Gib niemals auf: "Wahrlich, übers Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu dir, siehe, dann hat Sara, deine Frau, einen Sohn" (1Mo 18,10). Samuel, mein Neffe.
Glaubensimpuls 781 von Gregor Dalliard am
Wie wir aus den katholischen Medien hören, lassen sich immer mehr Menschen in Frankreich taufen. Es sind vor allem junge Erwachsene und junge Familien. Was geben die religiösen Medien als Grund für diese Entwicklung an? Es ist die grosse existentielle Unsicherheit. Die Kirche biete ihnen Sicherheit und die Kirche nutzt dieses Bedürfnis. Es ist das alte Muster mit dem die christlichen Führer seit dem 4. Jhd. die Menschen indoktrinieren und an sich binden.
Wie schon öfters gesagt, hatten Paulus und seine Nachfolger überall im römischen Reich mit brennendem Eifer und unter dem Einsatz ihres Lebens das gleich bevorstehende Ende der Welt und die gleich anbrechende Herrschaft ihres Gottes Jesus Christus gepredigt. Mit der Wiederkunft Jesus würden die Getauften herrschen (Parusie). Über die Nicht-Getauften würden schreckliche Gerichte hereinbrechen. Die Massen (vor allem Sklaven) wollten diesen von Paulus angedrohten bevorstehenden schrecklichen Gerichten entgehen, viel mehr wollten sie mit Jesus herrschen, also liessen sie sich so schnell wie möglich taufen, mochte es kosten was es wolle, trotz der grausamen Verfolgungen. Sie liessen sich durch nichts mehr aufhalten. Diese Endzeit-Bewegung verbreitet sich verständlicherweise in aller Schnelligkeit im ganzen römischen Reich.
Aber das von Paulus verkündete “Evangelium” mit den gleich bevorstehenden Wiederkunft Jesu und den ebenso gleich bevorstehenden schrecklichen Gerichten blieb (zur angesagten Zeit) aus, das verwirrte die Getauften masslos (Siehe Gim 432; Gim 425). Paulus aber war nicht verlegen (Siehe Gim 769). Nachdem der versprochene Gott der Christen zur angesagten Zeit nicht gekommen war und ebenso die verheissenen schrecklichen Gerichte ausblieben, änderten die christlichen Führer ihre religiöse Glaubensstrategie. Sie deuteten die Irrlehre des Paulus um, was in den “Evangelien”, die auf das Wirken des Paulus und seine Briefe aufbauten ihren Niederschlag fanden. Die Getauften übernahmen das politische Muster der römischen Machtausübung und passten sich dem antijüdischen Verhalten der Römer an. Das trug ihnen viele Sympathien ein, was die Kaiser im 3./4. Jhd. veranlasste diese Jesus-Bewegung schrittweise zu tolerieren.
Von JaHuWaH und SEINEN Weisungen hatten sie sich durch die Taufe weitgehend bis ganz losgesagt, obwohl anfänglich noch viele (aus dem Judentum kommend) an JaHuWaH und SEINEN Weisungen festhielten. Dadurch wurden sie immer orientierungsloser. Sie verloren sich zusehends in allen möglichen philosophischen Richtungen. Wie gesagt: In Anbetracht der Enttäuschungen strebten die christlichen Führer nach Macht. Sie bekämpften sich gegenseitig teils recht brutal. Sie wurden zusehends zu einer Gefahr im ganzen römischen Kaiserreich. Sie waren unter sich so tief zerstritten, dass sie die vorgegebene Einheit im Reich buchstäblich gefährdeten.
Wie schon öfters gesagt, versuchte der heidnische Kaiser Konstantin diese Gefahr mit allen Mitteln zu bannen, indem er die so zerstrittenen Führer der Getauften zu einem Einheits-Treffen zwang. Sie waren gezwungen sich in Glaubensfragen auf ein gemeinsames Glaubensdokument zu einigen und mit ihrer Unterschrift zu bestätigen, ansonsten würde ihnen Entmündigung, Verbannung oder sogar der Tod bevorstehen. Damit wurde auf den ersten Konzilien die Glaubenslehre geschaffen, die heute noch für alle Christen verbindlich ist. Wie gesagt, wurden diese Konzile vom römischen Kaiser einberufen, dirigiert und als staatliche Gesetze für alle Getauften verbindlich gemacht.
Die meisten Gläubigen sind der Meinung, dass der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste damals die biblischen Patriarchen einfach so besuchte und mit ihnen sprach, oder einfach so vom Himmel herab, oder aus dem Jenseits heraus so zu ihnen redete, wie z. B. mit Abraham, als er ihm die Geburt seines Sohnes Isaak ankündigte (hebr.: יִצְחָקⓘ/? jiṣḥāq, Gott ist gnädig).
Wie wir aber schon oft sagten, sind das Bildreden. Menschen, die vom Ruach JaHuWaHs erfüllt waren, versuchen in zahllosen Bildreden das Wesen JaHuWaHs, als das Wesen des Elohims JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten zu vermitteln und zwar als unerschütterlichen und unantastbaren Gegensatz zu den endlosen Götterwelten, ihren Priestern und Leben zerstörenden Forderungen. Siehe 1Mo 18,1-15.
Das ist eine bewegende Bildrede, die zu Herzen geht. Der Sinn dieser Bildrede will uns dazu ermutigen, uns niemals den Mut nehmen zu lassen, mag da kommen was da will. Das Vertrauen auf den Elohim JaHuWaH, den El Eljon, den Höchsten soll uns nie verlassen, selbst wenn alles aussichtslos scheint, so wie bei den beiden Alten: Abraham und Sara.
Ein Neffe von mir, der Samuel, der jüngste Sohn einer meiner sieben Schwestern litt an zystischer Fibrose. Er wusste schon sehr früh, dass er ungefähr im Alter von 20 Jahren sterben würde. Die Ärzte im Oberwalliser Kantonsspital Brig hatten den Eltern bei der Geburt von Samuel geraten, ihn sterben zu lassen, denn sie und das Kind würden rund 20 Jahre lang kaum eine ruhige Minute haben. So war es dann auch. Die Ärzte meinten es gut, die Eltern entschieden sich anders. Wir alle waren mehr oder weniger in diesen langen Leidensweg mit eingebunden. Doch Samuel war ein Sonnenschein, überall wo er hinkam erfreute er mit seinem Wesen die Menschen und das trotz seines schweren Leidens. Sein Lebensmotto lautete: “never give up”: “Gib niemals auf”. Viel Zeit verbrachte er im UNI-Spital Zürich, wo er seinen Leib der medizinischen Wissenschaft zur Verfügung stellte. Mit 21 Jahren verstarb er 2014 im Universitätsspital Zürich mit den Worten auf den Lippen: “never give up”: “Gib niemals auf”.
Die 21 Jahre seines Lebens wurden mir zu einer leibhaftigen Predigt, die ich nicht in Worte zu fassen vermag. Abraham und Sara werden uns als Menschen vorgestellt, die es in ihrem Leben bei weitem nicht einfach hatten, aber sie gaben niemals auf. Danke!
“Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist JaHuWaH, dein Elohim (“Gott”), wo immer du gehst” (Jos 1,9). Da JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, derdie Fülle des Lebens ist, über Abraham und Jahushua (Jeschua) auch unser Elohim (“Gott”) geworden ist, dürfen wir uns herzhaft an diesem Zuspruch freuen und den verheissen Segen an Abraham jeden Tag neu in uns wirksam werden lassen und geniessen. Tun wir es.
Mit herzlichen Grüssen wünsche ich allen einen segensreichen Shabbat Shalom.
Gregor Dalliard
Ankündigungen
Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen (Videokonferenz) in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. November 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!