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Die Entstehung des Priestertums wie wir es kennen und das Priestersein in JaHuWaH. Die definitive Verwerfung des Priesterseins Melchisedeks auf dem Konzil von Nicäa 325 u. Z.

Glaubensimpuls 755 von Gregor Dalliard am

Wir sagten im Gim 718 “Abraham und seine Nachkommen sollten Hirten (d. h. Priester) werden, weil der El Eljon, der Höchste, ihm und der ganzen Welt das Wichtigste im Leben vermittelte. Darum sagten wir: Mit keinem besseren Vergleich als mit dem eines Hirten kann das Wesen, die bleibende Gemeinschaft und Fürsorge des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH in dieser Welt dargestellt werden. Welcher Mensch will es wagen JaHuWaH, dem El Eljon, unserem Schöpfer, SEINE bedingungslose Hirtenliebe, SEINE Lauterkeit uns und allen Menschen gegenüber abzusprechen?”

“Und Melchisedek, König von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Elohims (Gottes), des Höchsten. Und er segnete ihn (Abraham) und sprach: Gesegnet sei Abram von Elohim (Gott), dem Höchsten, der Himmel und Erde geschaffen hat! Und gesegnet sei Elohim (Gott), der Höchste…” (1Mo 14,18-20). Melchisedek (König der Gerechtigkeit) war Priester des Höchsten, der den Menschen in SEINEM Bilde geschaffen hatte, d. h. er war ein wahrer Priester nach dem Herzen des El Eljons, des Höchsten. (Siehe dazu die Glaubensimpulse Gim 690; Gim 593; Gim 594; Gim 530; Gim 716; Lim 22).
Der römische Kaiser Konstantin, seinerzeit der oberste Christ, obwohl nicht getauft, hat mit seinen heidnischen Beratern (Philosophen) und den Bischöfen das JaHuWaH-gefällige Priestersein Melchisedeks definitiv verworfen. Die Bischöfe waren wegen ihrer tiefen Zerstrittenheit gezwungen, an dem vom Kaiser einberufenen Konzil von Nicäa 325 (in der heutigen Türkei) teilzunehmen. (Siehe das Konzil von Nicäa: Gim 695). Das Priestertum Melchisedeks entsprach nicht den heidnischen Vorstellungen und gelebten religiösen Traditionen von Erlösung und nicht den damit verbundenen Opferkulten und Sakramenten (heilige heidnische Handlungen der Priester, welche den Menschen angeblich die Erlösung und den Himmel vermitteln sollen).
Auf diesem Konzil wurde der Geist JaHuWaHs, des El Eljons, des Schöpfers des Lebens, definitiv verworfen. Damit wurde selbstverständlich auch SEIN RUACH verworfen, d. h. die Kraft SEINER grenzenlosen Liebe und Barmherzigkeit, die untrennbar mit Recht und Gerechtigkeit gepaart ist und das Wesen aller SEINER Menschen-Geschöpfe erfüllen und durch dieses Leben führen will. Damit aber nahm auch die Verfluchung der Juden durch Paulus eine ungeahnte Dynamik auf, die uns heute fassungslos macht (vgl. 2Thess 1,6-10; Gal 1,8-9; 1Kor 16,22 u. a. m.). Auf den folgenden Konzilien entfernten sich die christlichen Führer immer weiter von der Quelle des Lebens: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Wie gesagt, damit nahm im Laufe der letzten 2000 Jahre die Verfolgung der Juden immer grausamere Ausmasse an. Von den christlichen Führern ist noch keine Umkehr zu der Quelle des Lebens zu erwarten, wohl aber unter vielen Getauften, deren Erkenntnis täglich zum Unmut der Führer zunimmt, selbst wenn sich viele dessen nicht immer bewusst sind.
Paulus trat einige Jahrzehnte nach der Kreuzigung des Juden Jahushua (Jeschua) durch die Römer auf und predigte im römischen Reich unermüdlich sein antijüdisches “Evangelium”. Viele den Juden und ihrem Glauben zugewandte Griechen im ganzen römischen Reich, liessen sich von Paulus und seinem “Evangelium” verführen, denn er und seine Leute predigten das kurz bevorstehende Ende der Welt, verbunden mit den gleich eintretenden schrecklichen Gerichten über die Ungläubigen, über die nicht Getauften, die dem “Evangelium” des Paulus widerstanden. Danach würde der auferstandene König Jesus Christus als Endzeitmessias seine Herrschaft antreten und das verheissene und so sehr ersehnte messianische Friedensreich aufbauen.
Bei vielen Menschen im römischen Reich (und auch heute, s. Billy Graham) löste eine so schreckliche Botschaft panische Ängste aus. Das gleich bevorstehende flammendem Feuer-Gericht, des umgehend wiederkommenden König Jesus Christus über die nicht Getauften und ihre Vernichtung, das schockierte (vgl. 2Thess 1,6-10; Gal 1,8-9; 1Kor 16,22; Mt 3,11-12; Mt 25,41; Offb 14,10; Offb 20,10; Offb 21,8 u. a. m.). Massen liessen sich taufen.
Eine solche Lehre provozierte die römischen Herrscher bis aufs Äusserste. Sie vermuteten unter den Getauften eine Verschwörung, nämlich den Sturz des römischen Kaisers. Dieses “Evangelium” führte schliesslich zur Gefangennahme und Hinrichtung des Paulus in Rom, vermutlich im Jahre 67 u. Z. Die römischen Herrscher verfolgten die Getauften mit äusserst qualvollen Methoden, bis selbst die getauften Führer gegen Ende des 3., anfangs des 4. Jh. erkannten und einsehen mussten, dass sie von Paulus und seinem “Evangelium” betrogen worden waren, denn der Gott des Paulus war zur angesagten Zeit nicht zurück gekommen, das flammende Feuer-Gericht ihres Königs Jesus Christus gegen die “Ungläubigen”, die nicht Getauften, blieb aus und vom Anbruch seiner Herrschaft war weit und breit nichts zu sehen. Auch heute, zwei Jahrtausende danach ist nichts von seiner messianischen Herrschaft zu sehen.
Nachdem die christlichen Führer aber schrittweise erkannten, dass sie vom “Evangelium” des Paulus verführt worden waren, kehrten sie nicht zu JaHuWaH, zum Quell des Lebens um (siehe Gim 722). Nein, sie nahmen ihre Anhänger fest in ihre Zange, indem sie schrittweise ein streng hierarchisch strukturiertes klerikales Machtsystem aufbauten. Dieses Machtsystem ist auf Gottes (Theos) Zorn und Hölle aufgebaut und die damit verbundene antijüdische Philosophie der Ersatztheologie, die JaHuWaH mit einem Menschen ersetzt, der gemäss heidnischer Tradition gleichzeitig auch Gott ist, weil er von einem angeblichen Heiligen Geist des Theos in eine Frau gezeugt sein soll (vgl. Gal 4,4).
Schrittweise floss dieses klerikale Machtsystem in das römische Herrschaftssystem der Kaiser ein und löste es schliesslich ab. Damit endeten ebenso schrittweise die brutalen Christenverfolgungen. Die Getauften bedeuteten keine Gefahr mehr für den römischen Staat, im Gegenteil, langsam aber sicher schlüpfte der Bischof von Rom in die heidnische Rolle des römischen Kaisers hinein, der als Pontifex Maximus (Papst), als oberster Brückenbauer zwischen den Menschen und den Göttern, nach der Ordnung Babylons göttliche Funktion hatte. Die Verflechtung war perfekt geworden, zum grossen Leidwesen der Juden.
Das aber ist nicht das Ende, denn: “Freuen, ja, freuen will ich mich in JaHuWaH! Jubeln soll meine Seele in meinem Elohim (‘Gott’)! Denn er hat mich bekleidet mit Kleidern des Heils, den Mantel der Gerechtigkeit mir umgetan, wie der Bräutigam sich nach Priesterart mit dem Kopfschmuck und wie die Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. Denn wie die Erde ihr Gewächs hervorbringt und wie ein Garten seine Saat aufsprossen lässt, so wird JaHuWaH Gerechtigkeit und Ruhm aufsprossen lassen vor allen Nationen” (Jes 61,10-11). Einfach wunderbar! (Zu diesem Thema siehe Gim 701: Licht und Gim 660: Wir bauen auf Fels).

“Wenn ich sagte: Mein Fuss wankt!, so unterstützte mich deine Gnade, JaHuWaH. Als viele unruhige Gedanken in mir waren, erfreuten deine Tröstungen meine Seele” (Ps 94,18-19). In diesem Trost grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen einen von Dankbarkeit erfüllten Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Ins ein. Wir treffen uns am 17. Mai 2026 um 14.00 Uhr bei Ferdinand und Regula Marti, in 3232 Ins, Rieserenweg 24 (tel.: 031/ 991 69 12), (frmazo@hispeed.ch)! Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!