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Sukkot: "Israel ist mein erstgeborener Sohn" (2Mo 4,22) Teil 7

Glaubensimpuls 529 von Gregor Dalliard

Mit grosser Dankbarkeit haben wir auf zwei Tatsachen hingewiesen, die uns im TaNaCH vermittelt sind. Sie sind unumstösslich, beständig und bleibend. Sie machen das Leben in und mit JaHuWaH aus, der uns geschaffen hat. Aus ihnen fliesst das Leben, der Friede und die Freude, die unser Leben sinnvoll sein lassen. In den letzten beiden Gims 528 und 527 haben wir beide aufgezeigt. Wir halten fest:
Erstens gibt es im Himmel und auf der Erde nur einen Namen und nur ein Königtum. JaHuWaH wollte, will und wird nie einen anderen Namen oder ein anderes Königtum neben sich dulden. Er hat über SEINE Propheten nie einen anderen Namen oder einen anderen König verheissen, den wir anbeten und dem wir folgen sollen. Wir erinnern uns an das prophetische Wort aus dem Munde Jeshajahus: “Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen (in MIR zur Vollendung kommen), jede Zunge mir schwören (überschwänglich) und sagen: Nur in JaHuWaH, dem El Eljon ist Gerechtigkeit und Stärke” (Jes 45, 23-24).
Achten wir ganz besonders auf die drei Aussagen: “Ich habe bei mir selbst geschworen”. Warum sagt ER das? Weil nie jemand dem El Eljon gleich ist bei dem ER hätte schwören können und der mitbeteiligt wäre am Sein und Sinn unseres Lebens; “aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen”, d. h. mein Mund spricht die absolute unumstössliche Wahrheit, weil JaHuWaH die Wahrheit ist, die niemand antasten darf, will er sein Leben im inneren Frieden, in der Freude, Sicherheit und Geborgenheit haben; und “ein Wort, das nicht zurückkehrt”, d. h. ein Wort, das JaHuWaH nie jemals zurücknehmen, ändern oder widerrufen wird.

Die Gründer des Christentums haben diese Weisungen JaHuWaHs in brutaler und schändlichster Weise kaltgestellt und nieder getreten. Mit der Lehre des Paulus haben sie ein theologisches System entwickelt, das den Menschen die Ablehnung der Juden durch JaHuWaH und Jahushua von Nazareth suggeriert. Ein Missbrauch sondergleichen! Sie haben sich selbst als das erwählte Volk Gottes definiert, während die Juden aussen vor stehen, wenn sie sich nicht auf die christliche Gottheit Jesus Christus taufen lassen. Diese Irrlehre ist als das Neue Testament allen ihren Anhängern auferlegt worden. Es ist diese Verderben bringende Theologie (siehe Geschichte der letzten 2000 Jahre), die aus den Anhängern des Paulus und seiner Kirchengründer Menschen zu Christen macht.
Hartnäckig und uneinsichtig verteidigen sie dieses System, das die Juden zu blinden Anhängern des Teufels diskreditiert (vgl. Joh 8,38.44; Mt 13,38-39). Sie gelten vor dem christlichen Gott und seinen Anhängern als verwerflich, sofern sie sich nicht auf dessen Namen taufen lassen. Aber so ist das nicht. Fromm getarnt haben sie einen Gegen-Namen und einen Gegen-König über alles gesetzt. Gemäss dem Willen JaHuWaHs und SEINEM prophetischen Wort kann die Boshaftigkeit dieser Theologie durch nichts überboten werden. Die Folgen dieser Theologie haben sich in der Geschichte der Menschen verheerend ausgewirkt. Das alles aber beeindruckt sie nicht, lässt sie kalt, bewegt sie nicht, über ihren Glaubensweg nachzudenken und ihn im Lichte des TaNaCHs zu überdenken.

Zweitens wird JaHuWaH Israel nie aufgeben, ersetzen, vernichten oder von ihnen eine Taufe fordern. ER wird solches nie zulassen. Wir erinnern uns: “So spricht JaHuWaH, der El Eljon, der die Sonne gesetzt hat zum Licht für den Tag, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Licht für die Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wogen brausen, JaHuWaH, El Eljon ist sein Name (der die Heerscharen geschaffen hat, darum ist sein Name El Eljon): Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen, spricht JaHuWaH, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage” (Jer 31,35-36). Die Gründer des Christentums lehren genau das Gegenteil.
Die zwei genannten biblischen Bekenntnisse und Zeugnisse gehören zum unantastbaren Wesen des Glaubens. Sie haben allezeit Bestand. Sie öffnen die Schleusen des Segens, der aus und über den Glauben Abrahams in unser Leben fliesst.

Nie aber würde JaHuWaH den geringsten Verrat seines Volkes IHM gegenüber übergehen und die Praxis von Götzendienst nur andeutend in irgendeiner Weise verharmlosen oder gutheissen. Damit würde ER dem zu erreichenden Ziel völlig widersprechen, das ER sich für die ganze Menschheit vorgenommen hat. In diesem Falle müsste die Menschheit in ihrem Götzendienst verharren. Es hätte dann der Erwählung, der Berufung, des Glaubensweges und -zeugnisses Abrahams nicht bedurft. Ganz bestimmt nicht! Es gäbe kein Licht, keinen Trost und keine Hoffnung in dieser Welt. “Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker” (Jes 51,4). Umwerfend diese prophetischen Zusprüche!
ER führt die ganze Menschheit aus jeder Form und Weise von Götzendienst heraus. Das scheint uns unmöglich zu sein. Aber, so lehrt uns die Erfahrung und das Zeugnis des TaNaCHs (Bibel = “AT”): " Sollte für JaHuWaH eine Sache zu wunderbar (unmöglich) sein? (1.Mose 18,14). Dies geschieht im Vertrauen auf JaHuWaH, das Abraham in der treuen Nachfolge lebte. In diesem Vertrauen führt ER alle zur Fülle des Lebens (vgl. Jes 2,2-5). Die Menschen werden zu diesem Vertrauen geführt werden; denn von Zion geht Weisung aus (vgl. Jes 2,2-5; Sach 8,20-23; Mi 4,2 u. v. a. m.).
Was ist uns mit der Formulierung in Jeshajahu 2,2 und bei den andern Propheten gesagt, wenn es heisst: “Und es wird geschehen am Ende der Tage, da wird….”, Mit dieser Formulierung “am Ende der Tage” ist nicht der Welt Ende gemeint, wie das die Christen lehren. Damit ist das Ende der Herrschaft der Heiden (der Christen) über die Juden gemeint.
Die Christen wurden ab dem 4. Jh. schleichend zum verlängerten Arm der römischen Herrscher (s. Papst, der sich selbst als Pontifex Maximus bezeichnet). Damit setzte für die Juden eine fast 2000-jährige Zeit der christlichen Verfolgungen und Qualen ein, die sich jetzt dem Ende naht. Die Macht und die Herrschaft der Christen über die Juden, neigt sich nach fast 2000 Jahren grösstem Elend dem Ende entgegen. Fast 2000 Jahre lang haben sie den Juden eine Rückkehr in ihre Heimat, die ihnen von JaHuWaH, dem El Eljon gegeben worden ist und zusteht, mit allen Mitteln verunmöglicht.
Die Juden durften nach der christlichen Theologie, der Ersatztheologie, nie mehr innerhalb der von JaHuWaH gesetzten Grenzen, eine Nation werden, auf keinen Fall! Sie übersäten Jerushalajim mit christlichen Klöstern und Kirchen, Damit demütigten sie die Juden und verhöhnten JaHuWaH, den El Eljon in einer Weise, die uns heute fassungslos macht. Die Moslems, die den Juden in jenen Tagen mehrheitlich wohlgesonnen waren, kamen den Christen immer wieder in die Quere. Erst in den letzten Jahrzehnten schafften es die Christen, den Islam mit dem Virus des Antisemitismus umfassend zu infizieren. Für die Ausgrenzung und Vernichtung der Juden setzten die Getauften alle erdenklichen theologischen und politischen Kräfte in Bewegung. Das taten sie durch alle Jahrhunderte hindurch. Das sollte die Strafe sein, weil die Juden den Gott der Christen, Jesus Christus, ermordet hatten (Gottesmörder). In ihrem abgrundtiefen Hass gegen die Heiligen übersahen sie die prophetischen Worte JaHuWaHs “….spricht JaHuWaH, dann soll auch die Nachkommenschaft Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage” (Jer 31,35-36).

Zum grossen Entsetzen der Christen und zu ihrer Beschämung sind die Juden innerhalb der von JaHuWaH bestimmten Grenzen wieder eine Nation geworden, und das vor den Augen der ganzen Welt. Wer will das fassen - und sie sind immer noch da! Da sich dieses prophetische Wort erfüllt hat, ist das Ende der römisch-christlichen Herrschaft über die Juden angebrochen. Ich betone: angebrochen! Das ist mit den Worten des Propheten Jecheskels (Hesekiels) gesagt: “Und ich werde meinen heiligen Namen kundtun mitten in meinem Volk Israel und werde meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen lassen. Und die Nationen werden erkennen, dass ich JaHuWaH bin, der heilig ist in Israel. Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht JaHuWaH, der El Eljon. Das ist der Tag, von dem ich geredet habe” (Hes 39,7-8).
Auch Jahushua von Nazareth lebte im Glauben an diese Prophezeiung: “und Jerushalajim wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind” (Lk 21,24). Die Gründer des Christentums haben diese Prophetien natürlich umgedeutet und in ihrer üblichen Weise für ihre schändlichen Zwecke missbraucht. Sie legten Jahushua von Nazareth absolut antijüdische Hetzreden in den Mund, wie etwa in Mt 23,37-39 dargestellt: “Siehe, euer Haus (Jerushalajim/Juda) wird euch öde gelassen; denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: ‘Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!'” (Mt 23,38-39). Der Gott der Christen wird aber nie kommen, weil er schlichtweg nicht existiert. Er ist und bleibt ein frommes Phantasiegebilde, eine Ersatztheologie, im frommen Wahn von Paulus und den Kirchenvätern geschaffen.
Zur Schande der Christen ist nichts von dem Erwähnten geschehen. Wie wir sehen, ist davon nichts wahr. In Demut und Umkehr sollten die Christen diese prophetische und geschichtliche Tatsache nicht länger ignorieren und noch länger hartnäckig übertünchen. Die Verbrechen, die daraus geworden sind, dürfen nicht länger mit Inhalten der christlichen Ersatztheologie gerechtfertigt werden. Viele von uns sind diesen Prozess der Umkehr gegangen. Das war kein leichter Weg, aber der Lohn ist gross. Wir sind daheim angekommen!
Was ist das Kennzeichen der Heidenzeit (der Römer und Christen)? Was ich im Gim 55 zu Sukkot geschrieben habe, ebenso im Gim 523, möchte ich hier wieder zitieren. In der Danielschrift werden uns diesbezüglich klare Worte mitgeteilt: “Und er wird Worte reden gegen den Höchsten (JaHuWaH, den El Eljon) und wird die Heiligen (Juden) des El Eljon (des Höchsten) aufreiben; und er wird danach trachten, Festzeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden in seine Hand gegeben werden für eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Aber das Gericht wird sich setzen; und man wird seine Herrschaft wegnehmen, um sie zu vernichten und zu zerstören bis zum Ende. Und das Reich und die Herrschaft und die Grösse der Reiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden. Sein Reich ist ein ewiges (äonisches) Reich, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen” (Dan 7,25-27).

“Und JaHuWaH wird König sein über die ganze Erde; an jenem Tag wird JaHuWaH, der El Eljon EINER sein und sein Name wird EINER sein” (Sach 14,9). Eine unendliche Fülle an Segen sind mit diesen Worten der Propheten ausgedrückt und bestätigt. Wer will länger dagegen vorgehen? Für diese Tatsache stehen die Propheten unerschütterlich und unbeugsam gerade, auch Jahushua von Nazareth. Sie bezeugen damit ihre ungeteilte Hingabe und Treue zu dem Shma Jisrael. Also, wie von den Propheten immer schon vertreten und gelehrt: JaHuWaH war, ist und wird immer König bleiben und neben SEINEM Namen wird es nie einen anderen geben. Das war auch der Glaube und das ungeteilte Bekenntnis des Jahushua von Nazareth.
Wir freuen uns heute ganz besonders, dass wir ihm darin ungeteilt folgen dürfen. Täglich und in jeder Situation dürfen wir in JaHuWaH geborgen sein. Damit dürfen wir aus SEINER reichen Fülle an Segen ernten und leben. Pflegen wir dieses Verhältnis täglich bewusst, das zahlt sich aus.
Herzliche Grüsse, Friede und Freude am Tag des grossen Bekenntnisses zu JaHuWaH, am Shabbat. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Herzliche Einladung zu Vorträgen und Austausch in D-83317 Teisendorf / Achtal. Samstag, 20. und Sonntag, 21. November 2021. Die Veranstaltung findet in einer Pension statt. Günstige Bedingungen. Informationen und Anmeldung bitte telefonisch bei Marion Fischer unter 08666 2174973. Wegen Unterkunft bitte telefonisch anfragen.


Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. Dezember 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!


In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).