Wie wir im Gim 144 und 145 sahen erscheint JaHuWaH (sprich: Jahua) selbst auf dem Ölberg (vgl. Jes 25,7-9; Sach 14,2-12).
Der Berg Zion und der Ölberg dürfen im heilsgeschichtlichen Geschehen nicht voneinander getrennt werden. In diesem Zusammenhang spricht auch der Prophet Joel wie andere Propheten von den gewaltigen irdischen und kosmischen Ereignissen die dem Kommen JaHuWaHs vorausgehen. Im Zusammenhang dieser Dinge sagt Joel:
“Und es wird geschehen: Jeder, der den Namen JaHuWaH anruft, wird errettet werden. Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie JaHuWaH gesprochen hat, und unter den Übriggebliebenen, die JaHuWaH berufen wird” (Joel 3,5).
Dieses Thema führt zu heftigen Auseinandersetzungen, was mir völlig verständlich ist. Das ist der Anlass warum ich in diesem Gim 145 vorwiegend Rückblick auf einige Tatsachen halten möchte. Tiefe Freude erfüllt mich wenn ich mich mit dem prophetischen Wort im TaNaCHdie auseinandersetzen darf, so auch über dieses Thema. Schon als Kind trieb mich ein tiefes Bedürfnis nach einer tiefen Gemeinschaft mit meinem Schöpfer, Helfer und Erlöser an, damals noch unter dem Begriff Gott. Unser ganzes Denken war damals vom Gottesbild der Kirchenväter bestimmt unser Gottesbild, prägte dieses Gottesbild der Kirchenväter geprägt. Diese religiöse Dogmatik beherrschte unser Alltagsleben bis hinein in die intimsten Bereiche des Privatlebens. Ausserhalb dieses Denkens war alles falsch und verkehrt. Ausserhalb dieser Kirche gab es und gibt es kein Heil nur Strafe und Hölle. Übrigens hat die katholische Kirche bis heute nichts von ihrer Dogmatik und Verurteilung der Andersdenkenden zurückgenommen. Sie mag das zum Schein wohl so vermitteln, aber die Wahrheit sieht anders aus.
aktualisiert: 01. 02. 2022
JaHuWaH (sprich: Jahua), der Schöpfer unseres Lebens, offenbart sich als der Erste und der Letzte. “So spricht JaHuWaH, der König Israels und sein Erlöser (Elohim), JaHuWaH Zebaoth: Ich bin der Erste und bin der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Erlöser (Elohim)” (Jes 44,6; 41,4). Das heisst unmissverständlich: Alles ist von ihm ausgegangen. Alles war sehr gut (vgl. 1Mo 1,31). Alles wird wieder zu ihm zurückkehren. Er widerspricht sich nicht. Es gibt also nichts, das nicht von IHM geschaffen worden wäre, selbst das Böse. Das Böse hat von ihm Grenzen gesetzt bekommen. Selbst das Böse und die dem Bösen Verfallenen werden seine Absichten erkennen und seinen Absichten dienen. Alles ist zu seinen Ehren geschaffen und alle seine Werke werden ihn einmal preisen (vgl. Ps 145,10). Wie ER das bewerkstelligen wird, das müssen wir nicht wissen. Wir wollen unsererseits das tun, was in unseren Möglichkeiten ist. Das ist wunderbar!
aktualisiert: 30. 01. 2023
Die Diskussionen um den kommenden Mashiach, bzw. um das kommende Friedensreich, scheiden die Geister. Doch auch hier gilt der Grundsatz: Zurück zu den Wurzeln dieses Themas. Das heisst konkret: Zurück zum TaNaCH, zur Thora, den Propheten und Schriften: “Denn bei dir ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36, 10). Die zwölf Stämme und ihre Nachkommen arbeiteten im Laufe der Geschichte stets am Aufbau des Friedensreiches. Das Friedensreich bezieht sich zuerst einmal auf die Zukunft Israels. “Ich pflanze sie in ihr Land ein. Und sie sollen nicht mehr herausgerissen werden aus ihrem Land, das ich ihnen gegeben habe, spricht JaHuWaH, dein Elohim (Am 9,15).
Die Propheten sprechen dann vom Anbruch des Friedensreiches, wenn der Überrest des zerstreuten israelitisch-jüdischen Volk wieder in seiner alten Heimat sein wird, aus der es niemals mehr herausgerissen werden wird. Dann sprechen sie vom kommenden Friedensreich für die ganze Menschheit (denn dazu sind sie von JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten erwählt, berufen, zubereitet und zu allen Menschen gesandt: “Siehe, mein Knecht (12 Stämme), den ich halte, mein Auserwählter, an dem meine Seele Wohlgefallen hat: Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er wird das Recht zu den Nationen hinausbringen” (Jes 42,1). Bis zum Ende dieses Zeitalters werden sie daran arbeiten müssen. Nach diesem Plan war, ist und wird Heil und Segen für jeden Menschen wirksam, im Hier und Heute. Darin reift das Friedensreich heran, das auch das messianischen Reich genannt wird. “Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker” (Jes 51,4).
Ich möchte in diesem Gim noch auf ein paar geschichtliche Tatsachen hinweisen, die im Zusammenhang mit dem Namen Elohim unbedingt beachtet werden müssen.
Die Reichsteilung, d.h. die Abtrennung der zehn Nordstämme von den beiden Südstämmen Juda und Benjamin geschah als Folge des Abfalls Shlomos (Salomos) von den Ordnungen JaHuWaHs, die in der Thora grundgelegt sind (vgl. 1Kö 11,1-11; 12,24; 5Mo 17,17).
Jerobeam, der neue König der zehn Nordstämme, führte das Volk bewusst in den Abfall von JaHuWaH, indem er das Volk daran hinderte die von JaHuWaH gebotenen Feste Pessach, Shawuoth (Pfingsten) und Sukkot (Laubhütten) in Jerushalajim zu feiern. Also machte er zwei traditionell bekannte Orte, Bethel und Dan, zu den neuen Zentren dieser Festfeiern. Er ging noch weiter in seinem Abfall von JaHuWaH. Er liess dort nämlich zwei Altäre zu Ehren der ägyptischen Gottheit, dem Sternbild des Stieres, bauen und deutete die Pilgerfeste und Ordnungen JaHuWaHs um: “Es ist zuviel für euch nach Jerushalajim hinaufzugehen. Siehe da, Israel, deine Götter, die dich aus Ägypten heraufgeführt haben… Auch baute er Höhenheiligtümer und machte Priester aus dem gesamten Volk, die nicht von den Söhnen Levi waren” (1Kö 12,28-31).
Seit jeher beschäftigt die Bibelleser die Frage, warum in der Bibel unser Schöpfer sich anfänglich unter den Namen Elohim oder El Shaddaj und später über Moshe als der JHWH = JaHuWaH (sprich Jahua) offenbarte. Dem grossen Propheten Moshe offenbarte JaHuWaH unmissverständlich, dass er von Generation zu Generation JaHuWaH genannt sein will (vgl. 2Mo 3,13-15). Das gilt darum also auch für unsere Generation. Die Einzigartigkeit JaHuWaHs ist darin sichergestellt.
JaHuWaH spricht über seine Propheten: “Ich bin der Erste und der Letzte, und ausser mir gibt es keinen Erlöser (Gott)… Gibt es einen Erlöser (Gott) ausser mir? Es gibt keinen Fels, ich kenne keinen” (Jes 44,6-8). Nun, wenn JaHuWaH keinen kennt, der ausser ihm oder neben ihm Erlöser ist, wie können Menschen behaupten, es gebe mindestens zwei oder drei Erlöser (drei Gott-Personen), die anzubeten und anzurufen sind?
In diesem Gim möchte ich einen kurzen Einblick zum Namen JHWH = JaHuWaH (sprich Jahua) geben. Im Internet können viele Kommentare, Erklärungen und Meinungen zu dem Namen JHWH gelesen werden. Das ist faszinierend und zeigt uns auch das grosse Interesse in diesem Zusammenhang, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Darüber freue ich mich mit vielen andern von Herzen.
Manche mögen die Suche nach dem Namen unseres Schöpfers als Wortklauberei auffassen und das richtige Aussprechen seines Namens als übertriebenes und sinnloses Bemühen abtun. Aber: Welche Eltern mögen es, wenn die Allernächsten in der Familie ihren Namen und den ihrer Kinder nicht kennen? Welcher Ehepartner kann es ertragen, wenn sein Partner – nach Jahren des gemeinsamen Lebens – seinen Namen nicht kennt? Wer mag es, wenn die eigenen Familienangehörigen uns unter einem völlig fremden Namen ansprechen, obwohl wir ihnen unseren Namen genannt haben?
In diesem und in den nächsten Glaubensimpulsen (Gim) möchte ich gerne auf den Namen unseres Schöpfers und Spender des Lebens eingehen. Ich tue das mit grosser Freude und Dankbarkeit. Darum lade ich alle Leser der nächsten Gims ein, sich mit der gleichen Gesinnung damit auseinander zu setzen. Ob wir zur gleichen Erkenntnis geführt werden oder nicht, das soll uns keineswegs irritieren oder sogar auseinander bringen. Alles hat seine Zeit. Alles entwickelt sich zu seiner Zeit und alles drängt nach Wachstum, d.h. nach Einsicht, so wie es die Gnade unseres Abba Vaters zulässt und wir bereit sind uns von seinem Wesen führen zu lassen.
In meinem letzten Gims und in meinen Vorträgen habe ich unseren Schöpfer JHWH sowohl JaHuWaH (sprich Jahua) als auch Jahweh genannt. Die Fragen, wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin sind berechtigterweise angebracht. Gerne will ich also darüber schreiben. In diesem Gim 138 möchte ich bei einigen einleitenden Gedanken verbleiben. Im Laufe der letzten Jahre haben sich neben meinen katholischen Studienunterlagen mehrere Bundesordner zu diesem Thema angesammelt.
Aktualisiert 2023/24.
Auf den letzten Gim gab es recht viele Reaktionen. Darum möchte ich nochmals etwas auf den Kontext von Sach 14,4 eingehen. Es geht zuerst um JaHuWaH (JHWH = JaHuWaH, sprich Jahua) und dann um die Person von Jahushua von Nazareth im heilsgeschichtlichen Plan JaHuWaHs. Wer ist JaHuWaH und worin bestand die Sendung Jahushuas von Nazareth? Diese Fragen scheiden die Geister. Vor allem die Person Jahushua von Nazareth scheidet die Geister.
Diese Scheidung ist notwendig. SIE wird ihren Höhepunkt dann erreichen, wenn JaHuWaH (JHWH) nach SEINEM Wort, das er durch SEINE Propheten als verbindliches, bleibendes, immer gültiges und als nicht aufzuhebendes Wort verkündete, mit seinen Heiligen kommen und SEINE Füsse auf den Ölberg setzen wird (vgl. Sach 14,4). Mit den Heiligen bezeichnet der TaNaCH jene Menschen, die JaHuWaH vertrauen und IHM allein folgen. Das sind zuerst alle treuen Juden, die ihr Leben zur Ehre JaHuWaHs und zum Segen der Menschen für Recht und Gerechtigkeit eingesetzt haben, dann aber auch alle jene, die im Laufe der Jahrhunderte JaHuWaH gefunden und sich ebenfalls für das Recht und die Gerechtigkeit JaHuWaHs in dieser Welt eingesetzt haben. Als die Heiligen werden also im TaNaCH jene bezeichnet, die im Ruach JaHuWaHs, also von JaHuWaHs Kraft getrieben leben*** (Jes 42,1).