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Ben Elohim, nach Psalm 2,7

Glaubensimpuls 566 von Gregor Dalliard

Im Anschluss an die letzten Glaubensimpulse möchte ich noch Folgendes sagen: Elohim JaHuWaH nennt dich Ben Elohim (Sohn von Elohim), weil du dein Leben in der Beziehung zu IHM, dem Elohim JaHuWaH, lebst. Natürlich sind ebenso die Frauen, die JaHuWaH vertrauen, Ben Elohim. Dieser Begriff wurzelt sogar in der Erschaffung von Adam und Eva. Im ersten Schöpfungsbericht heisst es nämlich: “Und Elohim schuf den Menschen zu (in) seinem Bilde, im Bilde des Elohim schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau” (1Mo 1,27).
Nun, du pflegst diese Beziehung in, mit und aus Elohim JaHuWaH. Aus dieser Beziehung heraus pflegst du eine neue Beziehung zu dir selbst und damit auch mit deinen Mitmenschen. Du wirst dir selbst und ihnen zum Segen, trotz deiner Launen, Eigenheiten und Sündhaftigkeit, die dich möglicherweise bis ans Lebensende begleiten werden, weil sie nicht überwindbar sind. Wie auch immer, in irgend einer Weise haftet jedem Menschen eine solche Sündhaftigkeit an. Wir dürfen dazu stehen, weil JaHuWaH darum weiss.
Das wusste JaHuWaH, als er den Menschen in SEINEM Bilde schuf. Das zu wissen ist absolut wichtig für dein Leben. Wäre das nicht so, dann wäre Elohim JaHuWaH nicht der El Eljon (der Höchste), der sich gerade darin von jedem Gott unterscheidet. Welch ein Verständnis, welch eine Barmherzigkeit, welch eine Liebe. Das alles entnehmen wir dem reichen Schatz des Lebens, der uns über den TaNaCH erschlossen ist.
Kann es für einen Menschen etwas Ergreifenderes geben, als von JaHuWaH “Ben Elohim” genannt zu werden? Zum besseren Verständnis sei gesagt: “Ben Elohim” wird im traditionellen Verständnis mit “Sohn Gottes” übersetzt. Wir wissen aber inzwischen, dass nur jemand Sohn Gottes, d. h. Sohn einer Gottheit genannt wird, der keine Beziehung zu Elohim JaHuWaH hat. Wer JaHuWaH vertraut, ist also Sohn des Elohim JaHuWaH und nicht Sohn eines Gottes. Davon spricht der TaNaCH unmissverständlich deutlich.

Aus allen Völkern nennt Elohim JaHuWaH allein Israel SEINEN Ben, SEINEN Sohn, und zwar SEINEN erstgeborenen Sohn. Das wissen wir bereits. “Und du sollst zu ihm (Pharao) sagen: So spricht JaHuWaH: Israel ist mein erstgeborener Sohn (Ben); und ich gebiete dir, dass du meinen Sohn ziehen lässt, dass er mir diene” (2Mo 4,22). Ja, wie hätte Israel mit seiner Botschaft zum Licht der Völker werden sollen, wenn der Pharao den erstgeborenen Sohn (Ben) nicht hätte ziehen lassen? Ja, und wie hätte Israel mit seiner Botschaft zum Licht der Völker werden sollen, wenn JaHuWaH es nicht so gemacht hätte, wie Er sagte: “Denn so spricht JaHuWaH: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzt über das Haupt der Nationen! Verkündet, lobsingt und sprecht: Gerettet hat JaHuWaH sein Volk” (Jer 31,7). Wie hätten wir denn anders als nachfolgende Söhne zu dem erstgeborenen Sohn hinzukommen können?

Der Überrest von Israel war und ist in JaHuWaH immer und immer wieder zur Ruhe gebracht worden, bis zu dieser Stunde. Nur so konnten wir diese Ruhe kennen lernen, erfahren und in sie eingehen. M. a. W.: Nur so konnten wir Sohn (Ben) werden. Indem wir über die Schriften der Juden JaHuWaH suchten, ihn fanden und IHM vertrauen lernten, sind wir in SEINE Ruhe eingegangen. Das Dank SEINEM treuen Überrest. Wir haben die Ruhe gefunden. Wir erinnern uns immer wieder an die Worte des Propheten Jirmejahu (Jeremia): “So spricht JaHuWaH: Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” (Jer 6,16).
Ist ein Sohn einmal Sohn geworden, kann er unmöglich nicht wieder Sohn genannt werden. Das ist genetisch schlichtweg gar nicht möglich, ein Ding der Unmöglichkeit. Dabei wissen wir, dass diese Ruhe äusserlich für die Juden noch nicht ganz erreicht ist, aber in der Erwählung durch JaHuWaH ist sie ihnen gegeben. In der Erwählung durch JaHuWaH sind sie in diese Ruhe eingegangen. Sie sind und bleiben Sohn. Niemand kann ihre Sohnschaft ersetzen, wie das die christliche Lehre des “Neuen Testamentes” lehrt (Ersatztheologie).

Meine Lieben, anhand des Gesamtzeugnisses des TaNaCHs sage ich heute mit grosser Freude und Dankbarkeit: Nein, es gibt nichts Ergreifenderes, es gibt nichts seinesgleichen. Es gibt nur eine Ruhe in die der Mensch eingehen kann, denn JaHuWaH ist der El Eljon, in dessen Bilde wir geschaffen worden sind. Das ist das Zeugnis, gemäss “den Pfaden der Vorzeit” (Jer 6,16). Jede andere Lehre ist eine Irreführung mit schrecklichen Folgen, so wie wir sie im Brief an die Hebräer lesen (vgl. Hebr 3,11-18, wir zitieren gleich diesen Text). Dieser Brief stammt von Paulus oder einem seiner Schüler. Wie könnte es anders sein. Dieser Brief ist aus dem Geist der Verfluchung der Juden im paulinischen “Evangelium” (vgl. Gal 1,8-9) zurück zu führen. Er ist gegen die Offenbarung JaHuWaHs gerichtet, gegen die Lehre der Väter aus der Vorzeit. Was schreibt der Autor?

“Deshalb, wie der Heilige Geist spricht: ‘Heute, wenn ihr seine Stimme hört, verhärtet eure Herzen nicht, wie in der Erbitterung an dem Tage der Versuchung in der Wüste, wo eure Väter mich versuchten, indem sie mich auf die Probe stellten, und sie sahen meine Werke vierzig Jahre. Deshalb zürnte ich diesem Geschlecht und sprach: Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen. Sie aber haben meine Wege nicht erkannt. So schwor ich in meinem Zorn: Sie sollen nimmermehr in meine Ruhe eingehen!’ Seht zu, Brüder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens ist, im Abfall vom lebendigen Gott, sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es »heute« heisst, damit niemand von euch verhärtet wird durch Betrug der Sünde! Denn wir sind Teilhaber des Christus geworden, wenn wir die anfängliche Grundlage bis zum Ende standhaft festhalten” (Hebr 3,7-14).

Genau das hat Paulus gemacht. Er hat seinen Anhängern ein böses Herz eingepflanzt. Er hat die “anfängliche Grundlage” der Vorväter verlassen und Chaos angerichtet. Er hat die Gemeinschaft mit JaHuWaH, die Grundlage mit JaHuWaH, wie sie die Propheten und auch Jahushua von Nazareth kannten und lehrten, verlassen und hat seine Anhänger einer griechisch-römischen Gottheit einverleibt, der Gottheit Jesus Christus. Seine Wut über die Juden kannte keine Grenzen. In seiner cholerischen Skrupellosigkeit schmeisst er die Offenbarung JaHuWaHs über den Haufen. Er reisst sie aus ihrem Zusammenhang.
Wie nur könnte JaHuWaH der El Eljon (der Höchste), der El Shaddai (der Allmächtige) Menschen in SEINEM Bilde schaffen und sie sich als SEIN Volk zur Verwirklichung SEINER Absichten erwählen, sie zum Licht der Völker bestimmen und sie dann in den Zeiten ihrer Schwächen und ihrer Versagen endgültig verwerfen? Das passt weder mit SEINEM im TaNaCH bezeugten Wesen noch mit allen SEINEN übrigen Zusprüchen und Verheissungen überein. Sie durchziehen nämlich den ganzen TaNaCH. Sie lassen sich nicht aus dem grossen Zusammenhang reissen, wie Paulus und die Gründer des Christentums das in ihrer frommen Wut tun. Zudem waren bei weitem nicht alle Menschen SEINES erwählten Volkes abtrünnig.

Der fromme Hass des Paulus auf die Juden und die Quellen der Wahrheit kannten keine Grenzen. Er verflucht die Juden nicht nur (vgl. Gal 1,8-9), er verfälscht sogar das Zeugnis der Thora. Seine griechisch geprägten Zuhörer, die sich überall in den römischen Provinzen den Juden angeschlossen hatten, waren eine leichte Beute für seine Irrlehren. Sie kannten die tiefen Zusammenhänge der Thora nicht. Zudem entsprach sein “Evangelium” von dieser neuen Gottheit Jesus Christus ihren heidnischen Vorstellungen und Traditionen. Das schmeichelte ihnen.
Dass er ihnen diese Gottheit Jesus Christus zusätzlich noch als den vom Vater JaHuWaH gezeugten Sohn und Richter aus den Schriften des TaNaCHs zu beweisen “vermochte”, machte sie dem Paulus bedenkenlos hörig. Vor allem in jenen Tagen hatten sich Heiden in den Städten des römischen Reiches den Juden angeschlossen. All diesen griechisch-römischen Menschen, die sich den Juden in den Provinzstädten angeschlossen hatten, war klar geworden, dass JaHuWaH, der Elohim der Juden, anders ist als ihre Götter. Das Leben und verhalten der Juden war von Segen begleitet.
Nun aber kamen Paulus und seine Leute mit ihrem “Evangelium” der griechisch-römischen Gottheit Jesus Christus und lehrten voller Überzeugung, dass diese Gottheit von dem Elohim JaHuWaH der Juden gezeugt worden sei und von JaHuWaH als Richter für die ganze Menschheit, für Lebende und Tote, eingesetzt worden sei (vgl. Apg 10,42). Das Ende stünde kurz bevor. Ja, wenn das der Elohim JaHuWaH so will, also was brauchen wir uns dann noch von den Juden belehren zu lassen? Das alles brauchen wir jetzt doch nicht mehr. Wir brauchen doch keine Weisung (Gesetz) mehr, da der angeblich von Elohim JaHuWaH eingesetzte Richter jeden Augenblick erscheinen wird. Was sollen uns dann die Juden die Weisungen JaHuWaHs noch zugänglich und verständlich machen wollen! Ab sofort gilt nur noch das Eine: an das Blutopfer der Gottheit Jesus Christus glauben und sich auf den Namen Jesu taufen lassen, dann ist die Rettung vor dem Untergang sicher - angeblich. “Ihr Herren, was muss ich tun, dass ich gerettet werde? Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus. Und sie redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Haus waren. Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch ihnen die Striemen ab; und er liess sich taufen und alle die Seinen sogleich” (Apg 16,30-33). Dass es so ist, wie ihnen Paulus sagte, war ihnen nun klar, denn sie hatten den “Beweis” aus den Schriften der Juden selbst, den ihnen Paulus offenbar “erbrachte”. Paulus sagte es ihnen so: “Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes (Theos, den er mit dem Elohim JaHuWaH vermischte) das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheissen hat” (Röm 1,2).
Anhand eben gerade dieser Schriften, der Schriften der Propheten, wissen wir, dass darin kein Satz über eine kommende Gottheit Jesus Christus vorausgesagt ist. Auch nicht, dass eine solche Gottheit mit ihrem Blut die ganze Menschheit erlösen wird. Auch ist kein Wort von der Notwendigkeit einer Taufe auf den Namen dieser Person die Rede, um errettet zu werden. Darum ist in den Schriften der Propheten auch nichts gesagt von einem “Evangelium” des Paulus und dass alle, die sich diesem “Evangelium” nicht unterwerfen und ihm, anhand der Schriften der Propheten widerstehen, von dieser Gottheit Jesus Christus gerichtet würden.
Die allerwenigsten seiner nichtjüdischen Zuhörer kannten diese Schriften, oder dann nur äusserst oberflächlich und zusammenhanglos, obwohl sie angeblich täglich darin “forschten”. “…. sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielte” (Apg 17,11b). Was sagt die Aussage in diesem Zusammenhang aus “ob dies sich so verhielte”? Was Paulus seinen Zuhörern täglich an zusammenhanglosen Sätzen aus dem TaNaCH als Beweis für die Echtheit seiner Lehre vorbrachte, war für sie das tägliche Forschen in der Schrift.
Wir wissen aber, dass die leitenden Juden in den Synagogen Paulus und seinen Leuten anHand des prophetischen Wortes widerstanden, während jene, die aus einem griechisch-römischen Glaubenshintergrund kamen, also jene, die keine Kenntnis der Thora besassen, ihm folgten. Paulus ertrug es nicht, dass die Juden ihm anhand des prophetischen Wortes widerstanden. Statt einsichtig zu werden und sich von den prophetischen Schriften überzeugen zu lassen, reagierte er ungehalten, in seiner gewohnten wutentbrannten Weise: “Zu euch musste notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es aber von euch stosst und euch selber des ewigen Lebens nicht für würdig haltet, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen…. Sie aber schüttelten den Staub von ihren Füssen gegen sie ab…. (Apg 13,46.51). Konkret heisst das: Sie verfluchten die Juden. Paulus ruft die griechisch-römisch geprägten Anhänger aus den Synagogen heraus. Das Christentum war geboren. Er selbst war ja römischer Bürger mit einer tief sitzenden griechischen Ausbildung, was ihn als Mensch mit vermutlich jüdischen Wurzeln manchmal zu völlig unberechenbaren Handlungen verleitete (vgl. Gal 1,13-14), bevor er sich ganz einem heidnisch-jüdischen Mischmasch verschrieben hatte.

Gemäss “Evangelium” des Paulus stand zudem das Gericht des gleich (umgehend) wiederkommenden Jesus Christus vor der Tür. Dieses gleich bevorstehende dramatische Ereignis erfüllte viele Heiden mit Angst und Sorgen. Also, war der Glaube und die Taufe auf den Namen dieses gleich wiederkommenden Richters Jesus Christus der einzige Weg, um Unheil und Hölle zu entgehen. “Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwählt habe, du Same Abrahams, meines Geliebten, du, den ich fest ergriffen habe von den Enden der Erde her und berufen von ihren Grenzen, zu dem ich sprach: Du sollst mein Knecht sein; ich erwähle dich und verwerfe dich nicht –, fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Elohim. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit” (Jes 41,8-13).

Ein Shabbat des Dankes möge allen beschieden sein. Shalom! Herzliche Grüsse

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein auf Samstag, den 17. Dezember 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.