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Zu welchem Gott stehen wir?

Glaubensimpuls 656 von Gregor Dalliard

Die Welt wird gerade in ihren Grundfesten erschüttert, doch das ist nicht das Ende, das sind Übergänge. Entscheidungen sind von den Menschen abgefordert: Stehen die Menschen zu Elohim JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten oder zu einem Gott?

Wenn die Menschen sagen: “Wir haben alle denselben (den gleichen) Gott”, dann meinen sie das auch so, ohne sich jemals ernsthaft Gedanken über diese Aussage gemacht zu haben. Andere drücken mit dieser Aussage ihrem Gegenüber eine versöhnliche oder tolerante Haltung aus. Das ist ja gut gemeint, aber in Wirklichkeit stimmt diese Aussage überhaupt nicht. Wie uns die Geschichte, der TaNaCH und der Einfluss des christlichen Gottes auf die Menschheit im Laufe der letzten 2000 Jahre zeigen, trifft das auf keinen Fall zu.
Paulus und seine Nachfolger predigten niemand anderen als den mythologischen, griechisch-römischen Gott “Logos” in einem neuen Kleid. (Logos: Gim 574). Dieser Logos ist den philosophischen Phantasien von Menschen entsprungen. Er wurde von Paulus in den Namen Jesus Christus umgewandelt und mit jüdischen Inhalten und Eigenschaften vermischt. Er entpuppte sich im Laufe der ersten drei Jahrhunderte des Christentums als Gott, der mit zwei weiteren Gott-Personen verquickt ist, wie das der griechische Logos ist. Gott der Vater ist Zeus, der oberste Götter-Vater im griechischen Götterolymp, der den Logos (später Jesus Christus genannt) hervorbrachte und mit Gott dem Heiligen Geist, der mal als Frau oder dann wieder als Gott der Gewalt angebetet worden ist und wird.
Das sind sozusagen drei Gott-Personen, die in unterschiedlichen Varianten von allen Völkern der Antike und des Altertums angebetet wurden. Wir finden sie wieder in der neu formulierten Trinitätslehre, die in den ersten vier Jahrhunderten von den Getauften neu formuliert worden ist. Massgebend wurden diese antiken Lehren im neuen Kleid als christlich bezeichnet. Sie sind von den römischen Kaisern Konstantin und Theodosius beeinflusst und sanktioniert worden, um den Reichsfrieden zu finden. (Gim 248: “noch vieles habe ich euch zu sagen”/ Kaiser Konstantin und Theodosius). Diese Irrtümer sind bis heute die Grundlehre der Getauften geblieben, bis zu dieser Stunde.
Wir halten fest: Wo das Wesen des Elohim JaHuWaH, des El Eljon und SEINE Weisungen des Lebens, die Recht und Gerechtigkeit garantieren (Ps 89,15) abgelehnt werden oder unbekannt sind, da üben religiöse Führer, Politiker und Wirtschaftsleute ihr Unwesen und ihre Gewalt über andere Menschen aus.

Die Gottheiten stehen ausserhalb des Elohims JaHuWaH, des El Eljon, des Höchsten. Sie haben ein kriegerisches, zerstörerisches Wesen, ein Wesen voller Forderungen, Zorn und erbarmungsloser Rache. Dies trifft auch auf den Engel JaHuWaHs zu, der immer wieder in das israelitisch-jüdische Volk einzudringen versuchte, um dieses auserwählte Volk von seinem Elohim JaHuWaH abzubringen und darin sesshaft zu werden, was ihm über die Priester immer wieder zeitweise gelang und auch heute immer wieder gelingt. Der TaNaCH (“AT”) gibt uns einen tiefen Einblick in sein Wirken. Gegen ihn führten die Propheten einen erbarmungslosen Kampf.
Dass die Christen von diesen alten Gottheiten getrieben waren und sind, das bestätigt uns die 2000jährige Geschichte der Getauften. Ihre Führer zettelten unablässig grausame Kriege innerhalb der getauften Völker an. Die einen Getauften schlachteten und schlachten im Namen und mit dem Einverständnis desselben Gottes die anderen Getauften ab. Konkret schlachten die Getauften Russlands unter dem Segen desselben Gottes (Jesus Christus) an den auch die getauften Ukrainer glauben ab, obwohl Paulus lehrt, dass ein Getaufter eine Neuschöpfung geworden und das Alte vergangen sei.
“Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft worden seid, ihr habt Christus angezogen” (Gal 3,27). Und weiter: “Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden” (2Kor 5,17). Solche Lehren haben aber nichts mit der Wirklichkeit ge­mein.
Die 2000jährige Geschichte der Getauften ist durchgehend von grausamen Kriegen gezeichnet. Wie diese Kriege propagiert und mit welchen Mitteln sie geführt wurden und werden (die Getauften Russlands gegen die getauften der Ukraine), zeigt uns das völlige Gegenteil von dem, was Paulus seinen Anhängern in den Kopf gesetzt hat. Niemand hat jemals mehr Leid und mehr Pogrome gegen die Juden organisiert und ausgeführt als die Getauften. Im Laufe der Geschichte haben die getauften Führer ihre Boshaftigkeiten weiter entwickelt und vertieft, immer unter dem Deckmantel ihrer drei Gott-Personen. Das sind die Folgen, die wir gegenwärtig im Nahen Osten und in der Ukraine erleben und aushalten müssen.

Mir ist völlig unklar, wie die Gründer des Christentums die folgende Botschaft in die Welt setzen konnten: “Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er von dem Meinen nimmt und euch verkündigen wird” (Joh 16, 12-15).
Bedenken wir doch die Worte: “denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden (tun), und das Kommende wird er euch verkündigen. Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkündigen”. Wer steckt dahinter?

Mit was für einer Verblendung sind wir gegenwärtig konfrontiert?! Den alten Göttern der Heiden wird weiterhin im Kleide der Getauften gedient, indem die Getauften weiterhin mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln predigen, dass die Menschen im Glauben an das geopferte Blut des einen dieser drei Gott-Personen, im Glauben an seinen Tod und seine Auferstehung und in dem Vollzug des Rituals der Taufe angeblich zu einer Neuschöpfung, zu einem neuen Menschen gemacht werden. Wie wir uns aber immer wieder erinnern müssen, gab es auf dieser Erde nie grausamere Kriege, schrecklichere Verbrechen als jene, die sich das Christentum ausgedacht hat und sich gegenseitig zufügte und zufügt. Der Islam, im frühen 7. Jh. entstanden, hat bald einmal begriffen, wie Grausamkeiten im Namen einer Gottheit geschaffen und weiter entwickelt werden können.

Wie kann das Christentum seit bald 2000 Jahren vor der Welt den Anspruch erheben in Jesus immer die höchsten moralischen Werte in dieser Welt vertreten und gelebt zu haben und die Religion des Friedens zu sein? Wie tief verfinstert und irregeleitet sind die Getauften, dass sie eine solche Hybris nicht im Entferntesten realisieren. Ihre Hybris kennt keine Grenzen. Einsicht und Umkehr sind nicht zu erwarten, höchstens von einzelnen Menschen.
Auf einzelne Menschen mag der Anspruch der Getauften zutreffen, aber doch niemals auf die Getauften insgesamt. Obwohl alles dagegen spricht, beharren die Getauften uneinsichtig und stur auf der Lehre des Paulus, die dem angeblich auferstandenen Jesus-Gott (Logos) in den Mund gelegt wird (s. Gal 3,27; 2Kor 5,17; Joh 16, 12-15). Welchem Geist sind sie gefolgt, auf welchen Geist haben sie gehört? Wir gehörten noch bis vor wenigen Jahren unwissend diesem Geist an, aber das prophetische Wort hat uns aus diesem Irrsinn heraus geführt.
Das Bekenntnis der Getauften war nie das Bekenntnis des Jahushua von Nazareth, auch nicht der israelitisch-jüdischen Propheten, auf die sich die Getauften allezeit vor der Welt berufen. Es wird auch in Zukunft nie das Bekenntnis sein. Die Getauften drehen den Propheten weiterhin das Wort im Munde um (Ersatztheologie), obwohl die letzten 2000 Jahre nichts als eine christliche Kriminalgeschichte ist, entfacht in der und durch die Ersatztheologie.

“Ein Gebet von Mose, dem Mann Elohims. Elohim, du bist unsere Wohnung gewesen von Generation zu Generation. Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Elohim. Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!” (Ps 90,1-3).
Ja und: “Glücklich ist das Volk, das den Jubelruf kennt! JaHuWaH, im Licht deines Angesichts wandeln sie” (Ps 89,15).

In dieser Zuversicht, die Freude und Dankbarkeit weckt, grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen Shabbat der inneren Ruhe.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 16. Juni 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.