“Und du sollst zum König von Ägypten hineingehen, du und die Ältesten Israels, und ihr sollt zu ihm sagen: Jahwe, der Elohim der Hebräer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, damit wir JaHuWaH, unserm Elohim, opfern”! (2Mo 3,18; 5,3). Mit dieser Aufforderung ist nicht das Opferdarbringen gemeint, wie es bei allen Heidenvölkern üblich war. Der Pharao hätte die Aufforderung des Moshe und der Ältesten nicht verstanden, wenn sie gesagt hätten: “So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wüste ziehen, damit wir JaHuWaH, unserm Elohim Anbetung, Ehre, Danksagung und Lobpreis darbringen… ein Fest feiern” (vgl. 2Mo 5,1). Für den Pharao und seine Priester hätte sich eine solche Aussage als absurd angehört. Sie hätten nicht verstanden, was die Hebräer damit meinen. Im Heidentum vollzog sich die Anbetung in der Schlachtung von Menschen und Tieren vor den Göttern.
Darum deuteten die Christen später den Tod Jahushuas von Nazareth, der wie so viele andere Juden durch das Gesetz der Römer den Tod am Kreuz (Pfahl) fand, ganz einfach um. Er wurde zum geschlachteten Lamm uminterpretiert, zum “Lamm, das geschlachtet worden ist” (Offb 5,9.12.6; 13,8) Unter JaHuWaH Elohim, als der El Eljon, der Höchste, der über alle Götter steht, konnten sich die heidnischen Völker rein gar nichts vorstellen. Eine Anbetung und Ehrerweisung mit Lob- und Dankesliedern mit Gebeten und Freudenrufen, ohne Mensch- und Tieropfer, war in jenen Tagen im Heidentum absolut unbekannt. Eine solche Anbetung galt unter den heidnischen Völkern soviel wie nichts; sie war wertlos, bedeutungslos. Eine solche Anbetung wäre nie als Anbetung verstanden worden. Nach ihrem Verständnis wären die Götter nicht besänftigt worden. Fluch und Unheil wären ohne Blutvergiessen nicht abgewendet worden. Die Gewissen der Menschen wären nicht “beruhigt” gewesen. Eine Anbetung und Ehrerweisung mit Lob- und Dankesliedern mit Gebeten und Freudenrufen hätte die Forderungen der Götter nicht im Geringsten erfüllt, nicht “berührt”. Nun, für den Pharao war dieser JaHuWaH Elohim sehr suspekt. Die grossen Sonnen- und Mondgötter, die grossen Götter der Gestirne und der Natur waren unter allen Völkern bekannt und sehr gefürchtet, aber wer ist der Elohim JaHuWaH? “Der Pharao erwiderte: Wer ist Elohim JaHuWaH, dass ich auf ihn hören und Israel ziehen lassen sollte?” (2Mo 5,2).
Einzig JaHuWaH, der Elohim, der El Eljon, forderte keine Blutopfer, kein Blutvergiessen. ER forderte weder menschliches noch tierisches Blut. Das fordern die Götter. JaHuWaH fordert Vertrauen. ER fordert eine Beziehung, die allein auf Vertrauen basiert und aufbaut. Melchisedek war ein solcher Priester. So etwas war den heidnischen Völkern absolut fremd. Was die Israeliten vor dem Auszug aus Ägypten schlachten sollten, war der Schöpfergott der Ägypter, das Lamm Chnum. Chnum wurde als männliches Lamm oder Widder angebetet, als Schöpfer und Erhalter des Lebens.
Von diesem Schöpfergott sollten sie sich ein für allemal lossagen. Sie sollten ihn symbolisch schlachten, ihn verspeisen und die Reste noch in der Nacht, vor dem Auszug, verbrennen. Um die endgültige Lossage von der Lamm-Gottheit Chnum zu bezeugen, sollten sie zudem dessen Blut sichtbar an ihre Türpfosten streichen. JaHuWaH konnte so ihre Entschiedenheit “sehen” und sie beschützen. Dieses Bekenntnis war Ausdruck der Bereitschaft, sich ganz unter den Schutz JaHuWaHs zu begeben. Damit wurde JaHuWaH die definitive Loslösung von allen Göttern Ägyptens zum Ausdruck gebracht, gleichzeitig aber wurde das bedingungslose Vertrauen auf IHN bezeugt, der allein Schöpfer und Erhalter des Lebens ist.
An Pessach wird in der Form eines Lammknochens an die Schlachtung dieses Lamm-Gottes gedacht, des falschen Schöpfers und Erhalters des Lebens. Gleichzeitig gehört das Shma Jisrael (Höre Israel) zum zentralen Bekenntnis: “Höre, Israel: JaHuWaH ist unser Elohim, ER ist EINER” (5Mo 6,4–9). Er allein ist der Schöpfer des Lebens, der Elohim Zebaoth, der Schöpfer Himmels und der Erde und der Gestirne. Daneben gibt es keinen anderen Schöpfer und Erhalter des Lebens.
Wir haben im Gim 530 Folgendes geschrieben: Als der erstgeborene Sohn aus Ägypten kam, hatte er anfänglich mit keinem Gott mehr etwas zu tun (JaHuWaH ist kein Gott!) und damit auch mit keinem Opferkult. In jener Nacht, vor dem Auszug aus Ägypten, hatte JaHuWaH den Israeliten den Auftrag gegeben, sich ganz IHM, JaHuWaH, anzuvertrauen, wie das damals Abraham getan hatte. (In JaHuWaH ist der Mensch in seinem Element wie ein Fisch im Wasser). Die Israeliten sollten sich von jedem Gott und jedem Opferkult lossagen. Damit sollten sie sich auch von der ägyptischen Obrigkeit, von dem ägyptischen Königtum und Priestertum befreien. Das taten sie bereitwillig.
Hier müssen und wollen wir die prophetischen Zusammenhänge aufleuchten lassen. JaHuWaH will dieses Ziel folgendermassen erreichen. Vergessen wir nicht: Israel wurde von JaHuWaH, dem El Eljon (dem Höchsten) erwählt, damit es IHM „ein Königreich von Priestern" sei: “Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hören und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Völkern mein Eigentum sein; denn mir gehört die ganze Erde. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und eine heilige (ausgesonderte) Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Söhnen Israel reden sollst” (2Mo 19,5-6).
Melchisedek war ein Priester des El Eljon, des Höchsten. Er lebte jene Beziehung zu JaHuWaH wie sie sich JaHuWaH zwischen SEINEM erwählten Volk und SICH vorgenommen hatte. So wie er in der Beziehung zu JaHuWaH stand, ohne irdisches Königtum, ohne Opferkult, ohne Tempel, aber in der Treue zu JaHuWaH, in Gerechtigkeit, in Barmherzigkeit und Liebe. JaHuWaH will ein Volk ohne dies und das, ohne etwas, das die Menschen von ihrer Beziehung und Herzenshaltung zu JaHuWaH abhalten, abbringen könnte. So soll das Königreich und die Priesterschaft (Israel) JaHuWaHs sein, die sich JaHuWaH über Abraham erwählt hat.
Von Jerushalaim geht diese Weisung aus zu allen Menschen dieser Erde. Umwerfend! “So habe ich dich (den Propheten Jeshajahu und das ganze erwählte Volk) auch zum Licht der Völker gemacht, dass mein Heil reiche bis an die Enden der Erde” (Jes 49,6). “Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker. Im Nu ist nahe meine Gerechtigkeit, mein Heil…” (Jes 51,4).
Wie gesagt, was JaHuWaH sich vorgenommen hat, nimmt ER nie wieder zurück. Die Geschichte liefert uns den Beweis dazu. Gerade in Anbetracht der grausamsten Verfolgungen und Vernichtungsversuche, denen SEIN Volk während fast 2000 Jahren durch die getauften Völker ausgesetzt war, ist und bleibt dies ein einzigartiger Beweis, ein Wunder. SEINE Gegenwart in SEINEM Volk, selbst durch die grausamsten Erfahrungen hindurch, gibt uns in JaHuWaH Sicherheit, Geborgenheit, Freiheit und Freude.
JaHuWaH begleitete und lehrte SEIN Volk ununterbrochen. ER machte ihm unter anderem Folgendes klar: Niemand kann Priester JaHuWaHs, des El Eljon, des Höchsten sein (wie Melchisedek), und gleichzeitig jemanden anderen als seinen König, als wahrer Gott und wahren Menschen anbeten. Das aber haben die griechisch geprägten Gründer des Christentums gemacht. Sie wollten JaHuWaH, wollten aber den Götzendienst nicht aufgeben. Damit haben sie sich in endlose theologische Irrungen verloren und verstrickt (Ersatztheologie), aus denen sie anhand des TaNaCHs (“AT”) herausfinden könnten. Die erdrückende Vergangenheit verbietet ihnen eine aufrichtige Umkehr zu JaHuWaH. Es fehlt die Demut. Die Verteidigung und Wahrung ihres entstellten “Gesichtes”, das sie vor der Welt als das wahre vorgibt verbietet ihnen jeden Blick in die Wirklichkeit ihres Zustandes. Durch die modernsten Medien hat die getaufte Welt Zugang zu den geschichtlichen Fakten. Das lässt sich nicht mehr vermeiden.
Was ich hier mache, sind Glaubensimpulse geben, Impulse die uns helfen wollen, tiefer in die Zusammenhänge des TaNaCHs (“AT”) und des sogenannten Neuen Testamentes (“NT”) zu blicken. Wie schon oft gesagt: dieser Weg kann unseren gängigen Glaubensweg ganz schön ins Stocken bringen. Wir sind dann eingeladen inne zu halten und unseren Glaubensweg neu unter die Lupe zu nehmen. Aber keine Angst, die “geographische Karte” unseres Glaubensfundamentes (“AT”), die uns von JaHuWaH, dem El Eljon, gegeben ist, wird uns zum Ziele führen. Das „NT“ haben wir nicht von JaHuWaH bekommen, sondern von der Priesterschaft heidnischer Gottheiten, die Herr, Theos, Deus, Gott genannt werden.
Der Psalmschreiber, der diesen Weg lange vor uns gegangen ist und dieses Ziel schon lange erreicht hat, garantiert uns über das “AT” - mit vielen anderen Zeugen - eindrucksvoll und bildreich die Richtigkeit des “Routenplaners” JaHuWaHs: “Die Worte JaHuWaHs, (SEIN Routenplaner) sind reine Worte – Silber, am Eingang zur Erde geläutert, siebenmal gereinigt” (Ps 12,7). Schon Moshe bekannte: “Denn den Namen JaHuWaH rufe ich aus: Gebt Ehre unserm Elohim! Der Fels; vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht. Der Elohim ist die Treue. ER ist ohne Trug, gerecht und gerade ist er!” (5Mo 32,3-4). Können uns etwa bessere Zeugnisse in unserem Leben begleiten?
Mit grosser Freude und Dankbarkeit bleiben wir dran. Nichts und niemand wird uns diesen Weg, die Gemeinschaft mit JaHuWaH, dem Elohim, jemals streitig machen können, d. h. niemand wird uns die Zeugung und Geburt aus JaHuWaH (vgl. 5Mo 32,6.12.15.18) jemals streitig machen können, ebenso wenig, wie sie SEINEM Volk jemals streitig gemacht werden konnten und können, trotz der falschen Wege, die manche im Laufe der Geschichte, für kürzere oder längere Zeit, eingeschlagen haben. Im Hause JaHuWaHs leben wir, d. h. in der Gemeinschaft mit IHM, ob wir nun leben oder sterben, denn “der Geist kehrt zu JaHuWaH zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7). Das ist die zentrale Botschaft der Weisen, Propheten und Gerechten Israels, jener Männer und Frauen, die sich immer am “Routenplaner” JaHuWaHs orientiert haben. Aus dieser Glaubensüberzeugung lebte auch Jahushua von Nazareth bedingungs- und ausnahmslos. Wir sind also in bester Gesellschaft!
Also: Unsere Lebensfreude kann durch nichts eingeschränkt oder getrübt werden, ob wir leben oder sterben, ob wir gelegentlich mal daneben stolpern oder immer schön gerade jenen Weg gehen, von dem wir meinen er sei der absolut richtige. Es könnte ja in diesem und in jenem Punkt auch anders sein. Darum leben wir flexibel aus der Gnade, in der wir nun stehen, gehen und leben. Es gilt für uns der “AT”-Grundsatz: “Und seid nicht bekümmert, denn die Freude an JaHuWaH (oder des JaHuWaH), sie ist eure Stärke” (Neh 8,10).
Eigentlich hätte ich den Titel “Sukkot: ‘Israel ist mein erstgeborener Sohn’”, weiter beibehalten können, aber manchmal ist es doch gut, etwas zu ändern, neue Akzente zu setzen, ohne dabei den Weg zu verlassen.
Wichtige Fragen! Wer ist Israel? Israel ist der Sohn. Israel ist der Sohn von wem? Von JaHuWaH, dem El Eljon (dem Höchsten), nicht körperlich sondern geistig gezeugt. JaHuWaH zeugt keine Menschen wie der oberste Gott des griechischen Olymps Zeus, der von den Gründern des Christentums, von Paulus und seinen Mitarbeitern, den Kirchenvätern, zum Vater-Gott der Christen gemacht worden war, der Menschen zeugt (vgl. Gal 4,4).
Der wievielte Sohn JaHuWaHs ist Israel? JaHuWaH selbst gibt die Antwort: “Israel ist mein erstgeborener Sohn” (2Mo 4,22). Der wievielte Sohn sind wir (gemeint sind auch die Töchter!), du und ich? Das zu wissen erübrigt sich. Was wir aber wissen: wir sind inzwischen auch von JaHuWaH gezeugt und geboren worden. Wir sind da - unumkehrbar da. Im Hause JaHuWaHs immerdar: “Nur Güte und Gnade werden mir folgen alle Tage meines Lebens; und ich kehre zurück ins Haus JaHuWaHs für immer” (Ps 23,6.)
Das ist das Wunderbarste, das es in unserem Menschsein je geben konnte.
JaHuWaH ist Geist, und lebt doch in einer ausserordentlich persönlicheren Weise und Beziehung mit Israel, und schliesslich auch mit uns, die wir, wie Abraham, aus SEINER Gnade heraus, d. h. aus SEINER Beziehung zu uns heraus, aus IHM heraus, gezeugt und geboren worden sind. In dieser Gnade dürfen wir nun als Menschen, die eben Menschen sind, leben. Das ist eine Beziehung, die tiefer geht als jede menschliche Beziehung jemals gehen kann.
Weil JaHuWaH Geist ist, kann ER Vater und Mutter zugleich sein. Das hört sich ja komisch an. Das ist ein Vergleich, der dem israelitisch-jüdischen Denken der Propheten entspricht. Das müssen wir nicht begreifen können, das ist gar nicht nötig, um vollkommen in JaHuWaH und aus JaHuWaH glücklich und getröstet leben zu können. “Ist ER, der El Eljon, nicht dein Vater, der dich geschaffen hat? ER hat dich gemacht und dich bereitet” (2Mo 32,6; 1Mo 1,26-27). Als der erstgeborene Sohn aus Ägypten kam, hatte eranfänglichmit keinem Gott mehr etwas zu tun und damit auch mit keinem Opferkult. Wie ist das geschehen? Vor dem Auszug aus Ägypten hatten sich die Israeliten vollkommen von jedem Gott und damit von jedem Tieropferkult gelöst, getrennt.
Das Schaf, vor allem aber das männliche Schaf, der Widder, galt in Ägypten als der Schöpfergott und Erhalter des Lebens. Wir haben vor Jahren darüber geschrieben. Er wurde Chenemu oder Chnum genannt. Ihm wurden imposante Tempel gebaut. In zahllosen Opferzeremonien wurde er angebetet, ihm gehuldigt. Schliesslich war er ja, wie gesagt, für die Ägypter der Schöpfer und Erhalter des Lebens. Die Widdersphingen in der Sphinxallee des Karnak-Tempels versetzen heute noch viele Touristen in Staunen (Quelle).
Dass es mir aber jeden Tag gut gehen kann, liegt allein an mir. Ich lobe und preise JaHuWaH im Herzen und danke IHM täglich ununterbrochen für alles Gute und Wunderbare, genauso wie ich die Luft zum ein- und ausatmen brauche. Gerade im Danken entdecke ich immer wieder neu, was ich so haben darf, worin ich gesegnet bin. Vieles geht nicht so, wie ich das haben möchte. Das steht ausser Frage. Das geht jedem Menschen mehr oder weniger gleich. Wir wollen uns da nichts vormachen. Wie wir aber damit umgehen, das liegt ganz allein an jedem von uns, denn wir sind in SEINEN Händen. Das ist es!
Mit grosser Dankbarkeit haben wir auf zwei Tatsachen hingewiesen, die uns im TaNaCH (“AT”)vermittelt sind. Sie sind unumstösslich, beständig und bleibend. Sie machen das Leben in und mit JaHuWaH aus, der uns geschaffen hat. Aus ihnen fliesst das Leben, der Friede und die Freude, die unser Leben sinnvoll sein lassen. Sie geben uns Geborgenheit und Beheimatung. In den letzten beiden Gims 528 und 527 haben wir beide aufgezeigt. Wir halten fest: Erstens gibt es im Himmel und auf der Erde nur einen Namen und nur ein Königtum. JaHuWaH wollte, will und wird nie einen anderen Namen oder ein anderes Königtum neben sich dulden. Warum wohl? Denn nur unter SEINEM Königtum bleiben wir vor einem menschlichen religiösen Missbrauch geschützt. Er hat über SEINE Propheten nie einen anderen Namen oder einen anderen König verheissen, dem Israel folgen soll und den es anbeten soll. “Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker” (Jes 51,4). Wir sind zu diesem Licht gekommen.
Wir erinnern uns an das prophetische Wort aus dem Munde Jeshajahus: “Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen (in MIR zur Vollendung kommen), jede Zunge mir schwören (überschwänglich) und sagen: Nur in JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten ist Gerechtigkeit und Stärke” (Jes 45, 23-24).
Achten wir ganz besonders auf die drei Aussagen: “Ich habe bei mir selbst geschworen”. Warum sagt ER das? Weil nie jemand mächtiger als der El Eljon oder IHM gleich ist, bei dem ER schwören könnte und der mitbeteiligt wäre am Sein und Sinn unseres Lebens. Die zweite Aussage: “aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen”, d. h. MEIN Mund spricht die absolute unumstössliche Wahrheit, weil JaHuWaH die Wahrheit ist. Die Wahrheit zu kennen, das brauchen wir. Niemand wird dieses Bekenntnis antasten, der sein Leben im inneren Frieden, in der Freude, Sicherheit und Geborgenheit leben will. Die dritte Aussage: “ein Wort, das nicht zurückkehrt”, d. h. ein Wort, das JaHuWaH nie jemals zurücknehmen, ändern (ersetzen) oder widerrufen wird.
Führen wir uns noch einmal vor Augen: Die Babylonier nahmen dem Überrest des erstgeborenen Sohnes JaHuWaHs (12 Stämme) buchstäblich alles weg, was ihm neben JaHuWaH, dem El Eljon (dem Höchsten) als heilig und unantastbar galt. Das geschah innerhalb kürzester Zeit, zuerst durch die Babylonier und später durch die Römer. Sagen wir es genauer: Alles, was sie in jenen Tagen glaubten, lehrten und praktizierten, hielten sie ganz selbstverständlich als von JaHuWaH gewollt und gegeben. Dachten wir bisher nicht auch so? Warum aber nahmen die Babylonier und später auch die Römer den Juden Glaubensordnungen weg, die sie für ganz selbstverständlich als von JaHuWaH gegeben glaubten, lehrten und praktizierten? Was war Israel, bzw. Juda, in jenen Tagen heilig und unantastbar?. Warum liess JaHuWaH diese schrecklichen Dinge geschehen?
Viele Juden haben den Zwiespalt zwischen Opferkult (Priesterschaft) und persönlicher Beziehung zu JaHuWaH (Propheten) immer schon bemerkt. Sie sind für diese Erkenntnis sehr dankbar. Darüber freuen sie sich. Sie haben ja allen Grund dazu, denn sie haben als Erste die Schätze des Lebens empfangen dürfen, indem JaHuWaH sagte: “Israel ist mein erstgeborener Sohn” (2Mo 4,22). Sinn und Zweck der Erwählung Abrahams war und bleibt ja die Hinwendung zu JaHuWaH und damit die Loslösung von jeder Art von Götzendienst, d. h. von irregeführten Lebenswegen.
Wir erinnern uns: Wenn Israel der erstgeborene Sohn ist, dann folgen alle Menschen nach, denn alle Menschen sind zur Sohnschaft, zur vollen Gemeinschaft mit JaHuWaH dem El Eljon (dem Höchsten), berufen. Warum wohl? Wir weisen auf zwei aussergewöhnliche Botschaften im TaNaCH hin: Erstens: “Und JaHuWaH (nicht Gott, falsch übersetzt) schuf den Menschen als sein Bild, als Bild JaHuWaHs (nicht nach dem Bild eines Gottes) schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie” (1Mo 1,27). SEIN BILD wird JaHuWaH nie vernichten, nie auslöschen, denn was aus IHM gezeugt und geboren ist, kann unmöglich verschwinden oder vernichtet werden. Zweitens verheisst JaHuWaH vielfältig, dass er SEIN erwähltes Volk, den erstgeborenen Sohn, nie vernichten wird. ER wird solche Vorhaben der Menschen nie zur Ausführung gelingen lassen. Ein Beispiel: “So spricht JaHuWaH, der Elohim, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, JaHuWaH, El Eljon ist sein Name (der die Heerscharen geschaffen hat, darum ist sein Name El Eljon, der Höchste): Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht JaHuWaH, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage” (Jer 31,35-36). Also: Genau so wie Israel, als der erstgeborene Sohn, nie vernichtet werden kann, so wird auch kein Menschenwesen jemals vernichtet werden können.