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Die Entstehung des Priestertums wie wir es kennen und das Priestersein in JaHuWaH. "Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges (d. h. ein ausgesondertes, mir bedingungslos vertrauendes) Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst" (2Mo 19,3-6). Teil 3

Glaubensimpuls 753 von Gregor Dalliard am

Wann sind wir gemäss dem Zeugnis der Propheten ein Königreich von Priestern? Wann sind wir Priester des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH des El Eljons, des Höchsten? Ganz einfach: wenn wir, wie Abraham, die Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten aufnehmen; denn damit durchbrechen auch wir, wie Abraham, den seit Menschengedenken jährlich wiederkehrenden Kreis jeder Art von Götzendienst und niedergeworfener Zustände.
Da JaHuWaH, der El Eljon, uns in SEINEM Bilde geschaffen hat, ist in jedem Menschen dieses Grundbedürfnis nach dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten eingepflanzt, jeder Mensch hat den Impuls des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten in sich und ist von IHM angerührt und motiviert. Nur werden die meisten Menschen davon abgehalten, diesem Bedürfnis zu entsprechen und nach den Quellen des Lebens zu suchen. Warum?

Auf der ganzen Welt stehen religiöse Führer den Religionen vor. Sie wollen nichts wissen von den Quellen des Lebens, die uns im TaNaCH (“AT”) vermittelt wurden, das zeigt sich gerade im Christentum ganz speziell, weil es sich im Unterschied zu allen anderen Religionen in besonderer Weise auf den TaNaCH (“AT”) beruft, dessen Inhalte aber umgedeutet hat und bis heute zutiefst in der Ersatztheologie (Antijudaismus/Antisemitismus) verwurzelt ist und bleibt. Als Begründung für seine Verwerfung und Umdeutung des prophetischen Wortes und seiner Quellen des Lebens, argumentiert das Christentum mit der Schlechtigkeit der Juden. Sicher gab und gibt es innerhalb des Judentums auch versagende Menschen; das wird uns im TaNaCH (“AT”) unmissverständlich vermittelt. Niemals aber hat der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste SEINE Gemeinde verworfen und durch die heidnisch-christliche Ideologie ersetzt. (Siehe Gim 372 vom 2. Nov. 2018).
Unter Himmelreich ist aus dem gesamten Zusammenhang des prophetischen Wortes kein äusseres Reich auf Erden gemeint, das macht im Leben eines aktuell lebenden Menschen auch keinen Sinn. Immer ist mit dem Begriff, mit der Aussage “Himmelreich” die Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten gemeint. Das zu glauben schockiert alle, die von der christlichen Ersatztheologie geprägt sind, denn sie erwarten eine Herrschaft ihres Gottes Jesus Christus bei der sie angeblichmitherrschen werden.
“Und als er (Jahushua) [Jeschua] von (den) Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH kommt nicht so, dass man es beobachten könnte (kein Reich, das ein Mensch aufrichtet); auch wird man nicht sagen: Siehe hier! Oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich JaHuWaHs ist mitten unter euch (in euch, inwendig)” (Lk 17,20). Dort wo die Beziehung mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten gelebt wird, dort ist das Himmelreich, oder das Reich der Himmel angebrochen**. Dies bestätigt die Thora, indem sie Folgendes bezeugt: “Es leitete ihn (Jakob, gemeint ist das Volk Israel) JaHuWaH allein, und kein fremder Gott war mit ihm” (5Mo 32,12).
Das heisst: Israel lebte eine innige Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten. Nichts war zwischen den einzelnen Menschen und JaHuWaH. Kein Priester, keine Priesterklasse, kein Ritual und kein Opferkult stellte sich dazwischen und konnte von dieser persönlichen Beziehung ablenken, nichts konnte sich dazwischen stellen oder diese Beziehung ersetzen.
Später, als israelitisch-jüdische Priester mit dem Opferkult einen Keil zwischen die ungeteilte persönliche Beziehung zu JaHuWaH und der Gemeinde JaHuWaHs trieben, reagierten die Propheten heftig: “Denn ich habe nicht mit euren Vätern darüber geredet und ihnen nichts geboten über das Brandopfer und das Schlachtopfer an dem Tag (in jener Zeit), da ich sie aus dem Land Ägypten herausführte; sondern dieses Wort habe ich ihnen geboten: Hört auf meine Stimme, dann werde ich euer Elohim (‘Gott’) sein (werdet ihr gesegnet sein), und ihr werdet mein Volk sein (ein Volk des Segens)! Und geht auf dem ganzen Weg, den ich euch weise, damit es euch wohl geht!” (Jer 7,21).

Lukas, der Grieche, nimmt auch diese zentral-jüdische Kernbotschaft in seinen Berichten auf. Die Getauften, die Kirchengründer, haben sie dann von JaHuWaH weg auf einen kommenden Messias-Herrscher übertragen, konkret auf den von den Römern gekreuzigten Juden Jahushua (Jeschua), den sie auf den ersten Konzilien zum Halbgott umdeuteten, als jemand, der als wahrer Mensch aber auch als wahrer Gott auf Erden lebte. Sie rissen die israelitisch-jüdischen Worte der Propheten aus ihrem Zusammenhang und übertrugen sie auf ihre angeblich auferstandene Halbgottheit, die sie Jesus Christus nannten. Aus diesem Halbgott machten sie einen Gott, indem sie ihm die Worte in den Mund legten: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich” (Joh 14,6). Als solcher würde er gleich wiederkommen und Gericht an den Ungläubigen üben. Gemeint waren die Juden, die dem “Evangelium” des Paulus berechtigterweise widerstanden. Er würde gleich ein sichtbares Reich auf Erden begründen und aufrichten, ein Reich, ein messianisches Reich, in dem die Getauften mit ihrem auferstandenen Gott herrschen würden, und alle, die sich ihm nicht unterwerfen und taufen lassen, mit einem flammendem Feuergericht vernichten würde D. h.: Ihr kommt nur dann nicht in die Hölle, wenn ihr das “glaubt”, was wir von euch erwarten. JaHuWaH hat zwar nie etwas davon gesagt, aber wir (wir!) wissen es besser (vgl. 2Thess 1,6-10; Gal 1,8-9; 1Kor 16,22; Mk 16,16; Joh 3,36 u. a. m. Die Offenbarung eines Johannes ist voll davon).
Zur Zeit der schrecklichen römischen Herrschaft über die Juden, waren viele Juden verzweifelt. Die Gräueltaten waren kaum noch auszuhalten. Viele verloren die Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, vor allem unter der grausamen Herrschaft des Pilatus, der während seiner zehnjährigen Herrschaft rund 6'000 Juden erbarmungslos kreuzigen liess, darunter auch Jahushua (Jeschua). (Siehe: Gim 201: Pilatus heiliggesprochen; Gim 177: Pilatus).
Jahushua richtete seine Landsleute auf, indem er sie an die Gegenwart des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten erinnerte, an ihren wahren König: “JaHuWaH ist König immer und ewig” (Ps 10,16). Sie sollten allezeit an die Anfänge denken, als ihre Väter allein von dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten geleitet wurden und kein fremder Gott und König unter ihnen war (vgl. 5Mo 32,12).
Jahushua (Jeschua) war vor der römischen “Gestapo” immer auf der Flucht (vgl. Lk 13,31), darum sagte er: “Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester, aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlegt” (Mt 8,20). Trotz der entsetzlichen Geschehnisse sollten sie die Beziehung zu JaHuWaH aufrecht erhalten und pflegen, den inneren Frieden, Gerechtigkeit und Nächstenliebe üben; sie sollten sich diesen Schatz nicht aus dem Herzen reissen lassen.
Die Beziehung zu JaHuWaH ist wachstümlich. Im Gleichnis vom Senfkorn zeigt uns Jahushua (Jeschua) wie das Reich des Elohims (des “Gottes”) JaHuWaH in einem Menschen Gegenwart wird und zur Fülle kommt. Aus einem anfänglich kaum wahrnehmbaren Samen wird schrittweise ein prächtiger Baum (vgl. Mt 13,31-32). Ist das nicht wunderbar! Aus der anfänglichen Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten wird eine ausserordentlich tiefe, standhafte und Frucht bringende Beziehung (Ps 1,3; Jes 58,11; Jer 17,8). Erging oder ergeht es uns nicht auch so! Wie viel investieren wir täglich für den Aufbau und die Bewahrung dieser Beziehung?

“Denn JaHuWaH wird sein Volk nicht verstossen, er wird sein Erbteil nicht verlassen. Denn zur Gerechtigkeit wird zurückkehren das Recht und hinter ihm her alle, die von Herzen aufrichtig sind” (Ps 94,14).
Denn JaHuWaH wird sein Volk um SEINES grossen Namens willen nicht verlassen. Denn es hat JaHuWaH gefallen, euch zu SEINEM Volk zu machen" (1Sam 12,22).
“Sucht JaHuWaH, dann werdet ihr leben” (Amos 5,6). “Du wirst mir kundtun den Weg des Lebens; Fülle von Freuden ist vor deinem Angesicht, Lieblichkeiten in deiner Rechten immerdar” (Ps 16,11). (Siehe Gim 607: Den TaNaCH studieren: “So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” [Jer 6,16]). Also grüsse ich alle ganz herzlich und wünsche allen ein ebenso herzliches Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Ins ein. Wir treffen uns am 17. Mai 2026 um 14.00 Uhr bei Ferdinand und Regula Marti, in 3232 Ins, Rieserenweg 24 (tel.: 031/ 991 69 12), (frmazo@hispeed.ch)! Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!