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Israel im Krieg

Glaubensimpuls 630 von Gregor Dalliard

Einerseits kann man wohl sagen, dass die ultraorthodoxen religiösen Charedim ihrem Ziel, den Staat Israel auszulöschen, ein Stück näher gekommen sind (vgl. Gim 623). Ein schockierendes “Resultat”, das fassungslos macht. Nicht nur Israel und die Juden weltweit stehen unter Schock, auch wir. Aus der Geschichte wissen wir bereits mehr als genug, dass falsch verstandene und falsch gelehrte Texte (Theologie) aus dem TaNaCh (“AT”) zu schrecklichen Folgen führen können, wie hier im Fall der ultraorthodoxen Charedim.
Dieselben verheerenden Folgen sind nicht nur bei den ultraorthodoxen Charedim zu finden, wir finden sie ebenso bei den Gründern des Christentums und des Islams. Ihre Religionen sind auf falsche Auslegungen prophetischer Texte im TaNaCh zurückzuführen. Entsprechend grauenvoll ist die Geschichte dieser beiden Religionen von Gewalt, Kriegen und Blut durchzogen.
Das Christentum hält sich im Wesentlichen an die Theologie (Theos) des Paulus, der Islam an die Theologie Mohammeds. Paulus und Mohammed haben wesentliche Inhalte des TaNaChs entleert, sie aus ihrem tieferen Zusammenhang des Lebens gerissen und umgedeutet.
Beide Religionen versuchen darüber hinwegzutäuschen, indem sie lebenswichtige Aussagen des TaNaChs in ihre Theologie gestreut haben. Nach der Lehre des Paulus behaupten die Christen sogar, der Jude Jahushua von Nazareth sei der Gründer ihrer Religion. Er sei Paulus als entjudaisierter Jude (als Gott), erschienen und habe ihm sein “Evangelium” geoffenbart.
Beide Religionen haben diese Welt mit Gewalt übersät und in Blut getränkt. Sie tun das heute noch. (Siehe das, was Putin mit der Unterstützung des russischen Patriarchen als engagierter Christ in Georgien, Armenien, Syrien, Ukraine und anderswo an Gräueltaten verübt und was der islamische Dschihad [Hamas, Hissbollah, Katar] soeben unter den Juden anrichtet).
Was ist das Traumatisierende an der grausamen Geschichte? Der islamische Dschihad wird zur Hauptsache mit Geldern aus den christlichen Ländern gesponsert, von der EU und der Schweiz. Das Motiv sind wirtschaftliche Interessen unserer konservativen politischen Parteien. Sie haben immer oberste Priorität. Das tun sie allezeit unter dem Deckmantel der angeblichen Neutralität. Das war schon zur Zeit Hitlers so. In einer raffinierten Weise setzen sie ihre Habgier in der Denk- und Handlungsweise des Naziregimes fort. Mit der jährlichen Unterstützung der Milliarden aus den Steuergeldern an die Palästinenser durch die EU und die Schweiz, zusammen mit Katar, konnten die Hamas (Moslembrüder, Al Kaida, IS, die Ägypten auf seinem Territorium liquidiert hat) und die Hisbollah Unmengen an Kriegsmaterial über Syrien aus dem Iran horten. Dieser fiese Handel mit den arabischen Staaten ist es der EU und der Schweiz wert, das Leben der Juden preiszugeben, obwohl Israel seit Jahrzehnten diese Länder auffordert, diese Zahlungen einzustellen.

Olaf Scholz beteuerte gestern vor dem Deutschen Bundestag: “Deutschland steht an Israels Seite”. Auf dieses Bekenntnis sollten nun die Taten folgen und die finanzielle Hilfe an die verschiedenen palästinensischen Organisationen sofort eingestellt werden, konterte die AfD. Dass dieser berechtigten Forderung der AfD entsprochen wird, das glaubt wohl kaum jemand in Deutschland. Mit dieser Forderung wird aber die AfD weiterhin an Wähleranteil punkten.
Selbst wenn die Verantwortlichen dieser Religionen ihre Vergangenheit und ihr aktuelles Handeln schönreden und ihre Anhänger anders lehren, die Geschichte lässt sich nicht leugnen. Sie lügt nicht, selbst dann, wenn sie umgeschrieben werden soll. Die Wahrheit kommt früher oder später ans Licht.

Eine Unterscheidung, die ich unbedingt wiederholen möchte: Es gibt innerhalb der Juden zwei einflussreiche ultraorthodoxe Richtungen, die Charedim und die ultraorthodoxen Zionisten (Nationalisten). Sie vertreten gegenseitige Positionen.
Die Charedim verwerfen die Einstellung der ultraorthodoxen Zionisten. Die ultraorthodoxen Zionisten sind davon überzeugt, dass HaShem nach dem Holocaust die Juden aus aller Welt in ihr angestammtes Heimatland zurückbringt und sie dieses Land nun einnehmen müssen (Siedlungen).

Zwischen den säkularen Zionisten und den ultraorthodoxen Zionisten herrscht ebenfalls ein tiefgreifender Konflikt. Bei der Gründung des Staates Israel waren die religiösen Juden (ultraorthodoxen Zionisten) der festen Überzeugung, dass sie bald einmal die Mehrheit im Staate Israel haben würden. Sie würden die säkularen Zionisten in die Knie zwingen und aus dem von säkularen Zionisten gegründeten Staat Israel einen Gottesstaat machen können. Das aber funktioniert nicht und entspricht auch nicht den tieferen Zusammenhängen der prophetischen Worte.

Wir gedenken all jener, die Schweres erlebt haben und noch unter diesem Schock leiden. Wir denken an Veronika Tränkle, die wir seit Jahrzehnten kennen. Sie konnte aus Sderot fliehen und über die Türkei nach München fliegen.
Sie schreibt: “Wir haben nur JaHuWaH und an dem halte ich fest. Wenn das, was spekuliert wird wahr sein sollte, erwartet uns der nächste Schock… Sei gesegnet, Sein Schalom über uns alle…”
Wir denken an ihren Mann David, der in Sderot geblieben ist. Die Gräuel sind unfassbar.

Psalm 62
Dem Chorleiter. Nach Jedutun. Von David.
“Nur auf Elohim JaHuWaH vertraut still meine Seele, von ihm kommt meine Rettung.
Nur er ist mein Fels und meine Rettung, meine Festung; ich werde kaum wanken.
Wie lange wollt ihr einen Menschen bestürmen, morden ihr alle – wie eine überhängende Wand, eine eingestossene Mauer?
Sie planen nur, ihn von seiner Höhe zu stossen; sie finden Gefallen an der Lüge; mit ihrem Mund segnen sie, doch in ihrem Innern fluchen sie.
Nur auf Elohim JaHuWaH vertraue still meine Seele, denn von ihm kommt meine Hoffnung.
Nur er ist mein Fels und meine Rettung, meine Festung; ich werde nicht wanken.
Auf Elohim JaHuWaH ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meines Schutzes, meine Zuflucht ist in Elohim JaHuWaH.
Vertraut auf ihn allezeit, ihr vom Volk JaHuWaHs! Schüttet euer Herz vor ihm aus! Elohim ist unsere Zuflucht.
Nur Hauch sind die Menschensöhne, Lüge die Herrensöhne. Auf der Waagschale steigen sie empor, sie sind allesamt leichter als ein Hauch. Vertraut nicht auf Erpressung, und betrügt euch nicht durch Raub; wenn der Reichtum wächst, richtet euer Herz nicht darauf!
Eines hat Elohim geredet, zwei Dinge sind es, die ich gehört, dass die Macht bei Elohim JaHuWaH ist und dein, JaHuWaH, die Gnade; denn du, du vergiltst jedem nach seinem Werk”.

Allen wünsche ich innere Ruhe und einen herzlichen Shabbat Shalom.
Ganz liebe Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 17. März 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.