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Die Beziehung zu JaHuWaH und unser Verstand. Teil 2

Lebensimpuls 6 von Gregor Dalliard

Jemand fragt: “Wie soll das denn gehen? Sie betonen immer wieder, dass wir JaHuWaH mit unserem ganzen Verstand lieben sollen. Sie zitieren die Aufforderung Jahushuas in Mk 12,29-30. Hier sagt er: liebe JaHuWaH aus deinem ganzen Verstandt. Nach ihrem Zitat aus Sprüche 3,5 bin ich nun verunsichert. Kann ich denn JaHuWaH wirklich lieben mit meinem ganzen Verstand?”
Niemand wird JaHuWaH lieben wollen, ihm vertrauen wollen, wenn er nicht schon von Ihm und seinem Wesen angezogen wird, wenn er nicht schon die Notwendigkeit dieser Beziehung erkannt hat. Dadurch, dass jemand diese Grundvoraussetzung im Herzen trägt ist der Verstand bereits auf JaHuWaH ausgerichtet. Mein Verstand wird sich immer mehr meiner Beziehung zu JaHuWaH unterordnen. Also, je mehr meine Beziehung in und aus JaHuWaH in meinem Leben zunimmt, desto mehr ordnet sich mein Verstand dieser Beziehung unter. Es fällt mir immer leichter meinen Verstand unter meine Kontrolle zu bringen und in meine Beziehung mit JaHuWaH einzubinden. Irgendwann werde ich mit meinem ganzen Verstand JaHuWaH lieben und IHM vertrauen können, selbst in den schlimmsten Zeiten meines Lebens. Das ist die Gemeinschaft, die sich alle Propheten und Schriftgelehrten, so auch der Schriftgelehrte, der Lehrer Jahushua von Nazareth, für alle seine Zuhörer wünschte.

Wir sagten, die Verbündete des Verstandes sei die fromme Heuchelei. Aus meinen vielen Erfahrungen innerhalb der christlichen Gemeinschaften, der Freikirchen und Kirchen muss ich in diesem Zusammenhang auf die allgegenwärtige fromme Heuchelei hinweisen. Was sagten wir: Es gibt drei Dinge, die sollten wir unbedingt beachten. Sie sind so gegenwärtig in unserem Leben wie wir selbst gegenwärtig sind. Erstens gibt es Dinge und Ereignisse im Leben eines jeden Menschen, über die wir nicht verfügen können. Zweitens gibt es Dinge und Ereignisse im Leben eines jeden Menschen auf die wir keine Antwort haben. Drittens müssen wir nicht auf alles eine Antwort haben. Grundsätzlich und diskussionslos sollten wir diese drei gesetzten Tatsachen akzeptieren. Sie sind unumstössliche Wirklichkeiten.

Aber da sind viele religiöse Menschen, vom Prediger bis zum “durchtrainierten” Zuhörer. Ihnen fehlt schlicht die Beziehung zu JaHuWaH. Sie stellen sich über JaHuWaH, wie das Paulus auch machte. Sie folgen seinem “Evangelium”. Er lehrte kurzerhand: “Uns aber hat JaHuWaH es offenbart durch den Geist, denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen JaHuWaHs” (1Kor 2,10). Sie sagen, über den Geist des Christus wissen wir alles, auch über die Tiefen JaHuWaHs. Darum haben sie auf alles und jedes eine Antwort. Sie weisen das Wort, das JaHuWaH durch seine Propheten gesprochen hat von sich: “Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken” (Jes 55,9 u.a.m.).
Das ist für Christen eine nicht akzeptable Weisung JaHuWaHs. Für sie ist das ganz einfach Gesetz, weil diese Weisung im TaNaCH (“AT”) steht – und wenn, dann ist der TaNaCH für sie nur noch in der christlichen Deutung gültig. Der Geist JaHuWaHs entspricht nicht dem Geiste ihrer Gottheit Jesu Christi. Sie sind von ihrem geistigen Hochstand unerschütterlich überzeugt. Von Paulus gelehrt, wissen und fühlen sie sich von Jesus Christus autorisiert auf alles und jedes eine Antwort zu haben. In unverschämter Weise geben sie die Gedanken des Paulus und ihre Gedanken als die Gedanken JaHuWaHs aus. Wer ihnen nicht glaubt und ihren Glaubensoffenbarungen nicht folgt, steht ausserhalb der Tiefen JaHuWaHs, wird verdammt werden.

Würden sie nicht so auftreten, würden sie sich selbst nicht als in ihrer Gottheit Christus wiedergeborene Menschen fühlen, sie würden sich selbst nicht als in der Gottheit Jesus Christus autorisiert und geistlich beurteilen. Sie würden auch nicht von ihrem christlichen Umfeld als geistliche, wiedergeborene Menschen beurteilt werden. Christliche Wiedergeburt heisst, sich dem “Evangelium” des Paulus unterwerfen. Sie meinen, ihrer Gottheit Christus gegenüber und ihrem religiösen Umfeld entsprechend eine solche Haltung einnehmen zu müssen, damit sie von ihrem religiösen Umfeld, von ihrer Glaubensgemeinschaft, als geistliche Autoritäten wahrgenommen und beurteilt werden. So stehen sie da, unter einem frommen Joch, einem frommen Zwang. Das macht sie zu Heuchlern.
Das Unheil, das sie damit unter ihrer frommen Klientele anrichten, lässt sich nicht ausmachen. Das Christentum hat sich – im Laufe der Zeit – an diesen frommen Weg der Heuchelei gewöhnt. Sie selbst realisieren diese Scheinheiligkeit und fromme Verdorbenheit nicht mehr, aber treiben damit so manchen von den Quellen des Lebens weg.

Wir lernen von den Menschen aus der Bibel, dem TaNaCH, (“AT”), von Menschen, die vor uns gelebt haben. Menschen, die uns Zeugnis davon geben, wie sie ihr Leben im Vertrauen und in der Gemeinschaft mit JaHuWaH gemeistert haben. Wir lernen von Menschen, denen die fromme Heuchelei zum Fallstrick wurde. Wir lernen von Menschen, die aus diesem Fallstrick der Heuchelei herausgefunden haben. Wir wollen gerne von ihnen allen lernen.

Ankündigungen

Voranzeige: Wir laden dich herzlich zu unserem nächsten Bibeltreffen in Finsterhennen ein, am 19. September 2021 um 14.00 Uhr. Martin und Kornelia Hunzinger, 2577 Finsterhennen, Allmenhag 2, 032 396 34 03, info@imkerei-hunzinger.ch. Wir freuen uns ganz fest auf die gemeinsame Zeit! Shalom!

In unregelmässigen Abständen publiziere ich Lebensimpulse (Lims).