Der TaNaCH ("AT") von Menschen für Menschen geschrieben. Warum hat denn der Schöpfer allen Lebens die Finsternis nicht verhindert?
Glaubensimpuls 779 von Gregor Dalliard am
Wie wir immer wieder sagten und sagen ist der TaNaCH (“AT”) von Menschen für Menschen geschrieben (siehe dazu Gim 173); von Menschen, die aufrichtig nach dem Sinn des Lebens fragten und sich auf die Suche nach diesem Sinn machten. Durch die vielen Götter, Halbgötter, Menschengötter u. a. m., die die Priesterschaften mit den dazu passenden Ritualen schufen und immer weiter vertieften wurden sie nur immer weiter vom Sinn des Lebens entfernt. (siehe dazu Gim 751; Gim 646).
Die Finsternis unter den Menschen nahm zu. Also machten sie sich ernsthaft auf die Suche nach dem Sinn des Lebens, bis sie den Schöpfer allen Lebens fanden, erkannten und IHM vertrauten. (Gim 718). Konkret heisst das, bis sie aus dem religiösen Chaos der Naturgottheiten und allen anderem mehr auf den EINZIG EINEN JaHuWaH als den Schöpfer des Lebens vorstiessen. Dabei ist zu erwähnen, dass es eben diese Priesterschaft war, die den Bibellesern vorgaukelt, dass (Joh 1,3) alles durch Jesus (das Wort) erschaffen worden sei - welch eine Verführung! Nach der griechischen Philosophie ist es der Logos durch den alles erschaffen worden ist. Der oberste Gott der platonisch-stoischen Lehre kann und will nichts mit der Materie zu tun haben, darum will er nicht aus sich selbst hervortreten. Ein solcher Schritt würde ihn seiner Erhabenheit berauben und ihn beschmutzen. Also wirkt er durch den präexistenten, den in ihm seienden Sohn, der aus ihm herauskommt und Logos genannt wird, das Wort. Alles Seiende ist durch ihn, den griechischen Logos geschaffen. das Christentum hat diese platonische Philosophie voll übernommen (vgl. Kol 1,15-16; Röm 11,36; Joh 1,3.10; Hebr 1,2-3). Für Paulus, Johannes und die Kirchenväter ist diese griechische Lehre Inhalt ihres “Evangeliums”. (vgl. Kol 1,15-16; Röm 11,36; Joh 1,3.10; Hebr 1,2-3). (Sieh Gim 577).
Weil der Mensch die Gene JaHuWaHs in sich trägt, und JaHuWaH Ewigkeit in sein Herz gelegt hat, ist das Verlangen nach dem Sinn des Lebens in jedem Menschen vorhanden, mit der Möglichkeit JaHuWaH zu finden, wenn er sich aufmacht und ernsthaft nach dem Sinn des Lebens sucht und forscht: “Alles hat er schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt” (Pred 3,11). “Und sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen, spricht der Elohim („Gott”) JaHuWaH" (Jer 29,13-14). (Gim 724).
Selbstverständlich wissen wir alle, wenn es den Menschen gut geht, dann haben sie meistens kein Verlangen, nach dem Sinn des Lebens zu fragen und zu suchen, und wenn es ihnen dann schlecht gehen sollte, suchen sie meistens in den bestehenden Religionen ihren Halt. Aus Erfahrung aber wissen wir, dass Religionen die tiefgründige persönliche Suche nach dem Sinn des Lebens verhindern.
Jeder, der von dem El Eljon weiss, und eine Beziehung mit IHM aufbaut, stellt sich früher oder später in seinem Leben die Frage, ja, warum hat denn der Schöpfer allen Lebens die Finsternis nicht verhindert? Auf eine so tiefe Frage können wir u. a. nur mit dem Wesen und dem Verhalten JaHuWaHs antworten, das uns Jahushua (Jeschua) als Jude ganz einfach aus dem reichen Schatz der israelitisch-jüdischen Erfahrungen mit JaHuWaH weiter gibt. Der Grieche Lukas hat das für uns treffend aus dem reichen Lebensschatz der Propheten herausgegriffen und uns übermittelt (Lk 15,11-32). (Siehe Gim 771). Also: Nehmen wir an der Party JaHuWaHs mit hinreissender Dankbarkeit teil. Darüber haben wir uns in verschiedenen Glaubensimpulsen auseinandergesetzt. (Siehe auch Gim 586 zum Thema: Was alle Juden glaubten, die im Wort der Propheten gegründet waren… “Die offenen Arme JaHuWaHs… Hinführend auch Gim 585 und Gim 587, als Teil 1.)
Dann wird uns im TaNaCH (“AT”) das wunderbare Zeugnis Shlomos (Salomos) bei der ersten Tempelweihe vermittelt, das mich persönlich immer wieder neu berührt und aufrichtet und zu Barmherzigkeit motiviert: “denn du, du allein kennst das Herz aller Menschenkinder”. Ist das nicht wunderbar? Bei jedem Menschen, dem ich begegne und der mich u. U. aufregt, sage ich mir: “was weisst du denn schon über diesen Menschen, also lass das und übe Liebe und Respekt”, denn nur der EINE kennt die Hintergründe dieser oder jener Reaktionen, ER allein kennt das Herz eines jeden Menschen. Verinnerlichen wir solche Zeugnisse. Sie befreien und entlasten uns immer wieder von Neuem. Das ist gar nicht so einfach umsetzbar, aber mit der Verinnerlichung der Zusprüche JaHuWaHs immer wieder neu möglich. (Es lohnt sich, wieder einmal Gim 734 nachzulesen).
Ich grüsse euch ganz herzlich mit dem bleibenden Zeugnis, das der Pulsschlag unseres Lebens ist: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Allen wünsche ich einen gesegneten Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. November 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!