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Lernt Gutes zu tun (Jes 1, 17)

Glaubensimpuls 762 von Gregor Dalliard am

Im Gim 659 vom 3. Mai 2024, habe ich geschrieben: “Jeden Morgen, wenn ich aufstehe und das Dachfenster in meinem “Arbeitsreich” aufstosse, dann fällt mir Jes 1, 17 ins Auge, und selbstverständlich auch ins Herz: “Lernt Gutes tun, fragt nach dem Recht, weist den Unterdrücker zurecht! Schafft Recht der Waise, führt den Rechtsstreit der Witwe!” Das ist eine Botschaft, die bei mir am oberen Fensterrahmen fest geklebt ist!
Wie alle Botschaften der Propheten im TaNaCH (“AT”) so ist auch diese Weisung eine grundsätzliche Weisung des Elohims JaHuWaH, des “Gottes”, der die Juden gerufen hat”. Darüber freue ich mich an jedem neuen Tag herzhaft.

Wegen meines Schlaganfalls vor einem Jahr und der folgenden Beeinträchtigung schreibe ich zwar nicht mehr unter dem Dachfenster, sondern ebenerdig, aber beim Verinnerlichen der Botschaft Jeshajahus (Jesajas) in Jes 1,17 ist mir der umfassende Zusammenhang dieses Zeugnisses des Propheten wieder ganz neu und viel tiefer als bisher bewusst geworden. JaHuWaH hat Abraham und seine Nachkommen zu nicht ersetzbaren Zeugen SEINES Wesens gerufen und berufen. “Ihr seid meine Zeugen” (Jes 43,10).
Der klare Auftrag, den das auserwählte Volk von JaHuWaH empfangen hat, wird immer darin bestehen, die Völker der Welt zu JaHuWaH zu führen, zu SEINEM Recht und zu SEINER Gerechtigkeit: “Siehe, mein Knecht, den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Ruach auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen. Er wird nicht schreien und die Stimme nicht erheben und seine Stimme nicht hören lassen auf der Strasse. Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden Docht wird er nicht auslöschen. In Treue bringt er das Recht hinaus. Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung” (Jes 42,1-4).
Das freut uns natürlich über alle Massen. Das macht auch Sinn. Das ist wahrlich wunderbar! Daran kann keine Ersatztheologie etwas ändern, weder die christliche, noch die islamische oder wer auch immer. Dies zu wissen und zwar aus den Quellen des TaNaCHs, macht mein Herz glücklich, froh und dankbar. Dabei geht es in erster Linie nicht um die Frage, wie denn die Juden innerhalb der unterschiedlichen Richtungen heute leben, sondern ganz einfach um die Tatsache, was uns ihre Vorfahren in der Treue zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten vermittelt haben, und das trotz des vielfältigen Versagens im Laufe ihrer langen Geschichte. Die Quelle zur Umsetzung von Jes 1,17 liegt allein im Shma Jisrael (Höre, Israel) (5Mo 6,4+ff). (Siehe dazu Gim 607 vom 5. Mai 2023). Ich zitier aus dem Gim 607:
“Der berühmte Pharisäer und Schriftgelehrte Rabbi Hillel war in seiner Jugendzeit aus Babylonien nach Jerushalajim heimgekehrt. Dies geschah noch vor der Zerstörung des zweiten Tempels im Jahre 70 u. Z. durch die Römer. Er wurde Oberhaupt der nach ihm benannten Schule. Ausgehend von dem Shma Jisrael (“Höre, Israel”, vgl. 5.Mo 6,4-9) und den zehn Weisungen (zehn Gebote, vgl. 2Mo 20,1-17) lehrte Hillel die Grundprinzipien des Lebens, wie sie überall in der israelitisch-jüdischen Gemeinschaft seit der Offenbarung am Sinai (5Mo 4,1-20) von JaHuWaH, bzw. von Moshe, grundgelegt worden sind. (Die Perlen des Lebens suchen und finden, auch unter den Begebenheiten am Sinai!) Grundlage des Glaubens und des Lebens überhaupt, so Hillel, ist die ungeteilte Liebe und Treue zu JaHuWaH, dem EINZIG EINEN und zum Nächsten. Daraus erwächst die soziale Gerechtigkeit als Basis eines friedvollen Zusammenlebens der Menschen untereinander. Konkret heisst das: Dem Nächsten, darf nichts angetan werden, was man selber nicht erleben möchte. Hillel fasste die gesamte Thora in einem einzigen Satz zusammen, die er als die “Goldene Regel“ bezeichnet: „Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht an.” Das ist im Prinzip die Zusammenfassung der Thora. Paulus und mit ihm alle Getauften haben dieses Prinzip der persönlichen Beziehung mit JaHuWaH verworfen. Weil der Gott (Zeus) der Getauften keine persönlich Beziehung zu den Menschen haben will, setzten die Getauften an dessen Stelle die Unter-Gottheit Jesus Christus ein, die als Ersatz und Mittler (Ersatztheologie) alles für die Getauften erledigt hat und erledigt (vgl. die Paulusbriefe und die daraus entstandenen Evangelien). Die schrecklichen Folgen der Verwerfung JaHuWaHs und seiner Weisungen des Lebens durch die getauften Führer wird uns in der 2000-jährigen kriegerischen Geschichte der Christen untereinander knallhart vor Augen geführt. Unfassbar!"

Das Wirken und Lehren des Juden Jahushua (Jeschua) war ein absoluter Ausfluss dessen, worauf der Prophet Jeschajahu (Jesaja) hinweist und was er auslebte, selbst unter schwierigsten Umständen. Die Glaubensüberzeugung Jahushuas (Jeshuas), sein Lebensquell, sein Leben, und seine Lehre waren vollkommen im Willen JaHuWaHs eingebettet. Konkret heisst das: “Ihr seid meine Zeugen” (Jes 43,10). (Zu meine Zeugen: Gim 743; Gim 737; Gim 404).

Gim 720: Abraham, der Hirte. Sich vom wahren Hirten, von JaHuWaH dem El Eljon, dem Höchsten und SEINEN Weisungen entfernen, führt ins Chaos. Israel ist das von JaHuWaH über Abraham auserwählte Volk, das seit jenen Tagen bekennt: “Höre, Israel: JaHuWaH ist unser Elohim (‘Gott’), JaHuWaH ist EINER! Und du sollst JaHuWaH, deinen Elohim (‘Gott’), lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft” (5Mo 6,4+5). “Ich bin JaHuWaH, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Götterbildern (Jes 42,8). Damit ist klar, und daran ändert keiner was: Sie sollen also den Elohim (“Gott”) JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten nicht durch den von den Christen ersetzten Gott Jesus Christus aus ganzem Herzen lieben und ihm dienen. Darum ist dem Menschen die Erkenntnis geschenkt, dass er in SEINEM Bilde, im Bilde des El Eljons, des Höchsten, geschaffen ist. Das heisst, nichts darf zu einem Gott gemacht werden, auch der Jude Jahuschua (Jeschua) nicht, den Paulus in einen Gott, namens Jesus Christus umwandelte, damit er nicht mehr der Jude Jahushua (Jeschua) sei (vgl. 2Kor 5,16). Da er nicht mehr Jude sein durfte, wurde er auf den “Konzilen” von Nicäa 325, Konstantinopel 381 u. Z. und auf den folgenden “Konzilen” von den römischen Kaisern und ihren heidnischen Beratern (Philosophen), zusammen mit den tief zerstrittenen Bischöfen schrittweise und offiziell mit anderen Gottheiten für alle Getauften zu den drei verbindlichen Gottheiten (Trinität) definiert. Konzile: Gim 695; Gim 755; Gim 685; Gim 686; Gim 687.

Als innere Erbauung empfehle ich den Gim 711: In SEINEM Bilde: Gemeinschaft auf Leben und Tod - untrennbar und nicht widerrufbar! Wunderbar.

Das ist das Zeugnis des Juden Jahushua (Jeschua): “Denn es steht geschrieben: ‘Du sollst JaHuWaH, deinen Elohim (Gott), anbeten und ihm allein dienen’” (Mt 4,10). Wunderbar, danke. Darin grünt und blüht der verheissene Segen an Abraham für alle Generationen auf, auch für dich und für mich. Darin ist Leben, Geborgenheit, innere Ruhe, Gelassenheit und Frieden, darin lebt die Menschenwürde auf, die Freiheit und die Mündigkeit und die Eigenverantwortung des einzelnen Menschen! Allen wünsche ich einen Shabbat voller Danksagung und des Wohlergehens. Shabbat Shalom. Ganz liebe Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 21. Juni 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!