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Der Name unseres Schöpfers und Spender des Lebens: JHWH. Teil 1

Glaubensimpuls 138 von Gregor Dalliard

In diesem und in den nächsten Glaubensimpulsen (Gim) möchte ich gerne auf den Namen unseres Schöpfers und Spender des Lebens eingehen. Ich tue das mit grosser Freude und Dankbarkeit. Darum lade ich alle Leser der nächsten Gims ein, sich mit der gleichen Gesinnung damit auseinander zu setzen. Ob wir zur gleichen Erkenntnis geführt werden oder nicht, das soll uns keineswegs irritieren oder sogar auseinander bringen. Alles hat seine Zeit. Alles entwickelt sich zu seiner Zeit und alles drängt nach Wachstum, d.h. nach Einsicht, so wie es die Gnade unseres Abba Vaters zulässt und wir bereit sind uns von seinem Wesen führen zu lassen.
In meinem letzten Gims und in meinen Vorträgen habe ich unseren Schöpfer JHWH sowohl JaHuWaH (sprich Jahua) als auch Jahweh genannt. Die Fragen, wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin sind berechtigterweise angebracht. Gerne will ich also darüber schreiben. In diesem Gim 138 möchte ich bei einigen einleitenden Gedanken verbleiben. Im Laufe der letzten Jahre haben sich neben meinen katholischen Studienunterlagen mehrere Bundesordner zu diesem Thema angesammelt.

Aber erst in den letzten Jahren bin ich durch ein intensiveres Studium des TaNaCHs in die tieferen Zusammenhänge und Entwicklungen dieser Schriften hineingewachsen. Was TaNaCH heisst habe ich bereits im Gim 115 dargelegt. Als Erinnerung: Das Wort “TaNaKh” oder “TeNaKh” ist eine Abkürzung nach den Anfangsbuchstaben der drei kanonischen Hauptelemente der Hebräischen Bibel: Thora, Propheten und Schriften. “T” steht für Thora, das sind die 5 Bücher Mose. “N” steht für Naviim oder Nabiim, damit sind die Bücher der Propheten gemeint. Navi oder Nabi heisst Prophet, Mund JaHuWaHs. “Kh” oder “Ch” steht für Khetuvim oder Khetubim, damit sind die übrigen Schriften der Bundesschriften (BuS = AT) gemeint.
Irrtümlicherweise bezeichnen die Christen die Hebräische Bibel als altes Testament (“AT”) (hebräisch תנ״ך TNK). Die Hebräische Bibel, der TaNaCH ist also die Sammlung heiliger Schriften des Judentums. Nach dem Namen unseres Schöpfers und Spender des Lebens zu fragenund seinen tieferen Sinn zu erkennen ist für mich um so faszinierender, da so etwas in meiner Jugendzeit undenkbar gewesen wäre. Im Umfeld meiner Jugendzeit dachte niemand über die kirchlich-hellenistische Vorstellung von drei Gott-Personen nach. Wäre jemand auf den Gedanken gekommen, öffentlich nach dem Namen des biblisch bezeugten Schöpfers im TaNaCH (“AT”) zu fragen und IHM die entsprechende und gebührende Anbetung zukommen zu lassen, den hätte die Kirche exkommuniziert (vom Heil und der Gesellschaft ausgeschlossen!)

Der Vatikan vollzog an uns eine alles durchwirkende Hirnwäsche. Seit dem 4. Jahrhundert wird diese Strategie bewusst und gezielt schon an den Kindern angewandt. Das begann mit der Praxis der Säuglingstaufe und zieht sich in der Sakramenten- und Liturgiepraxis durch das ganze Leben hindurch. Paulus lehrte das Taufritual als ein alles entscheidendes und bestimmendes Grundritual. Die Taufe entscheidet über Leben und Tod. Darauf baut die gesamte christliche Sakramenten-, Liturgie- und Dogmenpraxis auf. Sie setzt unserem Leben feste Glaubensbestimmungen auf (Dogmen), die das Glaubensleben rigoros einschränken. In diesem Glaubenskonzept wären wir nicht im geringsten fähig gewesen, an die Existenz der drei hellenistisch-christlichen Gottheiten und deren Namen zu zweifeln.
Bis Anfang der sechziger Jahre (1962/64) war es den Katholiken unter Androhung der immerwährenden Höllenstrafe strengstens untersagt, sich über die kirchliche Institution und deren Lehren Gedanken zu machen, vergiss, sie zu hinterfragen! Im Gegenteil, verführt, verblendet und verschlungen von dem religiösen Wahn der Kirche, hätten wir unser Leben für den Vatikan in den Tod gegeben, so sehr macht der Vatikan die Menschen blind und krank. Jedes Glaubenswachstum war und ist untersagt! Diese schrecklichen und folgenschweren Lehrtraditionen sind uns ununterbrochen als von JaHuWaH gewollte biblische Wahrheiten eingeimpft worden. Die Kirche war und ist Gott. Gott war und ist die Kirche.

Nun aber liess unser himmlischer Vater im Laufe der letzten Jahrhunderten unterschiedliche Menschenrechtsbewegungen entstehen. Sie sammelten sich aus den Kreisen verfolgter Juden, ehemaliger Juden und solcher Christen, die das ausbeuterische Joch des Vatikans teilweise von sich abzuschütteln vermochten, wie etwa die verschiedenen protestantischen Bewegungen, die der Vatikan nicht mehr zu vernichten vermochte, und das trotz seines gewaltvollen und hinterhältigen brutalen Einsatzes. Nach langen zähen Kämpfen wurde der Vatikan schliesslich in seiner politischen und religiösen Macht zum Teil beschnitten, nicht aber sein Einfluss als völkerrechtlich anerkannte Staatsmacht (Völkerrechtssubjekt). Der Reichtum des Vatikans ist unermesslich. Er lässt Politiker aller Richtungen schwach werden und zu “Fahnen im Wind” verkommen. Sie wehen wohl oder übel in jede Windrichtung, wie vom Vatikan gewünscht, denn wer Geld hat hat Macht und übt sie entsprechend aus.
Die Fäden werden in den dunklen Hinterzimmern des Vatikans gezogen. Kein Staat der Welt möchte seine Beziehungen zum Vatikan aufs Spiel setzen. Trotzdem werden ihm auch auf dem politischen Parkett, in gewisser Weise, Grenzen gesetzt. Was Präsident Trump auch immer sein mag, er ist der erste Mann weltweit, der furchtlos den Einfluss des Vatikans einschränkt, vor allem was den verheerenden antisemitischen, bzw. antijüdischen Einfluss auf Israel ausmacht. So etwas hat es bisher wohl noch nie gegeben!

Der Humanismus, der im TaNaCH begründet ist (Recht und Gerechtigkeit, Gnade und Barmherzigkeit für alle), der sich dem Vatikan und dem Christentum als Ganzes lange genug entgegenstellt hatte und das immer noch tut, hat Türen zum Leben aufgebrochen. Kaum zu fassen! Davon dürfen wir heute nun grosszügig profitieren. Mit dieser Freiheit wissen viele allerdings noch nicht umzugehen. Die meisten Christen nehmen ihre neu gewonnene Freiheit nicht wahr, wie sollten sie sich ihrer Verantwortung bewusst werden, zutiefst sind sie von der Theologie der Angst geprägt. Auch das ist ihnen meistens nicht bewusst. Darum nehmen viele an den religiös-kulturellen kirchlichen Veranstaltungen teil, an den traditionellen Liturgien und Festen, denn sie gehören seit langer Zeit zum religiös-kulturellen Volkstum. Es ist ihnen nicht übel zu nehmen, denn sie sind im Umgang mit der verantwortungsvollen Freiheit in JaHuWaH nie unterwiesen worden.

Nun, diese Freiheit liess unser Schöpfer, der Abba JaHuWaH (sprich Jahua) zu. Das Ende dieses Zeitalters, d. h. der bald 2000 Jahre dauernden Herrschaft des Christentums ist angebrochen. Damit wächst die Erkenntnis seines Namens und damit der Zugang zu seinem Wesen, der uns bisher verboten war. Ich finde das aussergewöhnlich und bin davon tief betroffen. Wo es unter religiösen Menschen kein Wachstum in die reichen Schätze der biblischen Zusammenhänge gibt, da herrscht und regiert religiöse Dunkelheit, Unterdrückung, Verkümmerung, Bosheit, religiöser Terror. Da ist Entfaltung hin zu der Eigenverantwortung nicht möglich, weil die Beziehung zu JaHuWaH fehlt. Das aber ist etwas, das unser Schöpfer in das Herz eines jeden Menschen gelegt hat. Wie oben gesagt, wurde den früheren Generationen dieses Wachstum, hinein in die Beziehung zu JaHuWaH, hinein in die Eigenverantwortung vom Vatikan verwehrt.

Leider ist dieses Wachstum auch innerhalb der Evangelischen Kirchen, der Freikirchen und der meisten christlichen Gemeinschaften, die sich von der Kirche als unabhängig bezeichnen, nicht gegeben. Die Lehre von den trinitarischen Gottheiten, den drei Gott-Personen (Platon, Augustinus, Aristoteles, Thomas von Aquin), lässt sie letztlich von dem gleichen Gift der Kirchenväter trinken aus dem der Vatikan seine Ersatztheologie, bzw. Enterbungstheologie und seine Politik mischt. Dieses Gift verhindert und verunmöglicht das gesunde Wachstum nach dem Willen des Abba Vaters.

Nun ist es ja gerade Paulus, auf den sich die Kirchen und christlichen Gemeinschaften durchgehend berufen. Er fordert in seinen Schriften zu einem gesunden Wachstum hinein in den Willen des Vaters auf. Der Wille des Vaters war und ist immer im TaNaCH (“AT”), in der Thora, in den Schriften der Propheten grundgelegt, die ihren Ausdruck in den Psalmen und in den anderen Schriften des TaNaCHs gefunden haben. Was aber machte Paulus? Er bestätigt zwar diese Schriften, als von JaHuWaH eingegeben, als verbindliche Bibel der Juden (vgl. 2Tim 3,16), aber er deutet die Inhalte des TaNaCHs (“AT”) völlig um. Er deutet sie auf eine Gottheit um, die er als Jesus Christus bezeichnet.

Kern seiner Theologie wurde ein erlösendes Blutopfer, ein Opfer aus Menschenblut. Damit verwirrte und verführte er Unwissende. Später wurde seine Irrlehre von den Gründern der Kirche weiter entfaltet. Schliesslich wurde diese Irrlehre zum staatlich verordneten Glaubensbekenntnis für alle römischen Bürger erhoben. Das Christentum ist bis zu dieser Stunde darin gefangen. Als Paulus die Worte in 2Tim 3,16 schrieb, gab es noch lange kein sogenanntes verfasstes “Neues Testament”!

Wie ich damals im Gim 1 schrieb, ist der Name, die Bezeichnung eines Wesens, eines Menschen, eines Tieres, einer Sache ausschlaggebend. Über den Namen erhalte ich gleich die wichtigsten Informationen über den Träger des Namens. Wenn wir den Namen Löwe hören, dann wissen wir gleich, dass ein Löwe keine Schnecke ist. Der Name offenbart mir das Wesen des Trägers dieses Namens. Entsprechend werde ich mich verhalten, verhalten müssen! Also muss ich einen Löwen anders verstehen und einordnen als eine Schnecke.

Damit wären wir schon beim Kern des Themas. Es ist nicht egal unter welchem Namen sich unser Schöpfer seinem auserwählten Volk offenbarte. Offenbarte er sich ihnen als derjenige, der über allen Göttern steht, als JaHuWaH der El Eljon, der Höchste, der sich darin auch bestätigte, oder offenbarte ER sich ihnen als HERR, als Baal, als Zeus, als Mensch gewordener Jesus-Gott, als Marduk, als Sol Invictus, als Gottesmutter, Astarte, Isis, Osiris, Buddha, Alla, oder wie sie alle heissen mögen. Alle diese Namen sagen sofort etwas über diese Götter aus. Mit ihnen verbunden ist ein ganz bestimmtes Publikum, mit bestimmtem Vertretern, Überzeugungen und Forderungen.

Höre ich den Namen eines lieben Menschen, dann fliesst Freude durch meine Adern. Genau das will JHWH = JaHuWaH in der Beziehung mit uns auslösen. (Jes 29,18).

In dieser Freude und Zuversicht wünsche ich allen Lesern von Herzen einen gesegneten Shabbat Shalom!

Gregor Dalliard

Ankündigungen

Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein. Wir treffen uns wieder am 17. März 2024 um 14,00 Uhr bei Martin und Kornelia Hunzinger-Schmid, Allmenhag 2, 2577 Finsterhennen. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).

Unter dem Kennwort Fragen Leserfragen (Lefs) möchte ich neu auf Leserfragen eingehen. Dabei werde ich auch aufschlussreiche und weiterführende Zusammenhänge anderer zu wichtigen biblischen Themen veröffentlichen.