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"Und Elohim sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut"

Lebensimpuls 21 von Gregor Dalliard

Jeder einzelne Mensch, mit dem ich zu tun habe, ist geprägt von seiner Gene und Vergangenheit. Von Kind auf hat er eine bestimmte Prägung mitbekommen. Das ist eine Tatsache, die bei dir und mir nicht anders ist. Immer wieder realisieren wir Ärgerliches und Unmögliches an unseren Mitmenschen, selten aber an uns selbst. Eine Tatsache, die sich immer wieder bestätigt: Wir können erwachsene Mitmenschen nicht ändern.

Was wir aber können ist Folgendes: Wir können unsere Einstellung zu unseren Mitmenschen bewusst und gezielt ändern. Das ist möglich. Das ist eine ganz besondere Chance in deinem und in meinem Leben. Nehmen wir diese Chance wahr, kann sich sehr vieles in deinem und in meinem Leben verändern.
Hier hilft uns das Wissen um die ungeteilte Liebe JaHuWaHs, in der wir selbst leben dürfen, sofern wir diese Liebe aus dem Zeugnis des TaNaCHs erkannt haben und in unserem ganz persönlichen Leben zulassen.
Denken wir immer wieder daran: Unsere Mitmenschen sind auch Geschöpfe JaHuWaHs, geschaffen in SEINEM Bilde (vgl. dazu 1Mo 1,26-31 aus dem ersten Schöpfungsbericht. Lies dazu Psalm 139,1-18).

Diese Tatsache hilft mir in meinem persönlichen Leben enorm, selbst dann, wenn mir manchmal der Kragen zu platzen droht. Das aber ist völlig normal. Das weiss der Schöpfer, der uns geschaffen hat. ER ist der El Eljon, der Höchste, der den Menschen geschaffen hat. ER hat uns mit allen möglichen und unmöglichen Eigenschaften, Tugenden und Unarten geschaffen. Warum das so ist, weiss ER allein. Die Frage nach dem Sinn einer solchen Schöpfung, sollte uns nicht näher beschäftigen. Das ändert nichts an der gegebenen Tatsache.

Aus diesem Grunde gab ER den Menschen das Shma Israel und das Zehn-Wort (zehn Gebote). Darum hat er Recht und Gerechtigkeit grundgelegt: “Die Taten seiner Hände sind Wahrheit und Recht“ (Ps 11,7). “Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Grundfeste. Gnade und Treue gehen vor deinem Angesicht her. Glücklich ist das Volk, das den Jubelruf kennt! JaHuWaH, im Licht deines Angesichts wandeln sie. In deinem Namen freuen sie sich täglich, und durch deine Gerechtigkeit werden sie erhöht“ (Ps 89,15-17).
Selbstverständlich muss ich meine Mitmenschen nicht allezeit ertragen, auch du und ich nicht. Wir sind trotz unserer freudigen Beziehung zu JaHuWaH eben auch ganz Menschen geblieben, aber nach dem Bilde JaHuWaHs geschaffen. In diesem Wissen atmen wir auf, denn nach dem Bilde JaHuWaHs (oder im Bilde JaHuWaHs) geschaffen sein heisst, da ist jemand, der mich in jeder Lage des Lebens versteht, mit mir geht und mir weiterhilft. Das ist sehr gut so.

Die ursprünglichen Thora-Schreiber haben uns nicht umsonst das Zeugnis überliefert: “Und Elohim sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag“ (1Mo 1,31). Später wurden die Geschichten vom Ungehorsam der Menschen, von Adam und Eva hinzugefügt (katholisch: Sündenfall). Als Bildreden sollten sie in jenen Tagen eine Antwort auf wenig sinnvolle Fragen geben. Sie sollten einen erzieherischen (pädagogischen) Zweck erfüllen. Sie gehören aber nicht zur Urbotschaft des El Eljon, des Höchsten, von DEM bezeugt ist: “Und Elohim sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut”. Aber das ein anderes Mal.

Bleiben wir dabei: “Und Elohim sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut!"

Jeder Mensch hat auch gute Eigenschaften. Machen wir uns auf der Suche danach. Suchen wir diese zu entdecken. Fixieren wir uns bewusst auf die guten Eigenschaften unserer Mitmenschen. Trotzdem gibt es Mitmenschen, denen wir aus dem Wege gehen müssen, vielleicht für alle Tage unseres Lebens. Das kann zu unserem Leben gehören und das ist nur allzu verständlich. Bei allem Suchen nach den guten Eigenschaften unserer Mitmenschen, bleiben wir eben Menschen, die aber nach dem Bilde JaHuWaHs geschaffen sind. Wir brauchen auch eine gewisse Privatsphäre. Diese Eigenschaft gehört zu jedem Menschen.

Nun, nehmen wir uns vor, bewusst und gezielt auf die Entdeckung der guten Eigenschaften unserer Mitmenschen zu gehen. Dabei aber behalten wir die Gewissheit in unseren Herzen, dass wir in Elohim JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, definitiv beheimatet und geborgen sind, d. h. sehr gut sind. Gerade dieses Wissen lässt uns unsere eigenen Schwächen und Begrenztheiten erkennen, ohne dass wir daran zerbrechen. Dort wo es nötig ist, werden wir entsprechend einsichtig und dankbar handeln. Das ist ja gerade das Geschenk und die Hilfe in der Schwachheit unseres Lebens.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein am 16. Oktober 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.