"Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören" (Jes 45,23). JaHuWaH bewusst in allem einbeziehen.
Glaubensimpuls 767 von Gregor Dalliard am
Wie ergreifend und ermutigend ist die Verheissung des grossen Propheten Jeshajahu (Jesajas) in Jes 45,21-24: “Berichtet und bringt Beweise herbei! Ja, sollen sie sich miteinander beraten! Wer hat dies von alters her hören lassen, schon längst es verkündet? Nicht ich, JaHuWaH? Und sonst gibt es keinen Elohim (“Gott”) ausser mir. Einen gerechten und rettenden Elohim (“Gott”) gibt es ausser mir nicht! Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Elohim (“Gott”) und keiner sonst. Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke. Zu ihm wird man kommen, und es werden alle beschämt werden, die gegen ihn entbrannt waren”.
“Gegen dein Volk planen sie listige Anschläge, und sie beraten sich gegen die, die bei dir geborgen sind. Sie sprechen: Kommt und lasst uns sie als Nation vertilgen, dass nicht mehr gedacht werde des Namens Israel! Denn sie haben sich beraten mit einmütigem Herzen, sie haben einen Bund gegen dich geschlossen” (Ps 83,4-6). Das Volk, das seit Jahrtausenden existiert und immer wieder Vernichtungswellen ausgesetzt war und ist, vor allem in den letzten 2000 Jahren durch die Getauften, bestätigt die oben zitierten Worte des Propheten. Das ist ergreifend und muss heute jedem Menschen, der seine von JaHuWaH geschenkte Gabe des Verstandes einschaltet, durch Mark und Bein gehen.
Jes 45,21-24 ist biblischer Klartext, eine Botschaft, die sich laufend erfüllt und tief in die Zukunft hinein reicht. In unserem Glaubensleben hat sie sich bereits erfüllt. Welch eine Freude und Energie erfüllt uns doch immer wieder neu, trotz aller Beschwernisse des Lebens. Haben wir das Zeugnis verstanden? “Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Elohim (“Gott”) und keiner sonst. “Keiner sonst”!
Dass sich diese Verheissung in unserem Leben schon erfüllt hat, hängt nicht von der Menge unseres biblischen Wissens ab, auch nicht von unserer Vergangenheit oder von unseren Gefühlen oder unserem Versagen, das uns täglich begleitet, einzig und allein von unserem Vertrauen (Glauben) auf den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten. Warum? Weil wir vom Anfang unserer Existenz an in SEINER Ebenbildlichkeit geschaffen worden sind und leben! Daran hat sich nie was geändert, daran wird sich auch nie etwas ändern. Diese untrennbare Gemeinschaft kann nichts und niemand unterbinden, weder ein Versagen unsererseits, noch die Lehre von einer Erbsünde, die Paulus und das Christentums erfunden haben. Weil die Gründer des Christentums weder eine Beziehung zu JaHuWaH hatten, noch die reiche Bildsprache des TaNaCHs über Adam und Eva verstanden, entwickelten sie in ihrem blinden religiösen Eifer eine irrsinnige und todbringende Philosophie von einer Erbsünde, die nur durch den Glauben an das Blut eines Menschen-Gottes, der christlichen zweiten Gott-Person und die Taufe behoben werden kann (siehe Briefe des Paulus und Konzile): “Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden” (1Kor 15,22). Wir sind in dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten lebendig gemacht, seit unserer Existenz. Wunderbar! Darum bezeugen die israelitisch-jüdischen Propheten, inspiriert vom Ruach JaHuWaHs: “Wendet euch zu mir und lasst euch retten, alle ihr Enden der Erde! Denn ich bin Elohim (“Gott”) und keiner sonst” (Jes 45,22).
Es ist noch nicht solange her, dass eine liebe Katholikin aus meinem Bekanntenkreis auf dieses Zeugnis des israelitisch-jüdischen Propheten Jeshajahu (Jesajas) stiess (Jes 45,23) und mir voller Überzeugung sagte, dass sie sich über diesen Jeshajahu (Jesajas) und die Juden ärgert. Nach der katholischen Lehre und damit von ihrer christlichen Glaubensüberzeugung her bezeichnet sie Jeshajahu (Jesajas) zwar als einen gläubigen Juden, weil er lange Zeit vor der Geburt Jesu Christi lebte und nichts von Jesus wusste, das ohne seine Schuld. Das Christentum lehrt, dass alle gläubigen Juden, die vor der Geburt des Menschen-Gottes Jesus Christus (von einer Frau geboren: Gal4,4) lebten, rückwirkend durch das Blut des christlichen Menschen-Gottes Jesus Christus zu Christen geworden sind, also gerettet sind, nicht aber die Juden, die seit der Geburt des Menschen-Gottes Jesus Christus leben.
Da diese Juden, so glaubt sie, das angebliche Sühne-Blut Jesu ablehnen, obwohl Gott nach dem “Evangelium” des Paulus den Glauben an die Wirkung dieses Blutes und die Taufe klar forderte, um mit ihm versöhnt zu sein, damit der Mensch nicht für immer und ewig in der Hölle schmoren muss.
Stur und eigensinnig berufen sie sich auf Jes 45,21-24 und halten daran fest. Paulus lehrt doch klipp und klar, dass ohne den Glauben an das sühnende Opfer-Blut Jesu Christi jeder Mensch dem Zorn Gottes (Theos) unterworfen bleibt und endlose Feuerqualen zu erwarten hat. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass im Christentum mit Gott eine der drei Gott-Personen der Christen gemeint ist, der Theos, nie der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, denn dieser ist EINZIG EINER, niemals drei. (Siehe Gim 721; zu Dreieinigkeit: Gim 110/).
Wie Paulus zu dieser leidvollen Irrlehre kam ist uns ja nicht neu. In den vergangenen 2000 Jahren hat sie jedenfalls unsägliches Leid hervorgebracht. Wer will das heute noch bestreiten? Immer wieder wollen wir uns daran erinnern, dass sich Paulus bei seinem “Evangelium” auf Visionen, Stimmen, Entrückungen und Offenbarungen seines Menschen-Gottes Jesu Christi beruft: “Ich habe es (mein “Evangelium”) nämlich weder von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.” (Gal 1,12). (Siehe dazu Geheimnisse: Gim 489); Gim 705. Aus der Gnade gefallen: Gim 414.
Seine Geheimnisse, besser seinen Phantasiereichtum, bezeichnet Paulus als Weisheit Gottes (des Theos) und schreibt seinen Anhängern in Korinth: “Sondern wir reden von der Weisheit Gottes (des Theos), die im Geheimnis verborgen ist” (1Kor 2,7). “Dafür halte uns jedermann: für Diener Christi (der Gottheit Logos) und Haushalter über Gottes Geheimnisse (der Geheimnisse des Logos-Theos, der zweiten christlichen Gott-Person)” (1Kor 4,1).
Empört wies die oben genannte Frau immer wieder auf das “NT” hin und auf Paulus. Paulus lehre doch im Brief an die Philipper: “Darum hat Gott (Theos) ihn (den von einer Frau geborene Menschen-Gott Jesus Christus, Gal 4,4) auch hoch erhoben und ihm den Namen verliehen, der über jeden Namen ist, damit in dem Namen Jesu jedes Knie sich beugt, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge bekennt, dass Jesus Christus Herr ist…” (Phil 2,10). Mit Herr ist der Menschen-Gott Jesus Christus gemeint, der nach der Lehre Platons der Logos ist, der Urgrund allen Seins, ohne den nichts besteht und nichts sein kann. Paulus und Johannes übernehmen hier die Denkweise des antiken griechischen Philosophen Platons. (Siehe Kol 1,15-17; Joh 1,1-18 u. a. m.).
Vehement vertrat diese Frau ihre katholische Überzeugung: “Herr ist niemals der Gott der Juden, Herr ist immer nur Jesus Christus, das lehrt uns Paulus, das lehrt uns das ganze “NT” und das lehrt uns unsere katholische Kirche. Du weisst doch, was uns die ersten Konzilien im 3. und 4. Jahrhundert lehren. Kein Gott der Juden hat uns mit seinem Blut erlöst, darum brauchen wir den Gott der Juden nicht, so einfach ist das doch, aber Du, Gregor, willst das einfach nicht kapieren. Du lehnst heute Jesus und sein erlösendes Blut ab, das uns erlöst hat und reitest auf der Welle der Juden in den sicheren Abgrund.
Die Aufrichtigkeit dieser lieben Katholikin und die Vehemenz mit der sie ihre Überzeugung vertritt, hat mich nicht überrascht. Wie sollte ich überrascht sein, war ich doch derjenige, der in seinen ersten Priesterjahren in Zermatt ihren Glaube an Jesus und die Kirche (Philosophie) neu entfachte. Das tat ich mit brennendem Eifer. Aber damals kannte ich das zusammenhängende Wort der israelitisch-jüdischen Propheten noch nicht, denn ich war zutiefst in der platonisch-philosophischen Lehre ausgebildet und verankert. Sie prägt die christlich-antijüdische Auslegung des TaNaCHs (des “ATs”). Sagen wir es so: für die Quelle des Lebens war ich von der Kirche blind gemacht: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10; Jes 2,5). So lebte ich in der antijüdischen Ersatztheologie, hielt die zweite Gott-Person (der griechische Logos) für den Erlöser der Menschheit, wie das alle Getauften tun. Nun ja, das tat ich in jenen Tagen mit fester Überzeugung, mit ganzer Hingabe und mit der ganzen Kraft meines Lebens. Soll ich mich über meinen früheren irrenden Glaubenseifer ärgern? Nein, das tue ich nicht, denn die Erkenntnis in JaHuWaH, in SEINEN Willen und damit auch in SEINE Schöpfung wächst im Laufe des Lebens und der Zeit. Wie anders wäre Jes 45,23 zu verstehen.
“Und du, Daniel, halte die Worte geheim und versiegle das Buch bis zur Zeit des Endes! Viele werden suchend umherstreifen, und die Erkenntnis wird sich mehren” (Dan 12,4). Was ist gemeint mit “bis zur Zeit des Endes!”. Welches Ende ist damit gemeint? Es ist jene Zeit gemeint in der die Juden wieder in ihr Land zurückkehren können, und das Christentum kann diese Rückkehr nicht mehr verhindern, wie es das bisher getan hat. Im Gim 529 habe ich bereits darauf hingewiesen, was mit der Formulierung “am Ende der Tage” gemeint ist:
“Was ist uns mit der Formulierung in Jes 2,2 und bei den andern Propheten gesagt, wenn da geschrieben steht: “Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird…”. Mit dieser Formulierung “am Ende der Tage” ist nicht der Welt Ende gemeint, wie das die Christen lehren. Damit ist das Ende der Herrschaft der Heiden (der Römer und der Christen) über die Juden gemeint. (Siehe Gim 529: “Sukkot: Das Ende der christlichen Herrschaft über die Juden. Teil 7”).
Für so manche Getauften ist es ein Schock, wenn sie innewerden und Jes 45,23 im Kontext des Willens JaHuWaHs und des persönlichen Glaubens Jahushuas (Jeschuas) lesen und realisieren, was da in Wirklichkeit geschrieben steht. Das können sie einfach nicht akzeptieren. Gemäss der Irrlehre des Paulus (Phil 2,10) und der Kirchenväter (die ersten Konzile) muss sich jedes Knie vor ihrem Menschen-Gott Jesus Christus beugen und nicht vor dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, vor dem sich Melchisedek, Abraham und Abermillionen Menschen nach ihnen gebeugt haben und so den inneren Frieden für Zeit und Ewigkeit fanden und finden. Also kann der TaNaCH (das “AT”), die Bibel des Juden Jahushua von Nazareth für die Getauften einfach nicht stimmen, denn er lehrt genau das Gegenteil von Paulus und den Kirchengründern.
“Aber jetzt, so spricht JaHuWaH, der dich geschaffen, Jakob, und der dich gebildet hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein” (Jes 43,1). Das ist unser Zuhause. Wunderbar!
Einen frohen und gesegneten Shabbat wünsche ich allen von Herzen. Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 16. August 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!