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Hat der dritte Weltkrieg begonnen?. Kommt der Messias, oder besser, ist er schon da?

Glaubensimpuls 657 von Gregor Dalliard

An vielen Stellen der Welt brennt es. Ist der dritte Weltkrieg in Reichweite oder hat er schon begonnen?
Was viele sehr beschäftigt ist die Frage: Kommt der Messias, oder besser, ist der Messias schon da? Auf dem Boden der religiösen Massenmedien schiessen Berichte über das bevorstehende Erscheinen des Messias wie Pilze aus dem Boden. Es sind ultraorthodoxe Juden, aber auch sogenannte “freie” christliche Gemeinden und Kirchen, ebenso aber auch radikale Muslime, die ihren Messias direkt vor der Tür stehen sehen. Der Anbruch ihres messianischen Reiches steht offenbar kurz bevor. Alle Zeichen der Zeit sprechen für sie unzweideutig dafür. Das spannende an der ganzen Sache ist, dass jede dieser Religionen genau ihren Messias erwartet. Nur ihr Messias wird der richtige sein, denn sie alle berufen sich auf die Quellen ihrer Schriften.

Ich möchte im voraus entspannt und gelassen vorwegnehmen, dass die Quellen, auf die wir uns im TaNaCH (“AT”) berufen, weder etwas mit den Quellen der religiösen endzeitlichen Messiaserwartung der ultraorthodoxen Juden zu tun haben, noch mit jener der Christen im Neuen Testament, der sogenannten “freien” christlichen Gemeinden und Kirchen, noch mit jener der radikalen Muslime.
Wir brauchen diese Quellen nicht. Warum nicht? Weil wir uns an das prophetische Wort (sein Ziel) in seinem Gesamtzusammenhang halten. Wir unterscheiden und konzentrieren uns nicht auf alle nebensächlichen Ereignisse und Geschehnisse im TaNaCH. Sie sind zwar im TaNaCH auch enthalten, vor allem aber sehr verwirrend, verführend und folgenschwer im Neuen Testament. Im TaNach nehmen sie im gesamten einen zweitrangigen oder sogar bedeutungslosen Platz ein. Die oben genannten Kreise haben im Laufe der Zeit, aus was für Gründen auch immer, den zentralen Sinn der Erwählung, der Berufung und der Sendung des auserwählten Volkes aus den Augen verloren. Sie machten und machen zeitbedingte, zweitrangige oder sogar heute bedeutungslose Aussagen des TaNaCHs zum Mittelpunkt ihrer Interessen. Mit ganzer Hingabe und vollem Einsatz engagieren sie sich für ihre (verkehrte) Überzeugung.
Wie ein kraftvoller roter Faden durchziehen Grund und Sinn der Erwählung, der Berufung und der Sendung des auserwählten Volkes den TaNaCH. Wir berufen uns auf das prophetische Wort im TaNaCH und zwar in seinem ganzen Zusammenhang. Der TaNaCH ist aber eine kunterbunte Sammlung von unzähligen Ereignissen und Berichten aus Jahrtausenden über das und des auserwählten Volkes, immer geschrieben von Menschen in ihrer Zeit, in ihren Emotionen, deren gute Absicht es war, mit dem Elohim JaHuWaH, dem El Eljon zu gehen. Immer wieder aber sind sie zu bestimmten Zeiten von menschlichen Schwächen und Versagen eingeholt worden, was auch heute nicht anders ist. Dennoch werden sie von Elohim JaHuWaH niemals aufgegeben werden.
Sorgfältig wollen wir die Zusammenhänge des Geschriebenen (Kanon) im TaNaCH unterscheiden und auseinander halten. Wir werden dem Willen des Elohim JaHuWaH nicht zuwider handeln. Ruhe und Frieden werden uns begleiten, selbst dann, wenn es so ist wie David bekennt: “Auch wenn ich wandere im Tal des Todesschattens, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken und dein Stab, sie trösten mich” (Ps 23,5). In unserem Leben werden wir allezeit aus den Quellen des TaNaCHs leben.
Sortieren und sammeln wir die prophetischen Aussagen in ihren Zusammenhängen aus dem TaNaCH, dann wird jedem langsam aber sicher verständlich, dass es niemals einen Messias in Gestalt eines Menschen geben wird. Wir sollten zu unserem Segen und Wohlergehen die Fülle der israelitisch-jüdischen Bildreden, Bilder, Metaphern u. a. m. auch im Kontext der Messiaserwartung verstehen und einordnen lernen, denn kein Mensch wird den Elohim JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, stellvertretend als Messias und mit der Fülle der Messiaserwartung darstellen oder ersetzen können. Das ist und bleibt der Elohim JaHuWaH immer selbst, höchst persönlich und jeder einzelne in IHM. Es wird nie ein Messias in Menschengestalt oder ein messianisches Reich unter der Herrschaft von einem Menschen anbrechen. Sollte ein solches anbrechen, dann werden es religiöse oder politische Herrscher/Diktatoren sein. Dann würde es uns nicht mehr gut gehen.
Das messianische Reich ist dort angebrochen, und der Messias ist dort erschienen, wo Menschen die Botschaft JaHuWaHs vernommen, aufgenommen und in ihrem Leben umgesetzt haben oder umsetzen, fern jeder religiösen Ideologie. Micha, einer der frühen Schriftpropheten, fasst das messianische Wort treffend kurz und bündig zusammen: “‘Er hat dir mitgeteilt, Mensch, was gut ist. Und was fordert der Elohim JaHuWaH von dir, als Recht zu üben und Güte zu lieben und einsichtig zu gehen mit deinem Elohim (“Gott”)?’” (Mi 6,8). So einfach kann das sein, und dennoch eine ständige Herausforderung bleiben. Die Menschen haschen laufend nach Sensationen, weil ihnen die Gegenwart, der Wille und die Ruhe in JaHuWaH und SEINEN Worten zu wenig gibt.

Vor zehn Jahren haben wir uns diesem äusserst wichtigen Thema, das uns allen unter der Haut brennt, schon einmal gewidmet. Angefangen haben wir mit dem Glaubensimpuls 142 am 6. Juni 2014. Mit dem Glaubensimpuls 162 haben wir dieses Thema am 24. Oktober 2014 offiziell beendet. Einige Gims zu diesem Thema habe ich im Laufe der Zeit aus verständlichen Gründen gelöscht und andere aktualisiert. Warum das?
Wir haben unsere Beziehung zu Elohim JaHuWaH und damit auch zu SEINEM prophetischen Wort im Laufe der Jahre immer weiter vertieft. Schritt für Schritt haben wir uns immer intensiver mit dem Wesen des Elohim JaHuWaH, des El Eljon, des Höchsten, auseinandergesetzt. Parallel taten wir das mit der Lebensgeschichte des israelitisch-jüdischen Volkes in den früheren Jahrtausenden, bzw. Jahrhunderten und seiner konkreten Lebensgeschichte. Was ist zeitlos, immer wichtig, was zeitbedingt, aber zum richtigen Verstehen der gegenwärtigen Zusammenhänge zu beachten, was bedeutungslos und ein unnötiger Ballast, den es in aller Freiheit abzuschütteln gilt? Wunderbar!

Zusammenfassend zu diesem Thema habe ich mich damals im Gim 160 vom 10. Oktober 2014 geäussert. Daraus ist ein weitläufiger Glaubensimpuls geworden, in dem ich noch auf Spurensuche war. Damals löste dieser Gim in meinem Umfeld manche Diskussion aus. Das war aber für unseren vertieften Einblick in diese Thematik notwendig.

Nun wünsche ich allen von Herzen ein segensreiches und fröhliches Pessachfest (“Chag Pesach Sameach”), das am 22. April abends beginnt und am 30. abends seine Vollendung findet. Was damals geschah und begann war ausserordentlich. Es hat die Welt in Bewegung gebracht. Der Ruach des Elohim JaHuWaH sprengte die Grenzen des Heidentums, d. h. der Finsternis. Es wurde Licht: “Der Elohim JaHuWaH ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Elohim JaHuWaH ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken?” (Ps 27,1). “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10).
(Zu Pessach empfehle ich den Gim 183 (Pessach. Zeugung und Geburt aus JaHuWaH - wie geht das? Die Widdergottheit Chnum als Lamm: “und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen” (2Mo 12,46). Teil 5))

Ganz liebe Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 16. Juni 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.