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Mann und Frau. Unser Kopf, der Verstand, das wunderbare Geschenk unseres Schöpfers JaHuWaH. Teil 3

Glaubensimpuls 616 von Gregor Dalliard

Wir Menschen brauchen Gemeinschaft mit anderen Menschen. Nicht umsonst hat JaHuWaH, der Schöpfer das Wesen Mensch als Mann und Frau geschaffen: “Und Elohim schuf den Menschen als sein Bild, als Bild (SEINES Wesens, mit Kopf und Verstand) schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie (1Mo 1,27). Er schuf sie also mit einem Gehirn in das alle Fähigkeiten JaHuWaHs hineingelegt sind. Sie drängen zur Entfaltung. Sie wecken Bedürfnisse. Durch den Einsatz des Verstandes kommen diese Fähigkeiten zur Entfaltung, so auch die Erkenntnis, dass JaHuWaH unser Schöpfer ist, dass wir IHM total vertrauen dürfen und können.
Vor Jahrtausenden haben Menschen diese Erkenntnis aus den gegebenen Alltagssituationen heraus erkannt und gelehrt. Später wurden sie niedergeschrieben.
Mann und Frau sind die zwei Wesen, die immer wieder oder andauernd in Konflikt zueinander stehen können. Gründe dazu gibt es mehr als genug, denn das Zusammenleben der Menschen ist alles andere als ein Zuckerschlecken.

Konfliktsituationen zwischen Mann und Frau müssen nicht immer zum Zerbruch der Gemeinschaft führen. Trotz der anfänglich besten Absichten kann eine eheliche Gemeinschaft im Laufe der Jahre in Brüche gehen.
Konfliktherde in der ehelichen Gemeinschaft können unerträglich werden. Das Leben des einen oder anderen Ehepartners kann schrittweise zerstört werden. JaHuWaH will niemals, dass ein solcher Zustand bestehen bleiben muss (bis der Tod uns scheidet). Von der sogenannten ehelichen Gemeinschaft ist dann nichts mehr übrig, höchstens die Kinder und/oder materielle Abhängigkeit. Dann ist es besser, wenn die eheliche Gemeinschaft aufgehoben wird. Das ist schlichtweg eine Tatsache.

Darum hat Moshe den Scheidebrief ermöglicht. Zur Zeit des Moshe gab es in solchen Situationen also einen Scheidebrief (vgl. 5Mo 24,1-5). Der Scheidebrief ist im vorwiegend patriarchalischen Denken jener Zeiten zu sehen, den aber die Frau nicht unbeteiligt hinnehmen musste. Die Frau hatte ein Wörtchen mitzureden.
Die zölibatären Gründer des Christentums glaubten gemäss der griechisch-stoischen Philosophie an die Vollkommenheit des Mannes, wenn er ehelos bleibt. Das ist das Eine. Das Andere aber war die Lehre des Paulus über die gleich bevorstehende (umgehende) Wiederkunft der Gottheit Jesu Christi, die das Heiraten überflüssig machen sollte. Beides floss bei Paulus zusammen (vgl. 1Kor7). Beides zusammen schuf das Fundament auf dem der Glaube der Getauften aufgebaut ist.

Die Gottheit Jesus Christus war aber nach ihrem Tod und der angeblichen Himmelfahrt nicht wiedergekommen, so wie Paulus das behauptet und gelehrt hatte. Nach dem Ausbleiben der angesagten gleich bevorstehenden (umgehenden) Wiederkunft der Gottheit Jesus Christus aber setzte sich die Ehe unter den Getauften stillschweigend wieder durch. Die zölibatär-stoische Philosophie aber wurde zur Messschnur der christlichen Vollkommenheit erhoben.
Die Reformatoren haben zwar den Zölibat als Messschnur der Vollkommenheit verworfen, sind aber in der paulinisch-katholischen Irrlehre einer Wiederkunft der Gottheit Jesu gefangen geblieben, weil sie das prophetische Wort vom kommenden Friedensreich für die Juden nicht akzeptieren wollten und wollen. Alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften sind dieser paulinisch-katholischen Irrlehre bis heute verhaftet.
“Papst” Damasus hatte nämlich im 4. Jh. den aus Dalmatien stammenden Kirchenvater Hieronymus (348/349 - 420) beauftragt, die vielen damals existierenden Evangelien (vgl. Lk 1,1-4) in vier zusammen zu fassen.
Er nahm mehrere tausend Veränderungen vor, indem er sie der griechisch-stoischen (zölibatären) Philosophie anpasste. Die Lehre des Paulus über die Wiederkunft der Gottheit Jesu wurde aus den Briefen des Paulus genommen und auf die “Evangelien” und die “Geschichte der Apostel” übertragen, und zwar mit einer neuen Ausrichtung. Diese neue Ausrichtung wurde dem Juden Jahushua von Nazareth in den Mund gelegt (z. B. Mt 24). So legte er Jahushua von Nazareth z. B. auch folgende Worte über die Ehe in den Mund:
“Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. Wenn aber dein rechtes Auge dir Anstoss zur Sünde gibt, so reiss es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird. Und wenn deine rechte Hand dir Anstoss zur Sünde gibt, so hau sie ab und wirf sie von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird” (Mt 5,27-30).

“In die Hölle kommen” ist hier ein zentraler Begriff. “Hölle” heisst in diesem Kontext keine Gemeinschaft mit den griechischen Göttern zu haben. Zu den Göttern gelangen (zur griechischen Gottheit Jesus Christus kommen, ihr nachfolgen) heisst im Denken des Stoizismus, Mann ohne Frau zu sein, ehelos zu leben. Die Frau ist das Hindernis auf dem Weg zu den Göttern, ein Weg, den alle Männer gehen sollten (wie Paulus). Für die Nonnen ist der Mann das Hindernis. Bei der Ablegung des Ordensgelübdes verheiratet sich die Kandidatin mit der griechischen Gottheit Jesus Christus. Darum tragen die meisten Nonnen einen Ehering.

Glaube mir, wenn die katholischen Männer ihrem Erlöser Jesus Christus glauben und vertrauen würden, indem sie alles das umsetzen würden, was er z. B. in Mt 5,27-30 lehrt, dann würden in unseren Städten und Dörfern zahllose einäugige Männer herum laufen. Indem sie im Sakrament des Messopfers die Gott-Person Jesus Christus in Form der Hostie/Oblate schlucken, bezeugen sie ihm ihre absolute Unterwerfung, ihre absolute Bereitschaft, ihm in allem gehorsam zu sein, und alles, was er lehrt und gebietet zu tun. Die nicht einäugigen Männer würden heute auffallen, weil sie wegen ihrer sexuellen Ausrichtung keine Frauen begehren und sie deshalb auch nicht begehrlich anschauen. Ich rede aus der Erfahrung im Beichtstuhl. (Fortsetzung folgt.)

“Und ein Spross wird hervorgehen aus dem Stumpf (Geist) Isais, und ein Schössling aus seinen Wurzeln wird Frucht bringen. Und auf ihm wird ruhen der Geist JaHuWaHs, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und des Hörens auf JaHuWaH; und er wird sein Wohlgefallen haben im Hören auf JaHuWaH” (Jes 11,1-3). Einfach wunderbar.
Auch wir gehören zu diesem Spross. Das freut uns in besonderer Weise. In dieser Freude grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen gesegneten und ruhevollen Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 21. April 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.