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Den inneren Frieden haben, den inneren Frieden pflegen und mit anderen teilen.

Glaubensimpuls 740 von Gregor Dalliard am

Den inneren Frieden finden und mit anderen teilen, wer möchte das nicht? Aber zuerst ein kurzer Rückblick: Die Kirche lehrte und lehrt uns, Tag und Nacht alles für den Himmel zu tun. Im Himmel würden wir angeblich einen angesehenen Platz bekommen. Wir von der älteren Generation sind von dieser Lehre geprägt ins Leben gegangen. Wir sollten uns immer erniedrigen, denn wir seien sowieso nichts, und ohne die seligmachende Kirchenführung wären wir eh verloren und kämen in die Hölle. Wie ich schon öfters sagte, wussten wir damals nicht, dass die christlichen Führer unter Gott und Himmel sich selbst meinten. Sie haben uns ihre Lehren, als die Wahrheit Gottes im Religionsunterricht, in der Kirche und bei jeder sich bietenden Gelegenheit beigebracht. Damit war uns ein heidnisches Gottesbild vermittelt worden, das auch Paulus in seinen angeblichen Entrückungen und Visionen von seinem Menschen-Gott Jesus Christus, zur Rechten Gottes (Theos) sitzend, gehört und geschaut haben wollte.
Diese Irrlehren waren von Paulus grundgelegt worden und sind auf den ersten Konzilien von den römischen Kaisern, den Kirchenvätern und später von den Päpsten als Gottes Offenbarung in Stein gemeisselt und laufend weiterentwickelt und verankert worden. Paulus war ja unerschütterlich davon überzeugt, dass in seinen Tagen das “Ende der Zeitalter gekommen ist” (1Kor 10,11) und dass damit der Jude Jahushua (Jeschua), der von den Römern hingerichtet worden war, nicht mehr als Jude, sondern als der auferstandene Menschen-Gott Jesus Christus, gleich (also jeden Augenblick) vom Himmel her wiederkommen würde, um die Welt (die Juden) zu richten und sein Friedensreich aufzubauen, in dem die Getauften mitherrschen würden, wobei Paulus unter Richten das diametrale Gegenteil dessen verstand, was die Propheten darunter verstanden. Darum lehrte er anfänglich, dass kein Getaufter sterben würde (vgl. 1Thess 4,17). Nun aber starben der Reihe nach Getaufte. Wie konnte das sein? Paulus hatte ein Urteil: “Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen (gestorben). Wenn wir uns aber selbst beurteilten, so würden wir nicht gerichtet”, d. h. nicht vor der Entrückung sterben (vgl. 1Kor 11,30-31).
“Und dann werden sie den Sohn des Menschen kommen sehen in Wolken mit grosser Macht und Herrlichkeit” (Mk 13,26).“Danach werden wir, die Lebenden, die übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entgegen in die Luft; und so werden wir (Die Getauften) allezeit beim Herrn sein” (1Thess 4,17).
Und hier hatte Theos offensichtlich seinen Engeln in Markus 13 das krasse Gegenteil dessen “gesagt”, was er später dem Paulus offenbarte. Da kommt also des Menschen Sohn mit grosser Kraft und Herrlichkeit (offenbar auf die Erde), und “wir” werden ihm in den Wolken entgegen gerückt obwohl er dann schon auf der Erde ist… Oder werden “wir” ihm in den Wolken entgegen gerückt und er kommt nachher – wobei: dann sind “wir” nicht mehr bei ihm allezeit.

Einer nach dem anderen der Getauften ist aber gestorben, wie jeder andere Mensch auf Erden auch, und das bis zu diesem Tag, und der Menschen-Gott des Paulus, der Jesus Christus, kam weder zu der von Paulus angesagten Zeit, noch zu einem späteren Zeitpunkt. Er wird auch in Zukunft nie kommen, weil dieser Jesus Christus im Unterschied zu dem Juden Jahushua (Jeschua) eine Phantasiegestalt des Paulus ist, die er in seinen Entrückungen und Visionen “gesehen” haben wollte. Diese Entrückungen und Visionen haben ihm den Verstand geraubt, die Gabe des Schöpfers JaHuWaH, und ihn für den Sinn des Lebens und den Umgang mit dem Leben blind gemacht.
Er war nicht verlegen. Dazu möchte ich eindringlich den Gim 675 vom 23. Aug. 2024 empfehlenMit allen meinen Wegen bist du vertraut” (Ps 239,3b): “Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit… So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” (Jer 6,16).

Im Gim 739 und dann auch im Bibelkreis in Finsterhennen (in der Nähe von Bern) haben wir uns in sechs Punkten gegenseitig über das Wesen und die Gemeinschaft des Elohims (“Gottes”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten ermutigt und unsere Freude darüber miteinander geteilt. (Über Internet können sich auch Menschen über alle Grenzen hinweg, uns anschliessen und an unserer Freude teilhaben!)

Nun zurück zu Paulus und seinen angeblichen Entrückungen und Visionen. Paulus lehrt: “Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf; jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Denn einen anderen Grund kann niemand legen ausser dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf den Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden, denn der Tag wird es klarmachen, weil er in Feuer offenbart wird. Und wie das Werk eines jeden beschaffen ist, das wird das Feuer erweisen. Wenn jemandes Werk bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen; wenn jemandes Werk verbrennen wird, so wird er Schaden leiden, er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer” (1Kor 3,10-15).
Wir haben uns also in Finsterhennen mit den sechs Punkten, die ich im Gim 739 genannt habe, erbauen lassen. Darin ist uns unter anderem die Tatsache vermittelt, dass der El Eljon, unser himmlischer Vater in allem den Grund gelegt hat, lange bevor Paulus mit seiner Lehre auftrat. Und es ist so: einen anderen Grund als den Grund, den unser himmlischer Vater JaHuWaH über seine Propheten gelegt hat, gibt es nicht.
Mit seinem “Evangelium” aber arbeitet Paulus mit dem ganzen Einsatz seiner Kräfte dagegen. Die Anhänger des Paulus, oder besser, jene, die seinem “Evangelium” glaubten, waren fast ausnahmslos Menschen aus dem griechischen Kulturkreis, die in den Städten gelegentlich die Synagogen aufsuchten, aber nicht wirklich zum Glauben, oder besser gesagt, zu einer Beziehung mit dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten durchgebrochen waren. Angeblich hatten die in der Synagoge in Beröa ihn geprüft und befunden, dass es sich also verhielte. Dies ist katholisches Wunschdenken, denn jeder, der Paulus heute mit den Schriften prüft, die den Beröern damals zur Verfügung standen, mit dem TaNaCH nämlich, der weiss, dass ihn die Beröer zum Teufel gejagt haben müssen.
Nach Apg 9,13-18 wurde Paulus, gemäss seinen Entrückungen und Visionen von der Gottheit Jesus Christus auserwählt, seinen Namen unter den Nationen der Nichtjuden bekanntzumachen. Vergessen wir aber bitte nicht: Sein “Evangelium” entsprach, neben der Panikmacherei über das gleich bevorstehende schreckliche Ende der Zeitalter, dem griechisch-heidnischen Kulturkreis, was seinen schnellen Erfolg und den seiner Mitbegründer des Christentums im römischen Reich erklärt, aber parallel auch den Hass der römischen Kaiser und der Kirchengründer gegen die Juden.
Diese Reisen fanden in den Jahren 47 bis 56 u. Z. statt (47 n. Chr. bis 56 n. Chr.).
Was der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste zu den Propheten in Bezug auf das auserwählte Volk und seine Erwählung in Jes 49,6 sagt, dass reisst Paulus in frevelhafter Weise eigensinnig aus dem prophetischen Kontext und bezieht es auf sich und sein “Evangelium”, als die Juden ihm vom prophetischen Wort her widerstanden (vgl. Apg 13, 46-52).
Meistens nahmen die Vorsteher der Synagogen in der Diaspora Paulus freundlich und wohlgesonnen auf, hörten ihn an, aber fast ausnahmslos endeten diese Versammlungen früher oder später mit einem Eklat, weil er den gesamtprophetischen Zusammenhang für sein “Evangelium” pervertierte. Die Folge daraus: Er ging zu den Heiden, wo sein heidnisches “Evangelium” Gehör fand: “Paulus aber und Barnabas sprachen freimütig: Zu euch musste notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es aber von euch stosst und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet, siehe, so wenden wir uns zu den (Heiden-)Nationen” (Apg 13,46). Unverschämt ist diese Behauptung: “und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet”. Wir sind unendlich dankbar, dass die Vorsteher der Synagogen eine solche Irrlehre durchschauten, entlarvten und sie konsequent von sich stiessen.
Die Heiden freuten sich natürlich, denn was wussten und verstanden sie schon vom Zusammenhang des prophetischen Wortes. Das ist bis heute unter dem Christentum so geblieben. Das absolut pervertierte prophetische Wort ist bis heute in der Ersatztheologie der Getauften voll wirksam. Dafür haben Kaiser und Konzilien vorgesorgt.
Die Gemeinde, deren Grund der Höchste, der El Eljon ist, wird nie untergehen, weil ER ihr Grund ist und bleiben wird. (Siehe die Gemeinde, die JaHuWaH gegründet hat und die nie untergehen wird Gim 697 vom 24. Januar 2025.) Dies zu wissen ist so beglückend und beruhigend.

Der internationale Holocaustgedenktag am 27. Januar erinnert uns an die entsetzliche “Frucht” der christlichen Ersatztheologie, an die Verbrechen an den Juden. Über das “Evangelium” des Paulus ist die Ersatztheologie in allen Schriften des “Neuen Testamentes” verankert worden. Diese Theologie wird von den Getauften weiterhin unerschütterlich gelehrt, vertreten und schöngeredet (frommgeredet), trotz der unfassbaren Gräueltaten und deren Folgen, die heute wohl niemand mehr leugnen darf und leugnen sollte. Könnten die Worte des Propheten Jirmejahu (Jeremia) nicht auch auf die Getauften zutreffen? “Sie halten fest am Trug, sie weigern sich umzukehren” (Jer 8,5)?

Was verheisst JaHuWaH SEINEM auserwählten Volk? “Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich …zum Licht der Nationen, blinde Augen aufzutun… Ich bin JaHuWaH, das ist mein Name. Und meine Ehre gebe ich keinem anderen noch meinen Ruhm den Götterbildern (den Göttern)” (Jes 42,6-8).

In dieser beglückenden Gewissheit grüsse ich alle mit einem herzlichen Shabbat Shalom. Geniessen wir das Zusammensein mit anderen Menschen. Teilen wir mit ihnen unseren inneren Frieden, auch mit solchen, die das nicht wollen! Dann lassen wir sie eben unseren inneren Frieden spüren. Daran kann uns niemand hindern.

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 15. Februar 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!