Noomi und Ruth. "Schana Towa" – "ein gutes Jahr"!
Glaubensimpuls 773 von Gregor Dalliard am
Noomi und Ruth sind zwei Frauen, die unsere Aufmerksamkeit auf sich lenken; nicht weil sie sich so wichtig nahmen, denn dazu hatten sie keinen Grund und auch keine Zeit. Es waren zwei Frauen, die mitten im Leben standen, die sich aber von bitteren Enttäuschungen im Leben nicht verbittern liessen. Was war die Quelle ihrer Lebensenergie? Ganz einfach: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Beharrlich und unbeirrbar tranken sie aus dieser Quelle: “Dein Elohim ist mein Elohim”. Darum sind sie auch für uns heute Vorbilder, selbst nach tausenden von Jahren.
Lebensumstände haben sich verändert, doch der Elohim JaHuWaH als der El Eljon, der Höchste ist nach tausenden von Jahren immer noch derselbe. Des Menschen Wesen, Gefühle und Bedürfnisse sind auch nach tausenden von Jahren dieselben. Der Mensch sucht immer noch, so langer Zeit, nach einem Zuhause, das ihm die sichere Heimat und den inneren Frieden gibt. Darum bleiben solche Menschen als zeitlose Zeugen, immer lebendig vor uns.
Im Unterschied zu den anderen Völkern und ihren Göttern genossen die israelitisch-jüdischen Witwen den Schutz JaHuWaHs, des El Eljons, des Höchsten, der in den Geboten und Weisungen des Lebens tief verankert war:
“Keine Witwe oder Waise dürft ihr bedrücken. Falls du sie in irgendeiner Weise bedrückst, dann werde ich, wenn sie wirklich zu mir schreien muss, ihr Geschrei gewiss erhören, (d. h. dann beraubt sich der Unterdrücker dich des Segens), und es wird euch zum Fluch werden (das Volk geht zugrunde), und ihr werdet umkommen, sodass eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen werden” (2Mo 22,21-23).
“Lernt Gutes tun! Trachtet nach Recht, helft den Unterdrückten, schafft den Waisen Recht, führt der Witwen Sache! (Jes 1,17). (Lies dazu Ps 68,5-6; Ps 146,9; Sach 7,9-10; Spr 31,9; Jer 7,5-7).
Welch eine Rechtsgrundlage, die JaHuWaH SEINEM Volke vor tausenden von Jahren gab?! Über dieses Volk, die Juden, ist diese Rechtsgrundlage im Laufe der Jahrhunderte zur Ethik ganzer Völker und Inselbewohner geworden. Danke! Damit erfüllte und erfüllt sich schrittweise das, was der Elohim JaHuWaH der El Eljon, “der Höchste”, der El Shaddaj (der Allmächtige) durch SEINE Propheten ansagte: “Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen, bis er (mein Knecht Israel) das Recht auf Erden aufgerichtet hat. Und die Inseln warten auf seine Weisung” (Jes 42,4). Wunderbar! Das ist derselbe Knecht wie in Kapitel 52+53, die wurden von den getauften Führern aber auf Jesus umgedeutet.
Bevor Moshe starb erinnerte er das Volk JaHuWaHs noch einmal an die aussergewöhnlichen Rechtsgrundlagen des Lebens, die für alle Menschen bestimmt sind: “Und nun, Israel, höre auf die Ordnungen und auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre… Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, (auch kein “NT”) und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote (Lebensweisungen) JaHuWaHs, eures Elohims, haltet, die ich euch gebiete! …Siehe, ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie JaHuWaH, mein Elohim, mir geboten hat, damit ihr danach handelt… So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Völker, die all diese Ordnungen hören. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und verständiges Volk ist diese grosse Nation! Denn wo gibt es eine grosse Nation, die Götter hätte, die ihr so nahe wären wie JaHuWaH, unser Elohim, in allem, worin wir zu ihm rufen? Und wo gibt es eine grosse Nation, die so gerechte Ordnungen und Rechtsbestimmungen hätte wie dieses ganze Gesetz (diese Lebensweisungen), das ich euch heute vorlege?” (5Mo 4,1-2, 6-8).
Alle Rechtsgrundlagen des Lebens sind für das ausgewogene und gesegnete Zusammenleben wichtig, aber gerade eine Rechtsgrundlage zum Schutz und zur Hilfe für alleinstehende Frauen, für Witwen und Waisen ist so enorm wichtig, damit ein Volk nicht zugrunde geht. Wir sind JaHuWaH und den Juden allezeit sehr dankbar, dass sie uns diese Rechtsgrundlagen übermittelt haben. Sie taten es trotz der leidvollen Pogrome und der Grausamkeiten die ihnen im Laufe der letzten 2000 Jahre vor allem von den Getauften zugefügt worden sind. Es hat sich bewahrheitet: “Er wird nicht verzagen noch zusammenbrechen” (Jes 42,4). “Seht, das ist mein Knecht, den ich halte” (Jes 42,1). (Siehe zu Knecht: Gim 330; Gim 272). Herzlichen Dank!
Bis heute erheben sich die Getauften über die Juden und stellen sich ihnen gegenüber als die besseren Menschen dar, weil sie angeblich durch den Glauben an das erlösende Blut und die Auferstehung des babylonisch-griechischen Menschen-Gottes Jesus zu besseren, zu wiedergeborenen Menschen gemacht werden. Das habe ich bis vor wenigen Jahren auch geglaubt und überzeugend gepredigt. Aber das funktioniert so nicht und widerspricht unmissverständlich dem Glauben und der Lehre des Jahushua (Jeschua), der auf dem Glauben der Propheten beruht: “Meint nicht, dass ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu tun” (Mt 5,17). Die Juden werden im Neuen Testament und in den grossen Kirchen und christlichen Gemeinschaften systematisch und kontinuierlich als von Gott (Theos) verflucht propagiert, weil sie das “Evangelium” des Paulus aus berechtigten Gründen ablehnten und ablehnen und immer noch nicht getauft sind. (Bedenke: Jahushua (Jeschua) hatte keinen Taufschein.)
Vor allem die berühmten Kirchenväter, die den Spuren des Paulus folgten und als grosse Heilige im Christentum verehrt werden, gewannen in ihrem antijudaistischen Hass immer mehr Einfluss in den christlichen Gemeinschaften und Kirchen. In ihren Schriften förderten und vertieften sie den Antijudaismus, bzw. den Antisemitismus konsequent. Diese antijüdischen Inhalte wurden auf den ersten Konzilien unter dem Diktat der heidnischen Kaiser und ihrer beratenden Philosophen für alle Getauften zu nicht veränderbaren Lehren (Dogmen) verankert und das für alle Zeiten. (Zu Konzilien siehe Gim 477; Gim 37; Gim 740).
Ein Dogma gilt unter den christlichen Führern als vom Heiligen Geist (der dritten Gott-Person der Christen) geoffenbarte Wahrheit, die unantastbar ist. Sie ist so beschaffen und verordnet, dass selbst ein Papst nichts mehr daran ändern darf. Eine solche Irrlehre bleibt ewig gültig; es sei denn, der Papst vollzieht eine radikale Abkehr von diesem religiösen Irrsinn und kehrt zu JaHuWaH um, aber dann würde er exkommuniziert und müsste wohl mit seinem Leben bezahlen. Von Generation zu Generation hat sich daran nichts geändert.
Gerade in den letzten Tagen las ich im Nachruf eines Protestanten über seinen katholischen Freund, einen Weihbischof aus Salzburg, der in seiner angeblichen tiefen Liebe zum Volk Israel bei der Liturgie an Karfreitag betete: “Reinige unsere Herzen für immer von der Sünde des Antisemitismus. So bitten wir mit geläutertem Herzen für das Volk, das Du als erstes zu Deinem Eigentum gewählt hast. Gib, dass es zur Fülle der Erkenntnis und der Fülle der Erlösung gelange. Durch Christus unseren Herrn”. Welch ein tiefgründiger Widerspruch?! Wie nur konnte dieser Weihbischof um die Reinigung der Herzen vom christlichen Antisemitismus beten und dann doch an den antisemitischen Dogmen festhalten, indem er mit der antisemitischen liturgischen Feier fortfuhr?
Wir erinnern uns daran, was Paulus lehrt: “Wenn aber auch wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium entgegen dem verkündigten, was wir euch als Evangelium verkündigt haben: Er sei verflucht. Wie wir früher gesagt haben, so sage ich auch jetzt wieder: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem, was ihr empfangen habt: Er sei verflucht!” (Gal 1,8-9). Die angeblichen “Evangelisten” machten den Juden Jahushua kurzerhand zum Feind der Juden. Der “Evangelist” Johannes legt Jahushua (Jeschua) folgende Aussagen in den Mund: “Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel” (Joh 8,44). “Niemand kommt zum Vater als nur durch mich” (Joh 14,6 ), also kommen die Juden nicht zum Vater der Christen und wer bei Jesus angekommen ist, will nicht mehr zum Vater, zu welchem auch immer. Aber die Juden wollen berechtigterweise nicht zu diesem Vater der Christen, denn er ist nachweislich der oberste heidnische Gott der Getauften, der Vater-Gott der Griechen und Römer. Er ist nämlich der griechische Göttervater Zeus, in der römischen Religion Jupiter genannt. Er zeugte mit Frauen Kinder (Söhne Gottes). Er ist der oberste Gott der griechischen und römischen Religion, der von Paulus und den Kirchengründern nachweislich übernommen wurde. Der Vater der Juden aber ist der Elohim JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der El Shaddaj, der Allmächtige. Der Menschen-Gott Jesus ist der von Zeus, bzw. Jupiter in eine Frau gezeugte “Sohn Gottes” (Gal 4,4; Mt 1,20, Lk 1,35) um den Zorn des Zeus, bzw. Jupiters, mit seinem Blut abzuwenden und zu besänftigen. Der Menschen-Gott Jesus hat nichts mit dem jüdischen Rabbi Jahushua (Jeschua) zu tun, auch wenn das “NT” dies anders vorgibt.
Nun, für viele von uns war es ein sehr langer Weg bis wir wie Ruth bekennen konnten: “Dein Elohim ist mein Elohim” (Rut 1,16). Heute bekennen wir aus tiefstem Herzen im Glauben Jahushuas (Jeschuas): “Dein Elohim ist mein Elohim”. Damit sind wir in den Segen hineingenommen worden, der Abraham verheissen wurde. An uns persönlich liegt es nun, ob wir diesen Segen in uns und in unserem Leben wirksam werden lassen.
In diesem Sinne feiern viele von uns mit tiefer Dankbarkeit Rosch Haschana, das jüdische Neujahrsfest, das am 11. September bei Sonnenuntergang beginnt und am Sonntag, den 13. September, nach Einbruch der Dunkelheit endet. Obwohl wir nach jüdischem Religionsrecht nicht als Juden gelten, wollen wir uns herzhaft freuen und fröhlich sein, denn JaHuWaH schaut auf das Herz, nicht auf die religiöse Praxis. Darum: “Schana Towa” – “ein gutes Jahr”!
Seid alle ganz herzlich gegrüsst, Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 20. September 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!