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Glaubensimpulse

"In Laubhütten (Sukka) sollt ihr wohnen sieben Tage" (3Mo 23,42). Sukkot, Teil 2

Glaubensimpuls 56 von Gregor Dalliard

Im letzten Gim 55 habe ich versucht die alles übersteigende Freude auf den Leuchter zu stellen, die uns mit dem tiefsten prophetischen Inhalt von Sukkot (Laubhüttenfest) offenbart und geschenkt ist. In diesem Gim 56 möchte ich einen weiteren wichtigen Offenbarungsinhalt, der uns mit dem Fest Sukkot geschenkt ist, auf den Leuchter stellen. Doch zuerst ein paar Gedanken vorweg.

Während des Auszugs aus Ägypten und in den Anfängen der israelitisch-jüdischen Staatenbildung bildete die Sukka eine Notwendigkeit, denn es gab in der Steppe sozusagen keine festen Wohneinrichtungen zu finden. Heute leben während des Sukkotfestes Millionen gläubiger Juden sieben Tage lang in einer Sukka (Laubhütte), sogar säkulare Juden. Vielen JaHuWaH-Gläubigen ist es von ihrer Wohnqualität her nicht möglich eine konforme Sukka zu gestalten, weil sie in einem Block wohnen, ohne Balkon, ohne Garten oder Wiese. So stellen sie symbolisch einen Zweig in ihrer Wohnung auf. Andere bauen sich symbolisch eine kleine Sukka innerhalb des Wohnzimmers oder sonst eines Raumes auf. Manche errichten ein einfaches Zelt.
Vor allem für Kinder und Jugendliche ist das jährliche Gestalten einer Sukka und das Wohnen darin von viel Freude begleitet. An den Sukkot-Tagen werden Texte über die Glaubenszeugen aus der Bibel gelesen. Der letzte Tag von Sukkot ist jeweils ein besonderer Freudentag, der Tag der Simchat Thora, d. h. “Freude der Lehre”. In diesem letzten Sukkot-Tag, der ein besonderer Freudentag ist wird die lebendige Beziehung zur Thora und dem prophetischen Wort gefeiert. Lange vorher freut man sich darauf und fängt mit der Planung an.

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"..und sollt euch vor JaHuWaH, eurem Elohim, sieben Tage freuen" (3Mo 23,33-37). Sukkot, Teil 1

Glaubensimpuls 55 von Gregor Dalliard

Das Fest Sukkot (Laubhüttenfest) geht am 8. Oktober zu Ende. Wir können in 3Mo 23, 33-44 die  Segens-Verordnungen JaHuWaHs dazu nachlesen. JaHuWaH gebietet zu diesem Fest "..und sollt euch vor JaHuWaH, eurem Elohim, sieben Tage freuen" (3Mo 33,40). Nach den eher ernsthaften und besinnlichen Tagen von Rosh HaShana (Schofarblasen zur Besinnung und Umkehr, bürgerlicher Neujahrstag) bis Jom Kippur (Grosser Versöhnungstag) ist Sukkot eine Zeit der Freude und der anhaltenden Danksagung. Ist uns einmal der tiefe prophetische Sinn dieses Festes aufgeschlossen, dann können wir uns wahrlich sieben Tage freuen. Aber nicht nur das, sondern alle Tage unseres Lebens werden wir uns freuen können und in der Danksagung verharren.
Über dieses Fest gäbe es sehr viel zu schreiben. Ich möchte an ein paar zentrale prophetisch-heilsgeschichtliche Inhalte dieses Festes erinnern, die sich noch nicht erfüllt haben, die also noch ausstehen. Gerade darum gibt Sukkot unserem täglichen Glaubensleben eine unvorstellbare Dynamik, Zuversicht und Freude! Heute möchte ich über den zentralsten Inhalt dieses Festes schreiben.

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"Doch am Zehnten dieses siebten Monats ist Jom Kippur (der Versöhnungstag)" (3Mo 23,27). Feste, Teil 2

Glaubensimpuls 54 von Gregor Dalliard

Millionen Juden und noch viele Menschen mehr, die bisher einer Kirche oder einer christlichen Gemeinschaft mit trinitarischen Statuten angehörten, feierten Rosh HaShana. An was erinnert uns dieses Fest? Dieses Fest ruft uns zur Selbstprüfung auf. Wie steht es mit meiner Beziehung zu JaHuWaH? Die Bundestreue zu JaHuWaH wir überprüft. Jeder gläubige Jude ist dazu aufgefordert. Wir, die wir zu den biblischen Quellen des Glaubens und des Lebens vorgestossen sind, auch wir sind dazu aufgefordert. Im bürgerlichen Kalender ist Rosh HaShana das Neujahrsfest. Zehn Tage nach Rosh HaShana wird das Fest Jom Kippur, das Fest der Versöhnung begangen. Dieses Jahr wurde Jom Kippur vom 25. Sept. abends bis zum 26. abends begangen. Es legt den Akzent auf die innere Wiederherstellung und die Erneuerung des Volkes JaHuWaH.

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"..meine Feste sind diese" (3Mo 23,2). Feste, Teil 1

Glaubensimpuls 53 von Gregor Dalliard

In den nächsten Glaubensimpulsen (Gim) möchte ich etwas über die Feste JaHuWaHs schreiben. In diesem Gim gehe ich auf einige wichtige Voraussetzungen ein, die für den Umgang mit den Festen JaHuWaHs von Bedeutung sind. Mit einem kurzen Hinweis auf die Verbindung der Feste JaHuWaHs mit Menschen- und Tieropfern möchte ich zur Lösung einiger Missverständnisse beitragen.
Da wir uns alle auf die Bibel als Fundament und Hort unseres Glaubens berufen, wollen wir uns mit grosser Freude und tiefem Verantwortungsbewusstsein mit dem heilsamen Willen unseres Schöpfers JaHuWaH auseinandersetzen - auch was seine Feste betrifft. Den meisten Christen ist gar nicht bewusst, dass der Schöpfer uns Menschen Feste und Feiern mit auf den Weg gegeben hat und zwar zu unserem Besten. Von den Festen JaHuWaHs ist uns vor allem in der Thora berichtet (vgl. 3Mo 23). Nach der Ordnung unseres Schöpfers JaHuWaH, der Himmel und Erde geschaffen hat, ist der siebte Monat ein Monat der Fest- und Feiertage. Nach dem gängigen heidnisch-christlichen Kalender fällt der siebte Monat Tischri auf die Monate September/Oktober.
Das Aussergewöhnliche an diesen Festen sind die prallvollen Zusammenhänge prophetisch-heilsgeschichtlicher Inhalte, die auch im wöchentlichen Shabbat zu finden sind. Das unterscheidet sie von allen christlich-heidnischen Festen. Sie sind eine wahre Augenweide, sowohl für den inneren als auch für den äusseren Menschen. Sie erquicken das moderne, geplagte Menschenherz.

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".. und er selbst fing an, Mangel zu leiden" Lk 15,14b

Glaubensimpuls 52 von Gregor Dalliard

aktualisiert 2024
Die meisten von uns wissen, was uns das Gleichnis vom “verlorenen” Sohn, besser vom barmherzigen Vater, sagen will. Das Gleichnis wird zwar unterschiedlich gedeutet, die Absicht Jahushuas ist eindeutig. Sie lässt keinen Zweifel zu. Er sagt: “Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.” (Mt 15,24). Er spricht hier auch von den “verlorenen” Schafen des Hauses Israel, aber vor allem jener Juden, die durch die Ausbeutung der Römer vor Erschöpfung JaHuWaH den Rücken zugewandt oder sich total von IHM gelöst hatten. Nach dem Tode Shlomos (Salomon) war es zur Teilung der zwölf Stämme gekommen, in das Nordreich und das Südreich. Das Haus Israel setzte sich aus den zehn Stämmen des Nordreichs zusammen. Die Assyrer deportierten die Oberschicht Israels und pflanzten fremde Völker in Israel ein. Als die Assyrer später gegen die zehn Stämme in den Krieg zogen, sind viele aus dem Nordreich ins Südreich geflohen, nach Juda und Benjamin.
Der ältere Sohn stellt im Gleichnis von Jahushua, das uns korrekt überliefert ist, Juda und Benjamin dar, das Südreich.
Das Südreich ist JaHuWaH grundsätzlich immer treu geblieben. Das bezeugt Jahushua in seinem Gleichnis: “Er (JaHuWaH) aber sprach zu ihm (zum älteren, treuen Sohn, d. h. zu Juda, den Juden): Kind, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, ist dein. Aber man muss doch jetzt fröhlich sein und sich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden und verloren und ist gefunden worden” (Lk 15,31-32).

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"Gepriesen sei, der da kommt im Namen JaHuWaHs! Gepriesen sei das kommende Reich unseres Vaters David! Hosianna in der Höhe! Und er (Jahushua) zog in Jerushalajim ein, in den Tempel" (Mk 11, 9b - 11b).

Glaubensimpuls 51 von Gregor Dalliard

Jahushua, der Pharisäer und Schriftgelehrte, war ein äusserst gesegneter Rabbi, der bei den Juden eine Umkehrwelle zu JaHuWaH auslöste, ähnlich jener Umkehrwellen wie sie jeweils von grossen Propheten in der Vergangenheit ausgelöst worden waren. Er wurde zum Anführer einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung grossen Ausmasses. Es ist unvorstellbar mit welcher Freude und mit welchem Jubel viele Juden Jahushua jeweils in Jerushalajim aufnahmen, als er hinauf in die Ewige Stadt ritt um die von JaHuWaH gebotenen Feste mitzufeiern. Das jüdische Volk wurde von den Römern grausam gedemütigt. Die Ausbeutung nahm unerträgliche Ausmasse an. Umso mehr hingen sie an den einflussreichen und JaHuWaH-treuen Jahushua aus Nazareth. Diese Begeisterung weckte den Unmut der Römer. Die Frage der römischen Herrscher war: Wie können wir die Juden von ihrem JaHuWaH und seinen Verheissungen trennen, sie assimilieren? Wenn wir sie uns gefügig machen könnten, wie alle anderen unterworfenen Völker auch, dann würden wir nicht länger mit soviel Widerstand konfrontiert sein. Die verlustreichen kriegerischen Auseinandersetzungen mit den Juden würden ein Ende haben.
Jahushua tat aber das genaue Gegenteil von dem was die römischen Herrscher beabsichtigten. Flächendeckend rief er die Menschen zu einer neuen Hingabe an JaHuWaH und sein heilsames Gesetz auf: “Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu tun. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist”. Das war Klartext, gerichtet an die Römer und jene Priester im Tempel (Sadduzäer) die aus unterschiedlichen Gründen mit den Römern zusammenarbeiteten.*

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"Denn die Berge mögen weichen und die Hügel weichen, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht JaHuWaH, dein Erbarmer" (Jes 54,10)

Glaubensimpuls 50 von Gregor Dalliard

Dieses Wort birgt die ganze Liebe und Zuwendung des himmlischen Vaters JaHuWaH zu seinem auserwählten Volk in sich. Dieses Volk war, ist und wird ein Segen sein für alle Geschlechter der Erde. Das iraelitisch-jüdische Volk wurde vom Heiligen Vater über Abraham, Isaak und Jakob für den Segensdienst erwählt: “und ich will dich zu einer grossen Nation machen und will segnen, die dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen (d.h. richten), und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!” (1.Mo 12,2-3, vgl.1.Mo 18,18; 22,18; 26,14 u.a.m.)

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"Glücklich der Mensch, der in dir JaHuWaH stark ist" (Psalm 84,6).

Glaubensimpuls 49 von Gregor Dalliard

Diese wunderbare Erkenntnis kann auch so formuliert werden: “Glücklich der Mensch, dessen Stärke in dir JaHuWaH ist”; “wohl den Menschen, die dich JaHuWaH für ihre Stärke halten”; “glücklich der Mensch, der in dir JaHuWaH stark ist” u.a.m. Nicht selten hören wir zu diesem Vers folgende oder ähnliche Bemerkungen: “Solche Bekenntnisse im TaNaCH (“AT”) rühmen doch nur die vielen Gewalttaten bei der Landnahme unter Moshe, Josua und die vielen Überfälle und Kriege Davids und anderer Israeliten und Juden. All dies geschah doch immer unter dem Deckmantel des betreffenden Landgottes. Damit wurden doch die eigenen Gewalttaten legalisiert und gerechtfertigt. Für Israel war es einfach der Landgott JaHuWaH der dafür herhalten musste”.

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"Heilige sie durch die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit" (Joh 17,17). Die Taufe bescheinigt die Zugehörigkeit zur christlichen (römisch-katholischen) Ideologie und die klare Ablehnung des Judentums (Ersatztheologie)

Glaubensimpuls 48 von Gregor Dalliard

“Der Umgang der christlichen Kirchen mit dem biblischen Offenbarungsgut ist sonderbar. Es ist ein nicht nachvollziebares Verhalten, das allen Regeln der Redlichkeit, des Anstandes und der Wahrheit widerspricht.” Das sind Worte eines enttäuschten Katholiken, der eine leitende Funktion in der katholischen Kirche innehat. Er hatte sich nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, wie viele Katholiken, vorgenommen, die biblische Offenbarung in ihrem geschichtlichen und heilsgeschichtlichen Zusammenhang zu studieren. Dabei entdeckte er die Thora, die Propheten und Schriften ganz neu und zwar in ihrem Zusammenhang.
Die theologischen Hochschulen vermitteln offiziell ab dem 4. Jh., seit den Konzilien von Nizäa 325 und Konstantinopel 381, eine religiöse Ideologie, die aus einer Mixtur besteht. Hellenistisch-römisches Gedankengut, Philosophie, heidnische Praktiken, mit etwas TaNaCH (“AT”) vermischt, prägen seither das religiöse Denken, Lehren und Handeln der katholischen Kirche. Unterschiedlich stark sind die reformatorischen Kirchen und Freikirchen davon geprägt.

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"und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan" (1 Kor 14,32).

Glaubensimpuls 47 von Gregor Dalliard

Diese Aussage des Paulus hat schon manche heisse Diskussion entfacht. Wie können Propheten anderen Propheten untertan sein? Was soll das? Ist es nicht JaHuWaH, unser himmlischer Vater, der Schöpfer aller Geschöpfe, der seinen Geist den Propheten gab und gibt? Die  Bibel bestätigt uns diese Wirklichkeit bei sehr vielen bedeutenden heilgeschichtlichen Ereignissen. So lesen wir immer wieder im TaNaCH (“AT”), d. h. in der Thora, den Propheten und Schriften “.. und der Geist JaHuWaHs kam über ihn” (vgl. 4 Mo 24,2). Diese Geisteskraft des himmlischen Vaters, die auf einen Menschen herabgekommen ist – oder herabkommt, wird tragischerweise schändlich missbraucht. Dieser Geist wird in den christlichen Kreisen mit einem Vogel, einer Taufe, dargestellt. Wir lesen in Lk 3,21-22: “Es geschah aber, als das ganze Volk getauft wurde und Jesus getauft war und betete, dass der Himmel geöffnet wurde und der Heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.”
Erstens wissen wir, dass kein Jude jemals jemanden christlich taufte. Zweitens wurde das jüdische Volk nicht getauft, schon gar nicht mit der christlichen Taufe. Zur Zeit des Jochanan (Johannes) und des Jahushsua von Nazareth gab es überhaupt noch keine christliche Taufe. Die christliche Taufe wurde erst lange nach dem Tode des Jahushua praktiziert. Drittens ist damit klar, dass Jahushua von Nazareth nie getauft worden ist. Viertens konnte darum kein heiliger Geist “in leiblicher Gestalt, wie eine Taube auf Jahushua herabstiegen sein. Damit sind fünftens die Worte “und eine Stimme aus dem Himmel kam: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden,” ein schändlicher Missbrauch, den sich die Gründer des Christentums anmassten. Fünftens wird der Heilige Geist im TaNaCH nie als Person, als Gott-Person bezeugt, sondern in der hebräischen Sprache als rûaḥ (רוּחַ) (sprich: ruach) bezeichnet. Als solcher wird er im TaNaCH 378 Mal erwähnt. Das Wirken JaHuWaHs wird dargestellt als “Lebensatem”, als eine dynamische Kraft, als Sturm, als ein Wind, ein Wehen, ein Brausen, ein stilles sanftes Säuseln, etwas Schwebendes oder Vibrierendes und mit ähnlichen Kraftwirkungen JaHuWaHs.

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