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Wer sind die Heiden die Jerushalajim zertreten? Die Zukunft Israels und der Menschheit

Glaubensimpuls 544 von Gregor Dalliard

(Dient als Ergänzung zum gim 529). Mit dem Einfall der Babylonier in Juda und den furchtbaren Ereignissen, die darauf folgten, waren die Überlebenden erschüttert und am Boden zerstört. Der Prophet Jeshajahu (Jesaja) bringt in diesen absolut dunklen Zustand eine lichtvolle Botschaft hinein: “Ihr aber, ihr werdet Priester JaHuWaHs genannt werden; Diener unseres Elohims wird man zu euch sagen. Ihr werdet den Reichtum der Nationen geniessen und mit ihrer Herrlichkeit euch brüsten” (Jes 61,6). Achten wir auf das Wort “werden”.
Das wird in jenen Tagen geschehen, wenn sie keinem irdischen König mehr folgen werden, sondern allein und ungeteilt JaHuWaH ihrem EINZIG EINEN König. Das wird ebenfalls in jenen Tagen sein, wenn sie keinem Priester mehr folgen werden, weil sie im ungeteilten Vertrauen auf JaHuWaH, IHM allein folgen werden. Damit sind sie von JaHuWaH selbst zu Priestern gemacht. Das scheint im heutigen Israel zwar nur begrenzt der Fall zu sein, aber es tut sich Wichtiges.

Mit dieser Botschaft des Propheten Jeshajahu (Jesaja) ist nicht irgend eine Zeit gemeint oder die kommende Zeit unter König Kyrus von Persien, der alle Stämme und Völker wieder in ihre alte Heimat entliess, die von den Babyloniern deportiert worden waren. Damals kehrten viele Juden von Babylon nach Jerushalajim heim. Der Priester Esra führte den Opferkult wieder ein. Jeshajahu spricht also von einer zukünftigen Zeit, in der sie nicht mehr auf die irdischen Priester hören werden. Sie werden auch keinen Tieropferkult mehr praktizieren. Viele werden inzwischen aus der Schrift erkannt haben, dass JaHuWaH, als ER sein Volk aus Ägypten herausführte, nichts davon gefordert oder befohlen hatte (Jer 7,21;Ps 40,7-9; Ps 51,18). Er gab das Zehn-Wort, das sie hören und umsetzen sollten und sollen. Das war der Bund.
Wir haben schon früher erwähnt: “Mit der Zerstörung des Tempels im Jahre 70 ist JaHuWaH seinem auserwählten und allezeit geliebten Volk auf die eindrücklichste Weise entgegen gekommen, so schmerzhaft der Prozess damals auch gewesen sein mochte” Gim 541.

Der Prophet Jeshajahu spricht also von der fernen Zukunft, von jener Zeit, die nach dem Ende der Herrschaft der Heiden über Jerushalajim anbrechen wird, d. h., wenn Jerushalajim von den Heiden nicht länger - nie mehr - zertreten werden darf und wird, weil Jerushalajim ab jener Zeit für immer dem Volk JaHuWaHs gehören wird, den Heiligen (d. h. den Ausgesonderten). Merken wir uns: Er spricht hier von jener Zeit, in der das definitive Ende der Heiden über Jerushalajim anbrechen wird, ein für allemal (vgl. Dan 7,27).
Es mag in Jerushalajim zu noch so schweren Kämpfen kommen (vgl. Sach 14,2), aber Jerushalajim wird den Juden nie mehr entrissen werden. Das bezeugen alle prophetischen Botschaften durchgehend. Im Gegenteil, Folgendes wird danach geschehen: “Und es wird geschehen: Alle Übriggebliebenen von allen Nationen, die gegen Jerushalajim gekommen sind, die werden Jahr für Jahr hinaufziehen, um den König, den El Eljon der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest zu feiern” (Sach 14,16).

Nun fragen wir uns: “Wer sind denn die Heiden die Jerushalajim zertreten? Wer sind die Heiden, die ein Ende dieses Verbrechens erleben müssen, bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden” (Lk 21,23-24)? Es sind die Römer, deren Macht fliessend auf die Christen, bzw. das Papsttum übergegangen ist. Rund 1'600 Jahre lang beherrschten die Christen Jerushalajim. Nach der Grundlehre der christlichen Ersatztheologie werden die Juden nie mehr ein Volk sein. Sie werden die Stadt Jerushalajim nie mehr betreten dürfen. Sie werden in dieser Stadt nie mehr das Sagen haben.
Mehr noch als das soeben Genannte: Gemäss der christlichen Ersatztheologie haben die Juden als Gottesmörder kein Existenzrecht mehr, es sei denn, sie lassen sich taufen. Aber dann sind sie keine Juden mehr und hätten damit von JaHuWaH keinen Auftrag mehr zu erfüllen. Die Christen versuchten darum, die Juden mit allen erdenklichen Mitteln auszurotten. Gemäss ihrer aktuellen Ersatztheologie wandten und wenden sie die schlimmeren Mittel und Methoden zur Vernichtung der Juden an als die Römer! Ein Glaubensbruder erinnert uns immer wieder daran: “Evangelische/Evangelikale könnten sich zwar in Sicherheit wiegen, aber wer eine heidnische römische Religion reformiert, bekommt niemals die Wahrheit, nein, der bekommt reformiertes römisches Heidentum”.

Jahushua von Nazareth spricht von dieser bevorstehenden Zeit, von der Jeshajahu sprach. Jahushua spricht von der Zerstörung des Tempels (durch die Römer) (Lk 21,5-6), von der Zerstreuung des auserwählten Volkes durch die Römer und die Getauften und vom Ende der Herrschaft der Getauften über Jerushalajim. Also sagt er: “Und sie (Juden) werden fallen durch die Schärfe des Schwertes (durch die Römer und später durch die Christen) und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; und Jerushalajim wird zertreten werden von den Nationen (zuerst von den Römern, dann lange Zeit von den Christen), bis die Zeiten der Nationen erfüllt sein werden” (Lk 21,23-24).

Wie wir im Gim 529 (siehe auch Gim 55 und Gim 523) geschrieben haben, sind mit Heiden in diesem Kontext jene gemeint, die JaHuWaH, mit IHM auch den TaNaCH, verlästern werden, indem sie die Weisungen und Festzeiten JaHuWaHs bewusst entstellen und ersetzen werden. Das sind nicht die Hindus, die Buddhisten, die Esoteriker, die Atheisten, Freidenker oder wer auch immer. Es sind religiöse Menschen (das religiöse römische Reich, das fliessend vom Christentum abgelöst worden ist), die bewusst und gezielt JaHuWaH und damit auch den TaNaCH verlästern werden, indem sie Gottheiten und Gegenordnungen zum TaNaCH schaffen werden.
Sie werden die Erfüllung dieser Gesetze, als Staatsgesetze für alle Bewohner der Erde (römisches Reich) einfordern, auch von den Juden. Sie werden alles daran setzen, die Heiligen des Höchsten, des El Eljon, aufzureiben, bis hin zum Holocaust (vgl. Dan 7,25-27). Die Worte Jahushuas von Nazareth und die Ereignisse der letzten 2000 Jahre decken sich mit den Worten Daniels. Lies, wenn möglich, den ganzen Text von Daniel (Dan 7,15-28).

Was müssen wir zur Kenntnis nehmen? Die Gründer des Christentums haben die Worte von Jeshajahu, Daniel und von Jahushua von Nazareth in Lukas, Kapitel 21, in schändlicher Weise pervertiert und missbraucht. Sie haben aus den Worten Jeshajahus, Daniels und Jahushuas von Nazareth eine antijüdische Hetzschrift, mit folgenschweren Auswirkungen verfasst. Über dieses Vorgehen sind wir heute zutiefst schockiert.
Nicht nur in Lukas Kapitel 21 ist dieser unfassbare Missbrauch dokumentiert. Diese Theologie (Ersatztheologie), diese Pervertierung des TaNaCHs (des “ATs”), durchzieht die ganze Bibel der Christen (“NT”), alle ihre folgenden Schriften, alle ihre Verkündigung und die ganze Lehrtätigkeit - bis zu dieser Stunde. Hier in Lukas 21 fällt uns die Schändlichkeit der Pervertierung direkt ins Auge. Zu ihrem eigenen Schutz haben die Redakteure diese Aussagen als „unfehlbar geoffenbartes Wort Gottes“ bezeichnet. Mit diesem ungeheuerlichen Missbrauch der prophetischen Zusammenhänge, der totalen Verzerrung und Umdeutung, sind die Getauften zu den schrecklichsten Verbrechen an den Juden und untereinander verleitet worden. Das während der langen Zeit von rund 1'600 Jahren.
Sie haben dem Volk des El Eljon, den Juden, unermessliches Leid zugefügt. Damit haben sie aber auch der Menschheit enormen Schaden zugefügt, ein Schaden, der an allen Ecken und Enden dieser Welt wirksam ist.
Darüber sind wir zutiefst schockiert. Allezeit werden wir darüber sprechen und schreiben müssen. Wir verachten keinen getauften Menschen, wir kennen unter ihnen viele vorbildliche Menschen, mit denen wir zusammen leben, aber was hier bei der Taufe unterschwellig weitervermittelt wird, mahnt uns zu äusserster Wachsamkeit und zu einer entschiedenen Ablehnung solcher folgenschwerer religiöser Irrtümer. Sie aber werden ihr beabsichtigtes Ziel niemals erreichen. Dafür sorgt JaHuWaH mit seinem Überrest, dafür sorgt das Vertrauen (Glaube) aller Propheten, jener Glaube aus dem auch Jahushua von Nazareth lebte und für den er starb: “Er (der Träger des israelitisch-jüdischen Vertrauens auf JaHuWaH) wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung” (Jes 42,4).

Merken wir uns: Früher kehrte das israeltisch-jüdische Volk jeweils aus einem bestimmten Gebiet oder Land heim, so z. B. aus Ägypten, aus Babylon usw. Bei seiner endgültigen Wiederherstellung in seinem verheissenen Land, in Jerushalajim, ruft JaHuWaH die Juden aus allen Himmelsrichtungen heim: “Und er wird den Nationen ein Feldzeichen aufrichten und die Vertriebenen Israels zusammenbringen, und die Verstreuten Judas wird er sammeln von den vier Enden der Erde” (Jes 11,12; Hes 36,24 u. v. m.). Wer sieht das Feldzeichen etwa nicht? Die Juden sind wieder in ihrem Land, in Jerushalajim.
“….dann wird JaHuWaH, dein Elohim, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus all den Völkern, wohin JaHuWaH, dein Elohim, dich zerstreut hat. Wenn deine Verstossenen am Ende des Himmels wären, selbst von dort wird JaHuWaH, dein Elohim, dich sammeln, und von dort wird er dich holen. Und JaHuWaH, dein Elohim, wird dich in das Land bringen, das deine Väter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen. Und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher werden lassen als deine Väter” (5.Mo 30,3-5).
Gibt es etwa ein sichtbareres Feldzeichen? Es ist ein Feldzeichen, das den antijüdisch und antisemitisch indoktrinierten Christen und christlich geprägten Völkern zum Entsetzen und Schrecken geworden ist, vorwiegend den Getauften Europas. Ihr Entsetzen und ihren Schrecken übertünchen sie zwar mit allen möglichen frommen, politischen und wirtschaftlichen Täuschungsmanövern. Es bahnt sich aber doch immer wieder einen Weg zum Unheil (s. UNO, EU usw.). Seit Hitler und mit Hitler ist auch der Islam mächtig gegen die Juden instrumentalisiert worden.
“Während des Zweiten Weltkriegs überzog das NS-Regime die gesamte islamische Welt mit aggressiv antisemitischer Propaganda. Auch zahlreiche islamische Geistliche unterstützten die NS-Ziele – der bekannteste war der berüchtigte Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini” (Quelle). (Siehe dazu Matthias Küntzel, Nazis und der Nahe Osten). (Quelle).

Mit den Worten des Propheten Amos wünsche ich allen einen Shabbat der zielgerichteten Freude: “Ich pflanze sie in ihr Land ein. Und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht JaHuWaH, dein Elohim” (Am 9,15).

Herzliche Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. Juni 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.