bibeltreu.com

Zeugung und Geburt aus JaHuWaH – wie geht das? Teil 1. Fastenzeit, Taufe, Wiedergeburt, Heilsanspruch, Ökumene... Ersatztheologie

Glaubensimpuls 179 von Gregor Dalliard

aktualisiert
Lasst uns in dieser Reihe von Glaubensimpulsen auf das religiöse Geschehen im Zusammenhang von Ostern eingehen und die wunderbare Zeugung und Geburt in und aus JaHuWaH auf den Leuchter stellen. In 5Mo 32,18 wird Israel an die Zeugung und Geburt aus und in JaHuWaH erinnert: “Den Felsen, der dich gezeugt, täuschtest du und vergassest den Elohim, der dich geboren”.
Am Dienstag dieser Woche endete in den katholischen Ländern die Fasnacht. Mit dem Aschermittwoch begann die vierzigtägige Fastenzeit. Dieses Fasten soll die Katholiken an die angebliche vierzigtägige Fastenzeit des Jahushua von Nazareth erinnern. Nun aber müssen wir unbedingt Folgendes wissen: Im Unterschied zu den Heiden kannten die Israeliten und die Juden keine vierzigtägige Fastenzeit, auch Jahushua von Nazareth nicht. Der TaNaCH (“AT”) schreibt darüber nichts. Die Juden kannten und kennen nur bestimmte kurze Fastenzeiten. (Gemäss Thora nur den Jom Kippur).
Jahushua von Nazareth war ein überzeugter Jude. Beschnitten und in allem jüdisch erzogen, folgte er der Glaubenshaltung des Rabbi Hillel (s. Hillel, Gim 607; Gim 642) und der Propheten. Hier ist uns der Sinn des Judeseins und des Lebens erschlossen: “Denn ich habe nicht mit euren Vätern darüber geredet und ihnen nichts geboten über das Brandopfer und das Schlachtopfer an dem Tag, da ich sie aus dem Land Ägypten herausführte; sondern dieses Wort habe ich ihnen geboten: Hört auf meine Stimme, dann werde ich euer Elohim sein, und ihr werdet mein Volk sein! Und geht auf dem ganzen Weg, den ich euch gebiete, damit es euch wohlgeht!” (Jer 7,22-23.25). “Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn!” (Jer 8,16; s. 5Mo 32,12; 32,7). Als solcher wies er mit erhobenem Finger auf die zentralen Inhalte des TaNaCHs (“AT”), auf den Kern des Lebens hin. Allein daraus lehrte er. Kein Jota der Thora durfte ignoriert werden, d. h. aus dem prophetischen Zusammenhang oder der Weisung zum Leben gerissen werden. Jedes Thema des Lebens muss im Lichte der Thora angegangen und studiert werden. Wo das geschieht, wird uns der Wille JaHuWaHs zum Segen gereichen. Erst darin können wir den Frieden finden, selbst dann, wenn in unserem Leben so manches schief und schräg gelaufen ist und es immer noch schräg läuft (vgl. Mt 5,17-19; Mk 3,34-35; 12,29-33 u.a.m.).
Also haben wir es in der Karwoche, die in den Zeremonien an Ostern ihren Höhepunkt erreicht, einmal mehr mit einem schändlichen Missbrauch des Juden Jahushua von Nazareth durch Paulus und die Gründer des Christentums (Kirchenväter) zu tun. Als tiefgläubiger Jude ist Jahushua von Nazareth nie den heidnisch-religiösen Traditionen der umliegenden Völker verfallen, die neben dem allgemein gepflegten Judenhass (Ersatztheologie)der Getauften in der Karwoche voll zum Ausdruck kommen.
Vierzigtägige Fastenzeiten gab es z. B. im ägyptischen Osiriskult, ebenso zu Ehren der Adonis, einer syro-phönizischen Vegetationsgöttin aus der vorderorientalischen, griechischen und römischen Mythologie und anderer. Einer Kette von Gottheiten wurde durch ein vierzigtägiges Fasten gehuldigt. Als Paulus aus dem Juden Jahushua von Nazareth die griechisch-römische Gott-Person Jesus Christus gemacht hatte (vgl. 2Kor 5,19-20; Röm 1,1-4) und die Kirchenväter mit der Lehre der drei Gott-Personen die Anpassung an die heidnischen Traditionen vollendeten, übernahmen sie auch die dazugehörende vierzigtägige Fastenzeit.

Alle Staats- und Freikirchen, ebenso alle christlichen Gemeinschaften, predigen eine Wiedergeburt in und aus der Gottheit Jesus Christus. Die Propheten kennen und lehren keine Wiedergeburt in und aus Jesus Christus, auch Jahushua von Nazareth nicht. Was sie bekennen und lehren ist die geistliche Zeugung und Geburt in und aus JaHuWaH. Das Zeugnis der Propheten ist für einen JaHuWaH-treuen unantastbar, der wie Abraham in und aus der Beziehung zu JaHuWaH lebt.
Wie wir bereits wissen, hat diese Gottheit Jesus Christus rein gar nichts mit dem schriftkundigen und eifrigen Rabbi und TaNaCH-Gelehrten Jahushua aus Nazareth etwas zu tun. Unter der Führung der römischen Kaiser und mit dem Einsatz staatlicher Mittel und massiver Gewaltanwendung wurde dieser neue Glaube an die neue griechisch-römische Gottheit Jesus Christus allen Bürgern im römischen Reich aufgezwungen. Im Sinne des Paulus schufen sie diesen neuen Glauben als Abgrenzung zum Judentum. Für alle “Rechtgläubigen” (rechtgläubig = griech.: orthodox), d. h. für alle Christen ist der Taufritus die Wiedergeburt hinein in diese neue Gottheit Jesus Christus und damit der Weg, der in den Himmel führt. Das ist für sie der Weg der Errettung von Sünde und Tod, der Weg, der vor der Hölle bewahrt. Er ist das A und O der ewigen Errettung und Glückseligkeit. Einen anderen Weg gibt es für die Getauften nicht. “Wer an ihn (Jesus Christus) glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet (kommt in die Hölle), weil er nicht geglaubt hat an den Namen des einzigen Sohnes Gottes (Joh 3,18) und sich nicht hat taufen lassen (vgl. Mk 16,16; 1Pet 3,20–21).

In was sich die Christen mit dem “Evangelium” des Paulus in Wirklichkeit hinein taufen lassen oder in was sie in Wirklichkeit hinein geboren werden, das ist den wenigsten Getauften bewusst. Sie begeben sich in die Hände eines skrupellosen, religiös orchestrierten Machtapparates, der über die Theologie des Paulus seine Anhänger missbraucht. Er bringt sie um den Verstand, beutet sie geistlich und materiell aus und macht sie krank. Zu diesem frommen Machtapparat gehören alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften. Über den Sinn der Taufe, die Paulus lehrt und und deren Vollzug, werden sie alle miteinander in der schändlichen und folgenschweren Ersatztheologie (Antijudaismus/Antisemitismus) eingewurzelt und vernetzt [Zu Ersatztheologie siehe: Gim 506; Gim 507; Gim 508; Gim 509; Gim 510].
Diese religiösen Führer geben sich heute betont menschenfreundlich. Das Taufritual aber ist in Wirklichkeit eine klare Absage an den Elohim JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten, den Schöpfer Himmels und der Erde und an SEINE Weisungen, das Shma Jisrael (Höre Israel) und das Zehn-Wort (zehn Gebote) und damit der Einstieg in einen langen Prozess der geistlichen Entmündigung. Ein böses “Spiel” der Entmündigung und der Angst beginnt, mit vielen traurigen Folgen im praktischen Alltag. Die Geschichte kann nicht lügen! Leider aber lebt die christliche Führung vom Erfolg einer fortwährenden Geschichtsklitterung.
Die meisten Christen interessiert das gar nicht. Die grosse Masse kann die Bedeutung des Taufrituals verständlicherweise nicht nachvollziehen. Wichtig und bedeutend ist ihnen das traute Fest der Taufe mit der Familie und mit Freunden, etwas, das einfach zu ihrer Kultur gehört.
Fälschlicherweise wird gelehrt, dass Jahushua von Nazareth diese Kirche mit zwei weiteren Gott-Personen gegründet habe und den führenden Christen die Mittel der Erlösung in die Hand gegeben hätte. Sakramente und ihre Bedeutung, wie etwa das Sakrament der Taufe, sind katholischen Ursprungs, selbst wenn sie in einer etwas abgeschwächten oder veränderten Weise bei Protestanten, Freikirchen und “unabhängigen” christlichen Gemeinschaften praktiziert werden. Alle sprechen sie von einem Mensch gewordenen Gott und einem neuen Glaubensvolk, das die Juden ersetzt. Der Fall ist klar. Sie bezeugen ihre paulinischen Glaubenswurzeln. (Wer katholische Lehre reformiert, bekommt niemals die Wahrheit, sondern die reformierte katholische Lehre.) In diesem Wesen sind und bleiben sie alle katholisch. Ausserhalb der (katholischen) Christen, d. h. der Taufe, gibt es darum kein Heil. Die katholische Kirche, als Mutter aller Kirchen und christlichen Gemeinschaften lehrt:
Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet, glaubt fest, bekennt und verkündet, dass niemand ausserhalb der katholischen Kirche — weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter — des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr (der Kirche) anschliesst [vgl. Gal 1,8-9; 1Kor 16,22; 2Thess 1,6-10; Mk16,16; Joh 3,18; 1Pet 3,20–21]. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, dass die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und dass nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergiessen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoss und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt” (Quelle).

Dieses Dogma hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren. Es gehört bis heute zum unverzichtbaren und unveräusserlichen Fundament des römisch-katholischen Glaubens. Die römisch-katholische Kirche ist die Mutter aller christlichen Kirchen. Aus ihrer Theologie leiten sich alle anderen christlichen Glaubensbekenntnisse ab (Ersatztheologie). Mit der Taufe werden alle Christen, d. h. alle Getauften Mitglieder des antijüdischen/antisemitischen Systems des Vatikans. Bei allen ökumenischen Dialogen mit den anderen Kirchen und christlichen Gemeinschaften wird dieser Anspruch des Vatikans aus taktischen Gründen unter Verschluss gehalten, aber zielsicher angestrebt.
Der Vatikan erhebt seinen Anspruch auch auf alle anderen Religionen, besonders aber auf die Juden. Der Dialog mit den Juden und den anderen Religionen wird interreligiöser Dialog genannt. In ihrer aufrichtigen Art durchschauen die Gesprächspartner diese versteckte Bosheit des Vatikans nicht, weil sie den frommen Vertretern des Vatikans eine solche Verschlagenheit gar nicht erst zutrauen. Der Islam wendet ähnliche Methoden an.

Fasten ist zwar gesund, kann aber für manchen mit Opfer und Schmerz verbunden sein. Nach kirchlichem Verständnis von Fasten muss das so sein, denn das Fasten dient der Heiligung, ist eine Sühneleistung für Sünden, macht den Weg zum Himmel frei. Auf jeden Fall soll die Fastenzeit eine Zeit des Verzichtes sein, etwas das schmerzlich wahrgenommen sein will. Früher sind am Ende der Fastenzeit manche erschöpft, d. h. geopfert, gestorben. In manchen katholischen Ländern, z. B. in Lateinamerika, ist das immer noch so.
Die vierzigtägige Fastenzeit ist für Katholiken eine indirekte Teilhabe an den antiken heidnischen Ritualen der Blut- und Menschenopfer. Ihr Gott (Zeus, Theos, Deus, HERR) fordert diese Art von fasten. Ansonsten werden sie seiner Vergebung und Annahme nicht teilhaftig werden. Ohne dieses triefende Blut, das von einem römischen Marterpfahl (Kreuz) fliesst, hätte sich ihr Gott nie besänftigen lassen. Diese religiösen Traditionen sind uns vom Heidentum her bekannt. Sie sind von den christlichen Gemeinschaften und Kirchen übernommen worden, werden lebendig erhalten. Sie können folgenschwere Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben.

Nach der katholischen Glaubenslehre vollzieht der Priester das Opfer von Golgatha in unblutiger Weise. In Wirklichkeit aber macht der Priester mit einem Ritual (Transsubstantiation = Zauberritual) das angebliche Blutopfer von Golgatha gegenwärtig. Diese Vollmacht kann er kraft seiner Priesterweihe (Weihegewalt) ausüben. Jedes Messopfer ist für jeden Teilnehmer Erlösung. Darum ist der Vollzug der Messe nicht einfach ein Wortgottesdienst oder eine Eucharistie (Danksagung), sondern ein Messopfer, denn jedes Messopfer bewirkt beim Teilnehmer Erlösung durch das Blut, das der Priester gegenwärtig setzt. (Quelle). Für uns sind diese religiösen Traditionen nichts Neues. Wir kennen sie von unserer früheren Zugehörigkeit in einer dieser Kirchen.

Nach der Lehre der Kirchenväter wurde der Jude Jahushua von Nazareth vom himmlischen Vater (gemeint ist der Theos, nicht der Elohim JaHuWaH) zu diesem Opfer der Versöhnung vorherbestimmt und auserwählt. Das ist eine typisch heidnische Denkweise. Jesus Christus allein (das ist niemals der Jude Jahushua von Nazareth), so lehrt die Kirche, konnte den Zorn Gottes (des Theos) besänftigen, die Menschen wieder mit Gott (Theos)versöhnen und ihnen den Weg zurück in den Himmel ermöglichen, das aber konnte er nicht als Jude, weil der jüdische Glaube so etwas nicht kennt. Darum musste er von Paulus und seinen Nachfolgern zuerst entjudaisiert werden. Was heisst das? Erstens durfte er nichts Jüdisches mehr an sich haben und zweitens musste er in den absoluten Gegensatz zu den Juden gesetzt werden. Das geschah über die persisch-griechische Lehre der Auferstehung. Wir kennen inzwischen das Bekenntnis der JaHuWaH-treuen, die unbeeinflusst von den Persern bezeugen: “Und der Staub kehrt zur Erde zurück, so wie er gewesen, und der Geist kehrt zu Elohim zurück, der ihn gegeben hat” (Pred 12,7; Ps 90,3 u. a. m.).
JaHuWaH braucht dazu keine Auferstehung.
Paulus und die nachfolgenden Kirchenväter hassten die Juden, weil sie sich ihrer irrsinnigen Theologie nicht beugen noch taufen lassen wollten (vgl. Gal 1,8-9; 1Kor 16,22; 2Thess 1,6-10; Mk16,16; Joh 3,18; 1Pet 3,20–21). Zu widersinnig ist die christliche Lehre. Sie widerspricht dem gesamten Wort der Propheten. Sie verfluchen die Juden, sprechen ihnen alle Verheissungen des Segens ab und übertragen sie auf die Getauften. Um dieses folgenschwere Ziel zu erreichen griff Paulus zu einer äusserst abscheulichen und folgenschweren Tat. Der Jude Jahushua von Nazareth durfte nicht mehr länger als Jude im Bewusstsein der Menschen präsent bleiben. Also wurde der Jude Jahushua von Nazareth, ein Jude aus den Juden, von Paulus als Jude missbraucht, indem er ihn kurzerhand zum Erzfeind der Juden machte.

Ihnen war klar: Einen solchen Juden, der angeblich zu den heidnischen Traditionen überläuft, würden die Juden nie akzeptieren. Also wurde aus diesem Juden, nach dem Muster der heidnischen Auferstehungs-Gottheiten, der Mensch gewordene, der im Fleisch erschienene Gott (Deus, Theos, HERR nicht Elohim) gemacht. Damit hatte Jahushua nichts mehr Jüdisches an sich. Er war nun eine heidnische Gottheit (der Ersatz-Erlöser). Als Jude geboren, stand er nun, als auferstandene Gottheit, im Widerspruch zu den Juden. Geschickt und raffiniert sagt es Paulus so: “Daher kennen wir von nun an niemand nach dem Fleisch; wenn wir Christus auch nach dem Fleisch (als Jude) gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht mehr so (nicht mehr als Jude)” (2.Kor 5,16; Röm 1,1,1-6).
Unter diesen Umständen ist es von den Christen ein Leichtes, Jesus Christus folgende Worte in den Mund zu legen: “Ihr (Juden) seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und stand nicht in der Wahrheit, weil keine Wahrheit in ihm ist” (Joh 8,44). Rückblickend können wir heute sagen: In Wirklichkeit aber ist es genau umgekehrt! Die Christen haben die Juden umgebracht – sie sind folglich der Teufel und die Mörder.

Die Kirchenväter aber waren sehr schlau und äusserst boshaft. Jahushua, der nun nicht mehr der Jude Jahushua war, sondern Jesus Christus, musste als heidnische Gottheit, als Erlöser der Menschheit, unbedingt im Judentum geboren worden sein. Warum? Das zu verstehen, ist nun sehr wichtig. Denn nur so konnten alle prophetischen Verheissungen des TaNaCHs (des “ATs”), die allein von JaHuWaH dem El-Eljon (dem Höchsten) sprechen und allein auf IHN, JaHuWaH bezogen sind, auf den neuen heidnischen Gott Jesus Christus und seine Anhänger, die Getauften, übertragen werden. (Durch die geschickte Vermischung von Wahrheit und Lüge wirkt die Lüge glaubhafter, wird als Wahrheit bezeichnet und dann geglaubt.)
Dieser Vorgang ist uns als Ersatztheologie bekannt. JaHuWaH, der El-Eljon, der Höchste, wird ersetzt durch die Gottheit Jesus Christus. Das auserwählte Volk wird ersetzt durch die Christen, die Getauften. Sämtliche prophetischen Verheissungen, sämtliche Verheissungen des Segens, die im TaNaCH (“AT”) genannt sind, werden auf die Gottheiten der Getauften übertragen, auf Theos und den Logos. Die Juden werden vollkommen enterbt. Sie werden ihres Standes, ihrer Erwählung, ihrer Berufung, ihrer Sendung und ihrer Würde als Menschen von den Getauften beraubt (Dieser Vorgang wird Ersatz- oder Enterbungstheologie genannt).
Was die Getauften den Juden geben, sind endlose Leiden, Qualen, Verdammnis und Tod. Sowohl Das verheissene Reich des Friedens, von dem die Propheten so oft reden, ist allein in JaHuWaH und wird allein von JaHuWah gewirkt, und ist jenen zugesprochen, die im Shma Jisrael verankert sind. Es wurde ihnen entrissen (vgl. Dan 7, 13-14.18.22.27; Sach 14,5.9.16; u.a.m.) und per Kirchengesetz auf die Christen übertragen.

Dadurch geriet der Jude, der Rabbi und Schriftgelehrte Jahushua von Nazareth völlig in Vergessenheit. An seine Stelle trat die heidnisch-christliche Gottheit Jesus Christus, der Gott im Himmel, der vor rund 2000 Jahren auf Erden Fleisch wurde, der Mensch wurde. Vor rund 2000 Jahren ist mit ihm angeblich das von den Propheten verheissene Friedensreich angebrochen. (Pontius Pilatus war der Statthalter des römischen Kaisers Pontifex Maximus in Judäa. Später reisst der Bischof von Rom, der Papst diesen Titel und diese Macht an sich. Diese Kirche hat wiederholt die von ihr Ermordeten nachträglich heilig gesprochen, als sie sich nicht mehr wehren konnten. So wurde auch Jahushua nach seiner Ermordung von Paulus zu einem heidnischen Theos namens Jesus Christus erhoben, Fachbegriff: Apotheose.)
Die Christen kennen nur diesen Jesus Christus, der angeblich als Mensch gewordener Gott geboren worden ist und ein neues Glaubensvolk gerufen hat.
Die Juden durchschauten und erkannten diesen scheusslichen Missbrauch und dessen Folgen für die Menschheit. Sprachlos gemacht konnten sie diesen gräulichen Widerspruch, diese qualvollen Leiden nur aus der Beziehung mit JaHuWaH ertragen und ausharren. Gegen diese abstruse und erschütternde Irrlehre des Paulus und der Kirchenväter und ihre grauenhaften Folgen vermochten sie nur durch Treue und Ausharren zu widerstehen. Darum sind die Juden noch da.
So wird den Juden unterstellt, sie hätten die Römer gebeten, diesen Mensch gewordenen Gott Jesus Christus, den angeblichen Messias der Juden, nach römischem Gesetz am Folter–Pfahl umzubringen. Der grausame Judenhasser Pilatus, der im Laufe seiner zehnjährigen Herrschaft im Heiligen Land rund 6 - 8'000 Juden ermorden liess, soll ihnen angeblich dabei entsprochen haben, aber nur mit äusserstem Widerwillen. Absurd sind solche Behauptungen. Welche Lehre folgte logischerweise daraus? Die Juden sind die Gottesmörder.

Damit aber schufen sich die Kirchenväter ein weiteres Problem! Nach der Lehre der Kirchenväter hat sich ihr Gott Jesus Christus, der vom Himmel herabgekommen war, als der wahre Gott und der wahre Mensch dem Gott im Himmel (dem Theos) als Blutopfer dargebracht haben. Wie aber sollte das gehen? Wie konnte er an Weihnachten, als wahrer Gott und wahrer Mensch auf die Erde kommen? Dann wäre im Himmel doch kein Gott mehr gewesen? Wie nur aber konnte Gott (Theos) sich selbst als der Mensch gewordene Gott darbringen, und das als wahres Menschen- und Blutopfer, um die ganze Welt mit sich selbst zu versöhnen? “wie denn Gott (Theos) in Christus war, und die Welt mit sich selbst versöhnte” (2Kor 5,19). Wie soll das gehen? Das alles ist eine entsetzlich widersinnige Lehre. Wie sollte dieses Problem gelöst werden? Sie mussten eine Lösung finden. Sie durfte auf jeden Fall nichts Jüdisches enthalten. Die Lösungen fanden sie in der Philosophie des Platon und des Aristoteles.
Nach Jahren der heftigen und gewalttätigen Auseinandersetzungen innerhalb der Gründer des Christentums, der Bischöfe und der Kirchenväter, setzte sich eine kleine führende, aber gewalttätige Clique von Kirchenvätern, bzw. Bischöfen durch. Ratgeber waren die jeweiligen Kaiser mit ihren heidnischen Philosophen. Die “Lösung” dieses Problems fanden sie in der Anpassung an die traditionellen heidnischen Lehren von einer Trias, Dreieinigkeit (von altgriechisch τριάς triás „Dreiheit, Dreizahl“ Triade, Götterdreiheit).
Nach heidnisch-philosophischem Muster setzten sie diese Lehre mit Hilfe der römischen Kaiser durch. Damit setzte sich die altägyptische Chnum- und die griechische Logoslehre durch. Sie bilden die Grundlage des “Neuen Testamentes” Das antike heidnische Muster war die Lösung: Jahushua ist ein zweiter Gott, eine zweite Gott-Person. Sie ist vom ersten Gott Zeus gezeugt (s. Gal 4,4;Lk 1,29-35 u. a. m.). “Zeus ist der oberste olympische Gott der griechischen Mythologie und mächtiger als alle anderen griechischen Götter zusammen.” (Quelle).
Zeus ist Gott über allem (Röm 9,5; 2Kor 11,31). Er ist Gott über allen anderen Göttern. Gemäss griechisch-philosophischem Götterglauben befasst er sich nicht mit Materie (Irdischem) und Erlösung. Warum wohl? Das alles ist ihm zu primitiv. Er will seine Hände nicht schmutzig machen [philosophisch-griechische Vorstellung, die über die stoischen Philosophen zum Fundament des christlichen Denkens und Glaubens wurde, ausgeprägt ist sie in besondere Weise in den Säulenheiligen und im mystisch-kontemplativen Mönchtum]. Eine solche Sache würde den Theos entwürdigen. Sie käme einer Beschmutzung gleich. Also zeugte er als oberster Gott einen Sohn, den Logos durch den angeblich alles geschaffen worden ist:
Durch ihn, so lehrten nun die Gründer des Christentums, sei alles geschaffen worden: “Denn in ihm (der Logos, der jetzt Jesus Christus heisst) ist alles in den Himmeln und auf der Erde geschaffen worden, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Gewalten oder Mächte: Alles ist durch ihn und zu ihm hin geschaffen; und er ist vor allem, und alles besteht durch ihn” (Kol 1, 16-17, vgl. Joh 1,1-5; Hebr 1,2).
***Damit wurde der von Zeus gezeugte Sohn Logos zum Schöpfer aller Dinge und zum Erhalter der Welt. Er hat alles seinem Sohn (Logos) übertragen, sowohl die Schöpfung, als auch die Erlösung und den Erhalt des Geschaffenen (vgl. Mt 11,27; 28,18; Joh 3,35; 17,2; Hebr 2,8). Das ist typisch antike griechische Mythologie, die von den Gründern des Christentums eins zu eins übernommen worden ist.
Dieser zweite Gott, der Logos wird Zeus (Theos) am Ende der Welt alles wieder wohlgeordnet zurückgeben: “Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn (Logos) selbst dem unterworfen sein (Zeus), der ihm alles unterworfen hat, damit Gott (Zeus) alles in allem ist” (vgl. 1Kor 15,28).
Die Gründer des Christentums kamen auf den “Konzilien” zum Schluss: Er ist zwar Sohn (Logos) und doch in allem gleich wie die erste Gott-Person (Zeus, Theos, Deus, HERR). Trotzdem ist er der ersten Gottheit Zeus (Theos) unterworfen. Darum wird er am Ende alles seinem Erzeuger als erledigt wieder zurückgeben: “Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott (Theos) alles in allem ist” (1Kor 15,28).
Sowohl das Schöpfungswerk als auch die persönliche Beziehung JaHuWaHs zu den Menschen und den damit verbundenen inneren Friede in JaHuWaH (Erlösung) wird JaHuWaH, dem El-Eljon (dem Höchsten) und den Menschen entzogen und nach heidnischem Muster auf den von Zeus gezeugten Logos (Gott, Theos, Deus, HERR) übertragen (Ersatztheologie). “Alles ist mir übergeben worden von meinem Vater (Theos, Zeus); und niemand erkennt den Sohn (den Logos) als nur der Vater (Theos, Zeus), noch erkennt jemand den Vater (Theos, Zeus) als nur der Sohn , Jesus Christus (Logos), und der, dem der Sohn (Logos, Jesus Christus) ihn offenbaren will (Mt 11,27; vgl. auch 28,19; Eph 1, 20-23 u. a. m.). Im Lichte der Botschaft des Elohims (“Gott”) JaHuWaH und der Propheten können solche Lehraussagen an Niederträchtigkeit und Perversion nicht überboten werden.

Später kam noch “Maria” hinzu, die Mutter des neu geschaffenen Gottes Jesus Christus. Auf dem “Konzil” von Ephesus (431), verordnet vom oströmischen Kaiser Theodosius II., wurde sie - unter dessen Führung und Einfluss - zur Muttergottes (zur Mutter von Gott), zur Gottesgebärerin (Theotokos) erhoben, d. h. zu jener Frau die Gott (Theos, Deus, HERR) geboren hat.
Die Mutter ist mehr als der Sohn, denn der Sohn kam immerhin aus ihrem Leibe hervor! So wurde argumentiert. Ist der Sohn Gott, dann ist Maria jene, die Gott geboren hat, (Gottesgebärerin), also die Mutter von Gott (Muttergottes). Im 6./7. Jahrhundert verwarf Mohammed das Christentum, weil es aus dem von einem Menschen gezeugten und geborenen Juden, dem Jahushua von Nazareth, einen (zweiten) Gott gemacht hatte. Aus diesem Irrsinn heraus entwickelte das Christentum eine dritte Gottheit, den Heiligen Geist, die den zweiten Gott (Jesus Christus) gezeugt hatte. (Quelle).

Die Kirchenväter wollten die Juden in aller Öffentlichkeit, vor aller Welt erledigen. Das Ziel aller zukünftigen Geschlechter sollte ihre Vernichtung sein. Das aber ging nur durch eine entsprechende Philosophie, bzw. Theologie, die mit Hilfe der Mächtigen dieser Welt möglich sein würde, nämlich mit dem römischen Kaiser zusammen. Der Judenhass und ihre Vernichtung musste in der römischen Verfassung und damit in der christlichen Religion verankert werden: Die Juden sind die Gottesmörder (Göttermörder).
Wer den regionalen und internationalen Göttern und deren Verkörperung (Inkarnation) in den Kaisern die Anbetung und den Kult (Liturgie) verweigerte, galt als Atheist, als Staatsfeind Nummer 1. Er galt als Gottesmörder, damit als Feind der heidnischen Massen. Ein Herrscher galt als Gottessohn, von einer Gottheit gezeugt. Die Juden galten als Mörder der Gottheit Jesu Christi, einzig und allein darum, weil sie dem Elohim JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, dem Schöpfer Himmels und der Erde ungeteilt die Anbetung gaben und weil sie danach trachteten SEINE Weisungen, das Shma Jisrael (Höre Israel) und das Zehn-Wort (zehn Gebote) als einzige Lebensnorm im täglichen Leben umzusetzen.

Ein solcher Mensch oder ein solches Volk machte sich im Glauben der Heiden schuldig. Denn die Götter reagierten auf die Ablehnung ihres Kultes mit Rache. Diese Rache, so glaubten sie, würde sich in den Naturkatastrophen und anderem ausdrücken: Vulkanausbrüche, Erdbeben, Trockenheit, Hungersnöte, Überschwemmungen, Epidemien, Unfruchtbarkeit, Krankheit, Unglück jeder Art usw. Die Juden galten darum als Atheisten, als Gottlose, d. h. als Götter-lose, Erlöser-lose. Sie weigerten sich Sonne, Mond und Sterne, Kaiser, Krokodile, Widder und Kälber etc. anzubeten, was sie früher gelegentlich ja auch taten. Das gehörte der Vergangenheit an. Sie weigerten sich, an deren liturgischen Feiern teilzunehmen. Damit wurden die Juden für jedes Unglück und jedes Missgeschick verantwortlich gemacht, verfolgt, gequält und umgebracht. Das ist unter vielen Getauften bis zu dieser Stunde so geblieben.

Im Heidentum gibt es eine Menge an Gottheiten. Jede Gottheit (“Erlöser”) ist für irgendeinen Lebensbereich zuständig und muss in diesem Zusammenhang entsprechend gewürdigt und angebetet werden. Dafür gab es ganz bestimmte Orte, Wallfahrtsorte, Opfer- und Busstätten. An solchen Orten konnten die verschiedenen Gottheiten befriedigt werden. Dieselbe Tradition und dasselbe Verhalten finden wir im Heiligenkult der katholischen und orthodoxen Kirchen. Jeder Heilige ist für etwas im Alltag zuständig und fordert das Vertrauen und den entsprechenden Kult, sonst folgt das Unglück, so wird in diesen Kirchen verängstigt geglaubt. JaHuWaH, die Propheten, Gerechten, Pharisäer und Weisen Israels haben diesen Kult strengstens verworfen. Ebenso Jahushua von Nazareth. Solche Traditionen erniedrigen den Menschen, berauben ihn seiner Würde, machen ihn schlichtweg krank.

Darum befreite JaHuWaH Abraham von den Gottheiten und damit vom Götzendienst, vom Dienst an die vermeintlichen Erlöser. JaHuWaH führte ihn heraus in das neue Leben, indem ER ihn zu einer neuen befreiten Beziehung zeugte und ihm ein neues Leben gab (vgl. 5 Mo 32,18). Er wurde ein völlig freier Mensch, der seine Verantwortung und seine Würde nun erleben durfte. Das ist etwas völlig anderes als die christliche Lehre von einer Wiedergeburt durch das Taufritual in die Gottheit Jesus Christi.
Der Begriff Wiedergeburt ist im “NT” immer mit der Gottheit Jesus Christus verbunden. Der TaNaCH kennt diesen christlichen Begriff Wiedergeburt nicht. Der TaNaCH spricht von der Zeugung und der Geburt in und aus JaHuWaH. Was JaHuWaH mit Abraham tat, das tat ER später auch mit seinem auserwählten Volk, als ER das Volk durch Moshe von der Unterdrückung und Ausbeutung der Götter Ägyptens befreite und sie daraus herausführte. JaHuWaH zeugte sie in eine neue Beziehung hinein, damit gebar ER sie in die Freiheit hinein.

Lasst uns mit dem Gebet von Moshe, dem Mann JaHuWaHs, abschliessen: “JaHuWaH, du bist unsere Wohnung gewesen von Geschlecht zu Geschlecht. Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du der Erlöser. Du lässt den Menschen zum Staub zurückkehren und sprichst: Kehrt zurück, ihr Menschenkinder!” (Ps 90,1-3).
In dieser spannenden Erwartung lasst uns die Tage in seinem Segen wandeln.

Allen wünsche ich tiefe Freude im Glauben Abrahams und einen gesegneten Shabbat Shalom!

Mit einem herzlichen Gruss

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 13. April 2025 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.