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Unsere Gefühle mit Glauben, bzw. Vertrauen verwechseln?

Glaubensimpuls 739 von Gregor Dalliard am

Das gibt es leider allzu oft: Wir verwechseln unsere Gefühle gerne mit unserem Glauben, bzw. Vertrauen und lassen uns dann entmutigen. Der Glaube hat zuerst einmal nichts mit unseren Gefühlen zu tun. Er ist ein Bekenntnis. Ich stehe zu dem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, selbst dann, wenn meine menschliche Verfassung und meine täglichen Erlebnisse mich etwas anderes fühlen lassen.
Darum gibt es für uns eine unumstössliche Tatsache, die immer wieder neu überdenkt werden muss und die uns immer wieder neu zu Danksagungen ermutigt? Der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Schöpfer des Lebens und der Welt steht zu uns mit ungeteiltem Herzen. Lasst uns das nicht vergessen. Und weil ER uns zuerst ungeteilt liebt, darum stehen wir mit ungeteiltem Herzen zu unserem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, dem Schöpfer des Lebens und der Welt.
Das ist unser Bekenntnis. Das war das Bekenntnis der israelitisch-jüdischen Propheten, aber auch das ungeteilte Bekenntnis des Jahushua (Jeschua). Das hat rein gar nichts mit unseren Gefühlen zu tun. Unsere Gefühle dürfen uns hier nicht dreinreden und uns durcheinander bringen, basta!
Wenn wir sagen, dass wir mit ungeteiltem Herzen zu unserem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, dem Schöpfer des Lebens und der Welt stehen, ist damit nicht gemeint, dass wir fehlerlos sind. Kein Mensch ist fehlerlos, das können wir nie sein. (Siehe dazu Gim 584, vom 25. November 2022: “Niemand ist gut als nur einer, Elohim (‘Gott’)” (Mk 10,18). Paulus und mit ihm das ganze Christentum stellen dieses Zeugnis auf den Kopf. Den Menschen in allem gleich, ausser der Sünde?).

Fehlerlos sein, das lehrt uns die griechisch-philosophische Lehre des Paulus. Ehrlichkeitshalber müssen die Menschen zugeben, dass sie einer solchen philosophisch-mystischen Forderung des Paulus nie entsprechen konnten und können. Dort wo die Tatsache ignoriert wird, dass der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Schöpfer des Lebens und der Welt mit ungeteiltem Herzen zu uns steht, dort muss ein Ersatz her und das ist der fromme Schein, der nach Aussen hin gewahrt werden muss. Im Laufe der letzten 2000 Jahre hat diese Irrlehre massenhaft Menschen in die Heuchelei geführt, sie und ihre Mitmenschen unglücklich gemacht und sie tut es immer noch.
Was Paulus durch angebliche Entrückungen und Visionen geoffenbart worden ist, macht überhaupt keinen Sinn. So lesen wir in seinen Briefen: “Denn was er (der Mensch) gestorben ist, ist er ein für alle Mal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott (Theos). So auch ihr: Haltet euch der Sünde für tot, Gott (Theos) aber lebend in Christus Jesus!” (Röm 11,6). “Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben (noch sündigen)? Oder wisst ihr nicht, dass wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?” (Röm 6,2-3). Was folgt nach der Lehre des Paulus daraus? “Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden” (2Kor 5,17). Von Paulus ausgehend durchzieht diese lebensfremde abartige philosophisch-mystische Irrlehre das ganze “Neue Testament”. (Siehe dazu Gim 499, vom 9. April 2021: Aus dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Teil 23).
Und übrigens, was fordern Paulus und die christlichen Lehrer von den Getauften? Sie sollen dem Bild seines Sohnes (dem Sohne des Theos) gleichförmig werden (vgl. Röm 8,28)? Sollten sie mit dem angeblichen Sohn Jahushua (Jeschua) meinen, dann müssten sie aber seine jüdische Herkunft, seine Glaubens- Lebensweise gründlich studieren und die entsprechende Konsequenzen daraus ziehen. Tragischerweise hat sie die Ersatztheologie so sehr verwirrt, dass sie nicht realisieren wie sehr sie Jahushua (Jeschua) und damit auch sich selbst in der Welt zum Gespött machen.

Nun wollen wir folgendes bedenken: Wir alle sind unterschiedlich erzogen worden, haben als Kinder Unterschiedliches erlebt, d. h. wir sind unterschiedlich sozialisiert worden, wie heute gerne gesagt wird. Diese Prägungen können aber in keiner Weise das Wesen und die Beziehung des Elohim (“Gott”) JaHuWaH, des El Eljons, des Höchsten, des Schöpfers Himmels und der Erde uns gegenüber beeinflussen, verändern oder ersetzen. Und genau das ist wunderbar. Genau darin unterscheidet sich das Wesen des Elohim (“Gott”) JaHuWaH von allen Göttern, Halbgottheiten und Gottheiten und ihren mystischen Forderungen. Damit auch von der Lehre des Paulus, den Gründern des Christentums und den Getauften.
Menschen vermitteln uns meistens ein verändertes oder falsches Bild von unserem Abba Vater. Seit unserer Kindheit führten uns die Theologen, Priester, Pastoren, Prediger, Katecheten, Erzieher auf diese falsche Fährte. Unter ihrem Einfluss erzogen uns unsere Eltern, ohne sich dieser Irrlehre bewusst zu sein.
In diesem irrigen Glaubenssystem waren auch viele von uns verwurzelt, und mit ganzem Herzen darin engagiert, bevor wir begannen, uns mit dem Zeugnis der Propheten und des Jahushua (Jeschua) intensiv auseinanderzusetzen. Die israelitisch-jüdischen Priester gerieten durch den Einfluss der sie umgebenden heidnischen Völker immer wieder auf diese falsche Fährte. Manche dieser Irrlehren und Praktiken wurden dann irgendwann von den Priestern als von JaHuWaH gegeben gelehrt. Schliesslich wurden sie zu einer unentbehrlichen Glaubenstradition, so etwa der Tieropferkult.
Die Propheten ermahnten die Priester, und wie zu der damaligen Zeit üblich, drohten sie ihnen mit schweren Gerichten. Niemals aber lehrten sie, dass JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste sich verändert hätte, sie endgültig verwerfen würde und dass er sie nur über das Opfer-Blut eines griechisch-römischen Gott-Menschen annehmen würde und zwar über das Ritual der Taufe.
Ich halte mich grundsätzlich an die Zeugnisse der Propheten in der Thora, die folgendes sagen:

Erstens hat der der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Schöpfer der Welt alles sehr gut gemacht: “Und Elohim (‘Gott’) sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag (1Mo,1,31).
Selbst wenn so vieles in der Welt und in meinem persönlichen Leben (gesundheitlich, charakterlich) nicht sehr gut ist, grüble ich nicht nach dem Warum. Werde ich mit einer Sache gerade konfrontiert, dann versuche ich der Sache auf den Grund zu gehen. Manchmal muss das sein, um jemandem gerecht zu werden; aber jahraus und jahrein darüber zu grübeln, warum in der Welt und in meinem persönlichen Leben dies und das nicht anders läuft oder gelaufen ist und mich dabei zu fragen, “ja wo ist oder war denn da der Elohim (‘Gott’) JaHuWaH”?; das bringt nichts, weil ich darauf nie eine Antwort bekommen werde. Im Gegenteil, solches Sinnen raubt jegliche Lebenskraft und -freude. (Das ist die sogenannte Frage der Theodizee. Siehe dazu Quelle. (Siehe dazu auch: Lebensimpuls 5 vom 15. Dezember 2020: Die Beziehung zu JaHuWaH und unser Verstand. Teil 1)).
Die jüdischen Weisen vermitteln uns auch am Verhalten Josefs, Davids und vieler anderer, dass uns im Vertrauen auf den El Eljon im Leben alles zum Besten mitwirkt (vgl. 1Mo 50,20). Daran halte ich strikte fest. Dieses Vertrauen schenkt mir immer wieder neue Lebenskraft und macht mich immer wieder neu froh, was den Umgang mit den Mitmenschen erhellt. “Aber die auf JaHuWa hoffen, gewinnen neue Kraft; sie heben die Schwingen empor wie die Adler, sie laufen und ermatten nicht, sie gehen und ermüden nicht” (Jes 40,31).

Zweitens haben wir das Zeugnis, das allem Leben Sinn gibt: “Und Elohim (‘Gott’) sprach: Lasst uns Menschen machen als unser Bild (in unserem Bild), uns ähnlich! … Und Elohim (‘Gott’) schuf den Menschen als sein Bild, als Bild Elohims (‘Gottes’) schuf er ihn” (1Mo 1,26). Das ist ein ebenso grundsätzliches Zeugnis, aus dem wir laufend schöpfen können und sollen. Niemand und nichts kann diese Tatsache, diese innigste Beziehung mit der uns unser Schöpfer liebt, in irgendeiner Weise mindern oder ungültig machen, nicht einmal das schlimmste Versagen in unserem Leben oder unsere müden Gefühle. (Siehe dazu Gim 737, vom 2. Januar 2026: Abraham, der Hirte. Wer bin ich im Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten? Teil 27).

Drittens gilt ebenso unbeirrbar das Zeugnis: “Vor mir wurde kein Elohim (‘Gott’) gebildet, und nach mir wird keiner sein” (Jes 43,10). Und wie gesagt, hat der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, keine Konkurrenz, so wie das SEINE Propheten bezeugen. Im Gim 737 habe ich geschrieben: “Wow, das zu wissen tut unermesslich gut, das ist einfach wunderbar, das ist unisono von allen Propheten bezeugt. Genau dieses Wissen braucht jeder Mensch, da jeder Mensch als Ebenbild JaHuWaHs geschaffen ist, um mit dem Schöpfer unseres Lebens im Vertrauen, in Freude und Dankbarkeit kompatibel und sinnerfüllt leben zu können und das für Zeit und Ewigkeit - und das trotz der täglichen Schwächen oder Fehler”.

Viertens schaut unser Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste auf das Herz des Menschen. Haben wir uns durch ein schweres Vergehen schuldig gemacht und werden wir uns des zugefügten Unrechts bewusst, erkennen wir die Schwere des Versagens, und gehen Schritte des Wiedergutmachens, dann gibt es immer einen Neubeginn. Im Leben Davids wird uns das eindrücklich und nachhaltig vermittelt (siehe Ps 51): “Erschaffe mir, Elohim (‘Gott’), ein aufrichtiges Herz, und erneuere in mir einen festen Ruach (ein vertrauensvolles Herz)!” (Ps 51,12). “Aber in ihrer Bedrängnis kehrten sie um zu JaHuWaH, dem Elohim (‘Gott’) Israels; und sie suchten ihn, und er liess sich von ihnen finden” (2Chr 15,4 ).

Fünftens halten wir fest, was ich eingangs bereits geschrieben habe, weil das für ein Leben aus und im verheissenen Segen an Abraham für unseren inneren Frieden so wichtig ist: Mit ungeteiltem Herzen steht der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Schöpfer des Lebens und der Welt zu uns, zu dir und zu mir, und wir stehen mit ungeteiltem Herzen zu unserem Elohim (“Gott”) JaHuWaH, dem El Eljon, dem Höchsten, dem Schöpfer des Lebens und der Welt. (Siehe dazu Gim 649, vom 23. Februar 2024: Macht haben - Macht ausüben. JaHuWaH verlangt nichts von dir oder mir, was er nicht selbst an uns tut. Teil 1. Auch Gim 723, vom 26. September 2025: Abraham, der Hirte. “Dein Knecht weidete die Schafe für seinen Vater” (1Sam 17,32-37). Teil 13).

Sechstens: Der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste fordert von uns nie etwas, das ER selbst nicht auch tun würde. ER kennt die menschlichen Grenzen eines jeden von uns! Danke! Genau dieses Verständnis brauchen wir. (Siehe dazu die bereits erwähnten Glaubensimpulse: Gim 649, vom 23. Februar 2024: Macht haben - Macht ausüben. JaHuWaH verlangt nichts von dir oder mir, was er nicht selbst an uns tut. Teil 1. und Gim 723, vom 26. Sep. 2025: Abraham, der Hirte. “Dein Knecht weidete die Schafe für seinen Vater” (1Sam 17,32-37). Teil 13.)

Was Der Elohim (“Gott”) JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste, der Schöpfer des Lebens und der Welt zu Jirmejahu (Jeremia) sagte, gilt auch für dich und mich, da auch wir uns an dem Elohim (‘Gott’) von Herzen freuen und aufrichten lassen: “Ehe ich dich im Mutterleib bildete, habe ich dich erkannt, und ehe du aus dem Mutterschoss hervorkamst, habe ich dich geheiligt (gesegnet, geliebt)” (Jer 1,5). Nehmen wir diesen Zuspruch voll Dankbarkeit an und lassen ihn in uns wirksam werden. Wir werden nur gewinnen.
In diesem Zuspruch grüsse ich alle herzlich und wünsche allen einen in JaHuWaH geborgenen Shabbat. Lasst uns den Mitmenschen gegenüber wohlwollend sein. Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns am 18. Januar 2026 um 14.00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger in 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2 (tel.: 032 396 34 03), k.hunzinger@sunrise.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!