester dieser Völker an astronomischen/astrologischen Erkenntnissen besassen, missbrauchten sie als religiöse Mittel zur Unterdrückung und Ausbeutung der Unwissenden, die sie sich unterworfen hatten.
Ja, das stimmt, sagte mir jemand, das ist etwas, das wir Christen völlig ausser Acht lassen, und das ist unverzeihlich: Der TaNaCH (“AT”) ist ja nicht im chinesischen Kulturkreis entstanden, auch nicht im europäischen oder amerikanischen oder sonst in einem anderen Kulturkreis, auch nicht innerhalb des Christentums oder im Islam.
Als das Christentum entstand lebten die Israeliten, heute Juden genannt, schon tausende von Jahren in und aus JaHuWaH, d. h. aus der Gnade und mit der Gnade, die JaHuWaH ist.
JaHuWaH der El Eljon ist Gnade und Gnade ist JaHuWaH, der El Eljon. Diese Begriffe oder Fakten sind gemäss der Botschaft des TaNaCHs nicht voneinander zu trennen. Genau das aber tat und tut der christliche Glaube in anmassender Weise, indem er eine Irrlehre zum zentralen Glaubenssatz erhoben hat, eifrig lehrt und praktiziert. In frevlerischer und schändlicher Weise verwarfen und verwerfen sie das unantastbare und absolut bewährte Zeugnis JaHuWaHs und der Propheten und lehren: “Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden” (Joh 1,17).
Das ist eine unverschämte Behauptung, eine stachelige Klatsche ins Angesicht JaHuWaHs, wenn sie den möglich wäre, ein Dolchstoss, wenn er denn möglich wäre, auf die alleinige Gnade aus und in JaHuWaH. Welch eine Schande, welch ein Hohn auf das Wesen des JaHuWaH, des El Eljon und SEINER Weisheit. Welch ein Hohn auch auf Jahushua von Nazareth. Das ist eine Verwerfung der geistlichen und leiblichen Reichtümer, die uns in, aus und mit der Gnade JaHuWaHs als Quell des Lebens offen stehen: “in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10).
Die Juden waren schon tausende von Jahren in und aus JaHuWaH geistlich gezeugt, geboren und gesättigt worden, ehe verwegene Männer aus heidnischen Quellen den christlichen Glauben schufen. Dieses Volk lebte schon Jahrtausende vor der Existenz der Christen bewusst aus dieser Gnade.
Selbstverständlich leben alle Menschen und alles was ist, aus der Gnade JaHuWaHs. Das ist keine Frage, Abraham aber erlebte diese Gnade bewusst und zwar über sein Vertrauen. Über Abraham wurde das auserwählte Volk bewusst zu der persönlichen Beziehung mit JaHuWaH geführt. Immer wieder neu zog es die entsprechenden Konsequenzen daraus. Allerdings mussten die Propheten durch alle Generationen hindurch einen recht schweren Kampf innerhalb und ausserhalb des Volkes gegen die vielen unterschiedlichen Einflüsse führen, die dieses Bewusstsein, diese Beziehung zu JaHuWaH zu torpedieren versuchten.
JaHuWaH liess SEINE Gnade unter diesem Volk fliessen, wie das Wasser des Lebens eben fliesst.
Nichts und niemand konnte und kann den Fluss dieser Gnade, die El Eljon ist, jemals zum Versiegen bringen, nicht einmal das Versagen (Sünde) eines Menschen, wie das Paulus und der hl. Augustinus lehren. Wie wir geschrieben haben verstanden sie den Sinn der Botschaft, die uns von den israelitisch-jüdischen Schreiber im Zusammenhang von Adam und Eva im Paradies und deren Versagen in einer so reichen und dramatischen Bildsprache vermitteln wollen überhaupt nicht. Entsprechend verheerend und folgenschwer ist ihre Auslegung. Bis heute folgt die ganze getaufte Welt diesem antijudaistischen/antisemitischen Werk. Dieser Irrtum ist das Konstrukt, das an Geschicklichkeit und philosophischem Blendwerk durch nichts in der Welt übertroffen werden kann. Ein beeindruckendes und fantastisches antijudaistisches Blendwerk. Die Welt hat nie jemals ein perfekteres antijudaistisches Blendwerk gesehen und sie wird auch nie durch ein perfekteres geblendet und getäuscht werden können.
Mit was für einem El Eljon hätten wir es denn zu tun, wenn Menschen oder irgend etwas jemals die Macht hätten diesen Fluss der Gnade zu stoppen, zu unterbrechen um ihn irgendwann durch irgendjemand und dessen Tat wieder in Gang zu bringen, wie das Paulus und hl. Augustinus lehren: “Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden” (1Kor 15,22). Ja, wo kämen wir da hin? Diese Lehre zeigt uns nur zu deutlich, dass der JaHuWaH, der El Eljon der Juden nichts mit dem Gott (Zeus, Theos, Deus) der Getauften zu tun haben kann. Darum brauchen weder Juden noch sonst irgendwelche Menschen jemals einen Jesus Christus, der den Menschen den Zugang zur Gnade wieder ermöglichen kann und muss. Nach christlichem Verständnis ist ihr eigener Gott (Zeus, Theos, Deus) dazu selbst nicht in der Lage. Auch in Zukunft wird es niemanden brauchen, der uns die Gnade bringt oder erschliesst, damit wir im kommenden Leben bei JaHuWaH (im Himmel) leben werden können.
Wie gesagt: Alle Menschen sind als Geschöpfe von JaHuWaH geschaffen, und kehren nach dem irdischen Leben zu JaHuWaH zurück, ausnahmslos alle (vgl. Pred 12,7). Das war und ist die Botschaft JaHuWaHs von Anfang an. Seit es Menschen gibt, hat sich an dieser Botschaft nichts verändert. So wie JaHuWaH immer derselbe ist und bleibt, so durchläuft ER mit den Menschen allezeit den Wandel der Zeit, von Generation zu Generation. Was verbindet ein Kind im Leib seiner Mutter mit seiner Mutter? Es ist die Nabelschnur. Zu wissen, dass JaHuWaH immer derselbe bleibt, zu wissen, dass ER mit dir und mir durch die Zeit geht, auch heute, das tut so gut. Dieses Wissen und die dazu gemachten Erfahrungen sind die geistliche Nabelschnur, die lebendige Verbindung mit JaHuWaH. Wir brauchen diese Zusage des Höchsten. Diese Zusage und alle Erfahrungen, die wir im Vertrauen auf IHN machen, sind uns zu unserem Schutz, zu unserer Sicherheit und Zuversicht gegeben. Während eines Lebens geschieht viel, viel nicht Geplantes und Unvorhergesehenes (vgl. Ps 23).
Jahushua von Nazareth war ein überzeugter Jude. Beschnitten und in allem jüdisch erzogen, folgte er der Glaubenshaltung des berühmten und unter Juden heute noch geschätzten Rabbi Hillel. (Zu Hillel siehe auch Gim 607).
Hillel ist im Jahre 9 u. Z. verstorben, einige Jahre bevor Jahushua von Nazareth von den Römern gepfählt wurde. Was das Herzstück der Lehre JaHuWaHs in der Thora ist, hat der einflussreiche und weise Pharisäer und Rabbi Hillel zusammengefasst und formuliert: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht. Das ist die ganze Tora und alles andere ist nur die Erläuterung; geh und lerne sie.“ (Der Babylonische Talmud: Lazarus Goldschmidt). Welch ein tiefes Erfassen dessen, was das Herz des TaNaCHs (“AT”) ist, was der Wille JaHuWaHs, des El Eljon, des Höchsten für uns Menschen auf diesem Planeten ist.