Immer wieder fragen mich suchende Glaubensgeschwister nach einer Gemeinde, die aus Menschen besteht, die sich wie wir, nach den tieferen zusammenhängenden Inhalten der Thora ausstrecken. Nun ist es aber so, dass dieser Weg, den wir seit einiger Zeit gehen, der Lehre der Kirchenväter und damit der christlichen Tradition entgegensteht. Leider ist das so. Die Glaubenslehren der christlichen Kirchen und Gemeinden sind auf der altgriechischen Theologie, Philosophie und Ideologie aufgebaut. Das zu wiederholen und zu betonen macht uns kein bisschen müde.
Wir schlossen den letzten Gim mit der folgenden Aussage ab: “Einzig die Liebe zu JaHuWaH verändert den Menschen. Die Thora lehrt die JaHuWaH-Liebe, die mit der Nächstenliebe einherschreitet, als die höchste und wichtigste Weisung im Leben eines Menschen. Was alle gläubigen Juden, alle Propheten und Rabbis bis dahin bestätigten, das bestätigte auch Jahushua von Nazareth.” Gerne wollen wir uns an diese Grundregel, die ein erbauliches Zusammenleben immer wieder neu ermöglicht, erinnern und sie mit grosser Bereitwilligkeit umsetzen:
Im letzten Gim wiesen wir auf die völlig unterschiedlichen Inhalte der christlichen und moslemischen Religionen hin, im Verhältnis zu dem Offenbarungsgut des israelitisch-jüdischen Volkes. Nehmen wir diese beiden Religionen, diese Pseudo-Gemeinden, im Lichte der Geschichte unter die Lupe, dann fallen uns ihre grenzenlosen Gewalttaten, ihre Kriege, Kriegsverbrechen und Gräueltaten auf, die wir in diesem Ausmass im Judentum niemals vorfinden. Selbst dann nicht, wenn wir mit äusserster Akribie alle Vergehen der Juden im Detail zusammenzählen wollten, obwohl das israelitisch-jüdische Volk auf eine viel längere Existenz als das Christentum und der Islam zurückblicken kann. Schon allein diese Tatsache müsste uns zu denken geben. Seit einer fast zweitausendjährigen Verfolgungszeit vermochte der Vatikan, selbst mit der späteren Hilfe des Islam, die Gemeinde JaHuWaHs nicht auszulöschen.
Wir machten uns im letzten Gim Gedanken über die biblische Gemeinde und die Nachfolge. Schon länger stellen wir Folgendes fest! Die wenigsten Christen wollen sich dem biblischen Zeugnis, über das was die Gemeinde JaHuWaHs ist, stellen, umkehren und JaHuWaH folgen – im Geiste Jahushuas. Sie weichen dem “Blick”, den “Augen” JaHuWaHs, aus. Sie suchen nach tausend Ausflüchten, weil sie sich weigern in sein “Angesicht” zu schauen, wie das übrigens Jahushua mit grosser Freude und mit voller Überzeugung tat, alle Tage seines Lebens. Zwei Fakten machen diese Tragik noch grösser.
Was ist das Grösste und das Wesentlichste das die wahre biblische Gemeinde kennzeichnet?Abraham glaubte, d.h. er vertraute JaHuWaH. In diesem Vertrauen wurde Abraham von JaHuWaH gerechtfertigt: “Und er vertraute (glaubte) JaHuWaH; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an” (1Mo 15,6). Über Abraham kam die unverdiente Gnade JaHuWaHs, diese überströmende, nicht erworbene Liebe, auch zu uns, zu dir und zu mir. Das ist der Grund zur Freude! Abraham liess sich entschieden, mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Kraft, auf JaHuWaH ein. Er wird darum Freund JaHuWaHs genannt (2.Chr 20,7 ; Jes 41,8). Ist das nicht wunderbar? Sind wir auch Freunde JaHuWaHs, Freunde dessen der uns gebildet hat?
Im letzten Gim habe ich auf die biblische Gemeinde hingewiesen. Mit grosser Freude und Dankbarkeit wollen wir uns damit auseinandersetzen. Wir wissen wohl wie herausfordernd dieses Thema ist. Um der Gerechtigkeit willen wollen wir diesem Thema nicht ausweichen, selbst wenn es uns viel Feindschaft einbringen wird. Die Unwissenheit, die biblische Unkenntnis, treibt aufrichtige treue Christen zu Reaktionen an, die wir ihnen gerne nachsehen wollen.
Wir reden von der Gemeinde, die sich JaHuWaH aus reiner Liebe erwählte (vgl. 5Mo 7,6-8) und der er sich anvertraute (vgl. Ps 147,15-20). Diese Liebe galt schon den Vätern (vgl. 5Mo 4,37). Ihr gab er die gesunden und notwendigen Lebensprinzipien, in denen jeder Mensch sein Lebensrecht hat (5Mo 8,3b). Seiner Gemeinde hält er allezeit die Treue (vgl. Jer 31,36), trotz der gelegentlich berechtigten und harten Wiederherstellungsgerichte (2Kö 17). In den schwersten Demütigungen und Verfolgungszeiten sprach er seiner Gemeinde sein Erbarmen, d.h. seine Wiederherstellung, zu (vgl. 5Mo 32,35-36; Ps 135,14). Die Wiederherstellungsgerichte werden von den Christen fälschlicherweise als Verwerfung Israels vermittelt, die bis zum Ende der Tage anhalten soll.
Wir sind beim Thema: "..und in seine Herrlichkeit eingehen?“ (Lk 24,26). Jahushua freute sich mit all seinem Wesen, wie alle Gläubigen aus dem israelitisch-jüdischen Volk, wieder in die Herrlichkeit des Vaters zurückkehren zu dürfen, die jeder Mensch hatte, bevor die Welt grundgelegt war und bevor ein Mensch auf dieser Welt überhaupt Mensch werden konnte. JaHuWaH hat die Herrlichkeit vor Grundlegung der Welt in alle seine Werke und in alle Menschen hineingelegt. In jeden von uns. Wie ist das möglich? Er ist der “König der Herrlichkeit” (vgl. Ps 24,7-10), m.a.W.: Er ist die Herrlichkeit. Ein Leben in und mit JaHuWaH ist darum ein Leben in Herrlichkeit. In allen nur erdenklichen Weisen bezeugt und preist die Bibel JaHuWaH als den “König der Herrlichkeit”. Der Geist des Vaters, JaHuWaH selbst, ist alles Leben und hat alles Leben in sich. Sein Wort ist das Leben. JaHuWaH sprach und es wurde! Nichts ist, das nicht als Geist von seinem Geist und aus seinem Geist leben würde oder das nicht aus seinem Geist geschaffen worden wäre. Einfach wunderbar!
"..und in seine Herrlichkeit eingehen" (Lk 24,26), ist das Thema dieses Gims. Dem Eingang in seine Herrlichkeit ging die Verfolgung und die Ermordung durch die Römer voraus. In der sehr kurzen Zeit seines Wirkens richtete Jahushua die verfolgten “Schafe” des himmlischen Vaters auf. Sie waren durch die Römer gedemütigt, entrechtet und entwürdigt. Viele waren zu jener Zeit am Ende ihrer Kräfte, waren der Verzweiflung nahe. Sie konnten kaum noch an die Gegenwart JaHuWaHs und an seine Verheissungen glauben. Innerhalb der Juden war Jahushua sehr beliebt. Das Gegenteil von dem was uns die überarbeiteten Berichte (NT) der frühen Kirchenväter vermitteln. Sein Zeugnis für JaHuWaH war wirkungsvoll, wie das der grossen Propheten und Rabbiner. Er richtete die Zuhörer wieder auf, führte verlorene Schafe zu JaHuWaH zurück, half ihnen zum Durchhalten. Das bestätigen die hebräischen Urzeugnisse, die wir als Schlüsselbeweise aus den Berichten (NT) erkennen können.
Wir sind beim Thema Verfolgung, bzw. “dies leiden”, aus dem Bericht von Lukas (Lk 24,26b). Es ist die Fortsetzung vom letzten Gim. Doch lasst mich zuerst das Glaubensbekenntnis mit Lob und Dank bekennen, das uns der Prophet Jeshajahu (Jesaja) in wunderbarer Weise, im Auftrag JaHuWaHs, zusammengefasst übermittelte. Es war auch das beharrliche Glaubensbekenntnis des Jahushua von Nazareth. Es ist unser Bestreben mit ihm in seinem Glauben eins zu sein. Sind wir mit dem Vater eins, dann sind wir auch mit Jahushua eins, so wie die treuen Propheten und die treuen Gläubigen des auserwählten Volkes mit dem Vater eins waren.
Im letzten Gim sprachen wir etwas über den hebräischen Begriff “HaMashiach” (deutsch: “Gesalbter”, lateinisch: “Christus”), im biblisch-prophetischen Kontext und dem Missbrauch dieses Begriffes durch die Gründer des Christentums. Der Jahushua von Nazareth war ein Gesalbter, ein Mashiach, ein Christus, im israelitisch-jüdischen Sinn, d.h. wie viele andere vor und nach ihm. Nun kommen wir zu der Aussage “Musste nicht der Mashiach, (Gesalbte, Christus) dies leiden..?”, (Lk 24,26b). Es geht um die Leiden, denen jeder Mashiach ausgesetzt ist! Ich möchte dieses heikle Thema in diesem und im nächsten Gim etwas erörtern.