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"in dir sollen gesegnet werden...." (1Mo 12,3

Lebensimpuls 22 von Gregor Dalliard

In den letzten Monaten war in den Glaubensimpulsen (Gim) immer wieder die Rede von 1Mo 12,3: “in dir sollen gesegnet werden….”. Hören wir diesen Vers denken wir gleich an Abraham und seinen Glauben, auf sein Vertrauen zu JaHuWaH, aus dem alle Völker gesegnet werden sollen. Er hatte sich wohl schon längere Zeit zwischen den berühmten Gottheiten seiner Völker und JaHuWaH dem El Eljon auseinandergesetzt, dessen Priester Melchisedek war, der König und Priester von Salem. Er wollte raus aus einer nichtssagenden fruchtleeren Religion, die sich in ewig sich wiederholenden traditionsbeladenen Ritualen und einem ausgefeilten Opferkult zu Tode quälte und damit nicht vom Fleck kam.
Abraham wollte leben, Ausschau halten nach Leben, nach Sinn im Leben. Sein Vorbild war Melchisedek, der Priester des Höchsten, des El Eljon, der König und Priester von Salem. Melchisedek gehörte jener Priesterordnung an, die keinen Opferkult kannte, wie ihn die Heiden, das aaronitische Priestertum, das Christentum und andere pflegten und z. T. heute noch pflegen.
Diese Religionen basieren und funktionieren nur auf der Basis von Gewalt (Blutopfer). Götter wollen Blut. Diese religiösen Traditionen verhindern alle Zukunft, alles fruchtbringende Leben, den Frieden in den Herzen der Menschen und damit das verheissene Friedensreich. Bei ihnen finden wir die Verheissung nicht: “in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde”, das heisst auch, alle Völker der Zukunft. Bei ihnen gibt es keinen Segen, d. h. keine Entwicklung, nur ein Festbleiben in den toten Ritualen.

Melchisedek war König von Salem (des Friedens), ein König der Gerechtigkeit. Übrigens gehören Gerechtigkeit und Frieden, zu den Kennzeichen JaHuWaHs, des El Eljon. Da Melchisedek von der Entscheidung Abrahams für JaHuWaH wusste, segnete er Abraham im Namen des El Eljon, der Himmel und Erde besitzt: “Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von dem Elohim JaHuWaH, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt! Und gesegnet sei Elohim, der Höchste, der deine Bedränger in deine Hand ausgeliefert hat! – Und Abram gab ihm (Melchisedek) den Zehnten von allem” (1Mo 14,19-20).

Über die Beziehung Melchisedeks zu JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, ist Abraham aus dem ewigen Kreis religiöser Rituale herausgeholt worden. Religiöse Traditionen und Rituale verhindern jeden Segen, d. h. jede Entwicklung, jede Zukunft. Mit uns ist dasselbe geschehen. Wie Abraham so sind auch wir über das Zeugnis des Melchisedeks in jene Verheissung hineingeführt worden, die uns zuruft: “in dir sollen gesegnet werden….”. Das geht nur, wenn uns keine Priesterschaften, keine Kulte und Rituale aufhalten können, daran hindern können. Das ist jetzt so. Halleluja!

Abraham hatte sich nach dem Vorbild Melchisedeks Schritt für Schritt auf den El Eljon, den Höchsten eingelassen. Als das geschehen war, segnete ihn Melchisedek, (vgl. 1Mo 14,19), denn Abraham lebte von nun aus der selben ungeteilten Beziehung zu JaHuWaH, dem Höchsten. Von da ab kam der an Abraham verheissene Segen zum Fliessen, jener Segen aus dem alle Geschlechter leben werden.

Was heisst das für dich und für mich heute? Erstens: Lassen wir diesen Segen heute bewusst an uns wirksam werden. Nehmen wir ihn wahr. Wir werden staunen!
Zweitens: Bringen wir diesen Segen heute zum Fliessen, indem wir uns bewusst entscheiden, heute ein Segen für andere sein zu wollen? Auch da werden wir staunen!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein auf Sonntag, den 19. Februar 2023 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.