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Die universelle Ethik JaHuWaHs. Der Weg zum messianischen Reich ist die Erfüllung der messianischen Erwartungen. Teil 1

Glaubensimpuls 567 von Gregor Dalliard

Ja, so schrieb mir jemand: “Ist mit dem grausamen Überfall Putins auf wehrlose Zivilisten, alte Menschen und Kinder, auf Schulen und Spitäler Deiner Predigt vom kommenden messianischen Reich nicht einmal mehr ein Ende gesetzt? Der Gewalt in dieser Welt kann nur der kommende Jesus Christus mit seiner Gewaltherrschaft ein Ende bereiten. Ihm ist alle Macht und Gewalt für immer gegeben. Neben der Erlösung durch sein Blut und dem Glauben an ihn, gehört diese Botschaft zum Kern des christlichen Glaubens. Wir glauben, dass Jesu Wiederkunft kurz bevor steht. Was machen Sie dann, Herr Dalliard?”

Seit Putin quasi den zermürbenden dritten Weltkrieg “eröffnet” hat, häufen sich solche Mail-Nachrichten und digitale Meldungen. Wir haben schon öfters auf die zentralen Aussagen des TaNaCHs (ATs) hingewiesen, die sich bisher schrittweise erfüllt haben, trotz der eindeutig gegenteiligen Lehren der Christenheit. Ich weise nur auf einige solcher gegenteiligen Lehren der Christen zur Thora und zum Glauben des Jahushua von Nazareth hin, auf die wir immer und immer wieder gerne hinweisen.
Das sind Lehren, die grundsätzlich von Paulus kommen. Auf sie wurden später die christlichen “Evangelien” aufgebaut und mit Elementen aus dem Leben des Jahushua von Nazareth, der als Jude lebte, vermischt. Auf diesen antijüdischen Grundlehren bauten die späteren Konzilien auf, die als verbindliche Glaubenslehren für alle Christen absolute Verbindlichkeit beanspruchen. Darum werden sie ökumenische Konzilien genannt. Dazu gehört etwa die Lehre von der Erlösung der Menschheit durch die Gott-Person Jesus Christus. Diese Lehre steht selbstverständlich im absoluten Widerspruch zu JaHuWaH und zum Zeugnis des TaNaCHs.
Die folgenschwerste Irrlehre der Christenheit ist die Lehre von der endgültigen Verwerfung der Juden durch ihren Elohim JaHuWaH. Dabei verwechseln sie Elohim JaHuWaH mit der Gottheit (Theos) des Paulus, weil sie schlichtweg Elohim JaHuWaH nicht kennen. Es folgt die Lehre, dass die Juden nur noch durch das Blut der zweiten Gott-Person errettet werden können. Die zweite Gott-Person ist eine der drei christlichen Gott-Personen, nämlich die Gottheit Jesus Christus. Das Taufritual auf deren Namen, später auch auf den Namen aller drei Gott-Personen, ist nach der christlichen Lehre Voraussetzung für die Errettung aus der Hölle, die es aber gar nicht gibt. Darum brauchen sie einen Erlöser, den es nicht gibt.
Damit untrennbar verbunden ist natürlich die Lehre, dass JaHuWaH das Christentum an die Stelle der Juden gesetzt hat. Diese Irrlehren brachten selbstverständlich eine weitere Irrlehre hervor, nämlich dass eine Neubesiedlung jenes Landes, das JaHuWaH den Juden für immer zugesprochen hatte, nie mehr von Juden bewohnt sein wird.

Nun, heute ist das Gegenteil der Fall. Über SEINE Propheten hatte JaHuWaH immer und immer wieder verheissen, dass ER sein vertriebenes Volk immer wieder in seinem angestammten Land sammeln werde: “Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit für ewig. Dann wird mein Volk wohnen an einer Wohnstätte des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruheplätzen” (Jes 32,17-18). “Dann aber werde ich den Völkern andere, reine Lippen geben, damit sie alle den Namen des JaHuWaH anrufen und ihm einmütig dienen” (Zeph 3,9). Dieser Prozess läuft.
Heute ist SEIN Volk sogar wieder in einem festen Staatsgefüge verankert, und das in SEINEM angestammten Land. Das ist entgegen aller Grunddogmen der Christen geschehen. Anstatt sich auf das Wort JaHuWaHs und das Zeugnis SEINES Volkes einzulassen, haben sie sich auf einen hl. Geist eingelassen, der von den Christen später als die dritte Gott-Person definiert worden ist. Er wurde ihnen als Führer in die ganze Wahrheit von ihrer Gottheit Jesus Christus verheissen (vgl. Joh 16,13-15).
Wir heben hervor: Mit absoluter Sicherheit hatte dieser Geist ihnen auf ihren Konzilien eingegeben, dass die Juden ihr Land nie mehr bewohnen werden. Das hat sich als ein schrecklicher antisemitischer Wahn bestätigt. Nicht nur in dieser Lehre sind die christlichen Führer einem Irrgeist zum Opfer gefallen. Auf den ersten Irrtum folgten lauter neue Irrtümer. Wie hätte es denn anders sein können? Seitdem versuchen die christlichen Führer ihr religiöses antisemitisches Konstrukt vor der Welt salonfähig zu machen. Wie wir sehen sind sie darin keineswegs verlegen.

“So spricht JaHuWaH: Wenn ich das Haus Israel aus den Völkern sammle, unter die sie zerstreut worden sind, und ich mich an ihnen vor den Augen der Nationen als heilig erweise, dann werden sie in ihrem Land wohnen, das ich meinem Knecht Jakob gegeben habe. Und sie werden in Sicherheit darin wohnen und Häuser bauen und Weinberge pflanzen; und sie werden in Sicherheit wohnen, wenn ich Strafgerichte geübt habe an allen, die sie verachteten aus ihrer Umgebung. Und sie werden erkennen, dass ich JaHuWaH bin, ihr Elohim (Hes 28,25-26).

Unmissverständlich heisst das: Die christliche Ersatztheologie, die besagt, dass JaHuWaH die Juden beiseite gesetzt und die Christen an deren Stelle gesetzt hat, ist ein krasser Irrtum. Wer nicht mit verbissener frommer Sturheit an der Thora und der Wirklichkeit des Lebens vorbei sehen will, muss diesen folgenschweren Irrtum einsehen und sich davon lossagen. Das heisst konkret nichts anderes, als sich vom Christentum lossagen.
Nun ja, die christlichen Evangelien sind auf den Briefen des Paulus aufgebaut. In den späteren Konzilien sind sie weiterentwickelt worden. Sie geben uns unmissverständlich Aufschluss und klare Antworten auf alle Irrtümer der christlichen und messianischen Religionen. Christen sollten über den Scharlatan Paulus und seine Kumpanen aufhorchen, wenn er sein “Evangelium” als Geheimnis verkauft, das nur ihm geoffenbart worden ist. Alle Alarmglocken müssten bei einem gesunden Menschen läuten: “Denn mir ist durch Offenbarung das Geheimnis zu erkennen gegeben worden” (Eph 3,3). “Denn ich will nicht, Brüder, dass euch dieses Geheimnis unbekannt ist….” (Röm 11,25). Oder: “Dem aber, der euch zu stärken vermag nach meinem Evangelium und der Predigt von Jesus Christus, nach der Offenbarung des Geheimnisses, das ewige Zeiten hindurch verschwiegen war….” (Röm 16,25). “Siehe, ich sage euch ein Geheimnis….” (1.Kor 15,51).
Jahushua von Nazareth hat nie das Evangelium des Paulus gepredigt. Im Gegenteil. Er lehrte das Wort JaHuWaHs, indem er Moshe zitiert: “Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: ‘Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Elohims ausgeht’ (Mt 4,4 nach 5Mo 8,3).

Infolge dessen ist eine Wiederkunft der Gottheit Jesus Christus gar nicht möglich, weil auch diese Lehre nie über einen SEINER Propheten verheissen worden ist. Warum hätte eine solche Gottheit denn notwendig sein sollen? JaHuWaH arbeitet mit den Menschen zusammen, aber nie mit Gottheiten, die wahrer Gott und wahrer Mensch sein sollen. Weder JaHuWaH noch wir Menschen brauchen solche Wesen, wenn es sie denn gibt. Diese Lehren sind lediglich Inszenierungen verirrter Geister, die nichts von der Thora wissen oder den Zugang zu den reichen Schätzen nicht suchen, oder nicht zu suchen wagen.

Aber genau jene Menschen, die sich Christen nennen, verhindern den Anbruch des messianischen Reiches. Indem sie sich mit einer solchen Hingabe und Intensität gegen die Worte und die Lehren JaHuWaHs einsetzen, arbeiten sie gegen JaHuWaH und Jahushua von Nazareth. Diese engagierten Massen tun es meistens aus grosser Unwissenheit heraus. Die Zusammenarbeit mit JaHuWaH aber ist der Weg zum messianischen Reich und damit die Erfüllung der messianischen Erwartungen.

Lasst uns im nächsten Glaubensimpuls die Fortsetzung zu diesem Thema machen.

Allen wünsche ich Segen und Zuversicht in allen Dingen. Herzliche Grüsse mit einem dankbaren Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 21. August 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.