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Die Entstehung des Priestertums wie wir es kennen und das Priestersein in JaHuWaH. Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges (ausgesondertes) Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst (2Mo 19,3-6). Teil 2.

Glaubensimpuls 752 von Gregor Dalliard am

Haben wir diese Tatsache verinnerlicht? Wirklich? Ja, das Himmelreich ist mit der Beziehung Abrahams, mit dem Vertrauen Abrahams auf den Elohim (“Gott”) JaHuWaH den El Eljon, den Höchsten auf der Erde angebrochen, und darum heisst die Botschaft: “…und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden” (1Mo 12,3). Wir dürfen uns heute zu diesen Gesegneten zählen, zur Gemeinde JaHuWaHs, die in Abrahams Glauben (Vertrauen) in dieser Welt Wirklichkeit geworden ist. Darüber freuen wir uns von Herzen und daraus leben wir nun tagtäglich, auch wenn das nicht immer so einfach ist!
Ab jener Zeit geht den Priestern und ihren Machtsystemen langsam aber sicher die Luft aus, denn bis dahin hatten sie aus allem in der Schöpfung personifizierte Gottheiten gemacht. Sie verlangten und verlangen von den Menschen die absurdesten Dinge und drangsalieren sie mit dem Glauben an geopferte Gottheiten, ihren Opferritualen und Sakramenten, die ihren Gott wohlgesonnen stimmen soll und ihnen dadurch den Himmel sichert. Sie duldeten und dulden in ihrem religiösen Irrsinn keinen Widerspruch. Sie machten und machen Politik nach ihrem Gusto, aber das Evangelium Abrahams beeinflusst die Menschheit zusehends, anders als wir das früher glaubten und wovon unser altes Denken geprägt war. Das Umdenken geschah im Laufe der Jahre, je mehr wir uns mit dem prophetischen Wort in seinem Zusammenhang auseinandersetzten. Die Schritte zu diesen Glaubenserkenntnissen waren nicht immer einfach, aber der Prozess “…und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden” (1Mo 12,3), läuft unaufhaltsam.

Heute noch prägt die katholisch-christliche Kultur, die auf dem Glaubenssystem des Paulus aufgebaut ist, also auf dem “Evangelium” des Paulus, die Politik Europas, selbst wenn sich die grosse Masse dessen nicht bewusst ist. Wir wissen inzwischen zur Genüge, dass dieses “Evangelium” aus einem chaotischen Mischmasch babylonisch-griechischer Traditionen und verzerrter Lehren aus dem prophetischen Wort der israelitisch-jüdischen Gemeinde JaHuWaHs besteht. Das beweisen die Schriften des “NT” einwandfrei. “Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig ist (also dem “Evangelium” des Paulus nicht glaubt), wird verdammt werden” (Gal 1,8-9; 1Kor 16,22; 2Thess 1,6-10; Mk 16,16; Joh 3,36 u. a. m). Die “Evangelien” im “NT”, sind später auf dem “Evangelium” des Paulus aufgebaut worden, also nach seiner Lehre und Überzeugung, dass die Menschheit in seinen Tagen kurz vor einem schrecklichen Endgericht stehe, weil sein Gott, den er in seinen Visionen und Träumen sah, den Jesus Christus, gleich wiederkommen würde und erbarmungsloses Gericht an den Nicht-Getauften (Juden) vollziehen würde (vgl. 2Thess 1,6-10; Apg 17,31). Der römische Prokurator Felix war betroffen von dem bevorstehenden Gericht, das Paulus predigte (Apg 24,24-25), so wie eine Masse von Menschen, die sich in jenen Tagen und in den folgenden Jahren aus Angst taufen liessen - bis zu diesem Tag! Sie liessen sich von Paulus und seinen Leuten überzeugen, dass jener Jesus, den Paulus in seinen Visionen und Träumen gesehen hatte und predigte, auferstanden sei und gleich zu einem Gericht mit schrecklichen Folgen für die nicht Getauften wiederkommen würde. Dabei halten wir immer wieder fest, dass sich dem Paulus in seinen Visionen und Träumen nicht der von den Römern hingerichtete Jude Jahushua [Jeschua] offenbarte, sondern eine Phantasiegottheit, wie das damals üblich war. Das bestätigen die letzten 2000 Jahre. (Siehe Gim 397).
Was ist an den “Evangelien” und Schriften im “NT” äusserst verwerflich? Diese von den Getauften kanonisierten Schriften sind mit jüdischen Zeugnissen voll gespickt, aber aus dem prophetischen Zusammenhang gerissen, umgedeutet und dem gläubigen Juden Jahushua (Jeschua) in den Mund gelegt worden. Bis zu dieser Stunde wird in diesen Kulturen am Götzendienst des Heidentums festgehalten und geglaubt, dass der Gott der Christen in seinem Zorn gegen die Menschen nur im Glauben an das Opferblut eines Menschengottes, des von ihm in eine Frau gezeugten Sohnes (Gal 4,4; Lk 1,35; Mt 1,18), beruhigt werden konnte. So wird bis heute in den Kirchen und christlichen Gemeinschaften gelehrt, dass die Getauften “durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum (in den Himmel)” (Hebr 10,19).

Eine Sehnsucht erfüllt den Menschen, denn der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste hat ihn in SEINEM Wesen (Bilde) geschaffen. Das Wesen des El Eljons, des Höchsten ist vollkommen, d. h. der Mensch der nach SEINEM Wesen geschaffen ist, kann nur in IHM den inneren Frieden und die innere Ruhe finden und sich nur in IHM Zuhause wissen und fühlen, d. h. die Sehnsucht, das Verlangen nach beständiger Liebe, Geborgenheit und Frieden findet das Geschöpf nur in IHM. Der Psalm 32 ist ein Topzeugnis davon, auch Psalm 23 und weitere zahllose Zeugnisse des TaNaCHs (fälschlicherweise und diskriminierend von den Getauften als altes Testament bezeichnet), etwas das der Grieche und Heide Lukas aus dem jüdischen Schatz in sein “Evangelium” aufgenommen hatte, um diese Botschaft im paulinischen Sinne umzudeuten. Wer aber die prophetischen Zusammenhänge erkennt, freut sich von Herzen über diesen jüdischen Schatz in Lk 15,11-32, der den jüdischen Quellen entspringt.
Da der Mensch in seiner Würde von seinem Schöpfer zu nichts gezwungen wird, kann er sich auf seinem Glaubensweg verirren. Er kann diese Liebe missbrauchen und andere mitziehen. Das ist der Weg, den die Priester schrittweise einschlugen und bis heute gehen. Daraus entwickelten sich einflussreiche Priesterdynastien, wie etwa innerhalb der Sadduzäer. Völlig ohne jede Beziehung zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten ist das Priestertum der orthodoxen Kirchen und noch viel schlimmer das katholische Priestertum, unter der Macht des Papsttums, das sich in allen christlichen Gemeinschaften auf seine Weise widerspiegelt. Das heisst nicht, dass es innerhalb dieser abartigen Priestersysteme nicht auch viele gute Menschen gibt, die aber über ihr eigentliches Priestersein in JaHuWaH von ihrer Grundlehre her, der antijüdischen Ersatztheologie, blind gemacht sind und blind gehalten werden.

Abraham fand ohne das geopferte Blut eines Menschen oder eines Tieres, ohne das Blut eines geopferten Menschen-Gottes, die Gemeinschaft und den Frieden mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten. Allein durch seinen Glauben, sein Vertrauen auf den El Eljon, den Höchsten, war er gerechtfertigt d. h. allein darin fand er die innere Ruhe und den inneren Frieden, die Befreiung von jeder Menschen gemachten Gottheit und deren Rituale und Forderungen. Darum lautet das Zeugnis: “…und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden” (1Mo 12,3). Das ist gemeint mit: “Und ihr sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges (ausgesondertes) Volk sein. Das sind die Worte, die du den Israeliten sagen sollst” (2Mo 19,3-6).
Ihr sollt anders sein als alle anderen Völker. Ihr sollt mir vertrauen, mir ein Königreich von Priestern sein. Der wahre Priester “spricht” mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten ohne Vermittlung eines am Kreuz verbluteten Menschengottes, ohne irgendeinen anderen Menschen, mag er noch so viele religiöse Titel und Namen haben, mag er noch so viele Rituale vollziehen oder noch so einem einflussreichen religiös-politischen Machtapparat angehören. Das ist der wahre Priester, wie Melchisedek einer war und Abraham wurde.

“Vertraue auf JaHuWaH und tue Gutes; wohne im Land und hüte Treue; und habe deine Lust an JaHuWaH, so wird er dir geben die Bitte deines Herzens” (Ps 37,3). Also: “Vertraut auf JaHuWaH für immer! Denn in Jah ist ein Fels der Ewigkeiten” (Jes 26,4).
Herzlich grüsse ich alle, die frei in JaHuWaH leben dürfen und Gutes tun. Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 19. April 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!