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Was alle Juden glaubten, die im Wort der Propheten gegründet waren, das hat der Grieche Lukas aus dem reichen Lebensschatz der Propheten herausgegriffen, übernommen und... (Lk 15,11-32).

Glaubensimpuls 771 von Gregor Dalliard am

Was den Getauften in Lk 15,11-32 überliefert ist, das hat Lukas aus dem reichen Lebensschatz des Judentums herausgegriffen. Lukas war innerhalb der griechischen Kultur aufgewachsen, in der es von heidnischen Gottheiten nur so wimmelte. Er war, wie die meisten gebildeten Griechen, auf der Suche nach immer neuen Gottheiten (Göttern, Götzen). Früher stellte man sich auf den Standpunkt, dass man auf der sicheren Seite ist, wenn man einen Gott zu viel, statt zu wenig anbetet; der könnte ja böse werden. Wie wir wissen, schlossen sich in den Städten des römischen Reiches Griechen den Juden in den Synagogen an. Es waren Heiden (zur griechischen Kultur gehörend), die JaHuWaH ehrten, aber nicht durch Beschneidung zum Judentum übertraten, darum wurden sie als Beisassen in den Synagogen bezeichnet (vgl. Apg 13,43).

Als Paulus sein “Evangelium” in Athen predigte, griffen ihn einige Philosophen an: “Aber auch einige der epikureischen und stoischen Philosophen griffen ihn an; und einige sagten: Was will wohl dieser Schwätzer sagen? Andere aber: Er scheint ein Verkündiger fremder Götter zu sein” (Apg 17,18). Und genau das tat Paulus; er verkündete einen fremden Gott (Theos) den Menschen-Gott Jesus Christus (aber nicht den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, die Quelle des Lebens). Die Lehre des Paulus über diese neue Gottheit begeisterte sie. Es war das, was die gebildeten Menschen aus der griechisch-heidnischen Kultur faszinierte, auch jene Griechen, die sich überall in den Städten zu den Synagogen hielten, und darum von den Juden als JaHuWaH-Fürchtende (Beisassen) bezeichnet wurden, ohne dass sie sich beschneiden liessen.
Die Lehre des Paulus von einem auferstandenen Gott gehörte zu ihrem traditionellen Kulturkreis (Götterglauben), zu ihrem allgemeinen Glaubensverständnis. In der griechischen Mythologie war es Usus, dass sogar Götter andere Götter töteten und wieder auferweckten. Mit seiner Lehre von dem auferstanden Gott Jesus Christus traf Paulus den Nagel auf den Kopf; darum fand er überall in den Synagogen offene Herzen bei den Griechen und bei jenen Juden, die nicht im zusammenhängenden Worte der Propheten gegründet waren, sondern lediglich Mitläufer waren. (Siehe Beisassen: Gim 441).
Lukas kannte Jahushua den Nazarener nicht persönlich. Sein “Evangelium” entstand in der Zeitspanne von 70 oder 80 Jahre nach dem Tode des Juden Jahushua (Jeschua) (vgl. Lk 1,1-4). Der Irrsinn des Paulus lag darin, dass er mit seinem “Evangelium” die anbetenden Griechen nicht zu JaHuWaH und den Schätzen des Lebens weiterführte, sondern dass er sich gegen JaHuWaH verschworen hatte. Er verführte sie zu der neuen Gottheit Jesus Christus, ohne den Glauben an dessen angebliches Blutopfer niemand das ewige Leben haben könne: “Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus (Blutopfer) alle lebendig gemacht werden” (1Kor 15,22). (Siehe Erbsünde Gim 768)

Dieses “Evangelium” des Paulus traf die griechischen Beisassen ins Herz. Sie hörten von einem neuen Gott, für den weder Beschneidung noch die Weisungen (10 Gebote) eine Bedeutung hätten, denn der Mann Jesus Christus sei auferstanden und werde als Gott und Richter gleich wiederkomme um ein schreckliches Gericht an allen zu vollziehen, die seinem, des Paulus “Evangelium nicht glaubten. Sie waren verführt von der neuen Lehre, dass jene, die an die neue Menschen-Gottheit des Paulus glauben und sich auf deren Namen taufen lassen, gleich (jeden Augenblick) entrückt würden und dass JaHuWaH und SEINE Weisungen damit bedeutungslos sein würden: “Denn Christus ist das Ende des Gesetzes (das Ende der Weisungen JaHuWaHs) zur Gerechtigkeit für jeden, der (an den Menschen-Gott Jesus Christus) glaubt.” (Röm 10,4). “Wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn (Gott) bekennst und in deinem Herzen glaubst, dass Gott (Theos) ihn aus den Toten auferweckt hat, dann wirst du gerettet werden” (Röm 10,9). “Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden” (2Kor 5,17). Was braucht es denn mehr? (siehe Gim 764).

Lukas ist in der griechischen Glaubenskultur erzogen und aufgewachsen. Er muss aber vom Gleichnis des Jahushua (Jeschua) in Lk 15,11-32 tief berührt gewesen sein, darum hat er es wohl in seinen Bericht aufgenommen, obwohl er Jahushua (Jeschua) für einen Menschen-Gott hielt, wie uns seine Berichte überliefern. So lesen wir in seinem “Evangelium”: “Und er (der verirrte Sohn) machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küsste ihn” (Lk 15,20). Dann begann die Party, lesen wir weiter in Lk 15,22+ff. Das ist das Wesen des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten. Wunderbar und mitreissend!
Das Gleichnis in Lk 15,11-32 lässt verschiedene Auslegungen zu, doch der Kern der Botschaft sagt uns unmissverständlich: wir dürfen alle guten und gut gemeinten Verhaltensregeln und -normen der Menschen niemals auf den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten übertragen, und die Menschen danach beurteilen. Das heisst im Klartext: “mein Angesicht darf nicht gesehen werden” (2Mo 33,23), über meine Gedanken und Wege darf kein Mensch verfügen: “Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JaHuWaH” (Jes 55,8). Dieses Zeugnis kann nur ein demütiger Mensch voll Dankbarkeit und Freude bejahen, ebenso auch folgendes: “Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht JaHuWaH, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren” (Jer 29,11). Darin unterscheidet sich der El Eljon, der Höchste von allen (zornigen und rächenden) Göttern und Menschen-Gottheiten und auch von der Lehre einer Erbsünde, weil ER eben der Elohim JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste ist. (Erbsünde: Gim 768).
Zur Erinnerung: Gott ist die falsche Übersetzung für ELOHIM. Wer ELOHIM mit “Gott” oder “HERR” übersetzt, beraubt den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, vor den Menschen SEINES einzigartigen Wesens, und zwar als Quelle des Lebens. Er erniedrigt IHN und setzt IHN auf die Stufe eines rächenden heidnischen Gottes (Theos), derer es so viele gibt: “Du sollst den Namen JaHuWaH, deines Elohims, nicht zu Nichtigem gebrauchen (entwürdigen)” (2Mo 20,7).
“Und Elohim sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: JaHuWaH (JHWH), der Elohim eurer Väter, der Elohim Abrahams, der Elohim Isaaks und der Elohim Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation” (2Mo 3,15). Das ist ein klares Zeugnis, das lässt keine Umdeutung zu. Wer diesen Namen umdeutet schadet sich selbst und seinen Mitmenschen. Ein solcher Mensch springt gleichsam aus dem Wesen (Segen) JaHuWaHs hinaus und sucht anderswo Hilfe und Führung für sein Leben.

“Wie liebe ich dein Wesen (deine Weisungen, deine Anleitungen)! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag” (Ps 119,97). Also nehmen wir an der Party mit hinreissender Dankbarkeit teil, die der Vater, der Elohim JaHuWaH für alle jene organisiert, die zu IHM umkehren und restlos (ohne Jesus) auf IHN vertrauen. (Party: Gim 765).
Herzliche Grüsse mit einem ebenso herzlichen Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 20. September 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!