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JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens ist unsere Beheimatung, unser Zuhause. Aus IHM kommen wir, in IHM sind wir (in SEINER Ebenbildlichkeit).

Glaubensimpuls 766 von Gregor Dalliard am

Was zeigt uns der TaNaCH (“AT”) unmissverständlich auf? JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens ist unsere Beheimatung, unser Zuhause und das für Zeit und Ewigkeit. Aus IHM kommen wir, in IHM sind wir. In SEINER Ebenbildlichkeit haben wir das Leben für Zeit und Ewigkeit. Darum gibt es auch keine Erbsünde von der uns jemand befreien müsste. Darum brauchen wir keinen Gottes-Sohn, der das Wesen JaHuWaHs ersetzen oder ergänzen müsste, indem er uns über seinen Leib, über sein Folterleiden und Blut, den Frieden in JaHuWaH zurück geben müsste, weil ein Mensch (Adam) durch Ungehorsam sündigte. Das ist absolut absurd und irrsinnig und widerspricht in jeder Weise der Lehre des TaNaCHs (des “ATs”). Das ist traditioneller Götzendienst (Vergötterung) in Hochform. Wenn wir solches lehren und glauben, dann haben wir die reiche Bildsprache des TaNaCHs nicht verstanden und gehen in die Irre. Das war früher auch bei uns so. Mit ihrer Irr-Lehre von einer Erbsünde und der Verlorenheit des Menschen führen uns Paulus und die Kirchengründer (siehe Konzile) von JaHuWaH und dem Schatz des Lebens weg. “Denn wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden” (1Kor 15,22). Jahrzehnte waren wir Opfer dieses religiösen Wahns, bis wir die reiche Bildsprache des TaNaCHs verstehen lernten. (Zu Bildsprache im TaNaCH: Gim 709; Gim 712).

In meinem letzten Gim 765 habe ich auf den Gim 498 hingewiesen, damit meine aktuellen Ausführungen besser verinnerlicht werden können. Im Gim 498 setzten wir uns damals weiter mit dem Glauben (Vertrauen auf JaHuWaH) des Jahushua (Jeschua) auseinander. In Joh 9, 1-3 wird uns Folgendes berichtet: “Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke JaHuWaHs an ihm offenbart werden”. Niemand kann für die Blindheit dieses Mannes, der von Geburt an blind war, haftbar gemacht werden. Weder er selbst, noch seine Eltern, sagt Jahushua. “Jahushua antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke JaHuWaHs an ihm offenbart werden” (Joh 9,3). Die Antwort Jahushuas sagt etwas Grundsätzliches aus: “sondern damit die Werke JaHuWaHs an ihm offenbart werden”. Diese Aussage sollten wir nicht nur auf das gleich eintretende Wunder der Heilung des Blindgeborenen begrenzen.
Zu Joh 9, 1-3 macht uns Shomer, ein geschätzter Glaubensbruder auf eine absolut wichtige Tatsache aufmerksam, die auch mir bisher entgangen ist. Er schreibt: Rabbiner konnten Rabbi Jahushua diese Frage: “Wer hat gesündigt”, gar nicht gestellt haben; denn jeder wusste, dass ein neugeborener Knabe nicht gesündigt haben konnte. Die Irrlehre der Erbsünde ist es; denn ein Jude kann erst mit der BarMitzvah sündigen, wenn er weiß, dass er gegen die Torah (und Talmud….?) verstößt. Ferner: Ich las vor Jahren einen Bericht über einen Rabbiner in Tel Aviv, der Sprechstunden für Kranke anbot. Er erlebte wiederholt Heilungen. Aber wenn christliche Heilungsevangelisten auftreten, ist Vorsicht geboten. Der Rabbiner mahnte alle Kranken zur Buße im Sinn und Geist der Torah, Evangelisten in der Regel nicht. Dies hat zur Folge, dass mir Erich Reber einmal sagte, dass in Bern 80% und in Basel gar 90% Rückfälle innert Jahresfrist zu verzeichnen waren. EL-Rapha heißt: JaHUaH ist dein Arzt (der dich heilt). Geistheiler können das aber auch - also mit welchem Geist haben wir es hier zu tun? Die Antwort erübrigt sich wohl. - Soweit die Darlegung von Shomer, die er uns aus dem Zusammenhang der Lehre der israelitisch-jüdischen Propheten korrekt vermittelt.

“Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke JaHuWaHs an ihm offenbart werden”. Auf dieses ergreifende Zeugnis des Jahushua (Jeschua) möchte ich noch kurz eingehen. Wir sollten diese Aussage nicht nur auf das gleich eintretende Wunder der Heilung des Blindgeborenen begrenzen. Aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass die meisten Leser des “NTs” das aber so machen. Was meint denn Jahushua (Jeschua), wenn wir dieses Zeugnis nicht auf die Heilung des Blindgeborenen oder auf alle seine Wundertaten beschränken sollen, sondern auf das Zeugnis: damit die Werke JaHuWaHs an ihm offenbart werden?
Erstens erinnern wir uns, wie oben gesagt, immer wieder daran, dass alle Menschen von dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten in SEINER Ebenbildlichkeit geschaffen sind. Das heisst: kein Mensch existiert ausserhalb SEINER Ebenbildlichkeit. Leben wir bewusst und entschieden in dieser Ebenbildlichkeit JaHuWaHs, trotz aller unserer wiederkehrenden Schwachheiten, dann offenbaren (bezeugen) wir die Werke JaHuWaHs.
Zweitens ist die Lehre von der Erbsünde des Paulus und der Kirchenväter (des hl. Augustinus) ein Hohn auf das Wesen des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten. (Zu Erbsünde: Gim 448; Gim 643). Sie ist ein fest gefahrenes religiös-philosophisches Konstrukt, das sich weigert, im Glauben (Vertrauen) Abrahams auf den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten an der Entgötterung bzw. Ent-Theos-ierung der Welt mitzuarbeiten.
Mit tiefer Dankbarkeit und Freude leben wir heute im ungeteilten Vertrauen auf JaHuWaH, denn wie wir uns immer wieder daran erinnern, durchbrach Abraham die Finsternisse der heidnischen Götterwelten und schuf die Beziehung zu dem EINZIG EINEN, dem Schöpfer unseres Lebens, dem Schöpfer des Kosmos, Himmels und der Erde, dem Schöpfer aller Begabungen und Fähigkeiten. Damit machte er den ersten umfassenden Glaubensschritt, der an der Entgötterung der Welt vollzogen wurde. Weder der Kosmos, die Naturgewalten, noch die Begabungen und Fähigkeiten der Menschen sind eigenständige Gottheiten; sie sind schlichtweg Geschaffenes von dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten.
Drittens erinnern wir uns ebenso immer wieder gerne an Kernaussagen des TaNaCHs (des “ATs”). Es gibt drei Dinge, die sollten wir unbedingt beachten. Sie sind so gegenwärtig in unserem Leben wie wir selbst gegenwärtig sind. Erstens gibt es Dinge und Ereignisse im Leben eines jeden Menschen, über die wir nicht verfügen können. Zweitens gibt es Dinge und Ereignisse im Leben eines jeden Menschen, auf die wir keine direkte Antwort haben, sie haben aber in JaHuWaH einen Sinn. In JaHuWaH finden wir Trost. Drittens müssen wir nicht auf alles eine Antwort haben. Wer sind wir denn?
Grundsätzlich und diskussionslos sollten wir diese drei gesetzten Tatsachen akzeptieren, sonst wird das Vertrauen auf JaHuWaH nie zu der tragenden Kraft, die zu unserem zentralen Lebensglück führt. Sie sind unumstössliche Wirklichkeiten. Rennen wir gegen diese drei Tatsachen an, dann rennen wir gegen eine Mauer an, die stärker als unser Eigensinn ist, mag er noch so religiös und fromm in Aktion treten. Akzeptieren wir in aller Demut und Bescheidenheit diese drei Tatsachen! Unsere Beziehung und Gemeinschaft mit JaHuWaH wird aufblühen. Wir werden einen Weg des Segens beschreiten – für uns und für unsere Mitmenschen. Das tun wir trotz aller Mängel, die uns ein Leben lang anhaften und begleiten. Mensch ist eben Mensch, in jedem Fall.

Also: JaHuWaH, der Schöpfer des Lebens ist unsere Beheimatung, unser Zuhause. Darum freuen wir uns über den treuen Zeugen Jahushua (Jeschua), der uns, wie so viele andere Juden auch, das Wesen des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten vermittelt hat:
“Wohin sollte ich gehen vor deinem Ruach, wohin fliehen vor deinem Angesicht? Stiege ich zum Himmel hinauf, so bist du da. Bettete ich mich in dem Scheol, siehe, du bist da. Erhöbe ich die Flügel der Morgenröte, liesse ich mich nieder am äussersten Ende des Meeres, auch dort würde deine Hand mich leiten und deine Rechte mich fassen. Und spräche ich: Nur Finsternis möge mich verbergen und Nacht sei das Licht um mich her: Auch Finsternis würde vor dir nicht verfinstern, und die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie das Licht. Denn du bildetest meine Nieren. Du wobst mich in meiner Mutter Leib. Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl. Nicht verborgen war mein Gebein vor dir, als ich gemacht wurde im Verborgenen, gewoben in den Tiefen der Erde. Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war. Für mich aber – wie wunderbar sind deine Gedanken, Elohim (“Gott”)! Wie gewaltig sind ihre Summen! Wollte ich sie zählen, so sind sie zahlreicher als der Sand. Ich erwache und bin noch bei dir”(Ps 139,7-12).

Alle grüsse ich herzlich, die sich im Hause JaHuWaHs, in der Gemeinde (Gemeinschaft), die ER gegründet hat, zu Hause wissen. Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 16. August 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!