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Noch einmal: Noomi und Ruth: "Dein Volk ist mein Volk, dein Elohim ist mein Elohim" (Rut 1,16).

Glaubensimpuls 775 von Gregor Dalliard am

Im Anschluss an unser Bibeltreffen vom letzten Sonntag möchte ich auf den Gim 772 zurück kommen. Was Ruth über Noomi erkannte und erfahren durfte ist herzergreifend: “Dein Volk ist mein Volk, dein Elohim ist mein Elohim” (Rut 1,16). Ruth hatte erkannt und verstanden, dass der Elohim JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste anders ist als es die heidnischen Götter sind, anders als ihr Gott Kemosch, dem in grausamer Weise Kinder geopfert erden mussten, weil er sie in seinem Zorn von seinen Anbetenden forderte. Über Noomi hatte Ruth erkannt, dass JaHuWaH kein zorniger und rächender Gott ist, der SEINE Geschöpfe mit allerlei Quälereien plagt, um sie sich gefügig zu machen und zur Umkehr zu zwingen. Sie hatte verstanden, dass bei JaHuWaH die Liebe zu den Menschen die treibende Kraft all SEINES Handelns ist: “Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht JaHuWaH, dein Erbarmer” (Jes 54,10).

JaHuWaH bewirkt kein Leid, das hatte sie verstanden. Bei IHM gibt es nur Lösungen (Erlöser). Jeder Mensch zieht sich selbst ins Leid, wenn er die Beziehung und das Vertrauen auf JaHuWaH verlässt oder nicht kennt, schlimmer noch: wen er sogar JaHuWaH bekämpft, wie bei Getauften üblich; man kann nur JaHuWaH lieben oder Theos. Das kann schlimme Folgen nach sich ziehen, niemals aber können wir JaHuWaH Zorn und Rache unterstellen, wie uns das selbst Texte aus dem TaNaCH (“AT”) immer wieder vermitteln wollen. Obwohl JaHuWaH als EINZIG EINER bekannt war, brach die heidnische Vorstellung eines strafenden und rachsüchtigen Gottes immer wieder in die Gedanken und in das Leben des auserwählten Volkes ein. Dieser Einfluss breitete sich über die ägyptische, babylonisch-persische und griechische Kultur immer wieder neu unter den Israeliten aus. Die Propheten scheuten sich nicht, dagegen vorzugehen.
Unter vielen Leiden gingen die Propheten diesen Weg der Treue. Das taten auch die ihnen folgenden Zeugen der Juden im Laufe der Geschichte. Und wie schon oft gesagt: Sie taten es trotz der leidvollen Grausamkeiten und immensen Verbrechen, die ihnen im Laufe der vergangenen fast 2000 Jahre vor allem von den Getauften zugefügt worden sind. Wir können nicht genug betonen, dass sich folgende Verheissungen JaHuWaHs an SEINEM Volk bewahrheiteten und erfüllten: “Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen” (Jes 42,4). “Seht, das ist mein Knecht, den ich halte” (Jes 42,1). “Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich… zum Licht der Nationen” (Jes 42,6). (Siehe zu Knecht: Gim 330; Gim 272). Es gab und gibt auch zu allen Zeiten religiös-jüdische Einrichtungen die tragischerweise JaHuWaH zu einem Götzen gemacht haben und machen (z. B. goldenes Kalb).

“Und Elohim sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sagen: JaHuWaH (JHWH), der Elohim eurer Väter, der Elohim Abrahams, der Elohim Isaaks und der Elohim Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation” (2Mo 3,15). Das ist ein klares Zeugnis, das keine Umdeutung zulässt. Wer diesen Namen umdeutet, schadet sich selbst und seinen Mitmenschen. Da nützt kein Ersatz etwas, weder reich gestopfte Rituale im Alltagsleben noch fasten und beten zum christlichen Theos z. B. Ein solcher Mensch springt gleichsam aus dem Segen JaHuWaHs heraus und sucht sich im Ersatz Hilfe und Führung für sein Leben und das seiner Mitmenschen. Das auserwählte Volk sollte und soll für alle Menschen dieser Erde Vorbild im Vertrauen (im Glauben) und in der Treue zu JaHuWaH allein sein.
“Und nun spricht JaHuWaH, der mich von Mutterleib an für sich zum Knecht gebildet hat, um Jakob zu ihm zurückzubringen und damit Israel zu ihm gesammelt werde – und ich bin geehrt in den Augen JaHuWaHs, und mein Elohim (“Gott”) ist meine Stärke geworden –, ja, er spricht: Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, um die Stämme Jakobs aufzurichten und die Bewahrten Israels zurückzubringen. So mache ich dich auch zum Licht der Nationen, dass meine Rettung reicht bis an die Enden der Erde. (Jes 49,5-6).
Welch ein Auftrag ist das?! Der Prophet (und mit ihm alle Treuen JaHuWaHs) führt nicht nur die untreuen Juden zurück in die Beziehung zu JaHuWaH, sondern alle Menschen sollen in diese Beziehung geführt werden; denn das ist ihre Rettung, ihr innerer Friede. Das ist das Evangelium, die frohe Botschaft, die der Prophet Jeshajahu (Jesaja) und mit ihm alle, die wie Abraham in der Beziehung mit JaHuWaH leben, bis an die Enden der Erde tragen. Das ist das Licht, das zu jedem Menschen getragen wird, bis an die Enden der Erde. Dieses Evangelium JaHuWaHs und der Propheten lehrt auch Rabbi Jahushua (Jeschua) mit dem ganzen Einsatz seiner Kräfte.

Vergessen wir nicht, irregeleitete religiöse Führer übertrugen und übertragen zu jeder Zeit menschliche Eigenschaften auf den Elohim JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten aber auch auf ihre Götzen. Warum tun sie das? Eben, weil Götzen menschenähnlich gemacht werden müssen und JaHuWaH von keinem Menschen gesehen und am Leben bleiben kann: “Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben” (2Mo 33,20). Weil aber Menschen überheblich sind, legen sie sich ein Angesicht, ein Wesen JaHuWaHs zurecht, das ihnen passt. Sie schaffen sich materielle Gottheiten (sichtbare Bilder und Gestalten) mit den entsprechenden theologisch-philosophischen geistlichen Lehren (Bildern). So kursiert z. B. im Internet ein steinerner Götzenkopf mit vier Augen, drei Nasen und Munden und zwei Ohren aussen, als angeblicher Beweis für die Trinität. Sie machen Menschen zu Göttern, zu Gottessöhnen, zu Menschengöttern, zu Halbgottheiten. Diese umgeben sich mit einem Fluidum der Abgehobenheit, der Geistlichkeit, was Massen von Menschen beeindruckt und verführt. In diesem Schein vermitteln sie den Suchenden ihre Irrlehren, erklären ihnen wie Gott beschaffen ist (aussieht), indem sie ihnen genau sagen was sie wie zu glauben haben um in den Himmel zu kommen. Alles das aber steht JaHuWaH und SEINEM liebenden Wesen entgegen, ebenso dem Menschen den JaHuWaH in SEINEM Bilde geschaffen hat. Vertrauen auf die Gegenwart JaHuWaHs: “Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Habe keine Angst, denn ich bin dein Elohim! Ich stärke dich, ja, ich helfe dir, ja, ich halte dich mit der Rechten meiner Gerechtigkeit” (Jes 41,10). (Siehe dazu Ps 23). Das sind Jahrtausende alte Zeugnisse, die sich bewährt haben.

Darum verstehen wir die Radikalität, mit der Moshe in jenen Tagen das auserwählte Volk aufforderte zu handeln: “Du sollst dir kein Götterbild machen, irgendein Abbild (Vorstellung) dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist” (5Mo 5,8). “Die Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen. Du sollst nicht das Silber und das Gold⟨, das⟩ an ihnen ⟨ist,⟩ begehren und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn ein Gräuel für JaHuWaH, deinen Elohim, ist es” (5Mo 7,25).
“Dumm steht da jeder Mensch, ohne Erkenntnis, beschämt jeder Goldschmied wegen des Götterbildes. Denn Lüge sind seine gegossenen Bilder, Leben haben sie nicht” (Jer 10,14). Dazu gehört ebenfalls das geschnitzte Götzenbild von Jesus in der Krippe und am Kruzifix. Wer diesen Jesus gegen den Willen seiner Kirche reformiert, bekommt nicht etwa die Wahrheit, nein, derjenige bekommt einen reformierten Götzen.

Seit uralten Zeiten übertragen die Menschen ihre Charaktere, ihr menschlichen Eigenschaften, die guten und die bösen, auf den Elohim JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten z. B. Darum sind die Gedanken und Sichtweisen der Menschen über das Wesen JaHuWaHs falsch. Darum sind die meisten Auslegungen der Bibel (TaNaCH) falsch “Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JaHuWaH” (Jes 55,8). Auch dieses Zeugnis kann nur ein demütiger Mensch voll Dankbarkeit und Freude bejahen, ebenso auch folgendes: “Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht JaHuWaH, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren” (Jer 29,11).
Im Gleichnis von Lk 15,11-32 wird uns das Wesen des Elohims JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten in sehr anschaulicher Weise dargestellt. Nur wird dieses Wesen von Lukas in frevelhafter Weise, wissentlich oder unwissentlich, auf die griechische Erlöser-Gottheit übertragen, genannt Christos, lateinisch: Jesus Christus. Jahushua (Jeschua), der Jude, hiess nie Christos, oder Jesus Christus. Wäre er wirklich der Messias Israels und der Erlöser der Menschheit, wer hätte sich bloss diesen schändlichen und unermesslichen Frevel erlauben können, ihn in den griechischen Namen Christos oder in den lateinischen Jesus Christus umzutaufen. „Jesus“ ist sowieso eine Schande; „Je“ steht für „JaH“ und „Sus“ ist der lateinische Name für die Gattung der Schweine. Es handelt sich bei diesem Namen nicht um eine Übersetzung, was an sich schon schändlich wäre, es geht um einen antijüdischen Frevel; denn der römische Staat war von der babylonisch-griechischen Philosophie, dem Personenkult und der Vielgötterei durchdrungen. Seine Führer wollten mit den Juden gar nichts zu tun haben, die allein an den EINZIG EINEN Erlöser JaHuWaH glaubten und sich offen zu IHM bekannten: “Unser Erlöser, JaHuWaH der Heerscharen ist sein Name, der Heilige Israels!” (Jes 47,4). “Doch ich weiss: Mein Erlöser lebt; und als der Letzte wird er über dem Staub stehen” (Hi 19,25). Christos oder Jesus Christus ist ein Gottessohn des griechischen Vatergottes Zeus, denn JaHuWaH, der Erlöser Israels hat keinen sexuellen Verkehr mit Frauen, muss keinen Sohn zeugen, der IHN dann mit seinem Blut umstimmen und versöhnen muss. Das Umstimmen braucht er nicht, das ist typisch heidnische Tradition. “Zeus paart sich mit vielen Göttinnen und Menschenfrauen und zeugt mit ihnen Götter, Göttinnen, Halbgötter, Helden”. (Quelle).

Wir sind der Familie Elimelech und Noomi, und ganz speziell der Noomi, von ganzem Herzen dankbar für ihre Treue zu JaHuWaH und das in Mitten eines heidnischen Volkes. Über die Auswirkungen dieser Treue können wir nur staunen und bleiben voll des Dankes. Selbst wenn in unserem Umfeld noch nichts von diesem Segen sichtbar ist; wir bleiben gelassen und vertrauensvoll dran und tragen für unsere Mitmenschen die Gedanken JaHuWaHs in unseren Herzen. Wie oben gesagt: “Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht JaHuWaH, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren”. Mit diesem verborgenen Schatz in unseren Herzen versuchen wir jeden Tag guten Mutes den Umgang mit unseren Mitmenschen zu leben.
Seid herzlich gegrüsst und gesegnet im Vertrauen auf die Gegenwart des Elohims JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten: “Auch wenn ich wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unheil, denn du bist bei mir; dein Stecken (wehrt die feindlichen “Tiere” ab) und dein Stab (führt mich in die Geborgenheit bei dir), sie trösten mich. Shabbat Shalom.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 18. Oktober 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!