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Wir bauen, aber wir bauen auf Fels

Glaubensimpuls 660 von Gregor Dalliard

Im 5. Buch Mose wird vom Fels gesprochen: “Horch auf, du Himmel (Gestirne), ich will reden, und die Erde höre die Worte meines Mundes! Wie Regen träufle meine Lehre, wie Tau riesle meine Rede, wie Regenschauer auf frisches Grün und wie Regengüsse auf welkes Kraut! Denn den Namen des Elohim JaHuWaH rufe ich aus: Gebt Ehre unserm “Gott” (Elohim)! Der Fels; vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht. Ein “Gott” (Elohim) der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er!” (5.Mose 32,1-4).
Mose und die Propheten heben im TaNaCH (“AT”) allezeit hervor, dass sich die Menschen hundertprozentig auf den Elohim JaHuWaH verlassen können und sollen - und zwar allezeit und überall. Jeder einzelne soll das tun und alle gemeinsam, dann geht es den Menschen gut.
Was hat das auserwählte Volk nicht alles an Leid erlebt, persönlich oder als Gemeinschaft. Was erlebte es nicht alles an Pogromen an Verfolgungen, Morddrohungen, Raub und Verbrechen, falls sie keine Christen werden. Das geschah und geschieht vor allem durch Menschen, deren Führer lehren, was Paulus als Dogma lehrt, dass jeder Mensch, der der Gottheit Jesus als Messias glaubt und sich auf deren Namen taufen lässt, eine Neuschöpfung geworden ist. Bis zu dieser Stunde wird ein solcher Irrsinn gelehrt, obwohl die zweitausendjährige Geschichte genau das Gegenteil bezeugt.
Gerade erleben wir, wie die Menschen weltweit blind ihre Stimmen für die Terrororganisation Hamas erheben und mit zahllosen Aktionen gegen die Juden aufmarschieren. Wenn die Getauften über den Glauben an den Menschen-Gott Jesus und die Taufe auf seinen Namen wirklich eine Neuschöpfung geworden wären, dann müssten sie erkennen, was da gerade abläuft. Sie, so sagen sie, würden Partei für das leidende palästinensische Volk ergreifen, aber in Wirklichkeit unterstützen sie die Grausamkeiten der Hamas; denn wenn sie wirklich ihre Stimmen für das leidende palästinensische Volk erheben würden, dann würden sie die Hamas zur Rechenschaft ziehen. Weltweit, und zwar Tag und Nacht, müssten die Menschen mit einer Stimme von der Hamas die Freigabe der qualvoll leidenden jüdischen Geiseln fordern. Sie müssten eingestehen, dass einzig und allein die Hamas für das anhaltende Leid des palästinensischen Volkes verantwortlich ist, und dass es einzig und allein an der Hamas liegt, wann diesem grausamen Leid ein Ende bereitet wird. Doch alle Welt schlägt auf die Juden ein.
Die religiöse Terrororganisation Hamas hat innerhalb kürzester Zeit einen gigantischen Aufschwung an christlicher Sympathie erlangt. Dies geschah und geschieht mit der Unterstützung des iranischen Führers, des Geistlichen Ali Chamenei und seines Gottesstaates, vor allem aber durch den arabischen TV-Sender Al-Jazeera, von dem die westlichen Medien jeweils die neusten Informationen über die Entwicklungen im Nahen Osten beziehen und diese ungefiltert publizieren. Ich wiederhole: Das Ziel der militanten Islamisten ist die Auslöschung aller Juden. Arafat und seinen Nachfolgern ging es nie um redliche Verhandlungen mit den Juden, um Frieden und Wohlstand. Dasselbe Ziel verfolgen die Hamas und alle übrigen eifrigen Moslems beharrlich weiter.
Die westlichen Länder, die ja christlich gelenkt und geprägt sind, ist in kürzester Zeit eine neue Welle an Judenhass entfacht worden, wie es ihn seit dem Holocaust nicht mehr gab.
Die Hamas ist von der Sympathiewelle, vor allem aus Europa, überrascht worden. Der rasant zunehmende Judenhass und seine konkreten Auswirkungen, vor allem in Europa, ermutigen sie, weiter zu machen. Sie missbrauchen junge Studierende, die überhaupt keine Kenntnis der geschichtlichen Zusammenhänge besitzen, und das mit ihren Aktionen bestätigen, für ihre kriminellen Zwecke, und zwar unter dem Mantel einer dringlichen humanitären Notwendigkeit (Besetzungen an Universitäten). Eine solche Welle der Sympathie und eine so massiv durchgreifende Unterstützung aus Europas Kirchen und Politik und sogar aus den USA steigert ihr Engagement für Allah und sein Reich. So etwas hätte sich die Hamas nie erträumen können.
Die grausamen Massaker an den Juden vom 7. Oktober 2023 machen sich mehr als bezahlt. Die Welt spricht kaum noch vom 7. Oktober 2023, bloss noch die Juden. Deren Anliegen aber verblassen und deren Klageruf verhallt im Stimmenmeer der Weltmasse. Was jetzt? Die radikalen Islamisten sehen ihre Stunde gekommen: Kalifate sollen in Israel und in den westlichen Städten entstehen. Ihre Forderung ist klar und deutlich. Die radikalen Islamisten wittern nicht nur Morgenluft, für sie hat die Stunde ihres Aufbruchs zur Islamisierung Europas unwiderruflich begonnen. Sie werden keine Ruhe geben: “Islamisten rufen nach Kalifat in Deutschland” (Quelle)

Sie wissen ganz genau, dass die Juden gemäss christlicher Grundcharta (in den Gründungsdokumenten des Christentums, Ersatztheologie) kein Existenzrecht haben. Dieses christliche Potential an ablehnender Haltung den Juden gegenüber, ist der Hamas ein klares Signal, das sie zu deuten weiss. Das haben die Islamisten über den arabischen TV-Sender Al-Jazeera in Katar auch verstanden, denn die Getauften stehen von ihrer Lehre her (Ersatztheologie) nur äusserlich zu den Juden, mit dem Hintergedanken, immer in der Absicht, sie zu ihrem Gott und damit zur Taufe (ver-)führen zu können. Darum stehen sie nur halbherzig oder aus zweckmässigen Gründen zu den Juden.
Paulus bezeichnet die Juden als die Feinde Gottes, als die Gottesmörder. Sein Gott, der Jesus-Gott, der ein griechisch-römischer Menschen-Gott ist und nichts mit dem Juden Jahushua von Nazareth zu tun hat, konnte offenbar getötet werden. Der “Gott” der Juden aber, JaHuWaH der El Eljon, der Höchste, kann nie jemals getötet werden. ER kann auch von keinem Menschen gesehen werden. “Gott”, der Elohim JaHuWaH sagte Moshe unmissverständlich: Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben" (2Mo 33,20). Das heisst soviel wie: “Seine Grösse ist unerforschlich” (Ps 145,3). Das sollen wir respektieren.

Wir sehen also ohne Zweifel, dass der Gott, der von Paulus gelehrt worden ist, nichts mehr als ein griechisch-römischer Götze ist. Von Melito von Sardes und vielen andern griechisch denkenden Menschen ist er in den ersten Jahrhunderten des Christentums weiter entfaltet und dogmatisiert worden. Das ist Ersatztheologie, die den Juden nur ein Existenzrecht in der Hölle zuspricht (die es vom TaNaCH her gar nicht gibt), es sei denn, sie lassen sich auf den Jesus-Gott taufen, dann werden auch sie im katholischen Himmel anzutreffen sein.
Der Islam macht sich berechtigterweise über die primitive Theologie des Paulus und seiner Getauften (der Christen) lustig. Ihm ist bewusst, dass sich das Christentum (Papsttum) nur über ein äusserst rücksichtsloses brutales und gewaltvolles Vorgehen, über zahllose Eroberungszüge und Kriege an die Weltspitze katapultiert hatte, denn der Gott der Christen ist ein kraftloser Gott, der angeblich von Juden getötet werden konnte. Dabei haben nicht die Juden, sondern der höchste Römer, der Pontifex Maximus den Juden Jahushua von Nazareth nach dem strengen Gesetz, der Lex Julia Majestatis zum Tode verurteilt, gefoltert und getötet. ***Diesen Titel, Pontifex Maximus, trägt heute der höchste Christ, der Papst.
Umso mehr sieht sich der Islam verpflichtet in Europa Kalifate einzurichten, später auch in den USA usw. Alles ist nur eine Frage der Zeit. Mit dem Aufbruch und den Kundgebungen für die Hamas, selbst an den Universitäten der christlichen Welt und dem letzten Aufbäumen konsternierter, führender Christen ist eine neue Etappe der Islamisierung in Europa in Gang gesetzt worden. Weder die Politik noch die Kirchen werden diesen Prozess aufhalten können.

Die Juden sind also Gottesmörder. Aus Gründen der grausamen christlichen Vergangenheit den Juden gegenüber (Zwangschristianisierungen, Pogrome, Holocaust), gehört es momentan für manche Politiker und Kirchenleute noch zum guten Ton, wenigstens äusserlich, dem Schein nach, zu den Juden zu stehen. Das Christentum in der westlichen Welt aber ist am Ende, es ist bankrott.
Mit den Werten des Lebens, die uns im TaNaCH vermittelt wurden, darf nicht gespielt werden. Das kann man mit Hilfe mächtiger und gnadenloser Einrichtungen zwar über lange Zeit hindurch tun. Man kann sich als Religion vor den Menschen eindrucksvoll und nachhaltig in Szene setzen, man kann die Menschen mit Irrlehren, deren Inhalte nichts als religiöse Drohungen sind, in Schach halten, und das über Jahrtausende, aber irgendwann - hier nach rund 2000 Jahren - geht das brutale Spiel zu Ende. Dann ist das Spiel aus. (Neudeutsch: Game over!)
Vieles, das den unwissenden religiösen Menschen wichtig geworden ist, weil sie über Jahrtausende hinweg ihres Verstandes beraubt waren und sind und deshalb nichts zu ergründen wagten, geht dabei zuerst einmal drüber und drunter. Das ist schmerzhaft. Die führenden Menschen im Westen sind zu sehr auf sich und ihr genussreiches Wohlergehen ausgerichtet, auf ihre Wohlfühlmentalität. Ihre Wege werden in der Orientierungs- und Ratlosigkeit enden.
Alles ist nur eine Frage der Zeit, das steht ausser Diskussion. Selbst in Russland zeigt sich das Christentum als eine beeindruckende Farce. Das sahen wir gerade in den letzten Tagen bei der Amtseinführung Putins: “Zum Abschluss liess Putin seine neue Amtszeit in der Kremlkirche von Patriarch Kirill absegnen” (Quelle).

Nun, ich lebe mit der Botschaft in 5Mo 32,4: Der Fels; vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht. Ein “Gott” (Elohim) der Treue ist er!". Darauf will ich mich immer verlassen, egal, wie es mir geht. Ergänzend hilft mir dabei auch das Zeugnis des David, der in einer turbulenten Zeit lebte, ähnlich der unsrigen. Dennoch konnte er überzeugend sagen, und das wohl sein ganzes Leben hindurch (immer wieder): Elohim JaHuWaH ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln, (oder mir mangelt nichts) (Ps 23,1).
Im Geiste von in 5Mo 32,1-4 lasse ich mich täglich aufbauen. Da mag kommen, was will und es mag anfänglich noch so traurig oder schlimm und der Weg dahin nicht immer so einfach zu gehen sein, ich nehme meine Zuflucht zu diesem bewährten Felsen. Für Abermillionen Menschen ist ER im Laufe der Geschichte zum unerschütterlichen Fels geworden. Die Beziehung zu IHM hat sie durch die schlimmsten Zeiten geführt. Das tut ER heute und das wird ER in Zukunft immer wieder tun. Darin finde ich immer wieder die innere Ruhe und den Frieden, darin macht mein Leben Sinn.
An diesem Ort bin ich zu Hause, auf diesem Felsen steht mein Glaube fest. Auf diesem Felsen bin ich in Sicherheit, in Geborgenheit, darauf hat alles einen Sinn. Um diesen Sinn weiss ER, der “Gott”, der Elohim JaHuWaH. Ich muss ihn nicht unbedingt wissen. Da ich aber auf diesen Fels baue, hat alles Sinn. Darum wirkt mir immer alles zum Besten mit, selbst wenn ich es nicht verstehen sollte, das muss ich auch nicht!

“Ein Gebet von Mose, dem Mann “Gottes” (Elohims). JaHuWaH, du bist unsere Wohnung gewesen von Generation zu Generation. Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Elohim. Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!” (Ps 90,1-3).
Lasst uns im nächsten Gim 661 weiter über diesen Felsen sprechen.

Bleiben wir einfach, zufrieden und dankbar! Uns allen wünsche ich einen weisen Umgang mit den Dingen des Lebens und eine kindliche Geborgenheit im Haus, das auf Fels gebaut ist.
Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 16. Juni 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.