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Vergebung der Sünden durch das Blut Jesu? Muss sich JaHuWaH mit uns versöhnen, und dann noch durch ein Menschenopfer? Was fordert JaHuWaH von den Menschen? Teil 2

Glaubensimpuls 513 von Gregor Dalliard

Die Botschaft aller Propheten, der Schriftgelehrten (Pharisäer), Gerechten und damit auch des Jahushua von Nazareth lautet: “Doch auch jetzt, spricht JaHuWaH, kehrt um zu mir mit eurem ganzen Herzen…. kehrt um zu JaHuWaH, eurem Helfer (Retter)” (Joe 2,12-13)! Das ist es, was JaHuWaH fordert und worauf es im Leben eines jeden Menschen ankommt, damit ein gesundes Zusammenleben unter den Menschen funktionieren kann. Was JaHuWaH vom Menschen fordert ist die persönliche Umkehr, die persönliche Besinnung auf die Werte des Lebens. Bei Fehlverhalten sollen, müssen oder wollen wir die entsprechenden Konsequenzen ziehen, soll ein friedliches Zusammenleben unter den Menschen möglich sein! Das wollen wir doch alle, denn damit ist uns selbst am meisten gedient.

Paulus verwirft diese Botschaft. Er ersetzt sie durch eine magische Glaubensformel, die beachtet und erfüllt werden muss, das genügt und alles ist gut. Er lehrt: “…. wie denn Gott in Christus war, und die Welt mit sich selbst versöhnte” (2Kor 5,19-20). “Ihn hat Gott hingestellt als einen Sühneort (einen Ersatz für die persönliche Umkehr) durch den Glauben an sein Blut” (Röm 3,25). Sein Gott (Theos, Deus) war in dem Menschen und Juden Jahushua von Nazareth, durch dessen Blut am Kreuz hat sein Gott (Theos, Deus) ihn zu der Gottheit Jesus Christus gemacht (vgl. Röm 1, 3-6), weil Gott (Theos, Deus) selbst in ihm war (2Kor 5,19-20). Mit dem Glauben an das Blut Jesu Christi sind dem Menschen bereits alle Ungerechtigkeiten und Sünden vergeben, sie sind getilgt. Über diesen Weg hat sich der Gott (Theos, Deus) des Paulus nicht nur mit sich selbst, sondern mit allen Menschen definitiv versöhnt. Die Schuld ist ein für allemal vergeben. Im Glauben an diese Lehre hat der Mensch im Voraus Vergebung seiner Sünden. Diese Lehre ist absurd.

Diese Irrlehre hält die Menschen vor der Wahrnehmung ihrer Eigenverantwortung ab, denn haben sie Fehler und Leid begangen, dann haben sie im Glauben an das Blut Jesu gleich Vergebung. “Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die ganze Welt” (1Jo 2,2). Sie brauchen ihrem Fehlverhalten nicht auf den Grund zu gehen, denn das Blut Jesu hat am Kreuz von Golgatha alles schon im Voraus (bezahlt) vergeben. So denken nicht einmal die primitivsten Menschen dieser Erde.

Auf den ersten Konzilien wurden die lehrmässig zerstrittenen christlichen Gemeinschaften, unter der Führung des heidnischen Kaisers Konstantin, zu einem einheitlich verbindlichen Glaubensbekenntnis gezwungen (genannt das altrömische oder apostolische Glaubensbekenntnis). Obwohl der Kaiser von den Christen als Christ verehrt wurde, war er Zeit seines Lebens Heide geblieben, eingebettet in seinen griechisch-römischen Gottheiten. Vermutlich konnte er keinen nennenswerten Unterschied zwischen der Gotteslehre der Getauften und seiner Heidenreligion erkennen, nur dass sich die Getauften dauernd erbittert zerstritten und bekämpften, was für das römische Reich eine Gefahr darstellte.
Seine Lebensführung zeichnete bis zuletzt Blutspuren auf, darum schob er die Taufe vor sich her, bis kurz vor seinem Tod. Denn erst der Glaube an die Erlösung durch das Blut Jesu und der Vollzug des Taufrituals wäscht angeblich alle Sünden ab. Paulus erklärt aus seinem Leben: “Und nun, was zögerst du? Steh auf, lass dich taufen und deine Sünden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!” (Apg 22,16; Mk 16,16). In diesem Sinne liess sich Kaiser Konstantin erst am Ende seines Lebens taufen. Von Werken der Gerechtigkeit, von Recht und Gerechtigkeit war in seinem Leben wenig bis nichts zu finden. Übrigens ist der Zugang zur dritten Gott-Person der Christen nur nach dem Vollzug des Taufrituals möglich (vgl. Apg 2,38; Eph 1,13). Das Taufritual hat eine magische Wirkung. Das ist komplette Irreführung der Menschen. Die christliche Taufe hat mit JaHuWaH nichts zu tun. Nach der Lehre des Paulus und der Mitbegründer des Christentums wird der alte sündige Mensch durch die Taufe beerdigt und für die Auferstehung vollkommen gemacht (vgl. Kol 2,12-13; Röm 6,4-5; 1Petr 3,21). Bei der Auferstehung wird er auf der Seite des Christus stehen und ewiges (immerwährendes) Leben haben, während alle nicht Getauften angeblich ewiges (immerwährendes) Verderben, in einem nie erlöschenden Höllenfeuer erleben werden müssen. Im Ritual der Taufe werden dem an die Gottheit Jesus Christus Glaubenden alle Sünden vergeben. Wenn er ins Sterben kommt und den Namen Jesu anruft, hat er die Fahrkarte für den sicheren Eintritt in den Himmel der Christen, die ihm nichts und niemand mehr streitig machen kann.

An diesem Wesen der christlichen Ersatztheologie wird sich nie etwas ändern, auch in der nächsten Zukunft nicht. Die Christen müssen sich an dieser Glaubenslehre festhalten. Diese paulinische Glaubenslehre ist später in den “Evangelien” verfasst worden, Lehrentscheidungen, die auf den Konzilien und Synoden für alle Christen verbindlich gemacht worden sind. Im ganzen römischen Reich existierten anfänglich viele sich widersprechende Berichte über Jahushua von Nazareth (vgl. Lk 1,1-4). Viele dieser Texte wurden gesammelt, überarbeitet, zusammengefasst und in der Form der bis heute existierenden 4 “Evangelien” und Briefe als Neues Testament für alle Menschen im römischen Reich verbindlich gemacht. Die Briefe des Paulus sind das Fundament des christlichen Glaubens. Sie dienten als Basis für die 4 “Evangelien”. Das Neue Testament sollte im Widerspruch zu den Juden stehen, denn kein Volk hatte den Römern so viele Probleme bereitet wie die Juden, die allen Göttern der Antike und des Altertums die Anbetung verweigerten. Was lehrten Paulus und seine Anhänger?: Wer dem “Evangelium” des Paulus nicht glaubt, wird verdammt werden (Gal 1,8-9; Mk 16,16). Weiter glaubten und lehrten sie: Er, der Jesus Christus, würde gleich als Richter zurückkommen (vgl. Hebr 10,24.37; Phil 4,5 u. a. m.) und flammende Vergeltung an den Juden üben, weil sie dem “Evangelium” des Paulus nicht glauben und abirrende zurück zu gewinnen suchten (vgl. 2Thess 1,6-10). Mit dem gleich oder umgehend wiederkommenden Jesus Christus würde auch gleich das Gericht über die Juden und die Welt hereinbrechen. Das würde der Beweis dafür sein, dass das “Evangelium” des Paulus vom auferstandenen Jesus Christus geoffenbart worden sei. Paulus aber hatte sein “Evangelium” von heidnischen Gottheiten (Philosophien) seiner Zeit empfangen. Also lesen wir in 2Thess 1,6-10: “….so gewiss es bei Gott (Theos, Deus, Ze-us) gerecht ist, denen, die euch bedrängen (die Juden), mit Bedrängnis zu vergelten und euch, den Bedrängten, mit Ruhe, zusammen mit uns bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht, in flammendem Feuer. Dabei übt er Vergeltung an denen, die Gott (Theos, Deus, Ze-us) nicht kennen, und an denen, die dem “Evangelium” unseres Herrn Jesus nicht gehorchen (gemeint sind die Juden. Gemäss Lehre des Paulus sind die Juden die neuen Gesetzlosen, der Antichrist); darum werden sie Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn (von der Gottheit Jesus Christus und seinem Erzeuger-Gott = Theos, Deus, Ze-us) und von der Herrlichkeit seiner Stärke, wenn er kommt, um an jenem Tag in seinen Heiligen verherrlicht und in allen denen bewundert zu werden, die geglaubt haben….”.

Sie alle, die Paulus glauben, werden bei seiner gleich oder umgehend bevorstehenden Wiederkunft von den Juden, die nicht geglaubt haben, bewundert werden, während die Juden durch die christliche Gottheit Jesus Christus in einem flammendem Gericht Strafe erleiden werden. Er wird Vergeltung an ihnen üben, ewiges Verderben vom Angesicht seines Gottes weg. Überall wo Paulus und seine Anhänger hinkamen predigten sie: “Denn noch eine ganz kleine Weile, und der Kommende wird kommen und nicht säumen” (Hebr 10,37). Dieses “Evangelium” löste innerhalb der vielen orientierungslosen Menschen Panik aus, selbst unter einigen Juden. Im ganzen römischen Reich liessen sich Heiden massenhaft taufen. Sie wollten auf der Seite des gleich in Erscheinung tretenden Herrschers Jesus Christus stehen, um nicht gerichtet zu werden. Sie wollten um jeden Preis mit ihm zusammen herrschen können. Welch eine fromme Irreführung und Verlogenheit! Denn er kam weder nach einer kleinen Weile noch später irgendwann! Als die Getauften erkannt hatten, dass ihre Gottheit Jesus Christus zur angesagten Zeit nicht zurückgekommen war und auch Jahre danach nicht zurückgekommen war, schrieben sie ihren Glauben, bzw. ihre Texte um. Sie liessen ihren Gott Jesus Christus in den Himmel auffahren und sich zur Rechten der ersten Gott-Person Platz nehmen (vgl. Mk 16,19; Eph 1,20; Kol 3,1; 1Petr 3,22 u. a. m.).

Für Christen führt kein Weg an dieser Lehre des Paulus und der Kirchenväter vorbei. Nach der Lehre des Neuen Testamentes und den Dogmen der Kirchenväter wird darum der grösste Teil der Menschheit mit flammendem Feuer verdammt werden. Das ist das “Evangelium” des Paulus und somit auch der Christen. Für sie bleibt der Glaube an die Gottheit Jesu Christi, wahrer Gott und wahrer Mensch. Es bleibt die Lehre der drei Gott-Personen (Trinität: Glaubensmuster aller namhaften antiken heidnischen Kulte). Es bleibt die Erlösung durch das Blut eines Menschenopfers, das ihre Gottheit (Ze-us = Theos, Deus) forderte. Es bleibt der Glaube, dass der Jude Jahushua von Nazareth sterben musste, damit er als Gottheit auferstehen konnte, um alle Menschen lebendig zu machen, um aus jedem Getauften eine Neuschöpfung zu machen (vgl. 1Kor 15,22; 2Kor 5,17). Diese Neuschöpfung ist im Laufe der Geschichte nie sichtbar geworden, im Gegenteil. Trotzdem bleibt der Glaube, dass die Juden Gottesmörder sind und die Getauften die besseren Menschen sind.
In Wirklichkeit ist nichts neu geworden. Im Gegenteil, die grossen Massen liessen sich durch solche Irrlehren zum Nichtstun verleiten, ausser, dass sie sich taufen liessen. Sie schwelgten in dieser Selbstsicherheit, in dieser bitteren Unwissenheit. Zahllose Kriege waren und sind die Folge solcher Irrlehren. Eine Gottheit die auferstehen sollte, musste nach heidnischen Traditionen zuerst ermordet werden. Nur so konnte sie auferstehen (Röm 1,4) und nur so konnte sie zu einer Gottheit erhoben werden (2Kor 5,16).
Christen sind heute aufgefordert, jeden erdenklichen Kontakt mit den Juden zu pflegen. Sie sehen hier den Schlüssel zur Bekehrung der Juden, bevor ihr Messias Jesus Christus erscheint und den blind gemachten Juden die Augen gewaltsam öffnen wird. Sie setzen sich mit den biblisch-prophetischen und historischen Gegebenheiten der damaligen Zeit nicht oder kaum auseinander, darum haben sie immer noch nicht bemerkt, dass kein Jesus Christus jemals vom Himmel herabkommen wird. Bis heute weigern sie sich, dieser Wahrheit in die Augen zu schauen.
Der biblisch-prophetischen Wahrheit in die Augen zu schauen ist mit sehr schmerzlichen Prozessen verbunden, das haben wir alle erfahren. Wer das allerdings tut nimmt seine Verantwortung wahr. Die Befreiung von inneren fruchtlosen religiösen Bindungen und der umfassende Segen bleiben nicht aus. Mit allen erdenklichen frommen Tricks blenden die Getauften die prophetische und historisch belegte Wahrheit aus. Sie halten sich damit gegenseitig blind. Täten sie das nicht, würde ihre Glaubensstruktur total zusammenbrechen. Dieser Zusammenbruch muss aber sein. Früher oder später wird er eintreten. Vor dieser prophetisch bezeugten Wirklichkeit fürchten sich die Führer der Kirchen, der Freikirchen und aller christlichen Gemeinschaften entsetzlich.

Nun ja, vor allem seit den Tagen 1947/48 kam etwas in Bewegung, das im Laufe der Jahre immer weitere Israel freundliche Kreise auf den Plan gerufen hat. Immer mehr Christen entdeckten seither eine Liebe zu Israel. Diese Erfahrung wird vor allem von Menschen innerhalb christlicher Gemeinschaften gemacht, die sich äusserlich von den offiziellen orthodoxen, katholischen und protestantischen Kirchen abgesondert haben. Vor Tausenden von Jahren hat JaHuWaH den israelitisch-jüdischen Vätern und Müttern dieses Land zugesprochen und ihnen eine Rückkehr in ihr Land verheissen, wann immer sie von irgend jemandem daraus vertrieben werden sollten. Daran würden sie erkennen, dass ER, JaHuWaH, der El Eljon, der Höchste es ist, der erlöst, der EINZIG EINE. So ist es geschehen, so ist es und so wird es sein! (vgl. Hes 37; Jer 31,33; 33,6-9; Jes 33,5-6).

Wie schon gesagt: Für die offizielle Christenheit war die Neugründung dieser uralten Volksgemeinschaft als moderner Staat im Nahen Osten ein nicht zu fassender Schock. Der Vatikan hatte sich total gegen den UN-Teilungsplan gewehrt, zusammen mit den arabischen Staaten. Die christliche Ersatz-, bzw. Enterbungs- oder Verwerfungstheologie der Juden gehört spätestens seit dem 4. Jh. offiziell zum selbstverständlichsten Glaubensfundament der Getauften. Wer all die vielen verbindlichen Dokumente studiert, die auf den laufenden Konzilien und Synoden gegen die Juden verfasst worden sind, dem stehen die Haare zu Berge. Die zahllosen Verwünschungen und Verfluchungen machen uns heute fassungs- und sprachlos. Das geschah alles unter der Führung des Gottes Jesus Christus, der zur Rechten des christlichen Vater-Gottes im Himmel sitzt und sich für die Getauften verwendet: “Wer ist da, der verdammt? Christus Jesus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der sich auch für uns verwendet” (Röm 8,34; Hebr 7,25 u.a. m.). Der Untergang der Juden war von den Gründern des Christentums von Anfang an beschlossene Sache, seit seinen frühen Anfängen. Sie nahmen im Laufe der Geschichte stetig an Grausamkeiten zu. Vor, während und nach dem Holocaust nahmen sie ein Ausmass an, das alle bisherigen Grausamkeiten der getauften Völker gegen die Juden in den Schatten stellte. Der Plan des Paulus und der Gründer des Christentums zur definitiven Auslöschung der Juden schien gekommen zu sein.

Die grösste “Frucht” der christlichen Ersatztheologie, der Holocaust, wird an Grausamkeiten nie zu überbieten sein, so schrecklich und erschütternd alle Verbrechen von Menschen an Menschen waren, sind und sein werden, sie können wohl nicht übertroffen werden. Die horrenden Verbrechen der Shoa sind und bleiben auf dieser Erde unvergleichbar. Warum? Sie sind die Frucht des christlichen Glaubens, aus dem Geist der Getauften geboren.(Aus dem Geist Jesu zur Rechten des christlichen Vaters im Himmel!!) Sie brachten im Laufe der letzten 2000 Jahre Kulturen des Entsetzens hervor, was nicht von der Hand zu weisen ist. Die Kreuzzüge, zahllose Kriege innerhalb der Getauften, die massenhaften Zwangstaufen von Juden und ganzer Völker, die Inquisitionen, dazu die zwei grauenvollen Weltkriege innerhalb der Getauften. Das alles ist dem Geist der Getauften entsprungen, den griechisch-römischen Erbauern und Erben der Ersatztheologie.

Die Lehre des Paulus über die Gottheit Jesus Christus und die Taufe setzte die Bestimmungen zur Vernichtung der Juden in Gang. Das Urteil des Paulus über die Juden ist der Auslöser zu den Verbrechen und Grausamkeiten unter den Getauften: “Denn ich gebe ihnen (den Juden) Zeugnis, dass sie Eifer für Gott haben, aber nicht mit rechter Erkenntnis. Denn da sie Gottes Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigene aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen” (Röm 10,2: vgl dazu Gal 1,8-9). Welch ein folgenschweres satanisches Urteil! Was heisst das?

Die Juden haben sich nicht der Gerechtigkeit JaHuWaHs unterworfen, samt und sonder nicht. Das lehrt Paulus! Bei einigen Juden mag das der Fall gewesen sein, aber die Behauptung: “die Juden”, das ist unverschämt und folgenschwer! Diese Aussage widerspricht jeder Realität. Was machen die Juden gemäss Paulus? Sie bauen sich ihre eigene Gerechtigkeit auf. Darum haben sie den Gott der Christen umgebracht (vgl. Apg 3,17).

Wer ist denn der Lehrer, der Inspirator der jüdischen Gerechtigkeit (der Thora)? Wer unterweist die Juden? Das Urteil der Gründer des Christentums lässt nicht auf sich warten: Der Teufel! “Ihr seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden eures Vaters wollt ihr tun” (Joh 8,44). Der Teufel ist also der Vater des TaNaCHs. Die Propheten bezeugen das Gegenteil: “Gerechtigkeit und Recht sind deines Thrones Grundfeste. Gnade und Treue gehen vor deinem Angesicht her. Glücklich ist das Volk, das den Jubelruf kennt! JaHuWaH, im Licht deines Angesichts wandeln sie” (Ps 89,14). In seiner Wut und Gehässigkeit verwirft Paulus dieses einzigartige Zeugnis in Bausch und Bogen. Es ist das Bekenntnis, das den TaNaCH von Anfang bis Ende durchzieht.
Nach Paulus und den Mitbegründern des Christentums sind die Juden von den Weisungen JaHuWaHs, von den Weisungen des Lebens zu befreien. Davon befreien und erlösen kann sie angeblich nur das “Evangelium” des Paulus mit seinen Gottheiten. Sie brauchen jetzt die Führung des Paulus. Nehmen sie sein “Evangelium” nicht an, dann sind sie verflucht, ohne Wenn und Aber.

Die Worte in Joh 8,44 sind Worte, die etwa 100 Jahre nach dem Tode des Jahushua von Nazareth von den Schreibern dieses “Evangeliums” Jahushua in den Mund gelegt worden sind. Sämtliche antijüdischen Passagen in den “Evangelien” wurden Jahrzehnte später Jahushua in den Mund gelegt. Sie durchziehen das “Neue Testament”. Diese Methode ist an Skrupellosigkeit und Bosheit nicht zu übertreffen. Das sind satanische Verse. Unmittelbar bricht heute in uns die Frage auf: Wer tat denn in der Vergangenheit die Begierden des Teufels? Wessen Vater ist der Teufel in Wirklichkeit?

Jahushua selber nannte die JaHuWaH-treuen Juden die “Gerechten”, d. h. die im Glauben Abrahams Stehenden, die in JaHuWaH Gerechtfertigten. Sagen wir es verständlicher: Freunde JaHuWaHs (vgl. Jes 41,8; 2Chr 20,7). “Denn ich bin nicht da, um Gerechte (Freunde JaHuWaHs) zu rufen, sondern Sünder” (Mt 9,13; Mk 2,17; Lk 5,32). Das sind solche, die diese Freundschaft aufgegeben haben und damit zu Sündern geworden sind. Sie zurück zur Herde JaHuWaHs zu führen, zurück in die biblische Gemeinde JaHuWaHs, das war der brennende Dienst Jahushuas und der Pharisäer. Von diesem Dienst waren vor allem die Pharisäer erfüllt. Jahushua von Nazareth war einer von ihnen. Mit ganzer Hingabe lebten sie diesen Dienst unter den Römern aus.
Die Römer versuchten die Juden, die Gemeinde der Thora, mit brutalsten Mitteln auseinander zu treiben. Die Besatzer versuchten das auserwählte Volk, die Gemeinde JaHuWaHs, seine Herde, immer wieder auseinander zu treiben, zu zerstreuen, zu vernichten. JaHuWaH aber hatte seine Gemeinde, die im Glauben Abrahams, im Vertrauen Abrahams aufgebaut ist, für solch schwere aussergewöhnliche Zeiten vorbereitet. Er hatte ihnen vorweg verheissen, seine Gemeinde nie untergehen zu lassen (vgl. 3Mo 26,44-45; Jes 41,9; 51,6-8; 54,10; Jer 31,33-37; Ps 118, 10-29 u. a. m.):
“Und ich werde euch Hirten geben nach meinem Herzen, und sie werden euch weiden mit Erkenntnis und Verstand” (Jer 3,16). Ja, seine Gemeinde wird zum Licht für die Völker werden (vgl. Jes 42,6; 49,6; 51,4; 60,1-3.19). “Lehren will ich die von dir Abgefallenen deine Wege, dass die Sünder zu dir umkehren” (Ps 51,15). Sie nahmen bei solchen entscheidenden Ereignissen keine Rücksicht auf die Römer und ihre Gesetze, was Abertausenden den Tod am Marterpfahl der Römer einbrachte. Nebenbei gesagt: Selbst der Pharao wusste, dass JaHuWaH der Gerechte ist (vgl. 2Mo 9,27); d. h. der Freund der Israeliten.
Alle die JaHuWaH ungeteilt vertrauen, sind die Gerechten. Sie leben in und aus dem Gerechten, sie bedürfen keiner Umkehr, keiner Rettung oder Erlösung, keiner Jesus-Gottheit, keiner Versöhnung mit JaHuWaH durch das Blut eines Menschenopfers. JaHuWaH fordert sie nirgendwo auf, sich mit IHM zu versöhnen. (vgl. Lk 15,7). Das ist ein wahnwitziger, aber zugleich folgenschwerer Irrsinn.

Ich grüsse alle herzlich mit den Worten aus Jer 30,18: “Denn ich will dir Genesung bringen und dich von deinen Wunden heilen, spricht JaHuWaH, weil man dich eine Verstossene nennt: Das ist Zion, nach dem niemand fragt! So spricht JaHuWaH: Siehe, ich will das Geschick der Zelte Jakobs wenden, und über seine Wohnungen will ich mich erbarmen. Und die Stadt wird auf ihrem Hügel wieder erbaut, und der Palast wird an seinem rechten Platz stehen” (vgl. Jes 2,2-6; Am 9,15).
Allen wünsche ich einen gesegneten Shabbat, voll des Dankes und des Lobes. Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein auf Sonntag, den 19. Februar 2023 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, k.hunzinger@sunrise.ch). Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.