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Aus dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Teil 12

Glaubensimpuls 488 von Gregor Dalliard

“Dann, lieber Herr Dalliard, ist die Denk- und Glaubensweise des Paulus ganz verkehrt. Er schreibt nach Rom: “Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarmt” (Röm 11,32). Woher nimmt er dieses Argumente für seine Lehre?” Das ist die Frage einer Gim-Leserin.
Wer den TaNaCH (“AT”), die Bibel des Jahushua von Nazareth liest, kommt zu der ernüchternden Feststellung, dass Jahushua solches in seiner Bibel nie gelesen hat, weil solche Lehren in seiner Bibel ganz einfach nicht zu finden sind, auch nicht als prophetisches Wort. Ja, das stimmt, wir haben die Lehren des Paulus deckungsgleich mit dem TaNaCH “AT” verstanden und geglaubt, weil wir so gelehrt worden sind. Laufend begegnen wir im “Evangelium” des Paulus, das wir als das “Neue Testament” bezeichnen, Formulierungen wie: “denn so steht durch den Propheten geschrieben..” (Mt 2,5); “..damit erfüllt wurde, was von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, der spricht..” (Mt 2,15; “..das er durch seine Propheten in heiligen Schriften vorher verheissen hat” (Röm 1,2); “Und von Moshe und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften das, was ihn betraf” (Lk 24,27)  “Diese (die von Beröa) aber waren edler als die in Thessalonich; sie nahmen mit aller Bereitwilligkeit das Wort auf und untersuchten täglich die Schriften, ob dies sich so verhielt” (Apg 17,11), usw. usf. Beim Überprüfen dieser vielen Hinweise der sogenannten “Evangelisten” auf die Propheten im TaNaCH (“AT”), stellen wir aber irgendwann, früher oder später, langsam aber sicher, mit Entsetzen fest, was für ein schrecklicher und schändlicher Missbrauch hier von den Schreibern und Redaktoren des “NT” betrieben worden ist. Die Angaben sind völlig aus dem Verständnis des gesamtprophetischen Zusammenhanges des TaNaCH (“AT”) gerissen und willkürlich zusammengebastelt worden.

Der einflussreiche Kirchenvater Marcion (zwischen 85 und 100 u. Z. geboren) lehrte mit Recht, dass im TaNaCH (“AT”) nichts von einer Gottheit Jesus Christus enthalten ist. Nach seiner Überzeugung und Lehre haben die bösen Juden nie etwas von der gnadenvollen lieben Gottheit des Jesus Christus gehört. Den bösen Juden wurde das Geheimnis dieser Gottheit nicht geoffenbart. Nach seiner Lehre ist ihr Elohim JaHuWaH ein Dämon, ein böser Gott. Darum verwarf er den TaNaCH (“AT”). Der „unbekannte, fremde Gott“ aber, “der Gott der Liebe”, Christus Jesus, war bisher unbekannt (ignotus), ein Geheimnis. “..denn die Gnade und die Wahrheit ist erst durch Jesus Christus geworden” (Joh 1,17). Erst dem Paulus hätte sich dieser Gott der Liebe, dieser bisher unbekannte Gott (ignotus), geoffenbart. Der einflussreiche Marcion war zutiefst Antijudaist. In seiner Behauptung und Lehre hat er immerhin die Wahrheit gesagt, indem er korrekt lehrte, dass Jesus Christus im TaNaCH (“AT”) nicht bezeugt ist. Da hat er recht: Die Gottheit des Paulus, Jesus Christus, ist im TaNaCH (“AT”) nirgends bezeugt. Neben Paulus war Marcion einer der einflussreichsten und prägendsten Männer bei der Gründung des Christentums. Als die Christen später die Juden bis aufs Äusserste demütigen und erledigen wollten, stahlen sie den Juden den TaNaCH (“AT”).
In jüdischen Kreisen existierten verschiedene Ur-Zeugnisse über das jüdische Leben des Jahushua von Nazareth. Sie nahmen diese Zeugnisse aus dem jüdischen Kontext heraus und durchmischten diese jüdischen Inhalte mit allen erdenklichen Irrtümern aus den damals gängigen Philosophien im Heidentum. Die wenigen Ur-Zeugnisse, die über den Juden Jahushua von Nazareth existierten, wurden grundlegend bearbeitet, umgedeutet und verändert.
Der eifrige, überzeugte Jude Jahushua von Nazareth, wurde ins Gegenteil verwandelt, er wurde zum Feind der Juden gemacht. Das Bestehende über den gesegneten Juden Jahushua von Nazareth wurde in neue Zusammenhänge gebettet, mit neuen Geschichten verwoben und erweitert. Perfid und “geschickt” konnten sie mit dieser Methode nun in allem auf den TaNaCH (“AT”) hinweisen. In boshafter Weise entstand so die “Bibel” der Christen, das “Neue Testament”. Vergessen wir nicht, die meisten Menschen in der damaligen Welt konnten – ausser den Juden – nicht lesen und schreiben. Sie waren auf das angewiesen und mussten sich dem beugen was ihnen, unter Androhungen der Hölle, als göttliche “Wahrheit” von ihren christlichen Philosophen gepredigt wurde. Heute ist das anders. Heute wird einem Menschen, der nach den biblischen Zusammenhängen sucht, der schändliche und schamlose Missbrauch dieser “frommen” Männer nicht gleich auf den ersten Blick ersichtlich, manchmal auch nicht auf den zweiten und dritten! Christen, verwurzelt, indoktriniert und über Jahrhunderte den christlichen Führern hörig gemacht, hegen nicht im geringsten Zweifel an der bodenlosen Unlauterkeit, die dem “Neuen Testament” zugrunde liegt. Wie sollten sie auch? Aus diesem Geist sind die schlimmsten Verbrechen geboren worden, die diese Erde jemals gesehen hat. Die Geschichte schweigt nicht mehr, diese Zeiten sind nun vorbei! Allein das müsste Christen hellhörig machen.

Die späteren Kirchenväter, bzw. Bischöfe, Nachfolger jener Männer, die den Juden den TaNaCH (“AT”) – auf diese Weise – entrissen hatten, konnten das Zeugnis des einflussreichen Marcion, nicht länger gelten lassen. Sie versuchten es aus der Welt zu schaffen. Das ist ihnen allerdings nicht gelungen, obwohl der griechische Kirchenvater Titus Flavius Clemens, bekannt unter dem Namen Clemens von Alexandrien (geb. um 150, gest. um 215 u. Z.), unter den Christen die Geschichte verbreitete, Marcion hätte sich nach Rom begeben und sei unter Bischof Hyginus (136 -140) „als älterer Mann“ um die sechzig Jahre, überzeugter Christ geworden. Das heisst hier konkret, dass er seine bisherige Überzeugung widerrufen hätte und den TaNaCH als Buch anerkannt hätte, das nur von der Gottheit Jesus Christus sprechen würde. So soll er seine bisherige Überzeugung und Lehre verworfen haben. Das können wir dem griechisch-philosophisch gebildeten Christen Clemens beim besten Willen nicht abkaufen. Seitdem die griechischen Gründer-Philosophen des Christentums den Juden den TaNaCH gestohlen haben, und das jüdische Ur-Evangelium über Jahushua von Nazareth total überarbeitet um umgedeutet haben, gehört nur jener Mensch zu den Geretteten, der glaubt und bekennt, dass Jesus Christus im TaNaCH (“AT”) klar als Messias, als Erlöser, als versöhnendes Blutopfer, als Gott und König, bezeugt ist – und wer sich darauf taufen lässt.

Der Jude Jahushua von Nazareth wusste jedenfalls nichts von einer solchen Erlöser-Gottheit. Er hat nie eine solche Gottheit angebetet und die Juden nie aufgefordert eine solche Gottheit neben JaHuWaH anzubeten. Der Glaube des Jahushua von Nazareth, mit dieser Tatsache und Erkenntnis, kann einem aufrichtigen Christen radikal den Boden seines Glaubens unter den Füssen wegziehen. Das sind keine einfachen Lebens- und Lernprozesse. Die meisten von uns haben diese Prozesse ausgestanden. Ich persönlich habe diese Tatsache vor Jahren nicht wahrhaben wollen. Lange Zeit klammerte ich mich an jeden Strohhalm, der mir möglicherweise den Beweis erbringen würde, dass mein bisheriges christliches Bibelverständnis doch der Wahrheit entsprechen und die Juden völlig falsch liegen würden.

Aber tatsächlich spricht JaHuWaH durch keinen einzigen seiner Propheten wie: “Denn Gott hat alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen, damit er sich aller erbarmt” (Röm 11,32). Wieso sollte sich JaHuWaH widersprechen? Was masst sich Paulus und seine Kirche hier an? Welch schreckliche und folgenschwere Philosophie erzeugten seine “frommen” Offenbarungen und Phantasien! Heisst es im prophetischen Wort etwa nicht: “Denn so spricht der Elohim, JaHuWaH, der Heilige Israels: Durch Umkehr und durch Ruhe werdet ihr gerettet. In Stillsein und in Vertrauen ist eure Stärke” (Jes 30,15). Also! Warum hätte JaHuWaH solches sagen können, wenn er sowieso alle zusammen in den Ungehorsam eingeschlossen hätte, wenn er alle erst durch die Gottheit des Paulus, durch Jesus Christus, dessen Folterqualen und Verbluten, begnadigen wollte?
Ja, “weil die Gnadengaben und die Berufung JaHuWaHs unbereubar sind” (Röm 11,29). (Behalten wir immer im Auge, dass das “Neue Testament” nie von JaHuWaH spricht, wenn der Name Gott oder Herr steht, dann ist immer eine heidnische Gottheit mit dem Namen Gott, Theos, gemeint, nicht JaHuWaH, das kann uns irritieren). Mit der Lehre des Paulus in Römer 11,29 hätte JaHuWaH am Ende auch noch etwas für die elenden Juden übrig – aber nur, wenn sie sich am Ende der Zeiten den Christen unterwerfen, sich auf die paulinische Gottheit Jesus Christus, und auf die anderen zwei Gott-Personen der Christen, taufen lassen!
Das ist verderbenbringende fromme Philosophie!, denn JaHuWaH öffnet den im Ungehorsam lebenden Menschen zu jeder Zeit Türen hinaus in die Freiheit. Das ist die Botschaft seiner Propheten. Dazu hat er seine Propheten und Schriftgelehrten ausgerüstet und gesandt, so auch den Propheten Jeshajahu (Jesaja).

Das jüdische Volk steht wieder einmal an den Rand der Verzweiflung, zum Teil verschuldet durch die Führenden des Landes. In dieser äusserst schweren Zeit ruft er dem Volk zu, in der Kraft des Geistes JaHuWaH: “Der Geist des Elohim, JaHuWaH, ist auf mir; denn JaHuWaH hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, den Elenden frohe Botschaft zu bringen, zu verbinden, die gebrochenen Herzens sind, Freilassung auszurufen den Gefangenen und Öffnung des Kerkers den Gebundenen, auszurufen das Gnadenjahr des JaHuWaH und den Tag des gerechten Gerichtes der Rache für unsern Erlöser, zu trösten alle Trauernden, den Trauernden Zions ⟨Frieden⟩, ihnen Kopfschmuck statt Asche zu geben, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes, damit sie Terebinthen der Gerechtigkeit genannt werden, eine Pflanzung des JaHuWaH, dass er sich ⟨durch sie⟩ verherrlicht (Jes 60,1-3).

Also nichts von einer paulinischen Lehre: Gott hat euch Juden allesamt in den Ungehorsam eingeschlossen. Da seid ihr nun und da müsst ihr bleiben, bis eine kommende Gottheit, Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, kommen wird. Sie ist bisher in einem Geheimnis verborgen, bis sie einem sehr kranken Mann geoffenbart werden wird (vgl. Eph 3,3). Aber diese Gottheit, gezeugt von dem Gott, dem Theos, in Maria, wird euch, zusammen mit den Heiden, daraus befreien. Das wird er tun als Menschenopfer, als das angenehme Menschenopfer vor Gott, dem Theos, weil Gott, der Theos, das so fordert, nicht aber JaHuWaH, weil JaHuWaH solches nie gefordert hat und auch nie fordern wird. Und zwar wird er euch über die ihm durch die Römer zugefügten Folterqualen und mit seinem Blut, das aus diesen zugefügten Qualen fliesst und tropft, aus dem Gefängnis des Ungehorsams befreien. Nur so werdet ihr aus eurem Ungehorsam, in dem ihr eingeschlossen seid, befreit werden! Das müsst ihr Juden glauben und euch taufen lassen, sonst werdet ihr verdammt werden. Er sagt doch: “Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung! Wer gläubig geworden und getauft worden ist, wird gerettet werden; wer aber ungläubig ist (d. h. nicht so glaubt, wie Paulus lehrt), wird verdammt werden. (Mk 16,16). Haarsträubende, abgründige Entsetzlichkeiten, tiefstes und finsterstes Heidentum, mit den entsetzlichsten Folgen für die Juden, aber auch für die gesamte Menschheit. Solche finstere, lebensferne Entsetzlichkeiten sind nie aus dem Munde des Jahushua von Nazareth hervorgegangen, wohl aber aus dem Munde der Gottheit Jesus Christus. Dieser Mund ist niemand anders als der Mund der Gründer des Christentums, der Kirche. Dieser “Mund” stürzte die Menschheit in die Abgründe der Abgründe.

In den folgenden Texten wird uns die anhaltende Möglichkeit zur Umkehr, vom Ungehorsam wieder zum Gehorsam, über die Gnade und Barmherzigkeit JaHuWaHs, klar bestätigt: Der Prophet Michajahu („Wer ist wie JaHuWaH?“), ein Zeitgenosse des Propheten Jeshajahu, predigt gegen die soziale Ungerechtigkeit und den Glaubensabfall seiner Zeit. Er sieht das bevorstehende Gericht, das über Israel und Juda hereinbrechen wird. Auf nichts reagiert JaHuWaH heftiger als auf den Glaubensabfall, dem Hand in Hand die soziale Ungerechtigkeit folgt. Doch der Prophet weist auf die barmherzige und gnadenvolle Vergebung JaHuWaHs hin, die auf die Umkehr folgen wird: “Wer ist ein Erbarmer wie du, der Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem Rest seines Erbteils! Nicht für immer hält er an seinem Gericht (an den Gerichten der Wiederherstellung) fest, denn er hat Gefallen an Gnade. Er wird sich wieder über uns erbarmen, wird unsere Schuld niedertreten. Und du wirst alle ihre Sünden in die Tiefen des Meeres werfen. Du wirst an Jakob Treue erweisen, an Abraham Gnade, die du unsern Vätern geschworen hast von den Tagen der Vorzeit her” (Mi 7,18-20). Nicht nur dem Einzelnen wird die Umkehr voller Barmherzigkeit und Gnade zuteil, sogar dem ganzen Volk. Ein in der Thora fest verankertes Zeugnis zeigt uns, dass Paulus mit seinem “Evangelium” vollkommen an der Wirklichkeit JaHuWaHs, was den Umgang mit seinem Volk betrifft, vorbeiredet und damit einen verheerenden antijüdischen Missbrauch in Bewegung gesetzt hat: “..und du umkehrst zu JaHuWaH, deinem Retter, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute befehle, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dann wird JaHuWaH, dein Retter, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen”. (5Mo 20,2-3). Innerhalb des jüdischen Volkes gab es immer viele, die mit ganzem Herzen JaHuWaH treu geblieben sind, sonst gäbe es schon lange keine Juden mehr. Der Holocaust hat rein gar nichts mit der Untreue etlicher Juden zu tun. Zur Zeit des Holocaust war die Mehrheit der Juden JaHuWaH treu. Darüber denken christlich geprägte Menschen nicht gerne nach!

Der ganze TaNaCH (“AT”), die Bibel des Jahushua von Nazareth, bezeugt uns durchgehend die Gnade, Barmherzigkeit und Vergebung eines jeden Ungehorsams, einer jeden Sünde, wenn der Betreffende teshuva, Umkehr, vollzieht. Und so wird es immer vor JaHuWaH bleiben. Der einzelne Israelit oder Jude, der Gläubige des auserwählten Volkes, war nie und blieb nie im Ungehorsam eingeschlossen, nachdem er teshuva (Umkehr) vollzogen hatte. Im Gegenteil, ihm wurde die volle Gnade der Vergebung, die Barmherzigkeit und der Neustart ins Leben geschenkt. Die Vergebung des Ungehorsams geschieht bei JaHuWaH auf der Stelle. Das ist doch etwas wundervolles. Das aber spricht Paulus JaHuWaH ab, das spricht der den Israeliten und den Juden ab. Verrückt so etwas.
Seine Hybris, seine Selbstüberschätzung, kennt keine Grenzen. Über seine Propheten und seine Schriftgelehrten teilt JaHuWaH den Menschen immer wieder mit, dass er, d. h. seine Gedanken, von keinem Menschen so erfasst werden können, so, als wäre der Mensch eins zu eins gleich mit JaHuWaH: “Wer hat den Geist des JaHuWaH ermessen, und ⟨wer ist⟩ der Mann seines Rates, den er unterwiese? Mit wem beriet er sich, dass der ihm Einsicht gegeben und ihn belehrt hätte über den Pfad des Rechts und ihn Erkenntnis gelehrt und ihn über den Weg der Einsicht unterwiesen hätte?” (Jes 40,13-14). “Denn ⟨so viel⟩ der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken” (Jes 55,9).
Paulus setzt sich zutiefst respektlos, würdelos, rücksichtslos und in schockierenden Weise darüber hinweg. Er hebt sich über JaHuWaH hinweg, benutzt JaHuWaH als Geisel. Auf diese Weise rechtfertigt er seine verheerend “frommen” Bosheiten: “Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, jedoch nicht Weisheit dieses Zeitalters, auch nicht der Fürsten dieses Zeitalters, die zunichte werden, sondern wir reden Weisheit Gottes, des Theos, in einem Geheimnis, die verborgene, die Gott, der Theos, vorherbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unserer Herrlichkeit. Keiner von den Fürsten dieses Zeitalters (auch die Juden nicht, so lehrt er fälschlicherweise) hat sie erkannt – denn wenn sie ⟨sie⟩ erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt haben..” (1Kor 2,6-16).

Was haben die Juden mit Gott, dem Theos, zu tun? Seit jeher ist ihnen die Weisheit des JaHuWaH geoffenbart. Mit dieser Hybris, dieser extremsten Form der Selbstüberschätzung und des Hochmuts, durchbrach Paulus die Rekorde der frommen Bosheiten aller Zeiten. “Denn das Endziel der Thora ist (die Gottheit) Christus, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit” (Röm 10,4). Aus dieser Gift-Quelle trinken die Christen allezeit. Seit bald 2000 Jahren reicht Johannes den Christen diesen berauschenden antijüdischen Giftrank, mit seinem “Evangelium”. Sie trinken ihn genüsslich, sichtbar berauscht, süchtig nach dieser Mischung: “Denn das Gesetz wurde durch Moshe gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden” (Jo 1,17). Da sind viele Zeugen, die vollkommen die Wege der Gnade mit JaHuWaH gegangen sind, ohne die “Gnade” der Gottheit des Paulus jemals gekannt und benötigt zu haben. Von den begnadigten und neu bekleideten (aufgerichteten, wiederhergestellten, Kleider aus Wolle) Adam und Eva, über Sheth, Henoch, Noah, Abraham, Sara, Moshe - bis zu vielen unzähligen Menschen, herein in unsere Tage.

Wir müssen uns heute von dieser entsetzlichen antisemitischen Ersatztheologie, von diesem Hochmut des Christentums, entschieden lösen. Die Verfechter und Träger dieser paulinischen Ersatz-Theologie haben längst schon alle Menschlichkeit mit Füssen getreten - und das nicht nur einmal, sondern unendlich viele Male. Das Mass ist voll. Wen wundert’s, dass sich das Christentum in Auflösung befindet und sich selbst auffrisst. Das sind harte Worte, für manchen Christen nicht zu fassen. Ich bin mir wohl bewusst, dass es, entsprechend ihrer Unwissenheit, Millionen von Christen gibt, die aufrichtig und redlich gemäss ihrer “Bibel”, dem “Neuen Testament”, glauben, das einzig Richtige zu tun. JaHuWaH sieht ihr Herz an: “..der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, JaHuWaH aber sieht auf das Herz” (1Sam 16,7).
In dieser Gewissheit wandeln wir in der Gnade, in der barmherzigen Zuwendung des Abba JaHuWaH. Und sollte sich jemand unter uns vaterlos fühlen, verwaist, dann gibt es da einen Trost, eine Hilfe: “Ein Vater der Waisen und ein Richter (Helfer, Verteidiger) der Witwen ist JaHuWaH in seiner heiligen Wohnung." Allen wünsche ich einen gesegneten Shabbat und Shalom! Mit herzlichen Grüssen

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).