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Um der Gerechtigkeit und der Wahrheit willen!

Glaubensimpuls 769 von Gregor Dalliard am

Um der Gerechtigkeit und der Wahrheit willen, als Erinnerung: Die Berichte, die wir heute als Neues Testament über den katholischen Gottessohn Jesus Christus lesen, wurden viele Jahrzehnte nach der Hinrichtung des Juden Jahushua verfasst, und erstmals in einem Brief des Bischofs Athanasius von Alexandria, im Jahre 367 u. Z. als Kanon nachgewiesen. Vorher gab es nur viele unterschiedliche Legenden, vermischt mit einzelnen wahren Erzählungen aus dem Leben Jahushuas (Jeschuas). Jahushua (Jeschua) war immer Jude. Er ist als solcher geboren und als solcher gestorben. Er hat nie ein Christentum gegründet, auch nie eine Taufe empfangen oder gepredigt.

Das Neue Testament in seiner heutigen antijüdischen Form entstand erst im 4. Jahrhundert als klare und unmissverständliche Abgrenzung zum Judentum und zu dem Juden Jahushua (Jeschua) und zwar nach der erzwungenen Einberufung der zutiefst zerstrittenen Bischöfe des römischen Reiches durch Kaiser Konstantin. Paulus hatte nach heidnischem Vorbild aus dem Juden Jahushua (Jeschua) einen heidnischen Gott Jesus Christus gemacht. Daraus war später ein nicht enden wollender Streit unter den Bischöfen entstanden, der die Einheit des römischen Reiches gefährdete. (Siehe Gim 685).
Zurück zur Entstehung der NT-Schriften: Sie sind lange nach der Zerstörung des Tempels in Jerushalajim (im Jahre 70 u. Z.) und lange nach der Vertreibung der Juden aus Jerushalajim nach dem BarKochba-Aufstand Anno 135 u. Z. geschrieben (kombiniert) worden. Es gab in jener Zeit schon länger keine Juden mehr in Jerushalajim, auch keine Sadduzäer und Pharisäer. Innerhalb des von den Römern zerstreuten Judentums im römischen Reich gab es aber Berichte über das segensreiche Leben und Wirken des Juden Jahushua (Jeschua). Ich habe schon vor Jahren darüber geschrieben. (Siehe Gim 732; Gim 191). Ich bin überzeugt davon, dass wir um der Gerechtigkeit und der Wahrheit willen immer wieder auf diese Tatsachen hinweisen müssen, die von den Getauften bewusst und hartnäckig irreführend gelehrt und verteidigt werden. Diese Berichte waren anfänglich nur innerhalb des Judentums von Bedeutung und zwar unter jenen Juden, für die es ganz selbstverständlich war, dass Jahushua (Jeschua) ein Jude und ein Rabbi war und geblieben ist, aus dem Paulus einen griechischen Gottes-Sohn, Menschen-Gott oder Halbgott gemacht hatte. Das heisst: noch waren diese Juden nicht vermischt mit der Denkweise der heidnischen Göttertheologie, d. h. mit der babylonisch-griechischen Götterphilosophie, auch war in ihnen kein Antijudaismus, bzw. Antisemitismus zu finden, wie wir das einige Jahrzehnte später in den Schriften des “Neuen Testamentes” vorfinden.
Wie kam es zu dieser Wende? Wie es zu dieser Wende kam, das kannst du u. a. im Gim 732 lesen. Heute möchte ich wieder einmal auf das Thema “Wiederkunft Jesu” zu sprechen kommen, ein Thema das gegenwärtig in den sogenannten freikirchlichen und unabhängigen christlichen Gemeinschaften eine Hochkonjunktur oder Renaissance erlebt. Die einen leben in Angst, vor allem darüber, was da angeblich an Schrecklichem (Gericht) auf die Menschen zukommen soll, die anderen freuen sich, weil sie fest davon überzeugt sind, dass sich die Worte des Paulus jeden Augenblick erfüllen können und sich in den nächsten Tagen oder Wochen mit ihrem Menschen-Gott Jesus Christus vereinigt werden (2Thess 2,1). Wir haben es hier mit einer äusserst folgenschweren Irrlehre des Paulus zu tun.
Wie wir aus den Briefen an die Thessalonicher entnehmen, hatte sich Paulus in seinen Visionen und empfangenen Offenbarungen getäuscht, denn die Vereinigung mit dem angeblichen Menschen-Gott Jesus Christus hatte in der von ihm (Paulus) angesagten Zeit nicht stattgefunden. Andere in Thessalonich und anderswo wiederum glaubten, dass die Wiederkunft des Menschen-Gottes schon geschehen sei, und sie nun zurückgeblieben seien und das schreckliche Weltgericht erleiden müssten, das von Paulus und seinen führenden Mitarbeitern im ganzen römischen Reich gepredigt wurde. Die Angst und Verwirrung war in jenen Tagen gross. Paulus war aber nie verlegen. Er griff zu einer neuen Methode.
Wie gesagt: neben der Irrlehre der angeblichen Auferstehung des entjudaisierten Juden und zu dem heidnischen Menschen-Gott gemachten Jesus Christus, gehörte zum Kern des “Evangeliums” des Paulus und seiner Anhänger das gleich bevorstehende grausame Weltgericht und die Vernichtung der nicht Getauften. Der Gott (der Theos, nicht ELOHIM) des Paulus würde zusammen mit dem Menschen-Gott Jesus Christus gleich seine Rache in flammendem Feuer an allen nicht Glaubenden und nicht Getauften vollziehen: “… sie werden Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt, um an jenem Tag in seinen Heiligen verherrlicht und in allen denen bewundert zu werden, die geglaubt haben (und getauft wurden); denn unser Zeugnis an euch ist geglaubt worden” (2Thess 1,3-12).

“Wir bitten euch aber, Brüder, wegen der Ankunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm, dass ihr euch nicht schnell in eurem Sinn erschüttern, auch nicht erschrecken lasst, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als seien sie von uns, als ob der Tag des Herrn da wäre. Dass euch doch niemand auf irgendeine Weise verführe! Denn dieser Tag kommt nicht, es sei denn, dass zuerst der Abfall (vom “Evangelium” des Paulus) gekommen und der Mensch der Gesetzlosigkeit offenbart worden ist, der Sohn des Verderbens; der sich widersetzt (die Juden) und sich überhebt über alles, was Gott (Theos) heisst oder Gegenstand der Verehrung ist, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt und sich ausweist, dass er Gott sei.Erinnert ihr euch nicht, dass ich dies zu euch sagte, als ich noch bei euch war? Und jetzt wisst ihr, was zurückhält, damit er zu seiner Zeit offenbart wird. Denn schon ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit wirksam; doch nur, bis der, welcher jetzt aufhält, beseitigt wird; und dann wird der Gesetzlose offenbart werden, den der Herr Jesus beseitigen wird durch den Hauch seines Mundes und vernichten durch die Erscheinung seiner Ankunft”. (2Thess 2,1-8).

Wir begegnen hier einem eklatanten Widerspruch im “Evangelium” des Paulus, der augenfälliger nicht sein könnte. Die Kernbotschaft seines “Evangeliums” war bisher: Gott (Theos) hat den Juden Jahushua von Nazarerth entjudaisiert und ihn zu einem auferstandenen Gott gemacht (vgl. Röm 1,1-4; 2Kor 5,16). Jesus kommt jeden Augenblick auf den Wolken sitzend hernieder. Die an ihn Glaubenden werden gleich mit ihm vereinigt werden. Über die anderen Menschen brechen schwere Gerichte herein, gemeint sind vor allem die ihm widerstehenden Juden.
Alle seine Briefe sind voll der Lehre, dass der Menschen-Gott umgehend, gleich wieder, jeden Augenblick zurück kommt (Siehe Gim 432). Da er in seinen Jesus-Offenbarungen getäuscht worden war und sein Jesus-Gott zur angesagten Zeit nicht wiedergekommen war, stellte er seine bisherige Lehre des gleich wiederkommenden Jesus auf den Kopf. So lehrt er im 2. Brief an die Thessalonicher (Thess 2,6) ein völlig neues “Evangelium”. Er spricht von einem “Zurückhaltenden” der Vereinigung mit der Gottheit Jesu, der den „Gesetzlosen“ (Antichrist) daran hindert, bereits jetzt offen in Erscheinung zu treten. (Siehe Gim 402). Wir wussten es nicht besser und liessen uns über Jahrzehnte von einem schlechten Gewissen quälen.

Ganz herzlich grüsse ich alle mit Zef 3,17:“JaHuWaH, dein Elohim (“Gott”), ist in deiner Mitte, ein Held, der rettet; er freut sich über dich in Fröhlichkeit, er schweigt in seiner Liebe, er jauchzt über dich mit Jubel”. Das tut gut!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 16. August 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!