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....wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! (Jer 6,16) Teil 2

Glaubensimpuls 555 von Gregor Dalliard

Die Leidenspsalmen, allen voran Ps 22 und Ps 69, zusammen mit Jes 53 beherrschen alljährlich in der Fasten- und Osterzeit die christlichen Gottesdienste auf der ganzen Welt. Nicht nur in der Fasten- und Osterzeit sind Christen auf diese Texte des TaNaCHs fixiert. Für einen Getauften sind diese Texte aus dem TaNaCH (“AT”) auf ihre zweite Gott-Person Jesus Christus bezogen. Etwas anderes käme für ihn gar nicht in Frage, nicht im entferntesten Sinn. Dass der TaNaCH, das “AT”, die persönliche Bibel des Jahushua von Nazareth war, nach der er lebte, sein kurzes Leben ausrichtete und nach deren Weisungen er im Sterben betete, dessen ist sich ein Christ nicht bewusst, zu sehr ist er von der oben erwähnten christlichen Meinung indoktriniert. Dieses Denken ist ihm von Kindesbeinen an eingedrillt worden - das sitzt! Da vermag nicht einmal mehr Jahushua von Nazareth mit seiner Bibel, dem TaNaCH, und seinem Zeugnis etwas auszurichten. Das gibt zu denken!

Der TaNaCH spricht aber durchgehend von den Leiden des Volkes und seiner Propheten, die sich JaHuWaH für SEIN Ziel auserwählt hat. In den Psalmen 22 und 69 und in Jes 53 spricht der TaNaCH konzentriert von den Leiden jener Menschen, die den Auftrag und die Sendung JaHuWaHs auferlegt bekommen haben. Paulus und die ihm folgenden Mitarbeiter, Kirchenlehrer, Päpste, Patriarchen und Priester haben diese Zusammenhänge aus dem TaNaCH herausgerissen und entwendet. Sie missbrauchten diese Inhalte für ihre Zwecke, indem sie diese Leidenszeugnisse auf ihre neue griechisch-römische Gottheit Jesus Christus übertrugen. Das ist ein Missbrauch erster Klasse.

Die römischen Gründer des Christentums verfolgten von Anfang an das eine Ziel: Wie können wir die Juden definitiv von JaHuWaH trennen, sie vom Einfluss auf die Öffentlichkeit ausschalten und uns an deren Stelle setzen (bekannt als Ersatztheologie)? Gedankenlos übernahmen freikirchliche Pastoren und Prediger in den sogenannten Freikirchen und unabhängigen christlichen Gemeinschaften diesen Missbrauch. (Luther hatte ihnen diese Irrlehre unreformiert durchgewinkt.) Das ist äusserst tragisch. Bis zu dieser Stunde wird dieser schändliche Missbrauch mit überschwänglich frommem Eifer gepflegt und aufrecht erhalten.
Mit einer besonders durchtriebenen Hinterlist wirken die sogenannten messianischen Christen im heutigen Israel. Sie bezeichnen sich sowohl als Juden als auch als Christen. Allezeit rühmen sie sich vor der christlichen Welt, hinter dem Rücken der Juden, wie viele Juden sie wieder für die griechisch-römische Gottheit Jesus Christus “gewonnen” haben. Was Jahushua von Nazareth zu ihnen sagen würde, können wir in seiner Bibel, dem TaNaCH (“AT”), nachlesen!
Dieser vermessene antijüdische Eifer der Getauften, hat sich im Laufe der Jahrhunderte wie das erstickende Wurzelgeflecht einer giftigen Pflanze um die Seelen der christlich geprägten Völker gelegt, vor allem in Europa.
Der tief sitzende Hass des “Paulus” (vgl. Gal 1,8-9) und des “Johannes” (in Joh 8,44), und überhaupt der Schriften des „NT“ auf die Juden, kommt vor allem in der UNO deutlich zum Ausdruck. Aber nicht nur in der UNO, Europas Hetze und Halbherzigkeit den Juden gegenüber ist in Anbetracht dessen, was gerade das christliche Europa an Schändlichkeit und Verbrechen an den Juden verübt hat, niemals nachvollziehbar. Die Juden haben Europa aufgebaut, gefördert und entwickelt. Die Juden haben nie einen Krieg gegen das christlich geprägte Europa geführt. Europa lohnte es ihnen mit anhaltenden Grausamkeiten. Diese mündeten schliesslich in den Völkermord und in dem immer noch religiös und kulturell gepflegten Rufmord. Daran hält das getaufte Europa hartnäckig fest.
Nehmen wir z. B. den alljährlich entrichteten Millionenbetrag der EU und der Schweiz als wesentlichen finanziellen Beitrag an die palästinensische Schulbildung. Bis heute werden die Juden in den palästinensischen Schulbüchern als Untermenschen bezeichnet, die keinen Platz in unserer Gesellschaft verdienen. Was an Hass und Gewalt in den palästinensischen Kinderherzen gesät wird, wird alljährlich an den grausam verstümmelten oder getöteten Juden sichtbar. Quelle. Der Vatikan unterstützt das und schweigt dazu. Da fehlen uns die Worte.
Der Geist der Gründer des Christentums ist über die Päpste und die christlichen Reformatoren immer noch mächtig in den Seelen der Christen wirksam. Wie könnte es anders sein? Sie haben Hitler gefördert und seinem Regime zum Durchbruch verholfen. Das einzugestehen setzt die Umkehr zu JaHuWaH voraus, auf den Jahushua von Nazareth mit ganzem Herzen hörte und dem er ebenso von Herzen folgte.

Wie wir wissen, haben Paulus und die Kirchengründer Jahushua von Nazareth sein Judesein aberkannt. Sie hatten ihn entjudaisiert und zu einer griechisch-römischen Gottheit umgewandelt (vgl. 2Kor 5,19-20; Röm 1,4). Während die Juden vom qualvollen Leiden des gekreuzigten Mannes Jahushua von Nazareth sprechen, der zusammen mit tausenden seiner Landsleute von den Römern an Pfählen zu Tode gemartert worden ist, sprechen die Christen von den qualvollen Leiden, den ihr entjudaisierter griechisch-römischen Gott Jesus Christus, durch die Hand der Juden erleiden musste. Sie glauben und lehren, dass der Jude Jahushua von Nazareth und die griechisch-römische Gottheit Jesus Christus ein und dieselbe Person waren. Das ist eine folgenschwere Verwechslung.
Der Jude Jahushua von Nazareth sei zwar “dem Fleische nach aus der Nachkommenschaft Davids” gewesen, also Jude (vgl. Röm 1,3), ihr Gott (Theos, Deus, Gott) aber habe den leidenden und qualvoll verstorbenen Juden Jahushua von Nazareth “aufgrund der Totenauferstehung” (vgl. Röm 1,4) zu einer Erlöser-Gottheit erhoben, “als Sohn Gottes in Kraft eingesetzt” (vgl. Röm 1,4). Das ist nichts Neues unter der Sonne, denn viele Götter der Heiden sind aufgrund der Totenauferstehung - auf diese Weise - zu Söhnen von Gottheiten erklärt worden und damit als Erlöser-Gottheiten in Aktion getreten.

Der christliche Gott musste, gemäss Paulus, den Juden Jahushua von Nazareth zuerst “aufgrund der Totenauferstehung” (vgl. Röm 1,4) von seinem Judesein befreien, denn sonst hätte er niemals zu einer griechisch-römischen Erlöser-Gottheit namens Jesus Christus “aufsteigen” können. Das ist der gängige Weg der heidnischen Antike, der in den heidnischen Welten zu einer griechisch-römischen Erlöser-Gottheit führt. Darum wird Jesus Christus von den Getauften auch dieselbe Anbetung und derselbe Kult zuteil, wie er allen heidnischen Söhnen Gottes immer schon zuteil geworden ist, nicht aber JaHuWaH. Jahushua von Nazareth kann darum nie Jesus Christus sein. Juden kannten und kennen solche heidnische Traditionen, Lehren und Kulte nicht, auch Jahushua von Nazareth nicht.

Um ihre Anhänger über diesen schwerwiegenden Betrug hinweg zu täuschen wird ihnen in Röm 1,2 eingeredet: “Paulus, Knecht Christi Jesu, berufener Apostel, ausgesondert für das Evangelium Gottes, das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheissen hat” (Röm 1,1). Wer sich aufrichtig und ernsthaft im TaNaCH vertieft, so wie das auch Jahushua von Nazareth getan hat, wird früher oder später zu folgendem Schluss kommen müssen: Hier haben wir es mit der niederträchtigsten Irreführung der Menschheit zu tun. Sie führte in den vergangenen 2000 Jahren zu den folgenschwersten Verbrechen an den Juden und der gesamten Menschheit.
Die Menschen sind im Blick auf ihr Leben nach dem Tode besonders schutzlos, verletzlich und ausgeliefert. Sie suchen nach Antworten. Werden sie ihnen nicht aus den Quellen des TaNaCHs zugänglich gemacht, fallen sie massenhaft der Schein-Heiligkeit von angeblichen religiösen Führern zum Opfer. Die Folgen sind für das private und gesellschaftliche Leben verheerend. Im nächsten Gim wollen wir dieses Thema weiter vertiefen. Es bleibt das Bekenntnis des TaNaCHs: “Denn bei dir (JaHuWaH) ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Also mutig voran: “Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” (Jer 6,16).

Allen wünsche ich einen erholsamen gesegneten Shabbat und ein Herz voller Anerkennung und Dankbarkeit den Juden gegenüber, die unser Europa aufgebaut haben, trotz der andauernden Widerstände und Verfolgung vonseiten der christlichen Kirchen und Gemeinschaften. Herzliche Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. Juni 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.