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Die universelle Ethik JaHuWaHs. Der Weg zum messianischen Reich ist die Erfüllung der messianischen Erwartungen. Teil 3

Glaubensimpuls 569 von Gregor Dalliard

Die Botschaft des El Eljon, des Höchsten, die ER über Melchisedek an uns richtet, ist überwältigend und nicht zu übertreffen. Es ist die Botschaft, die direkt auf das zukünftige Friedensreich JaHuWaHs hinweist, besser: auf das erreichte Ziel. Davon wussten wir in den vergangenen Jahrzehnten nichts, weil wir von unseren christlichen Führern darüber in Unwissenheit gelassen worden sind, obwohl sie die Bibel ihr Eigen nennen. Mit Bibel meine ich natürlich den TaNaCH, den die Christen den Juden gestohlen haben und seither für sich beanspruchen. Dessen Inhalte haben sie dem “Evangelium” des Paulus entsprechend pervertiert, ohne dabei mit den Wimpern zu zucken.
Sie haben es nicht für nötig gehalten, das “Evangelium” des Paulus, auf dem das Christentum aufgebaut ist, zu hinterfragen. Paulus hatte dafür entsprechend vorgesorgt. Die vorbeugende Massnahme, die Paulus gleich zu Beginn seiner “Verkündigung” anwandte, war äusserst drastisch und absolut erschreckend. Kurzerhand verfluchte er alle, die seinem “Evangelium” widerstehen würden. Seine religiösen Drohungen und Erpressungen lassen keine sachliche Auseinandersetzung zu.
Darum gehören wir wohl zu der glücklichsten Generation dieser Erde und die Freude und Dankbarkeit darüber ist einfach gross, denn wir sind jene Generation, die nicht mehr alles so hinnimmt, was uns glaubensmässig aufgezwungen worden ist. Wir stellen Fragen, haben unseren Glauben von A-Z und von Z-A erforscht. Laufend dürfen wir tiefere Zusammenhänge erkennen. Dadurch bauen wir am zugesprochenen Friedensreich mit, denn der Weg zum Friedensreich schafft die Erfüllung dieses Friedensreiches.

Von vielen wird diese kommende Zeit “das messianisches Friedensreich” genannt. Sie glauben nämlich, dass diese Zeit erst in Verbindung mit einer Führerperson anbrechen wird. Der von vielen Juden erwartete Mashiach soll ein Mann wie Josua oder David sein. Das sind aber biblische Metaphern. Die Hingabe an JaHuWaH wird so sein wie die eines Josua oder eines David. Dass es keine Führerperson sein wird, bestätigt JaHuWaH auch durch den Propheten Jirmejahu. JaHuWaH selbst arbeitet seit eh und je am Aufbau des Friedensreiches. ER hat es eingeleitet und ER führt immer tiefer in SEIN Friedensreich hinein. (In der Erwählung Abrahams und Israels ist das grosse Startzeichen dazu gegeben worden): “Siehe, Tage kommen, spricht JaHuWaH, da schliesse ich mit dem Haus Israel und mit dem Haus Juda einen neuen Bund: nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe an dem Tag, als ich sie bei der Hand fasste, um sie aus dem Land Ägypten herauszuführen – diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich doch ihr Elohim war, spricht JaHuWaH. Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schliessen werde, spricht JaHuWaH: Ich lege meine Thora in ihr Inneres und werde es auf ihr Herz schreiben. Und ich werde ihr Elohim sein, und sie werden mein Volk sein. Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt JaHuWaH! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Grössten, spricht JaHuWaH” (Jer 31,31-34).

Achten wir darauf, was der Prophet im Auftrag JaHuWaHs, des El Eljon, sagt: “Ich lege meine Thora in ihr Inneres und werde es auf ihr Herz schreiben”. “….meine Thora! Das sind lange andauernde Prozesse, die sich nicht von heute auf morgen vollziehen. Eines ist gewiss: Die Thora JaHuWaHs kennt keinen Opferkult und auch keine Autoritätshörigkeit in Sachen Glauben. Das war zur Zeit Melchisedeks so, als er König von Salem (Jerushalajim) war. So war es in jenen Tagen und so bleibt es auf der Zielgeraden, hinein ins Friedensreich.
Melchisedek wird als König der Gerechtigkeit bezeugt. Warum das? Weil er Priester des Höchsten, des El Eljon, war (vgl. 1Mo 14,18). Er war ein Mensch, der als Priester des Höchsten und damit als König der Gerechtigkeit unter den Menschen seiner Zeit in Salem bekannt war, ohne Opferkult. Worin besteht aber diese Gerechtigkeit zwischen dem El Eljon, dem Höchsten, und seinem Priester Melchisedek? In seinem Glauben und in seiner Lehre gab es keine Widersprüche zum Wesen des El Eljon. Er lebte im Frieden mit JaHuWaH und aus diesem Frieden.

Er ist der erste Priester, der überhaupt im Tanach erwähnt wird. Lange Zeit bevor das aaronitische Priestertum eingerichtet worden war. Im Unterschied zu den umliegenden Völkern praktizierte Melchisedek keinen Opferkult, weder den von Tieropfern noch den von Menschenopfern. Damit hatte er nichts zu tun. Aber seine Glaubenspraxis ging noch wesentlich weiter. Sein Glaube erteilte jeder Vorstellung und Praxis eine klare Absage, die vorgibt, dass jemand mit dem Opfern seines Leibes (durch Fleisch und Blut) Menschen in eine Beziehung zum El Eljon, dem Höchsten, versetzen könnte oder müsste, oder dass es darin Erlösung gäbe. Ein bodenloser Irrglaube, der bei den Heiden und später im Christentum zur zentralen Erlösungslehre gemacht worden ist.
Diese Lehre hält die Menschen von einer herzlichen Beziehung zu dem El Eljon, dem Höchsten, ab, so wie Melchisedek sie lebte und pflegte. Der innere Friede bleibt aussen vor. Ohne diese Beziehung bleiben die Menschen Spielball religiöser Führer, wie das die meisten von uns erlebt haben.

Offiziell hören wir später, soweit mir recht ist, nichts mehr von Melchisedek, ausser im Psalm 110 und dann in pervertierter Weise im Hebräerbrief. In diesem Brief wird Melchisedek, sein Glaube und seine Lehre in schändlicher Weise pervertiert, ebenso Psalm 110. Genau das, was Melchisedek nie glaubte und was er nie gelehrt hat wird ihm nun von den Christen unterstellt.

Melchisedek begegnete Abraham und segnete ihn. Was ist die Folge dieser Begegnung und dieses Segens? Darüber einige Gedanken im nächsten Glaubensimpuls.

Mit dem bereits zitierten Ausspruch des Propheten Jirmejahu wünsche ich allen einen Shabbat der Ruhe: “Siehe, Tage kommen, spricht JaHuWaH…. Dann wird nicht mehr einer seinen Nächsten oder einer seinen Bruder lehren und sagen: Erkennt JaHuWaH! Denn sie alle werden mich erkennen von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Grössten, spricht JaHuWaH” (Jer 31, 31.34).

Shalom und herzliche Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein auf Samstag, den 17. Dezember 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.