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Aus dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Teil 6

Glaubensimpuls 482 von Gregor Dalliard

Wir befassen uns mit dem Glauben des Jahushua von Nazareth. Der Glaube der Juden, der auch der Glaube des Jahushua von Nazareth war, hat bis heute das Leben der Menschheit verändert und geprägt. Dieser Segen fliesst aus dem Glauben, der in Abraham war: "..und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde!" (1.Mose 12,3). Sogar die uralten abergläubischen, heidnischen Elemente, von denen die griechische Philosophie durchtränkt war, hat der Glaube Abrahams restlos überwunden. Bis ein Christ solches erkennen kann, geht er einen langen und steinigen Weg, das Ziel aber ist ihm garantiert. Am Ende des Weges ist das Herz voll Dankbarkeit.

Das Christentum lehnt diese Tatsache hartnäckig ab. Wie sollte es denn auch anders sein? Das Christentum ist die Vermischung von Elementen aus dem jüdischen Glauben mit den griechischen Philosophien (so z.B. das menschlich-göttliche Blutopfer als Versöhnung mit Gott; die Lehre der Auferstehung usw.). Diese Vermischung sei der Segen, der uns in die Zivilisation führte. Diesen Irrtum lehrt die Kirche hartnäckig!
Ich möchte wiederholen: Christen behaupten, der Glaube der Christen bestehe aus Elementen des jüdischen Glaubens und aus der griechischen Philosophie. Diese Vermischung sei es, die in Europa und in der Welt den Segen der Zivilisation entfacht habe.
Die erste Aussage ist wahr, die zweite ist falsch. Die erste Aussage: Es ist der Glaube der Christen, der aus Elementen des jüdischen Glaubens und aus der griechischen Philosophie besteht. Das ist wahr, wobei gesagt werden muss, dass die Elemente des jüdischen Glaubens völlig umgedeutet und um ihren ursprünglichen Sinn gebracht worden sind. Die zweite Aussage ist falsch: Diese Vermischung sei es, die in Europa und in der Welt den Segen der Zivilisation entfacht habe. Das lehren sie zwar, aber das ist völlig falsch.

Zu dieser letzteren Aussage müssen wir uns unweigerlich die Zwischenfrage stellen. Was ist das für eine erreichte Zivilisation des Christentums, die seit bald 2000 Jahren die wirtschaftlichen, technischen, medizinischen usw. Errungenschaften des Judentums gezielt angreift und vernichten will? Nicht nur das! Was ist das für eine errungene Zivilisation des Christentums, eine Zivilisation, die sich seit bald 2000 Jahren mit zahllosen Verbrechen, wie einer konstanten frommen Lehr- Manipulation, Pogrome, Scheiterhaufen, Kriege, Verfolgungen, Verbrennungen und anderer gräulichsten Verbrechen auszeichnet, wie dem Holocaust. Eine Zivilisation die eine europaweite Unterstützung der religiösen Akteure des Terrors gegen Israel (Klerus im Iran, Hamas, Hizbullah) unterstützt, obwohl diese religiösen Fanatiker in den Medien offen die Vernichtung der Juden propagieren? Es kann uns nur schlecht werden, wenn wir an diese Art von errungener Zivilisation denken.

Den Beweis über die Vermischung aus Elementen jüdischen Glaubens mit den griechischen Philosophien, aus denen das Christentum geschaffen und entwickelt worden ist, gibt uns der katholische Papst Josef Ratzinger, Benedikt XVI. Als Kardinal und Chef der Kongregation für die Glaubenslehre (ehemals Inquisition genannt) warnte er die katholischen Theologen: „Das Christentum ist demnach die in Jesus Christus vermittelte Synthese zwischen dem Glauben Israels und dem griechischen Geist. Auf dieser Synthese beruht Europa.. Der Versuch der Renaissance, das Griechische unter Wegnahme des Christlichen rein zu destillieren und wieder als das pure Griechische herzustellen, ist ebenso aussichtslos und sinnwidrig, wie der neue Versuch eines enthellenisierten Christentums“, also eines Glaubens an Gott Jahweh ohne griechische Philosophie. (Tagung der katholischen Akademie in Bayern „Europa und die Christen“, 28./29.4.1979 in Strassburg; München 1979).
Achten wir auf folgenden schrecklichen Irrtum, den der spätere Papst Benedikt XVI. hier vertritt. Das zu wissen ist nämlich absolut notwendig. Er lehrt: „Das Christentum ist demnach die in Jesus Christus vermittelte Synthese zwischen dem Glauben Israels und dem griechischen Geist". Damit suggeriert der Papst den Menschen, dass der Glaube und die Lehre des Juden Jahushua von Nazareth aus dieser Vermischung bestand. ER, Jahushua, sei der erste Christ gewesen. Wer aber war der Initiator dieser verantwortungslosen Vermischung aus Elementen des jüdischen Glaubens mit den griechischen Philosophien? Das war Paulus! Diesen scheusslichen Irrtum übernahmen später die Schreiber der “Evangelien”. Sie – und später die Kirchenväter – legten diese Lehre Jahushua von Nazareth in den Mund, sie schoben sie ihm in die Schuhe. Nun liegt es an uns, die wahren und echten Glaubensschätze aus dem “Neuen Testament” herauszufiltern. Das ist uns heute möglich. Das Glaubensleben des Jahushua von Nazareth bringt Licht in die Dunkelheit des “Neuen Testamentes”, Licht in in die Dunkelheit der Christenheit. Dabei aber müssen und möchten wir uns mit dem Glaubensleben der Juden – zur Zeit des Jahushua – auseinandersetzen, es kennen- und verstehen lernen. Das sollte uns grosse Freude bereiten.

Allen wünsche ich von Herzen ein frohes Lichterfest, Chanukka. Dieses Fest erinnert uns an die Befreiung der Juden von der griechischen Herrschaft, von ihren Philosophien und dem Götzendienst (Zeuskult). Die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerushalajim, geschah im Jahr 164 v.u.Z, beziehungsweise im Jahr 3597 jüdischer Zeitrechnung. Damals brach unter den JaHuWaH-treuen Juden eine unermessliche Freude aus. Ein Tag hätte nicht gereicht um ihrer Freude und ihrer Danksagung Ausdruck zu verleihen. Darum dauerte das Fest der Freude und der Danksagung gleich acht Tage. Dieses Jahr begann das Fest gestern Donnerstagabend am 10. Dez. und wird bis Freitagabend, den 18. Dez. dauern. Es beginnt jeweils am 25. Tag des Monats Kislev (November/Dezember). “JaHuWaH ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? JaHuWaH ist meines Lebens Zuflucht, vor wem sollte ich erschrecken?” Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).