Lassen wir uns von der Schrift (der Bibel) unser kirchliches Denkkorsett abnehmen. Dann fällt uns so manch bisher Geglaubtes wie Schuppen von den Augen - zu unserer Befreiung. Wir werden gleichzeitig auch ganz neu in Verantwortung genommen. Viele Kirchenmitglieder empfinden ihre Mitgliedschaft absolut nicht als Korsett, weil sie nichts anderes kennen und ihnen in Glaubens- und Ethikfragen jegliche Unterscheidung und Eigenverantwortung abgenommen ist.
Spontan denke ich an meine ältere Pfarrköchin in Grächen (VS, CH). Ich sollte sie um jeden Preis zu einem Besuch ihres Bruders nach Kenia begleiten. Sie befürchtete ihn das letzte Mal zu sehen. Allein wollte sie nicht reisen. Wir flogen für fünf Wochen nach Kenia. Nach vierzehn Tagen wurde sie von einer heimtückischen Infektion am Leib geplagt. Wir suchten eine Arztpraxis in Mombasa auf. Kaum war sie im Untersuchungsraum, der Raum war ebenerdig und oben offen, rief mich der Arzt aufgeregt um Hilfe. Dem Arzt war es trotz Hilfe von Rosa nicht gelungen sie von dem Ganz-Leib-Korsett zu befreien. Schweissgebadet und schier verzweifelt rannte der junge Arzt auf mich zu. Obwohl ich ihn in diesem Tempo sprachlich nicht verstehen konnte, folgte ich ihm schnurstracks. Es musste Rosa wohl in Ohnmacht gefallen sein - oder sonst was Schwerwiegendes vorgefallen sein, dachte ich!
In diesem Vers ist nichts gegen den Besitz eines Rosses und seine eindrucksvolle Stärke gesagt. Auch nichts gegen den athletisch gestählten Körper eines Mannes. Vielmehr weist uns der Psalmist auf das Allerwesentlichste im Leben eines Menschen hin. Er will uns vor der Gefahr des Sinnverlustes in unserem Leben aufmerksam machen. Das Wort JaHuWaHs, das Wissen um die Bedeutung seines Wortes und dessen Anwendung in unserem Leben, gehört genauso zu unserem Leben wie die Luft zum atmen.
Dieser Text drückt den ganzen Inhalt der christlichen Lehre zusammengefasst aus. Jeder, der im biblisch-prophetischen Wort verwurzelt ist erkennt aber in dieser Aussage erstens den gewaltigen Widerspruch zum Glauben den Jahushua von Nazareth praktizierte und damit zweitens auch den ganzen Widerspruch zur Lehre der Bibel, d. h. des TaNaCH, des “AT”. Von keinem einzigen Propheten hören wir jemals den Satz im TaNaCH (“AT”): “Wer den Sohn hat, hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht”. Die Bibel spricht nur von einem Sohn JaHuWaHs, und das ist Israel (vgl. 2Mo 4,22-23). Was heisst das konkret? Die christliche Lehre redet uns ein: Die Juden, die sich natürlich allein an das geoffenbarte Wort des TaNaCHs (“AT”) halten, sind nicht in JaHuWaH. Ihnen wird mit diesem Vers die Sohnschaft abgesprochen. Sie, die allein aus Gnade JaHuWaH erwählt, als Söhne gezeugt und geboren worden sind, und damit wie Abraham gerechtfertigt worden sind (vgl. 5.Mo 7,6ff; 5.Mo 32,18 u.v.a.m.), müssen den Glauben der Christen annehmen, bevor sie in Beziehung zu JaHuWaH treten und das ewige Leben haben wollen. Das ist ein schändlicher Missbrauch JaHuWaHs und seines Wortes. Damit wird der geoffenbarte Heilswille, der Heilsweg und das Heilswirken des Abba JaHuWaH in niederträchtigster Weise verleugnet. Die grossen Kirchen, und mit ihnen auch die meisten Freikirchen und christlichen Gemeinschaften, halten aber bis heute an diesem Widerspruch fest, trotz aller Pro-Israel-Kundgebungen und Programme und trotz aller interreligiösen Aktionen ist keine Umkehr in Sicht**
Das Glaubens- und Wahrheitskriterium für Jahushua und seine Schüler war das zusammenhängende prophetische Wort in Moshe, Propheten und Schriften, also allein der TaNaCH, das “AT”. Das war ihr Kriterium von Anfang an. Das steht ausser Frage. Jahushua selbst und seine Schüler (von den Christen fälschlicherweise Apostel genannt), wiesen allezeit darauf hin. Allein diese Schriften waren Ausgangspunkt aller Verkündigung und Lehre und Quelle der Beurteilung in anfallenden Fragen des Glaubens und des Lebens. Allein darauf bauten sie auf. Das war ihr spezielles Kriterium um wahre und falsche Lehre (Lehrer) voneinander unterscheiden zu können.
Dieses Zeugnis ist äusserst informativ. Es bestätigt uns die Tatsache, dass Jahushua von Nazareth nicht der Gründer des Christentums ist. Jahushua löste eine innerjüdische Umkehrwelle zu JaHuWaH aus. Bedenken wir folgendes! Wäre er der Gründer des Christentums gewesen, dann wären alle jene, die sich noch nach Jahrzehnten an seine Verkündigung erinnerten, niemals täglich in den Tempel gegangen um sich dort einmütig mit den Juden zum Gebet zu versammeln. Wäre Jahushua von den Juden gekreuzigt worden, wie das die Christen bis zu dieser Stunde behaupten und lehren, dann wäre es unmöglich gewesen, dass sie seine Anhänger, die Christen, den Tempel hätten betreten lassen – und das täglich. Das ist ausgeschlossen. Hätten die Christen ihrerseits ein Verlangen gehabt, sich täglich mit den Mördern ihres Religionsgründers Jahushua einmütig zum Gebet im Tempel zu versammeln? Ausgeschlossen! Darüber sollten wir gründlich nachdenken!
Es berührt uns immer wieder äusserst seltsam, wenn Jakob schreibt: “Unterwerft euch nun JaHuWaH!.. Naht euch JaHuWaH!” (Jak 4,7-8). Uns wird die Lehre und Weisung JaHuWaHs, die wir in der Bibel, im TaNaCH, d. h. im “AT” lesen, zusehends verbindlicher. Der TaNaCH war ja die Bibel des Jahushua von Nazareth. Wir wachsen immer tiefer hinein – sagen wir es so – wir wachsen immer tiefer in die Hausgenossenschaft, besser noch: in die Wohngemeinschaft mit JaHuWaH hinein. Je tiefer wir uns aber auf JaHuWaH einlassen, desto mehr fällt uns auf wie sich gerade Paulus und sämtliche Schreiber des “NT” von JaHuWaH entfernten. Das fällt uns bei den Schreibern des “NT” mehr und mehr auf. Ja, es kam zur totalen Entfremdung und Entfernung von JaHuWaH.
Wer in einer Bibelkonkordanz (Nachschlagewerk) das Wort Gnade sucht, ist überrascht! Das Wort Gnade wird aussergewöhnlich oft im Umgang JaHuWaHs mit seinem auserwählten Volk Israel genannt. Was uns noch mehr berührt sind die Zusammenhänge in denen das Wort Gnade vorkommt. Zum Wort Gnade kommt Barmherzigkeit, Güte, Milde, Annahme, Wiederherstellung hinzu. Natürlich sind die gerechten Gerichte in diesen Aussagen impliziert (eingeschlossen, enthalten). Das Wort Gericht heisst im biblischen Verständnis wieder herrichten, auf den guten Weg zurückbringen. In Liebe und Gerechtigkeit, über Einsicht, Erkenntnis und Wiedergutmachung führt und begleitet uns der himmlische Vater auf den rechten Weg zurück. All diese Aussagen zeigen uns das wirkliche Wesen unseres lebendigen Vaters JaHuWaH auf. Nur bei ihm finden wir alle diese Eigenschaften. Es gibt kein Volk oder religiöse Orientierung, keine Gottheit in dieser Welt, bei der wir diese Eigenschaften, diese einzigartigen Wesenszüge finden könnten, wie wir sie bei JaHuWaH finden. “Es ist gut, JaHuWaH zu preisen und deinen Namen, du Höchster, zu besingen; am Morgen zu verkünden deine Gnade und deine Treue in den Nächten
zur zehnsaitigen Laute und zur Harfe, zum klingenden Spiel auf der Zither” (Ps 92, 2-4).
aktualisiert 2024
Der Prophet Jirmeijahu (Jeremia) sprach im Geiste JaHuWaHs diese wichtigen, ja für uns lebenswichtigen, Worte aus: “…so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” (Jer 6,16). Alle Propheten bis hin zu Jahushua von Nazareth, zitierten diese Worte sinngemäss. Sie gehören zum wesentlichen Geschenk, dass uns JaHuWaH in der Beziehung mit IHM schenkt. „Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, ‘und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen’, denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht“ (Mt 11,28-30). Diese Worte waren uns, bis vor einiger Zeit, nur im christlichen Zusammenhang bekannt (in ihrer Uminterpretation auf den Gott Jesus Christus). Bis vor wenigen Jahren war Jahushua von Nazareth für uns die Gott-Person Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, so wie Paulus, seine Leute und die Kirche das lehren. Wir glaubten, die Worte in Mt 11,28-30 seien aus dem Munde der Gottheit Jesus Christus gesprochen und auf ihn bezogen. Eine gründliche Auseinandersetzung mit dem prophetischen Wort im TaNaCH (“AT”) liess uns aber diesen ruchlosen Missbrauch des Paulus durchschauen. Heute wissen wir, dass Jahushua diese Worte im Sinne und in Übereinstimmung mit allen Propheten sprach.
Eine Betrachtung über einen tiefen Wesenszug des himmlischen Vaters JaHuWaH, des Erlösers der Juden und auch unseres Erlösers. Der Pharisäer und Schriftgelehrte Jahushua spricht eine tiefe Wahrheit aus, die den meisten Menschen verhüllt bleibt. So mancher weiss mit diesem Gebot und dieser Aufforderung Jahushuas nichts anzufangen. Wer kann Demütigungen, Enttäuschungen, Missverständnisse, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Neid, Zornausbrüche, Zwistigkeiten, Intrigen und Parteiungen so leicht wegstecken, loslassen? Im Leben geraten wir immer wieder zwischen die Fronten. Meinungsverschiedenheiten sind unvermeidlich und nicht immer enden die Diskussionen friedlich. Wir sind manchmal enttäuscht und wenden uns von Menschen ab, gehen ihnen aus dem Weg. Manchmal aber müssen wir mit Menschen zusammenbleiben, auf dem Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, in der Familie usw.
aktualisiert: Januar 2023
Das hebräische Wort Thora heisst Weisung, Lehre. Was aber ist darunter zu verstehen? Gemeint ist die Unterweisung über das Wesen JaHuWaHs, Unterweisung über den Umgang mit JaHuWaH, Unterweisung über die Begegnungen, die Erfahrungen und den Umgang der Urväter und -mütter mit JaHuWaH. Da ist das Zeugnis über Melchisedek, der uns als König und Priester JaHuWaHs überliefert ist (vgl. 1Mo 14,18). Da ist uns das Zeugnis von Abraham und Sara mitgeteilt. Mit dem Vater und der Mutter des Glaubens (des Vertrauens auf JaHuWaH) ist uns der Übergang von der JaHuWaH-losigkeit (Götzendiesnst) zum Vertrauen auf JaHuWaH und damit zum verheissenen Segen für alle Völker überliefert. Thora ist Unterweisung über den Umgang der Menschen untereinander, über den Umgang mit der Schöpfung. Thora ist die Aufforderung der Menschen im Vertrauen zu JaHuWaH den Sinn eines gesegneten Lebens, eines lebenswerten Lebens zu suchen und zu finden u. v. m..