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"...das ist der Ausspruch des JaHuWaH: Ich werde meine Thora (Lehre, Unterweisung) in ihr Inneres legen und werde sie auf ihr Herz schreiben" (Jirmejahu / Jeremia 31,33b).

Glaubensimpuls 37 von Gregor Dalliard

Das hebräische Wort Thora heisst Weisung, Lehre, Unterweisung. Fälschlicherweise steht in unseren Übersetzungen das missverständliche Wort Gesetz. Das Wort Gesetz hat unterschiedliche Bedeutungen, die erst aus dem biblischen Zusammenhang heraus ersichtlich werden. Mit Paulus haben die Gründer des Christentums und die frühen Kirchenväter die Weisungen und Lehren JaHuWaHs (Thora) weitgehend abgetan. Alles, was mit Juden zu tun hatte galt als verflucht. Sie vermittelten uns damit die irrige Überzeugung, dass die Weisungen und Lehren des himmlischen Vaters JaHuWaH im TaNaCH, (von Christen fälschlicherweise und abwertend “AT” genannt) der Lehre des Jahushua von Nazareth und seiner Schüler entgegengesetzt seien. Was heisst TaNaCH? T steht für Thora, N für Neviim, d. h. Propheten und CH für Chetubim, d. h. für die Schriften, kann auch mit K = Ketubim geschrieben werden. Damit schufen sie den Überbegriff Gesetz (griechisch nomos) für alles, was JaHuWaH in der Thora als unentbehrliche Lebensweisungen geoffenbart hatte. Dabei unterschieden sie nicht zwischen den lebenswichtigen Weisungen/Unterweisungen, wie etwa dem Zehnwort (10 Gebote) und dem zeitbedingten Zeremonialgesetz, das nur für eine bestimmte, begrenzte Zeit, seine Bedeutung hatte.
Die Christen sollten sich in nichts mehr auf den Glauben der Juden berufen. Mit der auferstandenen Gottheit Jesus Christus hatte JaHuWaH – gemäss ihrer Lehre – die Juden endgültig verworfen und sie, die Christen, an deren Stelle zu seinem Volk gemacht. Dieser gewaltige Irrtum der Christen, der dem gesamtprophetischen Wort der Bibel (“AT”) absolut widerspricht, wird Ersatztheologie genannt. JaHuWaH hat die Juden – ein für allemal – durch die Christen ersetzt.

Immer mehr Menschen setzen sich heute mit dem Inhalt dieser verwerflichen und abscheulichen Irrlehre, der Ersatztheologie, auseinander. Sie durchschauen diese Irrlehre als eine sich widersprechende Lehre. Die Absichten und das Handeln der Gründer des Christentums, der Kirchenväter und der Päpste, bleibt darum für alle nach der biblischen Wahrheit suchenden Menschen ein bleibendes, abschreckendes und abstossendes Mahnmal. Diese äusserst folgenschweren Irrtümer lassen sich von den Kirchen, bzw. die Christen, nicht länger übertünchen. Der Grossteil der digital vernetzten Welt lässt sich nicht mehr länger an der Nase herumführen. Der Vatikan versucht zwar mit allerlei Tricks davon abzulenken. Dazu gehört die perfide ideologische Einflussnahmen auf die Kinder, vor allem über den Religionsunterricht, die Gottesdienste und die Vorbereitungen auf verschiedene Sakramente, wie Erstkommunion, Beichte und Firmung. Aber auch auf ökumenischen und diplomatischen Wegen macht sich der Vatikan stark. Hier ist er Spitzenreiter in der Welt! Geschichtsverklitterung, Vertuschung, fromme Erpressung und Mobbing gehören zu seinem Wesen. Langsam aber sicher geht der Schuss nach hinten los!

Die römisch-katholische Kirche ist, nach ihrer eigenen Selbstdarstellung, die EINZIGE unantastbare und unveränderbare Repräsentantin des JaHuWaH hier auf Erden. In ihr Gebilde integriert sind natürlich alle anderen Kirchen und christlichen Gemeinschaften, d. h. alle Getauften dieser Welt, selbst wenn sie vorgeben nichts mit ihr am Hut zu haben. Die dogmatisch festgelegten Lehren, in denen sie sich selbst darstellt und erklärt, kann jeder in ihren eigenen Dokumenten nachlesen. Seit der Auferstehung gehören der Kirche – und damit allen Getauften –alle Bundesschlüsse, alle Verheissungen und die Sohnschaft JaHuWaHs, während den Juden nur Flüche, Verdammnis und Tod folgen soll und muss, es sei denn, sie bekehren und integrieren sich durch die Taufe in den Götzendienst der christlichen Kirchen. Damit würden sie in den Schoss der Mutter Kirche einkehren und sich selbst von Fluch und Verdammnis befreien. Wenn sie das nicht durch die Taufe tun wollen, dann wenigstens durch das Zeichen der gegenseitigen ökumenischen Akzeptanz. Keine Frage: Diese äusserst verwerfliche Irrlehre der Ersatztheologie widerspricht dem gesamten biblisch-prophetischen Wort, dem Glauben aller Propheten und Schriftgelehrten, der auch der Glaube des Jahushua von Nazareth war. Die Lehre der Ersatztheologie hat unsägliches Leid über die Juden und die Menschheit gebracht, z.B. den 2. Weltkrieg mit dem Holocaust.

Von Kindesbeinen an sind wir im Religionsuntericht und in den Gottesdiensten mit einem kaum zu überbrückenden Vorurteil den Juden gegenüber indoktriniert worden. Von den zusammenhängenden Lehren und Weisungen (Thora) des Abba JaHuWaH haben wir nichts mitbekommen. Vor allem in freikirchlichen und kirchlich unabhängigen Gemeinschaften hören wir unablässig, bei jeder sich bietenden Gelegenheit, die abscheuliche Aussage des Paulus und der Kirchenväter: Wir sind frei vom Gesetz (d.h. frei von der Thora). Das Gesetz (die Thora) hat für uns keine Bedeutung mehr. Wir sind keine Juden. Wir leben im Neuen Bund mit Christus. Wir leben unter der Herrschaft Jesu, der wahrer Mensch und wahrer Gott ist, der unser Gott ist. Er hat uns frei gemacht vom Gesetz. Aus der Thora (Lehre und Unterweisung), den Propheten und Schriften (Tanach) pickt die christliche Theologie nur das heraus, was ihr zur Untermauerung ihrer kirchlichen Ideologie als nützlich erscheint.

Jedes Credo, jedes Glaubensbekenntnis, jede Lehrdefinition, jede andersartige Lehre, die nicht im zusammenhängenden prophetischen Wort des TaNaCH gegründet und aus der Gesamtheit des prophetischen Wortes begründet werden kann, hat Jahushua in aller Deutlichkeit verworfen. Er weist uns damit auf die Heiligkeit (Ausgesondertheit) und Unantastbarkeit der Thora (Weisungen und Lehren) JaHuWaHs hin. Die Thora, d.h. die Weisung und Lehre JaHuWaHs, unseres Schöpfers, ist für das gläubige Geschöpf von einem solchen Wert, der seinesgleichen in dieser Welt sucht. Die Thora regelt unsere Beziehungen und unseren Umgang mit unserem Schöpfer, dem Geber aller Gaben. Sie regelt unser Verhältnis zur unverdienten Gnade und zu unserer Berufung, zu den Mitmenschen, zu den Freunden und Feinden, zu der Schöpfung, zu unserer Ess- und Lebenskultur u.a.m. Einfach herausfordernd und spannend!
Die Thora, die Weisung und Lehre JaHuWaHs, bestimmte und erfüllte das Leben sowohl berühmter als auch einfacher Menschen und zwar durch die ganze Heilsgeschichte hindurch. Das tut sie immer noch. Ein Überrest an Juden blieb von Generation zu Generation der Weisung und Lehre JaHuWaHs immer treu. Durch alle Generationen hindurch wurden Heiden vom Lebensreichtum und der Aussergewöhnlichkeit der Thora angezogen. Sie wandten sich JaHuWaH zu. Ihr Leben hatte sich verändert.

Jahushua trat als Schriftgelehrter und Rabbi, wie alle treuen Rabbiner, Schriftgelehrten und Propheten vor ihm auch, in aller Deutlichkeit für die Thora des himmlischen Vaters ein. **Dem Geist der Thora entsprechend deutete er neue Lebensumstände. Das tat er aber immer so, dass die Grundgedanken des Abba JaHuWaH allezeit zur Geltung gekommen sind. Für den inneren Frieden und ein gesundes Zusammenleben bleiben sie notwendig. ** In all seinen Lehren und in allen seinen Handlungen blieb sie Orientierungspunkt und Ausgangspunkt. Sie blieb seine gesunde Richtschnur. Sie wurde bei allen Fragen des Lebens immer als Lebenshilfe verstanden.
Alles Neue wurde von der Thora her beurteilt und bewertet. Es sollte entsprechend gelebt werden können. Der einzelne Mensch und die menschliche Gesellschaft sollte darin ihren Frieden finden können. Das ist bis heute so. JaHuWaH ist das Leben. Seine Thora soll und muss immer eine Hilfe zum Leben sein, sonst wird sie zum toten Buchstaben und tötet das Leben, macht es zunichte. Lernen wir das verstehen, gehen wir in den reichen und alles umfassenden Lebensschatz der Thora ein. Wir werden für unser Leben reichlich daraus schöpfen. Wir gehen in die Ruhe JaHuWaHs ein und finden Frieden für unser Leben.

“Wie liebe ich deine Thora! Sie ist mein Nachdenken den ganzen Tag” (Ps 119,97). Der Schreiber, vermutlich ein Rabbi, ein Lehrer, will damit wohl aussagen, dass er vor allen (neuen) Entscheidungen die Thora zu Rate zieht. Die Worte JaHuWaHs an Jirmejahu (Jeremia) dürfen wir heute in ihren “Anfängen” erleben: “Siehe, Tage kommen, spricht JaHuWaH, da schliesse ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen, - diesen meinen Bund (die Weisungen vom Sinai) haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Erlöser war, spricht JaHuWaH. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schliessen werde, spricht der JaHuWaH: Ich werde meine Thora (mein Leben) in ihr Inneres legen und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Erlöser sein, und sie werden mein Volk sein. Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt JaHuWaH! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Grössten, spricht JaHuWaH. Denn ich werde ihre Schuld vergeben und an ihre Sünde nicht mehr denken.” (Jer 31,31-34; 33,8-9).

Was heissen die Worte: “Siehe, Tage kommen, spricht JaHuWaH, da schliesse ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund..” Damit ist nicht die Rede von einem Bund, den es bisher noch nicht gab. Vielmehr ist damit gesagt: Der uralte Bund, geschlossen mit Abraham, nicht der Sinai-Bund, tritt neu ins Bewusstsein Israels und damit aller Menschen. Seit der Staatsgründung Israels – in ihrem alten Heimatland – ist dieser Prozess im Gange. Wunderbar!

Allen ein herzliches Shalom in dem von JaHuWaH geoffenbarten Shabbat.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).