Der Neue Bund: "Ich lege mein Gesetz in ihr Inneres und werde es auf ihr Herz schreiben (Jer 31,30)."
Glaubensimpuls 774 von Gregor Dalliard am
Ein Glaubensbruder bereichert und ermutigt uns mit diesem Glaubensimpuls auf unserem Weg. Es geht JaHuWaH immer um die persönliche Beziehung zu SEINEN Geschöpfen, die ER ja alle in SEINEM Bilde geschaffen hat. In dieser Beziehung will ER uns glücklich machen, egal, was wir alles erleben. Der Neue Bund soll und will also auf unsere Herzen geschrieben sein, nicht mehr auf Steintafeln und Pergament. Ist das nicht wunderbar, aber auch eine Herausforderung, die uns mit JaHuWaH zusammen gelingt. Also hören wir, was uns Jürgen HaShomer zu sagen hat:
Neues Testament vs. neuer Bund.
Jer 31:31-37 Elbf.: “Siehe, Tage kommen, spricht Jahwe (JHWH, JaHUaH), da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen werde: (Anm.: Christen sind hier klar ausgenommen) nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern gemacht habe an dem Tage, da ich sie bei der Hand faßte, um sie aus dem Lande Ägypten herauszuführen, (Anm.: Bei diesem Exodus waren keine Christen dabei.) welchen meinen Bund sie gebrochen haben; und doch hatte ich mich mit ihnen vermählt, spricht Jahwe. Sondern dies ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen werde nach jenen Tagen, spricht Jahwe: Ich werde mein Gesetz (Anm.: MEINE Torah! [nicht Moses Torah]) in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben; und ich werde ihr Gott (ELoHIM), und sie werden mein Volk sein. Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennet Jahwe! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht Jahwe. Denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nicht mehr gedenken. - So spricht Jahwe, der die Sonne gesetzt hat zum Lichte bei Tage, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zum Lichte bei Nacht, der das Meer erregt, und seine Wogen brausen, Jahwe der Heerscharen ist sein Name: Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen werden, spricht Jahwe, so soll auch der Same Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage. So spricht Jahwe: Wenn die Himmel oben gemessen, und die Grundfesten der Erde unten erforscht werden können, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie getan haben, spricht Jahwe”.
Meines Erachtens ist der prophetische neue Bund (Vers 33) ein Bund, der so neu ist, dass er bis heute unbekannt ist. Ich lese: „….auf ihr Herz schreiben“.
JaHUaH stellt die Beziehung zu Seinem Volk Israel auf eine völlig neue Basis, was die Basis für die Neue Weltordnung JaHUaHs ist - Stichwort: Friedensreich. Das hat es hier noch nie gegeben, woanders schon. Diese Stelle vom neuen Bund wird von den Getauften dahin gehend interpretiert, dass es sich bei der Erfüllung um das katholische „Neue Testament“ handeln soll, das damals auf Papyrus geschrieben wurde. „‘Papyrus’ ist geduldig“, heisst es (oder so ähnlich), und man stelle sich vor, das „NT“ wäre wirklich der neue Bund…. Wir hätten in der Tat zwei verschiedene neue Bünde: den einen auf Papyrus mit viel katholischer Theologie und den anderen auf den Herzen des Hauses Israel (10 Stämme) und des Hauses Juda (2 Stämme+Levi). Wäre das „NT“ die Erfüllung dieser Weissagung, dann hätte sich JaHUaH das mit: „Bete Jesus u. a. nicht an und diene ihnen nicht,“ anders überlegt. Wenn das, was christlicherseits der neue Bund sein soll, wirklich der neue Bund wäre, dann entspräche die Ersatz- Substitutions- oder Enterbungstheologie der Wahrheit. Prüfen wir gemäß 1Thess 5:21: „prüfet aber alles, und das Gute behaltet“, welches der wahre neue Bund ist; dann schlage ich vor, zu versuchen, beide ganz „locker vom Hocker“ mit einem Zündholz anzuzünden. Der Bund, der die Feuerprobe übersteht, wäre dann der wahre Bund.
Und der neue Bund hat eine weitere Konsequenz: wie sieht das dann mit den heute bekannten Torah-Rollen aus? Da sie nicht auf die Herzen sondern auf Steintafeln und Pergament geschrieben wurden, wäre der neue Bund aus Jeremia 31 auch ihr Ende. Wie lange die ersten Steintafeln gehalten haben, ist uns ja bestens überliefert.
“Und sie werden nicht mehr ein jeder seinen Nächsten und ein jeder seinen Bruder lehren und sprechen: Erkennet Jahwe! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Größten, spricht Jahwe”.
Ich stelle mir vor, ich würde einem „NT“-gläubigen Christen sagen: „Erkenne Jahwe“ (auch JaHUaH, JaHUëH [nicht Jehovah]). Da er angeblich in seinem neuen Bund lebt, müsste dies für ihn selbstverständlich sein. Er würde mir stattdessen wohl unverzüglich durchgeben, dass das der Gott der Juden ist, und mit dem darf er als Christ nichts zu tun haben, wenn er den Namen überhaupt kennt. Der neue Bund bei Jeremia (Jirmejahu) hat folglich eine völlig andere Zielsetzung als das sogenannte Neue Testament, und beide Zielsetzungen widersprechen einander diametral.
5Mo 4:1-2 Elbf.: “Und nun, Israel, höre auf die Satzungen und auf die Rechte, die ich euch lehre zu tun, auf daß ihr lebet und hineinkommet und das Land in Besitz nehmet, welches Jahwe, der Elohim eurer Väter, euch gibt. Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon tun, damit ihr beobachtet die Gebote Jahwes, eures Gottes, die ich euch gebiete”.
Das heißt, dass Mose sich mit heidnischen Religionen (Ägypten) auskannte und ahnte, dass gewisse Heiden ein Neues Testament an das jüdische sogenannte Alte Testament (Tanach) anhängen würden. Den Heiden hatte er nichts zu sagen, aber seinem hebräischen Volk schon. Also hat Mose seinem Volk das „NT“ verboten; und dieses Verbot gehört in dieselbe Kategorie wie das Zehnwort (sogenannte 10 Gebote auf Hebräisch).
“Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesicht weichen werden, spricht Jahwe, so soll auch der Same Israels aufhören, eine Nation zu sein vor meinem Angesicht alle Tage. So spricht Jahwe: Wenn die Himmel oben gemessen, und die Grundfesten der Erde unten erforscht werden können, so will ich auch den ganzen Samen Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie getan haben, spricht Jahwe”.
Die Ersatz- Substitutions- oder Enterbungstheologie besagt, dass Israel von „Gott“ verworfen worden sei, und dieser „Gott“ jetzt seine Heilsgeschichte mit „uns Christen“ macht. Die Voraussetzungen für ein derartiges Verwerfen lesen wir im vorangehenden Vers: Zuerst müssen der Himmel gemessen und die Grundfesten der Erde erforscht werden können. Beides ist bis heute nachweislich nicht geschehen, was der Ersatztheologie den Boden unter den Füßen weg zieht. Und wer sich auf den Standpunkt stellt, dass die Ersatztheologie wahr ist, sollte wissen, dass ein Punkt in der Geometrie per Definition keine Ausdehnung hat, und das ist viel weniger als ein Quadrat-Mykrometer (μm2) - und da stellen die sich drauf? (Ein menschliches Haar hat im Vergleich einen Durchmesser von 40-120 μm.)
Ferner besteht zwischen einem Bund und einem Testament ein gravierender Unterschied. Beispiel für einen Bund ist die Ehe. Ein Bund endet mit dem Tod oder, was nicht zu wünschen ist, mit dem Bundesbruch eines der Bundespartner. Der Tod ist aber die Voraussetzung für das In-Kraft-Setzen des Testamentes, was bedeutet, dass der Bund vor und das Testament nach dem Tod gültig ist.
Ein verzweifelter Jude schreit zu HaShem: „Adonai, ich habe ein großes Problem: Mein Sohn ist Christ geworden, was soll ich nur machen?“ Da hört er die himmlische Antwort: „Mein Sohn, ICH verstehe dich gut, meiner auch. Also, ICH habe ein neues Testament gemacht.“ (enterbt)
Mit Bünden kennen sich die Hebräer (Juden und Haus Israel) bestens aus, es gab solche mit Noah, Abraham und Mose z. B. und eines der Bundeskennzeichen ist das Blut. Abraham opferte die Tiere und beschnitt sich an der Vorhaut.
2Mo 34:27 Elbf.: “Und Jahwe sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf; denn nach dem Inhalt dieser Worte habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht”.
5Mo 31:16 Elbf.: “Und Jahwe sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vätern legen; und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden Göttern des Landes nachhuren, in dessen Mitte es kommt; und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen gemacht habe.
Dass der heidnische, griechische Theos jemals einen Bund mit Christen geschlossen hätte, ist unbekannt, da Menschenopfer für heidnische Gottheiten von JaHUaH strikt verboten waren (in unserem Fall für Theos). Dass Jesus für die Sünden der Welt gestorben sein soll ist nichts anderes als heiligengeistesgestörte Hirnwindungsakrobatik. Ein Testament ist eine letztwillige Verfügung. Den hebräischen Tanach als „altes Testament“ zu bezeichnen, ist von daher voll daneben; denn wenn ein ewig zuverlässiger ELoHIM Seinen letzten Willen kund tut, überlegt er sich das niemals anders und macht das komplette Gegenteil dessen, was er festgelegt, d. h. was er verfügt hat.
Allen Lesenden wünsche ich den Shabbat Shalom UVracha sowie ein herzliches Shana Tova 5787.
Jürgen HaShomer
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 20. September 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!