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"....wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn"! (Jer 6,16) Teil 3

Glaubensimpuls 556 von Gregor Dalliard

Hier einige Gedanken zu den vorherigen Glaubensimpulsen: Bis zu dem sogenannten Kirchenfest Christi Himmelfahrt (dieses Jahr am 26. Mai), stehen die Christen im Osterfestkreis.(Siehe dazu Gim 294). Den Feiern des Osterfestkreises (Auferstehung, Himmelfahrt, Pfingsten und dem langen Sitzen Jesu zur Rechten des “Vaters” im Himmel) gehen die schweren Leiden der christlichen Gottheit und Erlösers Jesu Christi hier auf Erden voraus. So lehrt es jedenfalls das “Evangelium” des Paulus.
Diese Leiden und den Tod des Jahushua von Nazareth haben angeblich die Juden gefordert, so lehrt es das “NT”. Das ist im Lichte JaHuWaHs und seines prophetischen Wortes im TaNaCH eine unverschämte und folgenschwere Verzerrung, die wir seit einigen Jahren nicht mehr hinnehmen können. Wenn wir das vor einigen Jahren noch taten, so ist uns dies durch den Blick in die tieferen Zusammenhänge des prophetischen Wortes nicht mehr möglich, an das auch Jahushua von Nazareth ungeteilt glaubte.
Welchem Zweck sollten diese grausamen Leiden und der qualvolle Tod der christlichen Gottheit dienen? Nach der übereinstimmenden Lehre aller Getauften, und so habe ich es früher auch felsenfest geglaubt, hat die Gottheit Jesus Christus mit diesen qualvollen Leiden und dem Tod am Kreuz den unversöhnlichen zornigen Gott (Theos, Deus) der Christenheit versöhnt und die Sühnung für die ganze Welt bewirkt (vgl. 1Jo 2,2). “Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!” (Joh 1,29).

Den Christen ist mit diesen Leiden, dem Tod und der angeblichen Auferstehung ihrer Gottheit Jesus Christus, der Zugang zum Himmel erschlossen worden. Wenn dem so wäre, was hätten dann die Juden falsch gemacht? Wie wir schon früher sagten, hätten sie dann mit ihrer Forderung nach dem Tode Jesu Christi und dessen Tod nicht etwas aussergewöhnlich Einmaliges bewirkt, nämlich den angeblich zornigen Gott (Theos, Deus) der Christen versöhnt, die Wegnahme der Sünde der Welt bewirkt und damit allen Christen und allen Menschen den Himmel erschlossen? Hätte jemand überhaupt etwas Grösseres für die Christen und die Welt bewirken können als was die Juden taten?
Ja, weswegen wurden und werden sie von den Christen als Gottesmörder gehasst und das schon 2000 Jahre lang? Warum wurden sie deswegen so grausam verfolgt, nachdem sie mit der Forderung des Todes Jahushuas von Nazareth angeblich so etwas Einzigartiges für die Christen und die Welt bewirkt haben? Ein schrecklicher Widerspruch begegnet uns hier. Jeder Christ müsste sich dieser Tatsache stellen!
Zur Erinnerung sei gesagt: Ich betone die Ausdrücke “Gottheit” und “Gott”; denn JaHuWaH ist weder ein Gott noch eine Gottheit. Darin hebt ER sich Lichtjahre von allen diesen Vorstellungen und Phantasien der Menschen über Götter und Gottheiten ab (vgl. Jes 55,8; 40,12-18).

Bedenken wir: JaHuWaH hat uns über seine Propheten ein glasklares Ziel vermittelt. Ebenso glasklar zeigt ER im TaNaCH auf, wie ER dieses Ziel erreicht. Israel soll dieses Ziel der Welt bekanntmachen. Darin ist seine Erwählung, Berufung und Sendung begründet. Seine Erwählung ist untrennbar mit einem Auftrag verbunden. Jeder Mensch soll sich das Ziel JaHuWaHs zu seinem eigenen Lebensziel machen.
Im prophetischen Wort des TaNaCHs (“ATs”) ist uns dieses Ziel durchgehend aufgezeigt. Über die Erwählung Abrahams und des Volkes Israel folgt ein Schritt auf den anderen. Zuerst steht: “Ich, JaHuWaH, ich habe dich in Gerechtigkeit gerufen und ergreife dich bei der Hand. Und ich behüte dich und mache dich zum Bund des Volkes, zum Licht der Nationen….” (Jes 42,6).
Dann folgt: “Denn Weisung (Unterweisung) geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker” (Jes 51,4). “Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort JaHuWaHs von Jerushalajim” (Jes 2,3). Jahushua bekennt sich ungeteilt zum Recht JaHuWaHs: “Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen, denn das Heil (das Recht JaHuWaHs) ist aus den Juden (kommt von den Juden)” (Joh 4,22). Darum betete Jahushua von Nazareth einzig und allein und ungeteilt zu JaHuWaH! IHM allein vertraute er. Lasst uns dem Beispiel Jahushuas von Nazareth mit grosser Dankbarkeit und Freude folgen.

Dann folgt der nächste Schritt: “Ich habe bei mir selbst geschworen, aus meinem Mund ist Gerechtigkeit hervorgegangen, ein Wort, das nicht zurückkehrt: Ja, jedes Knie wird sich vor mir beugen, jede Zunge mir schwören und sagen: Nur in JaHuWaH ist Gerechtigkeit und Stärke” (Jes 45,23). Also in keiner Gottheit Jesus Christus! Er spricht sodann von SEINEM Recht, das ER zur Geltung bringt: “Denn von Zion wird Weisung ausgehen und das Wort JaHuWaHs von Jerushalajim. Und er wird richten zwischen den Nationen und Recht sprechen für viele Völker. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Speere zu Winzermessern. Nicht mehr wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen” (Jes 2,3-4).
Das scheint uns schier unmöglich zu sein. Aber: “Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie spriessen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht” (Jes 55,10-11). Wir sind echt in freudiger Spannung und fragen uns gerne mal, wie wir das einmal erleben werden.

Das Leid des israelitisch-jüdischen Volkes und seiner Propheten ist in den Texten des TaNaCHs durchgehend bezeugt und verankert. Es gehört zum Wesen des auserwählten Volkes, zu seiner Erwählung, Berufung und Sendung. Dieser Auftrag hatte und hat in der Welt unermessliches Leid zur Folge. Davon sprechen die Psalmen 22 und 69 in ausdrücklicher Weise, ebenso Jes 53.
Selbstverständlich gibt es auch innerhalb des jüdischen Volkes unterschiedliche Ausdrucksformen des Glaubens. Sie können sehr verschieden voneinander sein. Wir richten unseren Blick aber nicht auf diese mehr oder weniger unterschiedlichen Ausdrucksformen. Wir freuen uns, dass uns durch dieses Volk der Kern des Lebens erschlossen worden ist, nämlich: “Denn bei dir (JaHuWaH) ist der Quell des Lebens; in deinem Licht sehen wir das Licht” (Ps 36,10). Danke, das ist einfach wunderbar!

Sehr viel Leid ist dem israelitisch-jüdischen Volk von aussen her zugefügt worden, d. h. von Völkern dieser Welt, allen voran von den christlichen Völkern. Ich sage deswegen von aussen, weil wir auch von dem Leid sprechen, das sich das israelitisch-jüdische Volk selbst, innerhalb seiner Gemeinschaft, von innen her, zugefügt hat. Das steht allerdings in keinem Verhältnis zu dem, was diesem Volk von aussen her an Leid zugefügt worden ist. Mit den Leiden, die sich das israelitisch-jüdische Volk von innen her, also selbst zugefügt hat, werden wir uns ein anderes Mal auseinandersetzen. Warum erlebte dieses Volk so viel Leid von Seiten vieler Völker dieser Welt? Warum muss der Überrest heute so viel Leid ertragen? Seit Jahren beschäftigen wir uns mit der Thora. Im Laufe dieser Zeit ist uns klar geworden, woran das in erster Linie liegt.

Der eine Grund liegt im “Shma Jisrael” (“Höre Israel”). Im Shma Jisrael ist der Glaube (das Vertrauen) und die Erfahrung Abrahams mit JaHuWaH zusammengefasst. Darauf baut der TaNaCH (“AT”) auf. Das ist das Bekenntnis und das Zeugnis von Recht und Gerechtigkeit, das am Sinai, im Zehn-Wort (zehn Gebote), seinen schriftlichen Ausdruck fand. Das Shma Jisrael ist Zeugnis und Bekenntnis zu JaHuWaH. Hier kann es niemals Abstriche geben. Diese Treue hat das auserwählte Volk JaHuWaH gegenüber für alle Zeiten geschworen, selbst wenn Einzelne oder ganze Gruppen im Laufe der Generationen davon abgeirrt sind. Die beharrliche Treue der Propheten zu JaHuWaH führte sie immer wieder zu ihrem Grundbekenntnis zurück. Die Verteidigung eines menschenwürdigen Daseins ist nur aus diesem Geiste möglich und das hat seinen Preis an Leiden zur Folge.

Der andere Grund, der grenzenloses Leid entfachte, wurde von den Gründern des Christentums mit dem “Evangelium” des Paulus ausgelöst. Dieses “Evangelium” wurde von Paulus aus Visionen, Erscheinungen und Geheimnissen zusammengeschmiedet und von seinen Nachfolgern weiterentwickelt. Angeblich waren alle diese Offenbarungen bis Paulus geheim (ein Geheimnis). Paulus und die folgenden Gründer des Christentums wollten die Juden diesem frommen Irrsinn unterwerfen. Das wäre einem Abfall von JaHuWaH und dem Verlust der Menschenwürde gleichgekommen. Die Juden konnten sich aber unmöglich von JaHuWaH, von SEINEM prophetischen Wort und von SEINEN Verheissungen für die kommenden Generationen lösen.
Das wäre für sie der allerschlimmste Verrat an JaHuWaH, am Shma Jisrael gewesen, am Auftrag, den sie von JaHuWaH für die kommenden Generationen auferlegt bekommen haben: “Merkt auf mich, mein Volk, und meine Nation, hört auf mich! Denn Weisung geht von mir aus, und mein Recht werde zum Licht der Völker. Im Nu ist nahe meine Gerechtigkeit, mein Heil ist hervorgetreten, und meine Arme werden die Völker richten. Auf mich hoffen die Inseln, und auf meinen Arm warten sie” (Jes 51,4).

Nun, wie wir bereits wissen, kannte der Ärger des Paulus und der Redakteure der “Evangelien”, die auf “Paulus” weiter bauten keine Grenzen, vor allem das “Evangelium” des “Matthäus”, das “Evangelium” des “Johannes” und seine angeblichen Briefe. Die Juden werden schlichtweg verflucht (vgl. Gal 1,8-9), als Kinder des Teufels bezeichnet (vgl. Joh 8,44) und mit einem schweren Gericht vom Himmel her bedroht (2Thess 1,6-10). Die Christen nahmen dieses Gericht, das sie angeblich im Auftrag ihres Gottes aussprachen, selbst in die Hand. Seit 2000 Jahren vollstrecken sie dieses Gericht an den Juden. Damit suggerieren sie der Welt wie wirksam das Wort des Paulus ist.

Im 4. Jh. ist es soweit. Die später von den Päpsten heilig gesprochenen Kirchenväter beschliessen die Endlösung der Judenfrage. Der hl. Geist, die 3. Gott-Person der Christen, und Jesus, die zweite Gott-Person der Christen, sie hatten sich angeblich vom Himmel her entschlossen das Auslöschen der unbeugsamen Juden vorzunehmen. Wer hätte dieser himmlischen Eingabe widersprechen können, wenn nicht die Juden.
Denn da ist Jesus, der zur Rechten des Vaters im Himmel sitzt, und das schon seit 2000 Jahren. Er kommt nicht vom Fleck, obwohl ihm angeblich alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist: “Und Jesus trat zu ihnen und redete mit ihnen und sprach: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden” (Mt 28,18). Also leitet er von dort aus die Welt. Allen voran seinen Stellvertreter auf Erden, den Papst. Wie gesagt, ihm ist angeblich alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben, wie könnten die Getauften auf Erden etwas falsch machen? Hat sich etwa der Papst 1870 umsonst für unfehlbar in Glaubens- und Sittenfragen erklärt?; und: “Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde (allen voran die Juden) unter seine Füsse gelegt hat” (1Kor 15,28).
Das sind katholische Interpolationen, denn der TaNaCH lehrt uns, das JaHuWaH der einzige ALL­MÄCHTIGE (El Shaddai) ist. Von Seiner Allmacht hat ER und wird ER nie auch nur ein Quäntchen an eine christliche Gottheit angeben, wie immer sie heissen mag.

Dann ist da noch der hl. Geist, der auch irgendwo im Himmel umher geistert. Gleichzeitig aber leitet auch er die Christen bei allen ihren Entscheidungen. Darum sind die Entscheidungen der christlichen Führer unfehlbar, unantastbar, denn der hl. Geist leitet angeblich in die ganze Wahrheit (vgl. Joh 16,13).
Dass die Entscheidungen der Stellvertreter Christi auf Erden unfehlbar und unantastbar sind und als solche von allen (katholisch) Getauften zu glauben und umzusetzen sind, wird zusätzlich mit einer ernst zu nehmenden Lehraussage unterstrichen: “denn er (der hl. Geist) wird nicht aus sich selbst reden” (Joh 16,13; Apg 1,8). Er redet, was er von Jesus hört, dem alles unterworfen ist. Damit ist für einen Getauften alles klar. Davon ist die Evangelische Allianz nicht ausgenommen.
Wenn die getauften Kirchenväter, die Stellvertreter Jesu, hier auf Erden die Endlösung der Judenfrage beschlossen haben, welcher Getaufte kann hier ausscheren? Welcher Getaufte könnte da noch eine gewisse Sympathie oder Liebe zum TaNaCH entwickeln? Der Himmel stünde unmissverständlich auf dem Spiel, die Klauen der höllischen Dämonen würden zweifelsfrei nach einem greifen, das Feuer züngelt bereits! Da kommst du nie wieder heraus. Immer und allezeit wirst du im Feuerpfuhl brennen, wenn du die Endlösung der Judenfrage nicht mitträgst und überall förderst. So hat es Jesus entschieden, der angeblich zur Rechten des Vaters im Himmel sitzt, so hat es der hl. Geist von ihm gehört, so setzten es Papst, Patriarchen und eine unüberschaubare Masse von Getauften um. Alles ist “klar”.

Wer wollte sagen: “Luther und Hitler seien keine treuen Diener dieses grausamen und skrupellosen frommen Systems geworden. Sind sie nicht eine echte Frucht dieses Geistes”? Sie waren beide getauft. Wer wollte sagen, Putin führe nicht den Willen des Jesus zur Rechten des Vaters im Himmel aus. Er ist auch getauft. Der Patriarch von Moskau wird ebenso durch den hl. Geist in alle Wahrheit geleitet. Gemäss Joh 16,13 hat er diese Zusage. Darauf beruft er sich gerade. Das glaubt er felsenfest, daran besteht kein Zweifel.
Auch Putin ist davon überzeugt, darum liess er sich in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale an Ostern von Patriarch Kyrill I., Patriarch von Moskau und ganz Russland, mit der brennenden Kerze in Händen, eingetaucht in “himmlischen” Weihrauchschwaden, die Sünden vergeben. Alles ist damit vom Himmel her geregelt und gerechtfertigt.

So geht das seit rund 2000 Jahren zwischen Himmel und Erde unter den führenden Christen zu. Der Geist, der die führenden Getauften in alle “Wahrheit” leitet, hasst das Recht und die Gerechtigkeit, er hasst die Gnade und die Wahrheit JaHuWaHs. Er benutzt die Begriffe Recht und Gerechtigkeit, Gnade und Wahrheit, hat aber deren Inhalt ins Gegenteil verkehrt. Mit Füssen tritt dieser angebliche Geist der Wahrheit, der in alle Wahrheit leitet, die Weisung JaHuWaHs. Er verfolgt das Volk JaHuWaHs über seine Getauften, wo immer sich ihm eine ideale Gelegenheit bietet.

Es ist der Geist des Rechts und der Gerechtigkeit JaHuWaHs, der die Würde jedes einzelnen Menschen wahrt, schützt und fördert, so wie das dem Willen JaHuWaHs und dem Wohle des Menschen entspricht. Dieses Recht und diese Gerechtigkeit fördert die Entwicklung und das Wohlergehen jedes einzelnen Menschen. Dieses Recht und diese Gerechtigkeit ist allein in JaHuWaH und SEINEN Weisungen begründet. Allein darin bringt alles Recht und alle Gerechtigkeit Segen und damit den inneren Frieden, den der Mensch so sehr benötigt. JaHuWaH ist der Schöpfer eines jeden Menschenlebens. Jeder Mensch ist von IHM allein in SEINEM Bilde geschaffen. Darum kann es nur in diesem Recht und in dieser Gerechtigkeit inneren Frieden für jeden Menschen geben, ebenso der Friede für die Welt.

Über ein solches Bekenntnis waren und sind die Völker dieser Welt verärgert. Sie wollten und wollen die Würde und Freiheit des Menschen in JaHuWaH nicht. Sie schufen und schaffen sich ihr Recht, das immer wieder im Unrecht zusammenbricht. Sie schaffen sich ihre Gerechtigkeit, die immer wieder Ungerechtigkeit gebiert. Die Priester und Prediger der jeweiligen Religionen setzen sich mit Leib und Seele für den Erhalt ihrer religiösen Vorstellungen von Recht und Gerechtigkeit ein. Sie wollen und sie brauchen fromme Sklaven. Etwas anderes lohnt sich für die Klasse der Kleriker, der Pfarrer, Pastoren und Prediger nicht, egal in welcher Religion. Egal ob die Kleriker zölibatär leben (im Christentum, kath. Kirche) oder im Islam, (z. B. im Iran). Sie dienen JaHuWaH nicht. Jeder dient seinem Gott so wie das seine Väter taten, die wiederum von ihren Vorfahren entsprechend indoktriniert worden waren.
Aus diesen Religionen sind viele der heute existierenden politischen Ideologien entstanden. Ihr politisches Handeln rechtfertigen sie aus dem Geiste ihrer jeweiligen Religion. Die einleitende Frage ist damit beantwortet. Die Gründer des Christentums stellten sich bewusst und entschieden gegen das Recht und die Gerechtigkeit JaHuWaHs. Das ist uns jetzt an Ostern wieder so recht bewusst geworden. Sie rissen die Psalmen 22 und 69, ebenso Jes 53, die vom Leid des israelitisch-jüdischen JaHuWaH-Volkes und seiner Propheten sprechen, und übertrugen sie in schändlicher Weise auf ihre neue griechisch-römische Gottheit Jesus Christus.
Weder JaHuWaH noch ein Prophet noch Jahushua von Nazareth hat jemals solches geglaubt und davon gesprochen.

Damit das Taufritual “wirksam” wird darf ein Getaufter nie vom Juden Jahushua von Nazareth sprechen. Er darf nur von dem Gott (Theos, Deus) Jesus Christus von Nazareth sprechen, als von dem Erlöser. Würde er Jahushua von Nazareth als den Juden Jahushua glauben und bekennen, wäre seine Erlösung nicht wirksam, was sie ja sowieso nicht ist. Gemäss prophetischem Wort JaHuWaHs kann es keine solche Erlösung geben. Erlösung geschieht einzig und allein in der Beziehung zu JaHuWaH, und das allein aus Gnade. Versagen wird durch Einsicht und persönliche Umkehr vergeben (vgl. Ps 103,3).

Nun halten wir uns freudigen Herzens an JaHuWaH: “Tretet auf die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen” (Jer 6,16).
Von Herzen wünsche ich allen einen friedvollen Shabbat. Liebe Grüsse und Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 21. August 2022 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.