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Shalom und lechaim - mehr als Gesundheit und fromme Floskeln Teil 1

Lebensimpuls 19 von Gregor Dalliard

Unsere Gesundheit ist selbstverständlich ein sehr hohes Gut. Der Mensch aber ist in seiner physischen Beschaffenheit begrenzt, nicht aber in seiner geistlichen. Das was die Thora und der TaNaCH unter Shalom und Lechaim verstehen ist durch nichts begrenzt. (Thora: die 5 Bücher Mose; TaNaCH: Thora, Propheten und die übrigen Schriften; von Christen fälschlicherweise und abwertend “AT” genannt).
Mit den Wünschen Shalom und Lechaim drücken wir einem Mitmenschen das aus, was gemäss TaNaCH nie an Grenzen stossen kann, selbst dann, wenn unsere Kräfte langsam aber sicher schwinden bis wir äusserlich sterben. Sagen wir einem Menschen Shalom, dann wünschen wir ihm aufrichtig und von ganzem Herzen den inneren Frieden, der alles andere im Leben übersteigt. Genau das braucht jeder Mensch.

Auf diese Begrüssung oder Verabschiedung wird ein aussergewöhnlicher Segen wirksam. Das hat nichts mit Magie zu tun. Es ist vielmehr jener Segen JaHuWaHs, der aufgrund der Beziehung JaHuWaHs mit Abraham und Sara und umgekehrt zurückgeht. Es ist jener Segen, der nach der Bestimmung und Verheissung JaHuWaHs nie ausbleiben wird, nie ausbleiben kann. David hat diesen Segen später im Psalm 133,4 besungen: “Denn dorthin hat JaHuWaH den Segen befohlen, Leben bis in Ewigkeit”. Die grenzenlose Bedeutung und Wirkung von Shalom und Lechaim kann nie aufgehoben werden. Sie werden ihre umfassende Erfüllung finden (vgl. Sach 8,20-22). Lebe ich bewusst aus der Beziehung zu JaHuWaH heraus und sage jemandem bewusst Shalom oder Lechaim, dann segne ich aus der “Bruderschaft” JaHuWaHs heraus, aus seiner Verheissung und Fülle. Dieser Segen kann nie ausbleiben.
Auf Hebräisch heisst “Leben” “chay” (חי). “L’chaim” heisst “aufs Leben”! Der Ausdruck Lechaim wird auch als Trinkspruch verwendet. Das sollte uns aber in keiner Weise stören. In seiner tiefsten Bedeutung drückt Lechaim den Wunsch nach Lebensfülle aus. Ich wünsche dem Gegenüber, dass sein Leben in JaHuWaH zur Fülle und zur Ruhe kommt, was immer auch kommen mag. Sollten wir in eine Lebenssituation hineingeraten, in der wir weder ein noch aus wissen, wird die mit Shalom oder Lechaim gesegnete Person im Schutze JaHuWaHs weder Panik noch Verzweiflung erleben. Nutzen wir mit grosser Freude und Dankbarkeit diese Segenswünsche, auch jenen gegenüber, die uns, aus was für Gründen auch immer, feindlich gesonnen sind.

Diese Segenswünsche im Geiste und im Vertrauen auf JaHuWaH gesprochen, werden ihre Wirkung haben, weil wir hier einig werden mit den Gedanken JaHuWaHs, die er für jeden Menschen hat (vgl. Jer 29,11). Diejenige Person, die wir damit segnen, wird uns gegenüber zur Ruhe kommen. Alles hat seine Zeit, aber mit JaHuWaH sitzen wir einfach am längeren Hebel. Also: Hevenu Shalom: “Friede sei mit dir”.
“Die ganze Erde wird dich anbeten und dir Psalmen singen; sie wird deinen Namen besingen…. Preist, ihr Völker, unseren Elohim, und lasst hören den Klang seines Lobes; der unsere Seele zum Leben bringt und nicht zugelassen hat, dass unsere Füsse wankten!” (Ps 66,4.8-9).

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. Juni 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.