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JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens ist unsere Beheimatung, unser Zuhause, das zeigt uns der TaNaCH "("AT") auf.

Glaubensimpuls 765 von Gregor Dalliard am

Damit meine Ausführungen in diesem Gim eingehender verstanden werden können, möchte ich den Lesern empfehlen den Gim 498 noch einmal zu verinnerlichen.
Im letzten Gim 764 habe ich auf das unumstössliche Kernzeugnis des TaNaCHs (des “ATs”) hingewiesen, an das ich heute erinnern möchte: Der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste hat jeden Menschen als Persönlichkeit in SEINEM Bilde geschaffen und ihn mit der wunderbaren Gabe des Verstandes ausgestattet. Die vertrauensvolle Beziehung JaHuWaHs zu dir und zu mir, und zu jedem seiner Geschöpfe, ist die Fülle des Lebens. Nichts kann diese Fülle des Lebens, die in dir und in mir ist, (definitiv) erschüttern oder ersetzen, egal was im Leben geschehen ist oder gerade geschieht, egal ob mir meine Gefühle gerade das Gegenteil vermitteln. Wer an dieser Beziehung, an diesem Vertrauen zweifelt, hat immer die Möglichkeit zur Umkehr. “Denn siebenmal fällt der Gerechte (jener, der in der Beziehung zu JaHuWaH lebt) und steht doch wieder auf” (Spr 24,16). Der Begriff Fülle des Lebens schliesst nach dem Zeugnis des TaNaCHs immer auch Gnade und Barmherzigkeit mit ein.

Gemäss dem Zeugnis der JaHuWaH-Treuen und ihrer Jahrtausenden langen Lebenserfahrungen gibt es für einen Menschen als Geschöpf des Schöpfers JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten, neben der Fülle des Lebens in JaHuWaH, keine andere Fülle des Lebens (keine Ersatz-Fülle). Diese Fülle des Lebens ist einzigartig und einzig, weil JaHuWaH in SEINEM Wesen einzigartig ist, EINZIG EINER. Das bezeugen die Propheten, wenn sie uns das Wesen JaHuWaHs vermitteln (Siehe Gim 310; Gim 110) und wir dürfen die Erfahrung damit machen.
Das Shma Jisrael (Höre Israel) hat sich über viele Jahrtausende hindurch im Alltag bestätigt und bewährt und tut es immer noch. JaHuWaH ist der Inbegriff der Barmherzigkeit. (Siehe Gim 586: Die offenen Arme JaHuWaHs); Gim 300: “Barmherzig und gnädig ist JaHuWaH” (Ps 103,8a).
Ein Mensch, der nun der Irrlehre des Paulus zum Opfer gefallen ist und wie Paulus aus dem Juden Jahushua (Jeschua) einen Gott und Erlöser Jesus Christus macht, bricht die lebensspendende Beziehung mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten ab. Damit lebt er ausserhalb der Quelle des Lebens. Damit verlässt ein solcher Mensch die innige Liebes-Gemeinschaft mit dem Vater, aus der sein ganzes Leben spriesst und gedeiht. Mit andern Worten: Er lebt ausserhalb des Lebens, das auch als Gnade, als die Gnade bezeichnet werden kann. Die wenigsten Getaufte sind sich dessen bewusst.
Warum ist das so? Ein solcher Mensch hat den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, den Schöpfer des Lebens, durch einen Menschen-Gott ersetzt, durch einen von Menschen gemachten Gott (Theos), einen sogenannten Ersatz-Gott oder Götzen. Er sucht ausserhalb der Quelle des Lebens sein Glück in dieser Welt; er klammert sich krampfhaft an den von Paulus und den Gründern des Christentums (auf den ersten Konzile) geschaffenen Ersatz-Gott und hängt sich seiner Ersatz-Gemeinde an, aber die gibt es nicht, weil es ausserhalb der Gemeinde JaHuWaHs keine gibt. Wenn ein Jude von JaHuWaH abgefallen war und einem Ersatz-Gott (Götze) nacheiferte, bedurfte es einzig und allein der Umkehr, ein Nach-Hause-Gehen, besser: ein Nach-Hause-Kommen. Das war die Botschaft aller israelitisch-jüdischen Propheten. Jahushua zeigt uns das im Gleichnis vom barmherzigen Vater und dem irregeleiteten Sohn in einer wunderbar verständlichen Weise auf (vgl. Lk 15,11-32).
Wer das Zuhause, die Liebesgemeinschaft mit dem Vater verlässt, verlässt damit den Sinn seines Lebens. Wer ausserhalb der ihm geschenkten Gemeinschaft (im Bilde JaHuWaHs) den Sinn des Lebens sucht, der irrt in der frommen Philosophie der Menschen umher und schafft leidvolles Chaos, so wie das Paulus und seine Kirche in der Vergangenheit getan haben.
Wie könnte es denn auch anders sein. Da ist der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der El Shaddai, der Allmächtige, der Schöpfer meines Lebens und da bin ich als kleines Menschlein - von JaHuWaH in SEINEM Bilde geschaffen - als Mensch geliebt, in SEINEM Herzen wohnend, von SEINER Gnade und Barmherzigkeit getragen. Übrigens: Für jeden und mit jedem Menschen, der nach Hause kommt, wird im Hause JaHuWaHs (in SEINER Gemeinde, in SEINEM Reich) eine aussergewöhnlich ergreifende Parti veranstaltet (siehe Lk 15, 21-24). Das macht viele zuerst einmal sprachlos, aber so soll es nicht bleiben: “Ich will dich erheben, mein Elohim (“Gott”), du König, und deinen Namen preisen immer und ewig. Täglich will ich dich preisen, deinen Namen will ich loben immer und ewig” (Psalm 145,1-2).
König Shlomo (Salomon) bezeugt das Wesen JaHuWaHs bei der Tempelweihe: "…denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder" (1Kön 8,39). Der Mensch nun, der diese wunderbaren Zusammenhänge mit Füssen tritt, wie Paulus das tut, schafft sich seinen Gott, seinen Ersatz-Gott und versucht diesen mit lauter umgedeuteter Bibelzitate aus dem TaNaCH (“AT”) zu begründen, zu rechtfertigen und als Erlösungslehre unter die Menschen zu bringen. Das wird Ersatztheologie genannt. In diesem Geist schreibt Johannes: “Denn das Gesetz (d. h. die Weisung des Lebens) wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden” (Joh 1,17). Johannes schrieb sein “Evangelium” auf der Grundlage der paulinischen antijüdischen Ersatztheologie, und zwar Jahrzehnte nach dem Tod des Paulus. Voller Hass auf die Juden und ihren El Eljon lehrte Paulus: “Christus hat uns losgekauft von dem Fluch des Gesetzes (d. h. von den Lebensweisungen JaHuWaHs)” (Gal 3,13).

Weil jüdische Priester nicht nach den Weisungen des Elohims (“Gott”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten lehrten und lebten, kann ich nicht, wie Paulus das in seiner religiösen Blindheit tut, die Weisungen JaHuWaHs über Bord werfen, sie umdeuten oder sogar als Fluch bezeichnen. Paulus hätte von den Propheten lernen sollen und die von Priestern (Sadduzäer, nicht Pharisäer) irregeführten Juden zur Umkehr zu JaHuWaH bewegen sollen. Stattdessen offenbart ihm sein Gott (Theos) über angebliche Visionen, Stimmen und Entrückungen, bis in den dritten Himmel hinein, Geheimnisse, die bisher niemandem sonst geoffenbart worden sind. (Geheimnisse, siehe Gim 489). Die angeblichen Visionen, Stimmen und Entrückungen führen ihn in den traditionell tief verankerten heidnischen Blut-Opferkult jener Zeit hinein (siehe Gim 740) und so verflucht er die Juden, die seinem (antijüdischen) “Evangelium” nicht glauben, die ihm Widerstand leisten und an dem einzigartigen Wesen der Gnade, die allein in JaHuWaH ist, fest halten: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). “Das Hören auf JaHuWaH ist eine Quelle des Lebens, um die Fallen des Todes zu meiden” (Spr 14,27).

Die christliche Ersatztheologie ist die folgenschwerste antijüdische Irrlehre in der Geschichte der Menschheit. Das ganze “Neue Testament” ist davon durchzogen und geprägt. Immer wieder möchte ich daran erinnern, dass die Frucht dieser Theologie im Laufe der letztem 2000 Jahre unbeschreibliches Leid über die Juden brachte, aber auch über die ganze Menschheit. Was machte Paulus? Wir erinnern uns: Er entjudaisierte den Juden Jahushua (Jeschua) von Nazareth (vgl. 2Kor 5,16) und machte ihn zu einem auferstandenen Gott (vgl. Röm 1, 1-6), der über allem steht, der gleich wiederkommen und schreckliche Höllengerichte an jenen vollziehen würde, die seinem “Evangelium” nicht glauben (gemeint sind die Juden). In jener Zeit war der Glaube an die angebliche Auferstehung der Götter-Söhne unter den heidnischen Religionen üblich, um zu Ansehen und Macht zu gelangen.
Paulus, geprägt, sowohl vom Judentum als auch von der babylonisch-griechischen Philosophie, die in jener Zeit in Tarsus vorherrschend war, hatte schliesslich den Weg der Vermischung beider eingeschlagen. Das bezeugen seine Briefe unmissverständlich.
In diesem Geist lehrte Paulus die Menschen, dass sein Gott Jesus Christus alle Macht im Himmel und auf Erden besitzt: “Denn in ihm ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn” (Kol 1,16-17). Paulus bezeugt mit dieser Lehre unmissverständlich, dass er die Logos-Philosophie Platons christianisierte. Wir finden sie später u. a. im “Evangelium” des Johannes, im Kapitel 1 (Prolog). Im ganzen römischen Reich verkündete Paulus mit unermüdlichem Eifer den Anbruch der Königsherrschaft Jesu, was ihm bei den Herrschenden Roms den Tod einbrachte, denn sie vermuteten hinter diesem “Evangelium” eine Verschwörung gegen den römischen Kaiser, also geheime Umsturzpläne der Getauften, darum die grausamen Christenverfolgungen bis ins dritte Jahrhundert hinein. Als aber der Jesus-Gott des Paulus zur angesagten Zeit, und auch lange danach nicht wieder gekommen war, strebten die Getauften zielstrebig die Macht (Herrschaft) im römischen Reich an. (Siehe Gim 425).
Nach der Lehre des Paulus standen schreckliche Endzeitgerichte bevor, denen jemand nur durch den Glauben an sein “Evangelium” und der Taufe entgehen und zur Herrschaft mit seinem Jesus-Gott gelangen konnte. Diese Irrlehre übte unermesslichen Druck auf die damals unwissenden und armen Volksmassen aus. Obwohl längst klar war, dass der Jesus-Gott des Paulus zur angesagten Zeit nicht wiedergekommen war, prägte die Angst der bevorstehenden schrecklichen Gerichte die Botschaft der Getauften. Sie trieb Massen von Menschen zur Taufe. Unter den führenden Anhängern des “Evangeliums” nach Paulus (Bischöfen und Theologen) brachen im Laufe der Zeit im ganzen römischen Reich heftige Streitereien und Kämpfe aus, die bürgerkriegsähnliche Ausmasse annahmen. Das veranlasste Kaiser Konstantin die so zerstrittenen Getauften zwangsweise auf ein einheitliches Glaubensbekenntnis zu einigen. (Siehe Konzile: Gim 695; Gim 755; Gim 685; Gim 686; Gim 687).
Die Nachfolger des Paulus waren einerseits verunsichert durch die Tatsache, dass der Gott des Paulus zur angesagten Zeit nicht wiedergekommen war. Schon zur Zeit des Paulus hatten sich z. B. in Galatien (Galater) viele (Beisassen) von Paulus und seinem “Evangelium” wieder losgesagt. Anderseits stritten sich die “Gemeinden” des Paulus darüber, wer denn der angeblich auferstandene Jesus Christus wirklich war, wie denn das Verhältnis zu JaHuWaH wirklich war. Diese Fragen lösten heftige Streitereien unter den einzelnen Führern (Bischöfen) aus. Jude durfte er auf keinen Fall mehr sein. Wie oben angedeutet nahmen die Kirchengründer als Lösung die Philosophie des griechischen Philosophen Platon von der Präexistenz des Wortes (Logos) zu Hilfe (siehe Joh 1). Damit glaubten sie das Verhältnis der beiden Gott-Personen miteinander in einem Glaubensbekenntnis zum Ausdruck bringen zu können. Kaiser Konstantin, selbst noch Heide und Anhänger der platonischen Philosophie, bzw. Gotteslehre, setzte sich mit dem Kirchenvater Athanasius für diese heidnische Glaubensformel durch. Zum römischen (antijüdischen) Staatsgesetz gemacht, gilt das Nicäno-Konstantinopolitanum oder auch das Grosse Glaubensbekenntnis genannt, bis heute zum Grundbekenntnis aller Getauften weltweit. Bis heute reissen diese philosophischen Entscheide Probleme auf.

Die Kirchengründer legten später dem Juden Jahushua (Jeschua) folgende Worte in den Mund: “Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden” (Mt 28,18). Niemals hätte sich ein so treuer Jude, der sich von ganzem Herzen und mit seinem ganzen Verstand mit den Lebensweisungen (d. h. nach dem Gesetz) des Elohims (“Gott”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten im TaNaCH (“AT”) identifizierte, jemals über JaHuWaH gestellt, IHN verdrängt und sich an dessen Stelle gesetzt, wie uns das im das “Neue Testament” eingeredet und eingebläut worden ist und wird. Innerhalb der Vermischung von Judentum und babylonisch-griechischer Philosophie (Heidentum) des Paulus und seiner Mitbegründer des Christentums aus der das sogenannte “Neue Testament” entstanden ist, dürfen wir Perlen des Glaubens finden, so z. B. auch Mt 5,17 : “Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz (die Lebensweisungen JaHuWaHs) oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen (nach ihnen zu streben, sie auszuleben)”.
Wir freuen uns heute von Herzen, dass auch wir uns auf diesem Lebensweg befinden. Letzthin sagte mit jemand: “das ist und bleibt - trotz aller Mühsal - Lebensfreude pur, von Traurigkeit keine Spur”. Darum: “JaHuWaH, er ist es, der vor dir herzieht; er selbst wird mit dir sein; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. Fürchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen!” (5Mo 31,8).

Herzliche Grüsse mit einem friedvollen Shabbat Shalom

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 19. Juli 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!